loose und tighte stats richtig ausnutzen

    • lagavulin16y
      lagavulin16y
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2011 Beiträge: 6.839
      Moin,

      Meine Frage ist eig. sehr simpel und dennoch weiß ich bis heute nicht so recht Bescheid darüber.

      Wenn ein Spieler sehr tight (<10%) aus utg/mp openraised, heißt das dann für uns das wir gegen diesen Spielertypen besser bluff3betten können als gegen einen maniac?

      Eig. gebe ich dem "Rock" ausschließlich eine range mit der er vs 3bet fast nie ausgeben wird preflop. Und vs maniacs dachte ich immer:"Die Chancen das eine bluff3bet durchgehen sind deutlich besser weil der muss nach 5 openraises in 10 Händen vs meine 3bet auch mal aufgeben müssen. Da muss er mir doch credit geben"

      Soll heißen: Ich 3bette eher gegen loose Leute als gegen tighte! Aber: Ist das der richtige Weg? Oft lese ich nämlich hier auch genau das Gegenteil! "Gegen den maniac macht die bluff3bet weniger Sinn ......... nen tighten Spieler auch mal 3betten....usw"


      Ich möchte hier jetzt keine Diskussion darüber dass das spotabhängig ist usw. Das weiß ich ja. Ich möchte einfach nur den Grundgedanken dahinter verstehen. Wenn die stacksizes und die Situation unabhängig der stats eine bluff3bet preflop zulassen, macht es dann mehr Sinn wenn der openraiser ein Rock oder ein Maniac ist und warum?
  • 10 Antworten
    • herbsch
      herbsch
      Black
      Dabei seit: 27.06.2007 Beiträge: 5.945
      du solltest weder gegen einen maniac noch gegen einen sehr tighten spieler bluff3betten
      warum: in beiden fällen hast du zu wenig fe, beim sehr tighten weil er seine range leicht defenden kann, eben weil sie so tight ist, und beim maniak nicht, weil der eben kaum foldet vs 3bets.
      lg herbsch
    • lagavulin16y
      lagavulin16y
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2011 Beiträge: 6.839
      So simple ist das? Ich dachte immer ich würde was verpassen. Na dann steht den Millionen ja nix mehr im Weg :f_cool:
    • glissario
      glissario
      Black
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 2.921
      Was ist für dich eine bluff3bet? Ato, qjs, 87s?
    • lagavulin16y
      lagavulin16y
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2011 Beiträge: 6.839
      Original von glissario
      Was ist für dich eine bluff3bet? Ato, qjs, 87s?
      Ja sowas. KQ auch noch
    • glissario
      glissario
      Black
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 2.921
      Naja die verschiedenen Hände haben ja komplett verschiedene Zwecke - denke gegen tighte Villains im Vakuum haben sie keinen Wert für eine 3bet - als exploit bei riesem FoldTo3b Wäre es möglich.

      Bei Maniacs kann es anders aussehen. Hier muss man eben unterscheiden, was Maniac bedeutet
      - opened er viel? und callt/foldet viel auf 3bets?
      - Was macht er mit Pockets
      - Was passiert Postflop

      Hier können Broadways schon gut Value haben - in nem HU-Pott IP
    • Starfighter99
      Starfighter99
      Silber
      Dabei seit: 04.04.2011 Beiträge: 4.515
      Wenn dein Gegner zuviel open raised und auf 3bets viel foldet, kannst du vermehrt bluffen.

      Wenn dein Gegner viel open raised und gegen 3bets sogut wie nichts foldet, selbst OOP, dann kannst du weiter Value-3betten.

      Grundsätzlich ist es besser weite Ranges anzugreifen, am besten wenn diese zu passiv oder zuwenig defendet werden.

      Gegen tighte Ranges kannst den Valuehammer auspacken und wenig bis garnicht bluffen, außer er foldet zuviel auf 3bets.


      Zudem muss man nicht jeden Preflop Bluff auch Postflop durchballern, gerade wenn die Leute Preflop zuviel folden kann man bei Call auch mal vom Gas gehen.
    • lagavulin16y
      lagavulin16y
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2011 Beiträge: 6.839
      Danke euch. Damit kann ich was anfangen! Was heißt eig. "im Vakuum"?

      Wenn nun ein sehr tighter Spieler aus mp mit 30bb openraised, ich keine aussagekräftigen stats zum foldto3bet-Wert habe, ich am BU mit ATo sitze.......macht dann die 3bet ohne die besagten Infos Sinn? Ich denke dann immer: Nur wenn ein Spieler sehr tight ist, heißt das ja nicht das dieser in der Situation nicht auch any pocket, KQ, QJs, A8s+ und AJ+ openraised. Worauf ich hinaus will ist, ein tighter Spieler weiß ja selber das er auch so war genommen wird am Tisch. Also könnte er ja hin und wieder sein image ausnutzen und in passender Situation eine weitere range spielen. Wenn ich nun die Chance habe diesen Spielertypen vor die Wahl zu stellen ob all in oder fold dann macht das doch Sinn oder?.........Ich bilde mir ein das tighte Spieler auch nur mit den absoluten nuts all in gehen und somit sehr exploiteble sind oder täusche ich mich da? Der tighte Spieler sieht mich als offensichtlich reg 3betten und müsste mir da ja auch credit geben oder?

      Ich gebe zu das ich in game nur auf die allgemeinen (nicht positionsorientierten) stats schaue. Ist das ein leak?

      Ich könnte es auch anders formulieren: Macht es eher Sinn den Rock oder dem Maniac vor sein Turnierleben zu stellen? Also ohne postflopspielraum.


      Original von glissario
      Bei Maniacs kann es anders aussehen. Hier muss man eben unterscheiden, was Maniac bedeutet
      - opened er viel? und callt/foldet viel auf 3bets?
      - Was macht er mit Pockets
      - Was passiert Postflop

      Hier können Broadways schon gut Value haben - in nem HU-Pott IP
      Kann man das überhaupt wissen?
    • herbsch
      herbsch
      Black
      Dabei seit: 27.06.2007 Beiträge: 5.945
      Was heißt eig. "im Vakuum"?--- du hast keine Infos über deinen gegner--- daher erübrigt sich dann die Diskussion, ob "sehr tighter" spieler, denn dann ist es nicht vacuum, wenn wir das wissen

      lg herbsch
    • glissario
      glissario
      Black
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 2.921
      Ein sehr tighter spieler openraist nicht any Pocket UTG - und auch kein A8s.

      Ich denke, dass es für Deine Frage einfach kein Patentrezept gibt. Es wird nicht gelingen, 3 Spielertypen A,B,C zu kreieren, um zu sagen, bei A und B lohnt es, aber Vorsicht vor Typ C.

      Aber Du hast in diesem Fall doch eine Vorstellung von Openraise- und Brokerange. PLUS Du willst Postflop-Spielraum. Das lässt sich dann doch easy mathematisch lösen. Ob deine Szenarien dann komplett stimmig sind sei dahin gestellt. Denn ein Maniac wie ich ihn mir vorstelle, der spielt schonmal gar kein "push or fold"
    • lagavulin16y
      lagavulin16y
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2011 Beiträge: 6.839
      Ok Danke euch. Klingt logisch. Wahrscheinlich lasse noch nicht genug nur die Zahlen/stats für sich sprechen sondern denke mir noch zu oft zusätzlichen Dinge aus die mich dann in Schwierigkeiten bringen ;)

      In Zukunft werde ich mir auch vermehrt die positionsbezogenen stats ansehen um besser eine Entscheidung zu treffen.

      Schön dass einem hier immer noch geholfen wird :s_thumbsup: