Postflop: Standardspielzüge gegen einen Gegner

  • 102 Antworten
    • YourRedeemer
      YourRedeemer
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.384
      3.1. Unraised Pot, OoP
      Hier sollten wir immer betten, egal, was wir halten.
      Der Gegner muss nur in etwas mehr als 1/3 der Fälle folden, damit diese Bet profitabel ist.


      Warum soll ich immer betten? Es gibt doch auch Gegner die in weniger als 1/3 der Fälle folden.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      das stimmt natürlich

      aber solange du diese information nicht hast, sprich gegen unknown spielst, dann kannst du davon ausgehen, dass villain oft genug foldet
    • YourRedeemer
      YourRedeemer
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.384
      Auf 5/1 SH foldet unknown imo nicht oft genug.
    • 6Wishmaster6
      6Wishmaster6
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 3.807
      Also hälst du als Standard check/fold für richtig, ohne was getroffen zu haben?

      Problem: Ohne weitere Bestimmung von Board und Gegnertyp ists schwer ne Standardspielweise festzulegen. Habe mich da für ne Bet statt nem check entschieden.
      Optimal ist das natürlich nicht, aber ohne zuwet auszuholen, denke ich es ist ne akzeptable Lösung.
    • YourRedeemer
      YourRedeemer
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.384
      Also ich habe die Erfahrung gemacht das auf dem Limit eher passiv gespielt wird wenn nichts getroffen wurde. Unknown checkt wenn er hinten liegt sowieso zum Showdown und mit qhigh will ich nicht protecten ;) Bessere Hände zum folden bringen ist auch schwer.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      du hast recht, was den durchschnittlichen gegnertypen auf .5/1 betrifft
      aber das ändert nix =)

      wir haben in nem unraised HU-pot 2 oder 2.5 SB und investieren 1 SB.
      rein rechnerisch dürfte klar sein, dass villain nur in min. ~33% bzw. ~29% der fälle folden muss, damit diese bet unmittelbar profitabel wird

      andersrum betrachtet heißt das natürlich, dass villain in max. 67% bzw. 71% der fälle callen wird.
      was könnte villain am flop callen? made hand oder draw.
      den flop trifft man zur made hand in etwa 33% der fälle afaik.
      dann bleiben noch 34%-38% "raum", den man mit draws auffüllen kann, wenn du verstehst was ich meine.

      alles in allem dürfte intuitiv klar sein, dass unknown villain am flop oft genug folden wird, weil's einfach nix zu callen gibt.

      sobald du natürlich mitbekommst, dass er auch mit trash bzw. any flop callt, musst du dein verhalten anpassen. dann haben wir's auch nicht mehr mit unknown zu tun. ;)
    • YourRedeemer
      YourRedeemer
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.384
      Hmm ich habe mal in meine Stats geschaut und sehe das Fold to Flop Bet 20%. Wenn man als TAG schon so wenig foldet, wie soll dann unknown auf 30% kommen?
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

      hast du auch richtig gefiltert? also am besten darauf filtern, dass du im BB sitzt und es ein unraised pot ist natürlich. ansonsten solltest du eigentlich nicht in einem unraised pot HU auftauchen. :)

      bin leider nicht an meinem rechner über's WE und kann meine stats nicht nachschauen
    • Lady1710
      Lady1710
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2006 Beiträge: 14
      Super Artikel.
      Als ich das gelesen hab, danach gleich angewendet. und funktioniert eigentlich super! Am Anfang hab ich immer check/fold headsup gespielt, wenn ich nix am flop getroffen habe.
    • swizz
      swizz
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 3.427
      Situation Raised Pot, Out of Position, Hero ist PFA

      Starke Hände bet/3bet, bet Turn
      Schwache Hände und Draws b/c Flop, c/c oder c7F Turn
      Stärke Draws c/c oder c/r Turn

      Hier ist ein wenig undeutlich wie man starke Draws am Flop spielt. Die gehören schon zu den starken Händen, oder?

      Also Spielt man starke Draws hiernach b/3bet FLop, c/c oder c/r Turn?
      Das kommt mir ein wenig komisch vor.

      Wenn man am Turn so unterschiedlich mit Madehands und Draws spielt, dann wird das doch total durchsichtig, oder nicht?
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      standardmäßig gegen gegner, die auch irgendwo nen fold finden spielst du starke draws (ich würde sagen ab (7-)8 outs) und made hands gleich also bet/3-bet flop, bet turn

      vor allem wenn villain normalerweise mit seinen starken händen call flop, raise turn spielt und den flop nur for freecard raist oder wenn er ne marginale hand wie middle pair hält "und wissen will wo er steht" hat diese line viel foldequity am turn, wenn villain nicht improved.
    • Irbis26
      Irbis26
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 1.131
      Super Artikel, danke =)

      auch nochmal zu 3.5 raised pot, wir PFA, OoP:

      die Situation entsteht ja nur wenn nach uns einer unser raise coldcallt, was ja schon mal ziemlich fischig ist.
      Und auf .5/1 haben diese Fische im allgemeine ziemliche mühe den fold button zu finden, wenn sie erstmal irgend ein paar getrofffen haben...
      Ich frage mich somit ebenfalls wie man einen starken draw gegen solche gegner nach einem flop raise weiterspielen soll.
      Kann man da irgendwie an den PokertrackerStats erkennen, welche line am besten ist? (hab leider noch keinen PT, aber bald)

      Beim Unraised Pot, OoP hab ich auch das Gefühl, dass die Gegner NICHT jedes 3. mal folden, aber das wurde ja schon ausführlich diskutiert.

