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Umzug von der Steuer absetzen

    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.846
      Hallo zusammen,

      ich hatte im vergangenen Jahr folgende Situation:

      Trennung von Freundin, mit der ich in gemeinsam gekauftem Haus gewohnt habe.
      1. Mai: Anmietung einer Wohnung und damit Reduzierung des Arbeitsweges um 60km pro Strecke
      1. Juni: Umzug in besagte Wohnung mit Ummeldung, die allerdings aufgrund der Vermieterbescheinigung auf den 1.5. zurückdatiert wurde
      1. August: Verkauf des Hauses

      Was kann ich jetzt in der Steuererklärung angeben?

      Soweit ich recherchiert habe richtet sich die Absetzbarkeit der Kosten nach dem BUKG.
      Demnach sollte die Umzugskostenpauschale von 764 € unstrittig sein.

      Zusätzlich stehen im BUKD folgende Punkte:



      § 8 Mietentschädigung

      (1) Miete für die bisherige Wohnung wird bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Mietverhältnis frühestens gelöst werden konnte, längstens jedoch für sechs Monate, erstattet, wenn für dieselbe Zeit Miete für die neue Wohnung gezahlt werden mußte. Ferner werden die notwendigen Auslagen für das Weitervermieten der Wohnung innerhalb der Vertragsdauer bis zur Höhe der Miete für einen Monat erstattet. Die Sätze 1 und 2 gelten auch für die Miete einer Garage.

      (2) Miete für die neue Wohnung, die nach Lage des Wohnungsmarktes für eine Zeit gezahlt werden mußte, während der die Wohnung noch nicht benutzt werden konnte, wird längstens für drei Monate erstattet, wenn für dieselbe Zeit Miete für die bisherige Wohnung gezahlt werden mußte. Entsprechendes gilt für die Miete einer Garage.

      (3) Die bisherige Wohnung im eigenen Haus oder die Eigentumswohnung steht der Mietwohnung gleich mit der Maßgabe, daß die Mietentschädigung längstens für ein Jahr gezahlt wird. Die oberste Dienstbehörde kann diese Frist in besonders begründeten Ausnahmefällen um längstens sechs Monate verlängern. An die Stelle der Miete tritt der ortsübliche Mietwert der Wohnung. Entsprechendes gilt für die eigene Garage. Für die neue Wohnung im eigenen Haus oder die neue Eigentumswohnung wird Mietentschädigung nicht gewährt.
      Nach Punkt (2) müsste ich damit ja eine Monatsmiete für den Mai von der neuen Wohnung absetzen können, wobei mir hier evtl. die Rückdatierung der Ummeldung Probleme machen könnte.
      Nach Punkt (1) und (3) hatte ich zunächst gedacht, dass ich die fiktive Miete für das Haus für 2 Monate ebenfalls absetzen kann, da gibt es aber wohl ein Urteil (http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=26410&pos=0&anz=111) das dem widerspricht.

      Gibt es eine andere Möglichkeit diese 2 Monate ebenfalls abzusetzen? Als doppelte Haushaltsführung bspw.?
      Gibt es weitere Punkte, die ich ansetzen könnte?
  • 4 Antworten
    • FireFox89
      FireFox89
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2007 Beiträge: 1.509
      So wie du denn Fall schilderst ist kein Werbungskostenabzug möglich. Grund des Umzuges liegt in der privaten Natur (Trennung von deiner Freundin), dass du nun näher zu deiner Arbeit gezogen bist ist logisch, jedoch nicht ausschlaggebend. Überlege dir also zuerst wie du deinen Umzug als beruflich veranlasst und eben nicht privat veranlasst vor dem Finanzamt darstellen willst.
      Ab einer Zeitersparnis von mehr als einer Stunde für die Fahrt zur Arbeitsstätte rücken die privaten Gründe laut Rechtsprechung des BFH in den Hintergrund und eine Werbungskostenabzug wäre möglich. Ob dies hier bei 60 km vorliegt bezweifle ich, jedoch muss dies im Einzelfall entschieden werden und wirst du besser wissen als ich.
      Eventuell macht es Sinn die Umzugskosten in einem mildem Umfang als Werbungskosten zu erklären und bei Widerspruch des FA, das ganze beruhen zu lassen bzw. zu akzeptieren. Um deinen Fall entsprechend zu würdigen würde ich die Erklärung einfach mal einen Steuerberater erstellen lassen, dürfte je nach deinem Einkommen 100€-150€ kosten.
    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.846
      Also die Zeitersparnis muss ja nur ne halbe Stunde pro Strecke betragen und das ist bei 60km Ersparnis pro Strecke locker gegeben.
    • Schorscheee
      Schorscheee
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 11.857
      Hey, ich hoffe es ist ok, wenn ich mal hijacke, habe mir die letzten Tage auch etwas Gedanken bzgl. dieses Themas gemacht.

      Ich werde nach dem Ende meines Studiums ebenfalls wegen eines neuen Jobs umziehen. Den Job habe ich allerdings noch nicht. Ich werde im Juni fertig sein und theoretisch würde ich direkt in eine neue Region ziehen, um mir dort einen Job zu suchen. Sollte ich dann mit dem Umzug warten, bis ein Job gefunden ist oder kann ich einfach Umzugspauschale nutzen und gut is.

      Das Problem wäre nämlich, dass ich im Falle einer Übergangszeit von 2-3 Monaten Hartz IV beantragen könnte, wenn ich aber nicht direkt umziehe immer erst zu den Amt in der Unistadt pendeln müsste.

      Whats my line?
    • Beitrag gelöscht