Es geht was in der Schweizer Pokerwelt!

    • stoKeCH
      stoKeCH
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 183


      Bei Pokercashgames (Pokerspiele, bei denen die Spieler um Geld oder einen geldwerten Pot spielen) hängt der in Aussicht stehende Gewinn nicht ganz, aber überwiegend vom Zufall ab. Werden Pokercashgames gespielt, so liegt ein Glücksspiel im Sinne des Spielbankengesetzes vor. Die ESBK wird diese Spiele aussinerhalb von Spielbanken gestützt auf ihre strafrechtlichen Kompetenzen verfolgen. Strafbar sind dabei die Organisatoren des Spiels und nicht die Spieler. Spielgelder werden konsequent bei allen Personen eingezogen.

      Wird Poker nicht in Form von Cashgames, sondern im Rahmen von Pokerturnieren gespielt, kann der in Aussicht stehende Geldgewinn (oder ein anderer geldwerter Vorteil) unter Umständen überwiegend von der Geschicklichkeit des Spielers abhängen. Die ESBK ist bereit, diese Frage auf Gesuch hin für jedes konkrete Pokerturnier zu prüfen. Bejaht die ESBK das Vorliegen eines Geschicklichkeitsspiels, ist anhand der kantonalen Vorschriften zu beurteilen, ob eine kantonale Bewilligung für Geldspiele eingeholt werden muss.

      Bei der Prüfung der Gesuche bezüglich der Qualifikation von einzelnen Pokerturnieren beachtet die ESBK folgende, nicht abschliessend aufgezählte Kriterien:

      # Anzahl von Teilnehmern
      # Die Blinds werden in einem adäquaten Verhältnis zu der Chipsmenge bei Turnierstart festgesetzt
      # Die Blinds werden in hinreichend langen zeitlichen Abständen und betragsmässig in angemessener Weise erhöht
      # Die Anzahl der Gewinne(r) muss dem Turniergedanken Rechnung tragen
      # Die Gewinne müssen proportional zur Geschicklichkeit der Spieler steigen
      # Die Turnierdurchführung ist transparent
      # Dem Turnier kommt ein von der Gewinnmöglichkeit unabhängiger Unterhaltungswert zu.
      Die Gesuche sind schriftlich bei der ESBK (Eigerplatz 1, 3003 Bern) einzureichen und haben mindestens folgende Angaben zu enthalten:

      # Personalien Veranstalter (jur. und nat. Person)
      # Spielregeln, resp. Spielbeschreibung des Grundspiels (z. B. Texas Hold’em Limit o.ä.)
      # Turnierreglement, welches wenigstens folgende Punkte regelt:
      # Grundspiel (z. B. Texas Hold’em Limit)
      # Minimale/Maximale Anzahl Teilnehmer
      # Anzahl Tische, maximale Sitzzahl
      # Höhe Buy-In’s
      # Höhe Fee oder Rake vom Buy-In, oder Veranstaltungsanteil
      # Anzahl Rebuy, Add On
      # Chipsmenge pro Spieler bei Start
      # allfällige Anmeldepflicht
      # Nebenveranstaltung (Sit and go, Cashgames u.a.)
      # Blindstruktur, Ante, Erhöhungskadenz
      # Preisgeldstruktur
      # Regeln Tischauflösung
      # geografische Umschreibung der Durchführungsorte
      Die Prüfung der Gesuche ist kostenpflichtig.

      Quelle: http://www.esbk.admin.ch
  • 8 Antworten
    • weedi
      weedi
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 1.794
      hmm.. turniere wenig zufall, cashgame fast nur zufall. ich versteh das nicht.
      gibts darüber keine mathematischen untersuchungen?
      die varianz ist in cashgames doch sicher geringer als in turnieren.
    • stoKeCH
      stoKeCH
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 183
      hmmm anscheinend nicht.. aber für uns ist das schon mal ein grosser Schritt richtung Poker, da man bisher selbst Freerolls quasi bewilligen lassen musste.

      Zur Geschicklichkeit.... bei Turnieren musst du über längere dauer (stunden oder tage ;) )erfolgreich sein um was zu gewinnen, bei Cashgame kannst du mit Glück in einer Hand viel gewinnen... Also hat eine einzelne Hand mehr einfluss auf einen Kurzfristigen gewinn...Denke sie haben ihre Theorie auf dieses "Standbein" abgestüzt.
    • Cyclonus
      Cyclonus
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.414
      Naja, das mit den Cashgames ist doch nix besonderes, wo dürfen schon grössere Cashgames legal ausserhalb der Spielbanken gespielt werden? Das hat halt was von Kneipenhinterzimmerrunde mit zwielichtigen Gestalten :D
    • zinoworx
      zinoworx
      Einsteiger
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 11
      Original von stoKeCH

      # Die Blinds werden in einem adäquaten Verhältnis zu der Chipsmenge bei Turnierstart festgesetzt
      # Die Blinds werden in hinreichend langen zeitlichen Abständen und betragsmässig in angemessener Weise erhöht


      Quelle: http://www.esbk.admin.ch
      Mörderische Blindstrukturen per Gesetz verboten :D
    • Martin25
      Martin25
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 34
      Hallo

      Soweit ich weiss - kann mich aber total Irren ^^ - ist in der Schweiz nicht "das Glückspiel" sonder "das Spielen um Geld" ausserhalb der Casion verbote.

      Somit wäre auch das Jassen, Billiard, Darth, Minigolf, Golf, Tennis ect. ect. ect. um Geld verboten.

      Gruss Martin

      p.S. wir in der Schweiz sind ja noch beschissener dran, als es mancher wahr haben will ^^

      p.p.S. wenn jemand ein Link für die Schweizer-§ für Spielen um Geld kennt, wäre ich dankbar dafür.
    • stoKeCH
      stoKeCH
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 183
      Hallo Martin

      Nein, das Spielen um Geld ist mehr oder weniger erlaubt, wenn es ein Geschicklichkeitsspiel ist... so sind z.b. einige Jassvarianten erlaubt, andere nicht.... :)

      link:
      http://www.esbk.admin.ch/esbk/de/home/themen/illegales_gluecksspiel.html

      (Hier solltest du das wichtigste sehen, oder immerhin Schlagwörter für die Googlesuche sehen.. ;) )

      gruss stoKe
    • mister86
      mister86
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 549
      Naja, immerhin geht etwas, ist gut zu wissen.

      Aber ich denke kaum, dass ich unser Turnier mit ein wenig mehr als 20 Teilnehmern und einem Buy-in von 25.-- CHF anmelden werde ;)
    • FMAeneas
      FMAeneas
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 1.077
      Original von Martin25

      Somit wäre auch das Jassen, Billiard, Darth, Minigolf, Golf, Tennis ect. ect. ect. um Geld verboten.
      Darth Vader? (sorry fuer OT)

      freu mich natuerlich auch dass wenigstens irgendwas geht, aber sollte man nich ueberbewerten....kann sicher noch dauern...soviel ich weiss ziehen die Behoerden diese Möglichkeit nur in Betracht. d.h. bis zur Umsetzung kanns w'scheinlich noch dauern...
      gruss
      FMA