      Zudem ist mir aufgefallen, dass einen c/r am turn nur mit starken draws macht, was eventuell etwas durchsichtig werden könnte. Aber auf den unteren Limits ist die Gefahr wohl nicht so gross.

      Eventuell könnte man noch was zu pure bluffs ergänzen, z.b. in der BB defense (ich vermute mal das Thema ist eher etwas für profis, somit ists vielleicht besser ohne)
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      Original von Irbis26
      auch nochmal zu 3.5 raised pot, wir PFA, OoP:

      die Situation entsteht ja nur wenn nach uns einer unser raise coldcallt, was ja schon mal ziemlich fischig ist.
      Und auf .5/1 haben diese Fische im allgemeine ziemliche mühe den fold button zu finden, wenn sie erstmal irgend ein paar getrofffen haben...
      Ich frage mich somit ebenfalls wie man einen starken draw gegen solche gegner nach einem flop raise weiterspielen soll.
      Kann man da irgendwie an den PokertrackerStats erkennen, welche line am besten ist? (hab leider noch keinen PT, aber bald)
      ja, da hast du schon recht mit deiner einschätzung imo.
      die gegner auf .5/1, die direkt den flop raisen, haben meist nicht ne freecard im sinn bzw. werden wohl auch fast nie ne made hand folden. gegen diese würde ich den draw passiv weiterspielen, da eben fast keine foldequity vorhanden ist. bei improvement allerdings dann bitte meistens donken und nicht check/raisen, vor allem am river, da die passiven meist behind checken, weil sie angst for nem c/r haben und sowieso viel zu wenig valuebetten.
      mit PT-stats kann man da nicht viel machen schätze ich. vielleicht wenn der flop-AF außergewöhnlich hoch ist, der WTS aber relativ niedrig, will heißen: flop wird auch mal mit draw oder schwacher hand geraist, gegner kann aber bei gegenaggression folden. ich würde mich aber eher auf reads als auf stats verlassen in diesem zusammenhang.


      Beim Unraised Pot, OoP hab ich auch das Gefühl, dass die Gegner NICHT jedes 3. mal folden, aber das wurde ja schon ausführlich diskutiert.
      jo, solange du keine info/einschätzung des gegners hast, betten :)


      Zudem ist mir aufgefallen, dass einen c/r am turn nur mit starken draws macht, was eventuell etwas durchsichtig werden könnte. Aber auf den unteren Limits ist die Gefahr wohl nicht so gross.
      versteh nicht, was du meinst ?(


      Eventuell könnte man noch was zu pure bluffs ergänzen, z.b. in der BB defense (ich vermute mal das Thema ist eher etwas für profis, somit ists vielleicht besser ohne)
      es gibt ja nen artikel, der sich mit bluffs beschäftigt
      in der passiven BB defense muss man sich meistens zwischen check/fold, check/call und check/raise entscheiden. gaaaanz selten donken wir da. wann man welche line wählt hängt von den klassischen parametern ab. =) am besten beispielhände posten ;)
    • zweiblum88
      zweiblum88
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2006 Beiträge: 2.397
      ich habe seit ich SH spiele eine Strichliste [1] gemacht: fold to Flopbet im unraised pot HU, spiele 1/2 (ca 10k Hände und vorher 25 - 30k .5/1 - .25/.50) und bin derzeit bei über 40% Fold to Flopbet.

      [1] ich weiß selber dass das nicht optimal ist, man könnte sicher noch optimieren: ragged Board, A high board, 3 connected, IP OOP usw ... aber für den groben Überblick hat mir das so gereicht.
    • swizz
      swizz
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 3.427
      Punkt 3.6 Seite 5

      "Bettet er in uns rein, sollte man natürlich die hoffnungslosen Hände gegen das Checkraise folden."

      Wenn der Gegner OOP in uns reinbettet, ist das kein c/r.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      haste natürlich recht ;)
      danke dir!
    • Fafnir
      Fafnir
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 781
      Ich weiß nicht, ob das schon jemand angemerkt hat, aber die Navigation über die Seitenzahlen am unteren Rand funktioniert nicht.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      hm, also bei mir funktioniert's...
    • YourRedeemer
      YourRedeemer
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.384
      Flirting with Desaster

      Disaster!