Diesmal mit Theorie und so...

    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      So. Einige Jahre nach meiner Zeit als ambitionierter loosing player :f_cry: stelle ich fest, dass ich noch Geld auf Stars rumfliegen habe. Um genau zu sein aktuell 169,90$

      Woran bin ich damals trotz hohem Zeitinvestments gescheitert? Heute würde ich klar sagen:
      1) ZU WENIG THEORIE
      2) FEHLENDE GEDULD

      1) sorgte dafür, dass die bottom line nicht da war, wo sie hingehörte und 2) hat dann durch exzessives Multitabling, unüberlegte Spots und Tilt den Rest erledigt.

      Was nun?

      Ich habe Bock, Poker nun endlich nochmal richtig zu lernen. Meine Ambition ist nicht, damit mein Geld zu verdienen. Aber NL100 würde ich allein aus sportlichem Anreiz gern crushen. Und das sollte nun wirklich machbar sein, wenn man's richtig aufzieht. :s_biggrin:

      Wenn's gar nicht klappt und ich die 169,90$ vollständig in der Pokerwelt umverteile, hatte ich immerhin ne gute Zeit mit einem intellektuell reizvollen "Hobby". Und weiß, dass ich ein Fish bin und bleibe :coolface:

      Der Fahrplan:
      Wir spielen Zoom Fullring auf Stars mit dem aggressiven BRM-Ansatz (150$ - 1.000$)

      1) MEHR THEORIE
      Eine Session wird so zwischen 30 und 60 Minuten sein. Jede Session wird reviewt bevor die nächste gespielt wird.
      Interessante/unsichere Hände werden im entsprechenden Forum gepostet & hier verlinkt.

      Nebenbei werden Strategievideos geschaut, Theorie gelesen etc., sodass wir ein Theorie zu Praxis - Verhältnis von circa 2:1 bekommen sollten.

      2) SINGLETABLING
      Zoom ermöglicht es auf sehr übersichtliche Weise, die Anzahl der Tische trotz hoher Handzahl (~250 / h) zu minimieren. Minimieren bedeutet für mich: Singletabling. So kann ich besser über jeden Spot nachdenken und gerate nicht in einen (unprofitablen) Automode.

      --------------------------

      Gibt es Anmerkungen / Kommentare, was ich unbedingt tun oder unterlassen sollte?
      Auch sonstige Hinweise immer gern genommen!

      Grüße,
      Lucky
  • 4 Antworten
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      Wichtigster Fokuspunkt, welchen ich früher nie wirklich verfolgt habe: Der Gameplan.

      Eine erste (relativ tighte) Iteration für das preflop play gibt es bereits. Die grundlegenden Feinheiten der Theorie und Denkanstöße für die Umsetzung werde ich mir aus der Videoserie "Gameplancoaching für Fortgeschrittene" holen.
      (guckst du hier: https://de.pokerstrategy.com/video/37685/ - ab silber)

      Hiermit wird dann hoffentlich auch die Basis für wertvolle Handdiskussionen im Forum gelegt werden. Selbstständige Reviews meines Spiels bis dahin natürlich in between sessions.

      BR atm: 238.91$ @ 1.400 Hände [NL25 - down auf NL10 - up auf NL25]

      Obv. leak aus den reviews der ersten Sessions: Le Hero tendiert zur Callingstation, wenn die Spots teuer werden. Wird in Angriff genommen. :f_cool:

      VG
      Lucky
    • nemesis0381
      nemesis0381
      Silber
      Dabei seit: 25.12.2014 Beiträge: 425
      Viel Erfolg.

      Wie sieht es jetzt mit dein Mindset aus? Wenn ich Tilt lese und danach aggressives BRM passt es nicht ganz zusammen, aus meiner Sicht. Selbst wenn du Theorie lernst kannst du Hände richtig spielen und trotzdem verlieren. Von daher ist das Mindset wichtig weil man Varianz, welche durch schlechtes Game auch verursacht wird, verringern kann aber nicht abschalten.

      Ich schau mir gleich mal das Video an.

      Versuchen kannst du es gerne aber realistischer wird es, wenn du weiter NL10 spielst und deine Skills weiter ausbaust. Wenn du dann langfristig Gewinn machst und dich wohl fühlst kannst ja schon etwas eher aufsteigen.

      Grüße
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      Original von nemesis0381
      Wie sieht es jetzt mit dein Mindset aus? Wenn ich Tilt lese und danach aggressives BRM passt es nicht ganz zusammen, aus meiner Sicht. Selbst wenn du Theorie lernst kannst du Hände richtig spielen und trotzdem verlieren. Von daher ist das Mindset wichtig weil man Varianz, welche durch schlechtes Game auch verursacht wird, verringern kann aber nicht abschalten.
      Danke für deinen Kommentar - immer schön zu wissen, dass sich doch jemand die Mühe macht, den Quatsch zu lesen :f_biggrin:

      Guter Einwand z.T. Tilt.

      Was ich im Eingangspost nicht erwähnt habe ist, dass ich im Bereich statistisches Denken, Psychologie & Mindset abseits der Pokertische viel getan habe in den letzten Jahren. Glücklicherweise hatte ich bisher bei schlechten Plays (gab es selbstredend in den letzten 1.400 Händen zu Hauf) oder "Bad Beats" (a la AKo < AKo) nicht das Gefühl, dass es sich auf mein Play ausgewirkt hat.

      Ja, jeder bad beat wirkt sich auf meine Stimmung aus - wie sehr und ob ich dies die eigenen Handlungen beeinflussen lasse, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

      Ich werde das Thema Tilt und Mindset dennoch verstärkt im Auge behalten. Insbesondere die Regeleinhaltung in Sachen Limit-Abstieg nach fehlgeschlagenen Shots!

      VG
      Lucky
    • Talisker74
      Talisker74
      Platin
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 1.032
      Hallo Lucky,

      Mindset und BRM sind zwei der drei tragenden Säulen um erfolgreich pokern zu können....
      Am besten Du machst dir Gedanken hierzu und hälst dein BRM schriftlich fest (Excel) und hälst dich dann an deine geplanten Shots, Auf- und ganz wichtig Limitabstiege, nicht schön, aber notwendig...

      Zum Thema Mindset kann ich nur empfehlen dir die Videos von TickTack24 zur Mindsetfactory anzuschauen und dir das Buch Das Pokermindset zu kaufen.

      Gameplan. Ist wichtig und komplex, besonders wenn Du über die Preflop Ranges hinaus noch was machen möchtest...
      Vielleicht hilft dir die Videoserie walkthrough (silber) weiter...

      Viele Erfolg

      Slainte Talisker