Ex-Pokerpro Adrian "Lifecoach" Koy: "Ich fasse Poker nicht mehr an!"

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    • Fantomas741
      Fantomas741
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      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.644
      Hm geht nich weil Adblocker Block...
    • Pokernobbi
      Pokernobbi
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      Dabei seit: 12.09.2007 Beiträge: 186
      Original von Fantomas741
      Hm geht nich weil Adblocker Block...
      +1
    • kimoo1
      kimoo1
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2015 Beiträge: 309
      Nein, ich fasse Poker gar nicht mehr an. Ich finde es auch an sich gar nicht reizvoll. Ich hatte mit Poker eine Zweckbeziehung und konnte das sieben Jahre so durchziehen, weil ich ein Ziel vor Augen hatte: die finanzielle Unabhängigkeit, die es mir ermöglicht, Träume zu verwirklichen.
      Find ich ne komische Aussage, generell hörts sich echt so an als ob er es "nur" des Geldes wegen gemacht hat. Dabei wird einem doch immer gesagt ohne Spaß am Spiel geht nix. Scheint aber ein sehr ehrgeiziger Kerl zu sein und war anscheinend am richtigen Moment an der richtigen Stelle (Poker).


      edit: Habe das Interview in den Spoiler gepackt.

      Im SPORT1-Interview spricht der ehemaliger Poker-Profi Lifecoach über die vielen Parallelen zwischen Blizzards Kartenspiel und seinem früheren Beruf.

      Von Dorian Gorr

      Adrian Koy, besser bekannt als Lifecoach, ist der erfolgreichste deutsche Hearthstone-Spieler. Bevor er Profi in Blizzards Kartenspiel wurde, machte er sich als hauptberuflicher Poker-Spieler einen Namen. Auch bei Hearthstone ist er derzeit voll auf Erfolgskurs und konnte beim vergangenen Wochenende den Seatstory Cup von TaKeTV gewinnen.

      Im Interview mit SPORT1 verrät er, welche Gemeinsamkeiten Poker und Hearthstone haben – und warum er heutzutage die Finger von Poker lässt.

      SPORT1: Lifecoach, du bist nicht nur Hearthstone-Profi, du hast auch einen Poker-Hintergrund. Wie bist du damals zum Poker gekommen?

      Lifecoach: Ich komme eher aus ärmeren Verhältnissen, hatte aber immer den Traum der finanziellen Unabhängigkeit. Um aber irgendetwas reißen zu können, brauchte ich etwas Startkapital. Poker gab mir genau diese Perspektive. Ich konnte relativ schnell gutes Geld damit verdienen und habe das von Anfang an so angegangen, wie ich auch Hearthstone angegangen bin: Sehr professionell, voller Fokus.

      Ich habe damals, als ich mit Poker angefangen habe, alles andere abgehakt, was junge Menschen sonst machen: Keine Partys, kein Alkohol, keine Feiern, weil mir wichtig war, dass ich stärker in Poker werde. Ich wusste, dass es diese Chance nur einmal gibt.

      Sieben Jahre lang habe ich deshalb voll reingehauen, danach war ich finanziell gut situiert und konnte andere Dinge tun: Firmen aufziehen, in Immobilien investieren, mit Aktien handeln. Und irgendwann bin ich dann bei Hearthstone gelandet.

      SPORT1: Wie kam der erste Kontakt mit „Hearthstone“ zustande?

      Lifecoach: Als ich nach sieben Jahren Poker eine Auszeit nahm, wollte ich nachholen, was ich alles verpasst hatte. Ich hatte ja sieben Jahre lang so gut wie keine Freizeit. Zu den Dingen, die mir gefehlt hatten, gehörten auch Computerspiele. Ich war schon immer ein begeisterter Computerspieler. Ein Jahr lang wollte ich nur reisen und spielen.

      Irgendwann stieß ich auf Hearthstone und nach drei Monaten holte ich bereits sehr anständige Ränge, war mehrfach Rang 1. Das Wissen über Hearthstone wollte ich anschließend weitergeben, also meldete ich mich bei Twitch an. Die Zuschauer haben mich daraufhin ermutigt, mit dem Streamen weiterzumachen. Und das ist der aktuelle Status Quo – bis es mir eines Tages keinen Spaß mehr macht.

