Loose Blind Steals - der LAG-Approach

  • 9 Antworten
    • Bobbs
      Bobbs
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2006 Beiträge: 4.264
      der LAG-Approach hört sich schrecklich an. The LAG-Approach oder die deutsche Übersetzung wäre besser.

      Das erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Disziplin und ist deshalb nicht für extremes Multitabling geeignet. Andererseits lassen sich auf diese Weise selbst mit sechs Tischen ROI-Werte erzielen, die die eines 12tablers bei weitem übertreffen.


      Ergibt keinen Sinn, denn der ROI eines 12 Tablers ist sicher kleiner als der eines Spielers der nur sechs Tische spielt. Könnte der Verdienst pro Stunde gemeint sein?

      Der LAG Ansatz besteht doch nicht nur aus SB vs BB, BU Raise und limp.
      Ein Abschnitt über Resteals fehlt auch.
      Weiter wäre eine Openrange für den BU raise ganz interessant.
      Für den BU Limp könnte man auch die genannte Range ausschreiben, um etwas genauer zu sein.

      Mfg
    • Rolo23
      Rolo23
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2005 Beiträge: 743
      die hand mit pocket 6ern hat für mich nichts in dem artikel zu suchen, denn ein pocket pair first in im SB zu raisen hat ja wohl nichts mit LAG zu tun
    • LoveMeOrHateMe
      LoveMeOrHateMe
      Global
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 2.748
      Bei der Beispielhand ist imo ein Fehler. Es wird gesagt, dass wir 1:3 auf den call bekommen. Im pot sind aber 2200 und Villain bettet 700, was ungefähr 1:4 ergibt :)
    • infernogott
      infernogott
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2005 Beiträge: 11.187
      Original von LoveMeOrHateMe
      Bei der Beispielhand ist imo ein Fehler. Es wird gesagt, dass wir 1:3 auf den call bekommen. Im pot sind aber 2200 und Villain bettet 700, was ungefähr 1:4 ergibt :)
      jep 1:4.14 ;D
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Ist geändert, danke =)
    • PokerHum
      PokerHum
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2006 Beiträge: 193
      Bei Abschnitt 3.2. Opencomplete im SB müsste der Pot allerdings 525 betragen, denn 200+200+5x25= 525. So sind natürlich auch die Pot Odds falsch. ;)
    • Pono
      Pono
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2005 Beiträge: 106
      Hallo,

      zunächst mal bin ich überrascht,
      dass es hier eine Feedback Sektion gibt,
      ich aber kein neues Thema aufmachen kann.
      So hänge ich mich vorerst mal hier dran.

      Vorweg, Ich spiele im Moment nur einmal am Tag ein SnG for fun.
      Hier gehts mir um die Logik, die mich negierig macht.

      Ich habe mit Interesse den ICM Artikel gelesen,
      habe auch schon im 2+2 Forum das Gigabet Dilemma nachgelsen,
      was mich auch interessiert.
      In deren Forum hat es offenbar keiner so recht verstanden.

      Aber nu zum meinem Punkt:

      Im Artikel wird immer der $EV des Heros aisgerechnet.
      Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt.
      Mein Gefühl sagt mir, dass im Endspiel
      diejenigen Spieler, die spielen, oft beide -$EV sind.
      Die genaue Berechnung davon habe ich nicht im Griff.

      Die Folge: Wir spielen hier ganz klar Gefangenen-Dilemma.
      Ergo:
      Wenn ich nur eine Chance habe,
      also riskiere rauszufliegen,
      und den Gegner auch morgen nicht wiedersehe,
      dann achte ich nru auf mein -$RV und folde.

      Ich laufe im Gfangen-Dilemma Spiel
      immer größeren Verlust zu machen.
      Also muss ich mich wehren und callen.

      Harry und Hermine zeigen das ja auch ganz klar.
      Hermine macht sich nicht viele Gedanken,
      trotzdem verlieren wir gegen sie
      viel mehr als gegen den cleveren Harry.

      Das heißt für mich, dass Hermine tatsächlich
      in der Situation BESSER spielt.
      Sie bestraft den Gefangen-Dilemma Push,
      der an sich -$EV ist,
      aber mit der Kooperation des Gegners setzt.

      Das ist nicht ganz die Auge-Um-Auge Strategie des Gefangen-Dilemmas,
      da man ja hier immer als zweiter entscheidet,
      und Informationen des Gegners hat,
      kommt dem aber m.E. nahe genug.

      Wie seht ihr die Sache?

      Gigabet versuchte, mit unterschiedlicher Wertigkeit der Chips zu argumentieren.
      Dabei finde es lustig, dass man ein -EV Risiko eingeht,
      nur um noch mehr "unwichtige Chips" zu gewinnen.
      Klar, der Gegner ist weg.
      Wenn ich jedoch an den Gegner denke,
      dann baue ich ihn umsomehr auf,
      wenn er denn sein +EV Spiel gewinnt.
      Er ist dann wieder dort, wo er maximal gewinnen kann.
      Der Preis ist also gewaltig.

      Wie seht ihr das?
    • dayero
      dayero
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2005 Beiträge: 1.723
      mit dem gefangenendilemma hast du recht.
      theoretisch wäre es optimal, wenn man tight callen würde, aber für die gegner loose stats aufbaut, damit sie denken, man würde callen, und dann gleich präventiv folden.
      tatsächlich gibt es imho keine wirklich sinnvolle lösung für dieses problem, aber ein-zwei mögliche konsequenzen. einerseits kann man sich möglichst auf die andere seite des tisches setzen, so daß man möglichst lange schwächere spieler als dämpfer dazwischen hat. andererseits wird man tatsächlich, wenn man ständig auf der -ev seite sitzt, einen marginalen fold in der absicht callen, daß dilemma aufzulösen. wenn man weiss, daß der andere das dilemma ebenfalls kennt, macht es auch sinn, die eigene pushrange etwas einzuschränken, um ihn eben nicht zu solchen -ev calls zu verleiten.
      pushrange einschränken entspricht der option "kooperation" im gefangenendilemma, während looser callen eher der option "aussteigen" ähnelt, die im klassischen gefangenendilemma aber nicht vorhanden ist.
      gerade letztere ist afair untersuchungen zufolge recht effektiv, um die quote der verräter zu senken.

      langfristig versuche ich, tit-fot-tat mit leuten zu spielen, bei denen ich das gefühl oder das wissen habe, daß sie die situation bewußt oder intuitiv begreifen. ansonsten nutz ich aber auch ganz schamlos regulars aus, die sich da keinen kopf drum machen.


      btw sehe ich es genauso, daß gigabet mit der argumentation mit der chipwertigkeit unrecht hat. man nimmt dem shortie zwar wichtige chips weg, aber gewinnt nur relativ wertlose. der gewinn, der dadurch entsteht, daß bei einem call die wertvollen chips des shorties in gefahr geraten, landet zu einem erheblichen teil bei den unbeteiligten mitspielern, die vom möglichen ausscheiden des shorties ebenfalls profitieren.
    • YoungBuck311
      YoungBuck311
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 4.049
      Verwendet jmd den "First in openbuttoncall - steal" häufiger und kann erfahrungen dazu schreiben?

      Im ersten Moment dachte ich: Das ist never +ev
      Doch wenn ich so nachdenke, raise ich einen Openbuttoncall viel seltener und gebe ihm mehr Credit. Auf eine Potsizebet folde ich meist wenn ich nicht stark gehittet habe.

      also erfahrungsberichte wäre nice!