Realisierungsfaktor. Wie geht ihr vor?

    • 11pok11er
      11pok11er
      Gold
      Dabei seit: 06.06.2014 Beiträge: 147
      Hallo zusammen,

      ich habe mich mit dem Thema "Realisierungsfaktor" bis jetzt nicht so intensiv beschäftigt. Beim Erstellen einer Range habe ich den Faktor 0,9-1,0 für die IP Situationen und etwa 0,7-0,9 für die OOP Situationen genommen. Das ganze hing davon ab, wie pessimistisch ich mein Postflopspiel in der Situation intuitiv bestimmt habe.

      Das ganze kann man sicher besser machen. Power-Equilab bietet z.B. die Option in der Matrix noch den Realisierungsfaktor zu berücksichtigen. Dafür gibt es wiederum auch eine Matrix. Aber passt diese zu meinem Spiel?

      An dieser Stelle möchte ich euch fragen, wie ihr das macht?

      Danke für konstruktive Ratschläge im Voraus!

      Grüße
  • 1 Antwort
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.535
      Es gibt imo 2 Herangehensweisen, die beide gut funktionieren können und die man je nach Geschmack übernehmen kann:

      1) Die Methode mit dem Schätzen eines Equityrealisierungsfaktors (ERF). Man schätzt und legt eben einen Faktor fest. Problem ist imo, dass diese Herangehensweise unpraktikabel und unnötig kompliziert ist. Der Faktor hängt von einigen Faktoren ab, die man leicht falsch einschätzen kann. Somit kann man da auch entsprechend leicht danebenhauen. Wenn man jedoch gut darin ist, ist man recht fix in seinen Anpassungen.

      2) Die zweite Methode besteht darin via Trial and Error eine bestimmte Anzahl an Extradefends oder Extrafolds festzulegen, zB. 10%. Diese 10% addiert oder subtrahiert man dann einfach zum/vom Defaultgameplan bzw. dessen Ranges. Man legt also fest, dass man in Position x, gegen Position y um z% mehr oder weniger defendet als per default. Man kann das auch gegen jeden Gegner individuell machen. Nachbesserungen erfolgen entweder frühzeitig nach Gefühl (wenn man eines verspürt) oder einfach alle paar k Hände. Die Kontrolle erfolgt abseits der Tische durch Handanalysen, Statschecks, Reads und Hand-EV Chart. Läufts gut versucht man nochmal eine Schippe oben drauf zu legen, wenns schlecht läuft, nimmt man etwas raus, diesmal in 5% Schritten. Das Prozedere hierbei ist etwas träge, dafür einfach anwendbar, weil man nur eine einfache Stellschraube hat, an der man rumdreht.