      //twitter.com/G2esports/status/735820674871271424
      SPORT1: Wo siehst du Parallelen zwischen Poker und Hearthstone?

      Lifecoach: Es gibt viele Parallelen: Beides sind Kartenspiele. Man muss die Karten des Gegners lesen können, aufgrund vorheriger strategischer Entscheidungen. Beides hat viel mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun und es gibt immer eine ungewisse Komponente. Poker und Hearthstone sind beides sogenannte „Games with imperfect information“.

      Heißt: Nicht alle Informationen stehen zur Verfügung, wie es beispielsweise beim Schach der Fall ist. Also gibt es Risiken und diese kalkulieren zu können, ist bei beiden Spielen sehr wichtig. Sowohl bei Hearthstone als auch beim Poker muss man gute Entscheidungen unter Zeitdruck treffen können – und das immer und immer wieder, um eine positive Statistik halten zu können.

      SPORT1: Wie viele Stunden spielst du pro Woche Hearthstone?

      Lifecoach: Meist rund 50 bis 60 Stunden. Dazu kommen aber auch häufig noch 20, manchmal auch 30 Stunden Offplay. Das ist Zeit, die ich nutze, um Karten zu analysieren und deren Stärke zu evaluieren.

      SPORT1: Spielst du noch ab und zu Poker?

      Lifecoach: Nein, gar nicht mehr. Das wäre ethisch nicht korrekt. Ich würde Menschen, die es mehr brauchen, einen Multiplikator ihres Geldes abnehmen. Da kann ich nicht hinterstehen.

      //twitter.com/TaKeTV/status/757320135665446912
      SPORT1: Wir sitzen hier gerade an einem Pokertisch bei TaKeTV. Was wäre, wenn heute Abend ein paar befreundete Hearthstone-Kollegen dich zu einer Runde auffordern würden? Reizt es dich selbst dann nicht, zumindest aus Spaß mal
      wieder zu spielen?

      Lifecoach: Nein, ich fasse Poker gar nicht mehr an. Ich finde es auch an sich gar nicht reizvoll. Ich hatte mit Poker eine Zweckbeziehung und konnte das sieben Jahre so durchziehen, weil ich ein Ziel vor Augen hatte: die finanzielle Unabhängigkeit, die es mir ermöglicht, Träume zu verwirklichen. Und dabei spreche ich nicht von kleinen Träumen für mich, sondern von großen Träumen, wo es darum geht, Menschen zu helfen, beispielsweise indem man Dörfer aufbaut. Dieses Ziel gab mir den Antrieb weiterzumachen, auch wenn es beim Poker mal nicht gut lief.

      SPORT1: Ist bei Hearthstone für dich auch ein Ende in Sicht?

