Rechnung Versicherungsberatung...PKV/GKV

    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Guten Morgen liebes Forum!

      Bin schon ewig als Leser dabei, heute musste ich mich registrieren, da ich eine Frage habe:

      Cliffs:

      Ich überlege schon eine längere Zeit, ob ich von der GKV in die PKV wechseln soll.
      Natürlich habe ich mich selbst informiert, wollte aber meine Entscheidung nochmals von einem Experten absichern lassen.
      Daher habe ich vorher einen Termin für eine Beratungsstunde gemacht.
      Vorher habe ich mich über die Kostenstrukturen aufklären lassen und der Makler hat mir eine Liste der möglichen Honorare zukommen lassen.

      Vereinbart wurde eine Beratungsstunde, sonst nichts.
      Honorar: 110,- € /Stunde netto.

      Vor der Beratung wurde mir quasi ein Anamnesebogen zugeschickt, den ich ausgefüllt habe. Dort wurden meine Bedürfnisse erfragt um darauf basierend, den richtigen Versicherer herauszufiltern.

      Beratungsstunde durchgeführt, war ganz ok, Vater und Sohn kamen mir einigermaßen kompetent vor, hatten aber dann Probleme, mich in meiner speziellen Situation ( Kind, Übernahme Kanzlei in x Jahren, Selbständigkeit ) ausreichend zu beraten.
      Im Endeffekt haben die Beiden das Gespräch so begonnen : Lieber Herr xyz, aufgrund Ihrer Anforderungen kam bei uns eigentlich nur ein Versicherer in Frage.
      Zudem hätten die beiden mir beim Wechsel des Versicherers natürlich noch gerne geholfen...ist klar^^

      Da wurde ich natürlich stutzig, es sollte ja ein unabhängiger Berater sein.
      Naja, bitte nicht falsch verstehen, bisher war ich durchaus gewillt, die erwartete Rechnung zu bezahlen.

      Letztens kam die Rechnung:

      Auswertung Fragebogen 0,50 Std Satz 110,- € = 55,- €
      Besprechung 1,0 Std Satz 110,- € = 110,- €
      Brief Analyse 0,50 Std Satz 110,- € = 55,- €
      Brief ausf. Stellungnahme 0,75 Satz 110,- € = 82,50 €

      Summe 359,98 € brutto

      Jetzt meine Frage:
      Darf der Berater mir die Leistungen in Rechnung stellen, ohne mich vorher aufzuklären?
      Ich meine, ich habe nie eine ausführliche Analyse die mir zugeschickt werden sollte verlangt.
      Genausowenig Mustertexte und Stellungnahmen.

      Die Kostennote für die Anamnese lasse ich ja noch durchgehen, beim Rest komme ich mir über den Tisch gezogen vor.

      Ich habe jetzt erstmal nur Beratung + USt überwiesen.

      Was sagt Ihr dazu? Rechtens?
  • 18 Antworten
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.864
      Du hast eine Liste mit den Kosten bekommen?


      Vor der Beratung wurde mir quasi ein Anamnesebogen zugeschickt, den ich ausgefüllt habe. Dort wurden meine Bedürfnisse erfragt um darauf basierend, den richtigen Versicherer herauszufiltern.
      Wenn der Preis auf der Liste stand und du den Bogen ausgefüllt und abgeschickt hast, dann hast du diese Leistung wohl gewollt.

      Beratung 1Std - geht klar

      Brief Analyse 0,50 Std Satz 110,- € = 55,- €
      Brief ausf. Stellungnahme 0,75 Satz 110,- € = 82,50 €
      Wurde am Ende des Gesprächs noch gefragt, ob du etwas schriftliches haben möchtest? Grundsätzlich kannst du ja auch in der Beratungsstunde weitere Leistungen kaufen.
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Ich habe eine Liste mit dem Stundensatz bekommen, ja.

      Wie gesagt, Kosten für den Anamnesebogen ist ok, hab da wohl aus konkludenter Handlung zugestimmt.

      Zu deiner letzten Frage: Kann ich nicht mehr genau sagen. Kann gut sein, dass sowas gesagt wurde, wie : Wir senden Ihnen eine Zusammenfassung oder eine Aufstellung der Versicherungsunternehmen dann nochmals zu.
    • bumblebeebee
      bumblebeebee
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 2.061
      Du schreibst "Übernahme Kanzlei", Hast du nix mit Rechtsanwälten zu tun?
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Original von bumblebeebee
      Du schreibst "Übernahme Kanzlei", Hast du nix mit Rechtsanwälten zu tun?
      Anderes Rechtsgebiet.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.864
      Original von omgfeymo
      Ich habe eine Liste mit dem Stundensatz bekommen, ja.

      Wie gesagt, Kosten für den Anamnesebogen ist ok, hab da wohl aus konkludenter Handlung zugestimmt.

