Spielsucht vs mathematisches Verständniss

    • hanz007
      hanz007
      Gold
      Dabei seit: 08.02.2010 Beiträge: 1.985
      Nach dem ich heute einige sehr gute Sessions hatte bei denen ich mich mit den Nutz fast jedes mal gegen irgend welche hirntoten donks aufdoppeln konnte habe ich etwas über das Thema Spielsucht nachgedacht und folgende These erstellt:

      "Mathematisches Verständniss schützt vor spielsucht"

      Ich kann mir nicht vorstellen das ein universitäts Matheprofessor jemals spielsüchtig werden kann, außer sein Verstand wird irgend wie durch Drogen ausgeschaltet.
      Emotionale Menschen mit schlechtem mathe Verständniss sind meiner Meinung nach am gefährdetsten.

      Ich kann nicht nachvollziehen wie man tagelang an Automaten spielen kann, es ist doch klar, dass die so eingestellt sind das du über den Zeitraum "x" einen gewissen prozentsatz deiner Einsätze verlierst und du durch keinerlei Strategie das Ergebniss verändern kannst. Wenn man die auf dauer legal schlagen könnte würde es die nicht mehr lange geben.

      Beim pokern spielt das Ego eine große Rolle. Der Fisch ist fest davon überzeugt das er gut ist und würde auch keine Tipps annehmen um sich zu verbessern, er lacht die besseren Spieler eher aus.
      "Musst du wieder alles berechnen, hahaha ich weiss was ich machen muss ich geh einfach all in wenn du nix hast, ich spühre das schon."

      Das gleiche Verhalten kann ich im Fitnessstudio sehen bei dem trainierende mit grauenhafter Technick davon überzeugt sind das sie alles richtig machen und keine Tipps annehmen. Das Thema Ego müsste jedoch bei Automaten weckfallen weil man eine Maschine als Gegner hat und keine Person.
  • 9 Antworten
    • Toshman007
      Toshman007
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2008 Beiträge: 976
      Geht nicht um mathematisches Verständnis bei Suchtverhalten. Ebenso schützt es einen davor nicht. Geht viel mehr um Disziplin und Selbstbeherrschung (striktes BRM z.B.)
    • Livio0815
      Livio0815
      Einsteiger
      Dabei seit: 28.01.2016 Beiträge: 137
      Was soll das denn? Ich kann das fortführen

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arzt drogensüchtig wird, dick wird, raucht etc. Er kennt doch die Gefahren.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schuldnerberater in Privatinsolvenz gerät...
      Warum schauen Leute TV?

      Mal dran gedacht, dass Gewinnen gar nicht im Vordergrund steht, sondern Vergnügen?
      Warum nicht am Automaten für kleines Geld daddeln, wenn die 95% Ausschüttungsquote beträgt? Ist doch ein netter Zeitvertreib. Und so sehen das auch viele. Gewinn wäre natürlich nett. Irgendwelche Brainis gibt es immer, die glauben das schlagen zu können. Sind aber in der Minderheit. Aber genauso gibt es Leute, die glauben Krebs mit irgendeiner Esotherikscheisse besiegen zu können.
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.984
      Als ich kann das für mich selbst bestätigen. Ich war nicht süchtig, aber so Glücksspielen nicht abgeneigt und es gab einfach den gewissen Kick. Hatte auch mal Lotto gespielt und mir dabei ein "System" ausgedacht. War gar keines, einfach nur Spinnerei. Ich hatte mich halt nie mit der Mathematik dahinter beschäftigt.
      Seitdem ich mich mit Poker beschäftige und weiß, dass man da rechnerisch nix reißen kann ist dieses "Bedürfnis" nach Glücksspiel nicht mehr da.
      Er sagt ja auch nicht, dass es unmöglich ist, sondern nur, dass es davor schützt.
      Ich denke da ist auf jeden Fall was dran.
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Es schützt imo nicht bzw. nur indirekt. Man wird nicht aus rationalen Gründen süchtig, sondern über Emotionen.

      Natürlich ist man bei entsprechendem Verständnis eher abgeneigt Glücksspiele anzugehen - weniger Berührungspunkte bedeuten weniger Gefahr.