      Lifecoach: Derzeit fokussiere ich mich voll auf Hearthstone. Aber für mich ist das auch nur reizvoll, solange ich ein gutes Niveau halte. Sobald ich merke, dass ich nicht mehr mithalten kann, werde ich mich zurückziehen. Ich glaube übrigens, dass Hearthstone mein letzter kompetitiver Bereich sein wird. Nach meiner Zeit in Hearthstone werde ich mich eher Bereichen widmen, mit denen ich Menschen helfen kann.
    • DiscoStu85
      DiscoStu85
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      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.144
      cliffs?
    • kimoo1
      kimoo1
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      Dabei seit: 26.11.2015 Beiträge: 309
      7 Jahre "Zwangsbeziehung" Poker wegen $$$
      Jetzt viel Geld
      Spielt gerne Pc-Spiele deshalb Hearthstone
      Jetzt kein Poker mehr wegen Moralgesabbel
    • Fantomas741
      Fantomas741
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.644
      Poker wegen Hearthstone quitten is halt schon so ... :facepalm:
    • Qinii
      Qinii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 03.01.2012 Beiträge: 29.856
      Find es beeindruckend was Lifecoach macht.
      Zu sagen, dass Poker ein Mittel zum Zweck war ist einfach nur ehrlich.
      Er streamt ohne Werbeeinblendung und verzichtet komplett auf Spenden oder Subscriptions, weil er seiner Aussage nach, nicht darauf angewiesen ist, damit Geld zu machen. Damit zählt er so zu ca 0,01% aller Streamer.
      Völlig zu Recht einer der besten Spieler überhaupt.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.741
      Original von Fantomas741
      Poker wegen Hearthstone quitten is halt schon so ... :facepalm:
      Stimmt einfach nicht. Er hat mit Poker aufgehört und sich anderen Dingen gewidmet, die ihm Spaß machen. Nun ist er eben bei Hearthstone hängengeblieben.
    • Phonosapien
      Phonosapien
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 2.271
      Man kann auch alles schlecht reden. Scheint doch ein sympathischer Kerl zu sein. Alles richtig gemacht imo.
    • gammastrahler
      gammastrahler
      Platin
      Dabei seit: 05.01.2010 Beiträge: 3.832
      hearthstone kann er halt zurzeit erfolge erzielen bis die big boys kommen, dann findet er was anderes
    • KeinOhrSchwein
      KeinOhrSchwein
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2012 Beiträge: 1.722
      Original von gammastrahler
      hearthstone kann er halt zurzeit erfolge erzielen bis die big boys kommen, dann findet er was anderes
      genau. die bigboys kommen. weils das spiel auch nicht schon >2 jahre gibt.
    • Phonosapien
      Phonosapien
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 2.271
      Original von gammastrahler
      hearthstone kann er halt zurzeit erfolge erzielen bis die big boys kommen, dann findet er was anderes
      Stimmt, jeder sollte nur das machen, wo nix bei rumkommt. Hab ich schon von vielen erfolgreichen Menschen gehört. :f_biggrin:
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.514
      war er hier mal angemeldet?
    • Tatze1985
      Tatze1985
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2009 Beiträge: 1.026
      vllt wird er ja pornstar, seinen ersten (unfreiwilligen??) auftritt bei tiwtch hatte er ja schon :coolface:
    • Stohs
      Stohs
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2010 Beiträge: 283
      Ich bin jetzt Anfang 30 und komme nicht mehr mit. Was ist den bitte Heartstone?
    • cientis
      cientis
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2009 Beiträge: 1.056
      hast anscheinend einiges verpasst. gibt mittlerweile auch so ne neuartige sache, die sich google nennt. hearthstone ist ein online-sammelkartenspiel, ähnlich wie magic the gathering.
    • duschprinz
      duschprinz
      Silber
      Dabei seit: 04.03.2007 Beiträge: 442
      SPORT1: Spielst du noch ab und zu Poker?

      Lifecoach: Nein, gar nicht mehr. Das wäre ethisch nicht korrekt. Ich würde Menschen, die es mehr brauchen, einen Multiplikator ihres Geldes abnehmen. Da kann ich nicht hinterstehen.


      Man kann sich auch ne eigene Moral einreden
    • Spielratte
      Spielratte
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2012 Beiträge: 2.371
      Original von duschprinz
      SPORT1: Spielst du noch ab und zu Poker?

      Lifecoach: Nein, gar nicht mehr. Das wäre ethisch nicht korrekt. Ich würde Menschen, die es mehr brauchen, einen Multiplikator ihres Geldes abnehmen. Da kann ich nicht hinterstehen.


      Man kann sich auch ne eigene Moral einreden
      Wieso? Wenn er Winning Player ist und das Geld nicht braucht, nimmt er es doch Menschen weg, die sich mit Poker ebenfalls ein finanzielles Polster schaffen wollen. Ich finde das sehr anständig.
    • Jaymalic
      Jaymalic
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.790
      "Das wäre ethisch nicht korrekt. Ich würde Menschen, die es mehr brauchen, einen Multiplikator ihres Geldes abnehmen. Da kann ich nicht hinterstehen."

      AHAHAHAHA, was ein lächerlicher Lauch der Typ ist. :D :D :D
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