      Zu deiner letzten Frage: Kann ich nicht mehr genau sagen. Kann gut sein, dass sowas gesagt wurde, wie : Wir senden Ihnen eine Zusammenfassung oder eine Aufstellung der Versicherungsunternehmen dann nochmals zu.
      Ok, der Stundensatz ist 110€ und wenn du eine Zusammenfassung haben wolltest, dann musst du da natürlich auch für bezahlen. Du kannst nicht davon ausgehen, dass bei einem vereinbarten Stundensatz auf einmal zusätzliche Arbeiten gratis dazu kommen.
    • GeraldG
      GeraldG
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2011 Beiträge: 3.390
      Original von omgfeymo
      Original von bumblebeebee
      Du schreibst "Übernahme Kanzlei", Hast du nix mit Rechtsanwälten zu tun?
      Anderes Rechtsgebiet.
      und trotzdem kennt sich jeder anwalt besser mit sowas aus als ein random forum
    • Powerqueen
      Powerqueen
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2011 Beiträge: 474
      Poste bitte den Honorarvertrag. Dann man deine Frage beantworten.
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      AUFTRAG
      Hiermit beauftrage ich die, für mich folgende Tätigkeiten auszuführen
      0 Analyse und Beratung zu bestehenden Versicherungsverträgen
      1 Analyse und Beratung zum Versicherungsbedarf
      1 Vorschläge zur bedarfsgerechten Deckung bestehender Versorgungslücken/Risiken
      0 Kündigung oder Veränderung bestehender Verträge
      0 Rechtlicher Beistand und außergerichtliche Vertretung im Schaden-/Leistungsfall
      0 Beratung zur betrieblichen Altersversorgung
      die laufende Bearbeitung :
      0 aller Versicherungen (Jahresmandatierung im Sinne einer ausgelagerten Versicherungs- abteilung des Auftraggebers)
      1 für folgende Versicherungen/Versicherungsverträge: Private Krankenversicherung.
      Die Vergütung erfolgt gemäß umseitiger Honorartabelle
      1 zeitabhängig 0 pauschal
      Die Informationen gem. § 11 Versicherungsvermittlungsverordnung (s.Anlage) wurden zur Kenntnis genommen.
      Dieser Auftrag beginnt 1 sofort 0 am_______________ und kann vom Auftraggeber nur mit Wirkung für zukünftig in Auftrag zu gebende Angelegenheiten gekündigt werden. Laufende Angelegenheiten werden bis zu deren Beendigung nach der getroffenen Honorarvereinbarung abgerechnet. Das Recht des Auftraggebers, den Beratern jederzeit das Mandat zu entziehen, bleibt davon unberührt.
      Die Haftung des Beraters für die Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten ist auf EUR 1.230.000 beschränkt, es sei denn, er hat seine Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt.
      Ansprüche auf Schadenersatz verjähren in drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Auftraggeber Kenntnis von den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. Im Einzelfall weitergehende Verjährungsvorschriften des BGB bleiben unberührt.
      Erklärung zum Datenschutz:
      Ich/wir willigen ein, dass adversi. die zur Bearbeitung meines/unseres Mandats von mir/uns zur Verfügung gestellten persönlichen Daten elektronisch verarbeitet und für innerbetriebliche Zwecke nutzt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, soweit dies für die Durchführung der von mir/uns beauftragten Leistungen notwendig ist. Die erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
    • BrEaKdOwNpG
      BrEaKdOwNpG
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.364
      ich kann zwar diese frage nicht beantworten, kann dir aber sagen, dass unabhängig in meiner branche (imobilienfinanzierung) lediglich bedeutet, dass auf honorarbasis beraten wird, mehr nicht.
      such dir mal einen seriösen versicherungsmakler, der verlangt überhaupt kein geld von dir, an einer privaten krankenversicherung verdient der nämlich eine menge kohle von der versicherung :-)
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.864
      Er hat doch direkt geschrieben, dass er selbst den Vertrag abschliesen möchte und entsprechend würde der Versicherungsmakler genau 0€ für seine Dienste verdienen. Also macht man einen Stundensatz aus. Was ist daran unseriös?

      Wahrscheinlich hätte man am Ende auch vorschlagen können, dass die Beratung kostenlos wird, wenn er den Vertrag abschliesen darf.
    • ElHive
      ElHive
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2007 Beiträge: 7.705
      Haha, OP hat sicher den Tipp bekommen, sich einen Honorar-Berater zu suchen, damit er nicht die Versicherung aufs Auge gedrückt bekommt, die dem Berater den fettesten Provisionsscheck beschert.

      Und jetzt gibt's hier obv den Vorwurf "hättest mal den seriösen Provisionsberater besucht"...
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Original von ElHive
      Haha, OP hat sicher den Tipp bekommen, sich einen Honorar-Berater zu suchen, damit er nicht die Versicherung aufs Auge gedrückt bekommt, die dem Berater den fettesten Provisionsscheck beschert.