      Man muss sich Sucht auch eher so vorstellen, wie sonstige Bedürfnisse. Der interne Konflikt ist ungefähr so, als ob man das Gefühl hat aufs Klo gehen zu müssen obwohl man das gerade getan hat. Man kann also durchaus wissen, dass man etwas Dummes tut, sber der Drang ist zu stark.
    • Izzet
      Izzet
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 598
      Intelligenz ist durchaus eine Ressource, die vor gesundheitsgefährdendem Verhalten schützt, dazu gibts auch einige Studien. Mathematisches Verständnis kann sicher auch positiv auf Spielsuchtgefahr wirken, die größeren EInflussfaktoren sind aber bestimmt woanders zu suchen.

      Dass ein Mathematikprofessor nicht Spielsüchtig werden kann, finde ich ziemlich abwegig. Gibt genug hochintelligente Menschen, die Alkohol-, Drogen- etc abhängig sind. Die wahrscheinlichkeit ist natürlich viel geringer als beim harz4 Emfänger, aber das liegt auch an Persönlichkeitszügen. z.B. Diziplin, die ihn in seine Position gebracht haben.
    • Duo41
      Duo41
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2010 Beiträge: 2.863
      Man kann auch als Winningplayer spielsüchtig werden.
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.984
      Original von Izzet
      Intelligenz ist durchaus eine Ressource, die vor gesundheitsgefährdendem Verhalten schützt, dazu gibts auch einige Studien. Mathematisches Verständnis kann sicher auch positiv auf Spielsuchtgefahr wirken, die größeren EInflussfaktoren sind aber bestimmt woanders zu suchen.

      Dass ein Mathematikprofessor nicht Spielsüchtig werden kann, finde ich ziemlich abwegig. Gibt genug hochintelligente Menschen, die Alkohol-, Drogen- etc abhängig sind. Die wahrscheinlichkeit ist natürlich viel geringer als beim harz4 Emfänger, aber das liegt auch an Persönlichkeitszügen. z.B. Diziplin, die ihn in seine Position gebracht haben.
      Da sollte man doch unterscheiden ob Schutz bedeutet, dass es ausgeschlossen ist, oder das die Wahrscheinlichkeit süchtig zu werden geringer ist.
      Ich z.b. habe mich auf letzteres bezogen und finde schon, dass das einen Schutz darstellt. Ausgeschlossen ist es natürlich nicht, aber ich glaube auch nicht, dass das OP meinte.

      Das auch oder sogar überwiegend andere Faktoren der ausschlaggebende Punkt für Sucht ist sind, ist denke ich auch klar, aber es geht ja um Spielsucht.
      Ich könnte mir schon vorstellen, dass ein Streetworker weniger leicht drogenabhängig wird, ein Mathematiker weniger leicht spielsüchtig und ein Arzt vielleicht weniger oft raucht oder trinkt als der Durchschnitt. Umgekehrt ist der Streetworker anfällig für Spielsucht und andersrum.
    • derkrieger
      derkrieger
      Silber
      Dabei seit: 28.08.2006 Beiträge: 637
      Sorry, aber es ist ziemlich dämlich eine Korrelation zwischen Beruf und Suchtgefährdung herzustellen. Sucht an sich ist ein sehr komplexes Thema, dem häufig psychische Probleme vorangehen und genetische Dispositionen hat (z.B. Alkoholismus).
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.984
      Da ich es bei mir selbst festgestellt habe, dass das Bedürfnis nach "Zocken", auch wenn ich es nicht suchtartig ausgeführt habe, gegen Null geht seitdem ich mich mit Poker und Wahrscheinlichkeiten beschäftigt habe, finde ich es schon einmal alles andere als dämlich.
      Niemand hat behauptet, dass der Beruf oder ähnliches allein dafür verantwortlich ist.
      Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass ein Medizinstudent der einmal eine schwarze Lunge gesehen hat durchaus Motivation zeigt mit dem Rauchen aufzuhören bzw. gar nicht erst anzufangen. Um nur ein Beispiel zu nennen. Dass auf jeden Fall auch noch andere Faktoren beteiligt sind bestreitet denke ich ja niemand.