      Und jetzt gibt's hier obv den Vorwurf "hättest mal den seriösen Provisionsberater besucht"...
      Nunja, dass ist so nicht korrekt.
      Ich bin zum Honorarberater gegangen, weil ich mir eine unabhängige Beratung gewünscht habe, da ich mich selbst nicht gut genug auskenne. Sollen die doch an mir Geld verdienen, leben und leben lassen. Ich erwarte dabei aber auch einen mehrwert für mich.
      Vielleicht war ich auch beim falschen Berater.
      Es war vor dem Gespräch auch nicht klar, dass ich selbst die Versicherung abschliessen will, dass hat sich aus dem Gespräch heraus ergeben, da ich spürte, dass es hier nur um den Abschluss ging und weniger um die Beratung.

      Hat denn hier noch jemand eine Idee, ob ich den Rest zahlen sollte oder nicht? Wurde der Preis korrekt vereinbart?
    • Betrunkener
      Betrunkener
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 5.207
      Da würde ich mir auch verarscht vorkommen.
      Ich würde das kein Geld mehr freiwillig rausrücken und zum Anwalt, sobald er einen Mahnbescheid schickt.
    • limpinbarney
      limpinbarney
      Black
      Dabei seit: 12.02.2009 Beiträge: 8.003
      Das nächste Mal hier einen raussuchen http://www.bvvb.de/Content.aspx?content=12
      Würde immer darauf achten, dass der Berater in irgendeinem Verband drin ist. Da weiß man dann auch, dass der eine entsprechende Ausbildung hat.

      Die Summe von 3xx€ hört sich erst einmal nach viel an. Wenn man aber mal überlegt, was ein Vertreter bei Abschluss kassiert, geht die Summe denke ich in Ordnung. Das Du nicht zufrieden warst kann passieren und ist im Nachhinein natürlich ärgerlich.
      Ich kenne mich bei der PKV nicht genügend aus. Bei anderen Versicherungen gibt es sog. Nettoverträge, die auch nur von Beratern vermittelt werden können, weil hier eben die Abschlussprovision fehlt.

      Das mit der PKV würde ich mir im Übrigen noch mal überlegen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/krankenversicherung-warum-sich-die-pkv-kaum-noch-lohnt/14689838.html
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Original von limpinbarney
      Das nächste Mal hier einen raussuchen http://www.bvvb.de/Content.aspx?content=12
      Würde immer darauf achten, dass der Berater in irgendeinem Verband drin ist. Da weiß man dann auch, dass der eine entsprechende Ausbildung hat.

      Die Summe von 3xx€ hört sich erst einmal nach viel an. Wenn man aber mal überlegt, was ein Vertreter bei Abschluss kassiert, geht die Summe denke ich in Ordnung. Das Du nicht zufrieden warst kann passieren und ist im Nachhinein natürlich ärgerlich.
      Ich kenne mich bei der PKV nicht genügend aus. Bei anderen Versicherungen gibt es sog. Nettoverträge, die auch nur von Beratern vermittelt werden können, weil hier eben die Abschlussprovision fehlt.

      Das mit der PKV würde ich mir im Übrigen noch mal überlegen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/krankenversicherung-warum-sich-die-pkv-kaum-noch-lohnt/14689838.html
      Hallo,
      du hast scheinbar nicht alles gelesen.
      Es geht darum, dass der Berater mir ein Honorar in Rechnung stellt, dass so vom Umfang nicht vereinbart war.

      Es war auch ein Berater, der in einem Verband gelistet war.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.864
      Wenn er dich nicht nach "Brief Analyse" und "Brief ausf. Stellungnahme" gefragt hat bzw. du daraufhin mit Nein geantwortet hast, dann musst du natürlich auch nicht bezahlen.

      Wie soll hier jemand wissen, was im Gespräch gesagt wurde?

      edit: könntest ja auch mal nachfragen, warum die Kosten und die Dienstleistung gemacht wurde. Eventuell dann auch bei dem Verband beschweren?
    • omgfeymo
      omgfeymo
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2016 Beiträge: 106
      Hallo Aycaramba,

      wie oben bereits geschrieben, keine Zustimmung zu der Mehrleistung.
      Denke,dass erkennt man auch an seinem Angebot.
      Sollte in dem Gespräch mal was gefallen sein, wie "wir schicken ihnen dann was zu" kann es sein, dass ich mich nicht dazu geäußert habe, weil wir grade im Gespräch waren und ich nicht dachte, dass dort eine weitere Kostennote auf mich zukommt.

      Ich habe direkt nach Erhalt natürlich auch eine Email an das Büro gesendet und gefragt, wieso mir diese Stundenzahl berechnet wurde, obwohl wir von einem einstündigen Beratungsgespräch ausgingen.
      Die Antwort des Beraters war, dass er aufgrund der Berufsordnung dazu verpflichtet sei, seine Beratungen aufzuzeichnen.

      Find ich ja spitze, dass er es mit seinem Beruf ernst nimmt, aber das muss er mir nicht in Rechnung stellen.
    • SniffvsSnaf
      SniffvsSnaf
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2008 Beiträge: 3.019
      Ruf doch mal bei seinen Berufsverband an und schildere den Sachverhalt. Einfach mal sehen, was die dazu sagen... vielleicht ist er ja dort überhaupt nicht, oder schon als schwarzes Schaf bekannt!