Wann TPTK / OverPairs weglegen

    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Hallo,

      ich habe immer Probleme die richtigen Punkte zu finden wann ich TPTK oder ein OverPair weglegen muss und wann ich eher for value betten soll.

      Worauf kann ich da achten? Worauf achtet Ihr da?

      Ist es weak wenn ich durchbette (OOP) und auf einen Raise folde?

      IP versuche ich immer check/call zu spielen. Auch wenn ich da unsicher bin.

      Habt Ihr Anhaltspunkte worauf Ihr achtet?

      Eventuell spezielle PT Stats?
      Nur wie handhabt man das gegen unknown?

      Vielen Dank,

      Christian
  • 3 Antworten
    • RobDynamo
      RobDynamo
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 2.125
      Wenn ich nicht weiß woran ich bin mit der Hand (ob vorne oder hinten) orientiere ich mich an der Potsize. Wenn ich merke es geht in die Richtung kompletter Stack-> Fold.


      Mal als Bsp. Raise Preflop auf 3BB, 1 Caller. Potsize Flop 7BB. Treffe TP-> Bet 5BB-> Call. Potsize Turn 17BB hier versuche ich je nach Board den Pot kleiner zu halten um möglichst am River keinen Pot größer als 30BB zu haben und noch recht viel callen zu können.
      Angenommen aber wir bekommen in dem Bsp. eine Donk von 3BB die wir auf 9BB raisen mit anschließendem Call von Villain.
      Dann ist der Pot am Turn 26BB groß bettet der Gegner (z.B. 20BB) hier wieder, läuft die Hand in die Richtung das wir mit TP um unseren Stack spielen, bin ich mir hier unsicher über die Stärke meiner Hand-> Fold.

      Wenn ich Stats/Reads etc. habe weiß ich ja mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ob ich vorne bin, dann richte ich mich entweder nach den Potodds um zu callen (so auf die Art das ich mir sicher bin in 2 von 3 Fällen vorne zu sein etc.) oder der Art von Hand auf die ich meinen Gegner setze um selber zu betten.
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Vielen Dank RobDynamo für Deine Antwort.

      Also achtest Du in der folgenden Reihenfolge auf Dinge:

      1. Reads
      2. Stats
      3. Potgröße
      4. Gewinnwahrscheinlichkeit


      Zu Punkt 1. Auf welche Dinge kann man dan achten?

      Wie die Person in der Vergangenheit Underpairs, midpairs gespielt hat (passiv, callen - aggressiv - betten/raisen).

      Wenn ich z.B. jemanden auf 100 Hände nie mit einem Midpair runtercallen sehen habe, dann könnte ich z.B. davon ausgehen, dass ich mit meinem TPTK hinten liege.

      Welche Reads kann man da noch bekommen?

      Zu Punkt 2.

      Auf welche Stats achtest Du da genau?

      WTS. Der steht ja im Zusammenhang mit dem VPIP. Ab welchen Werten könnte man dan sehr oft mit TPTK/Overpair vorne liegen?


      Punkt 3/4 habe ich verstanden.

      Vielen Dank,

      Christian
    • RobDynamo
      RobDynamo
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 2.125
      Direkte Reads sind ja oft speziellerer Natur. Solche Sachen wie: spielt Draws aggresiv, overplayt TopPair, bestimmte Betting Patterns (minibet wenn er nix hat, Potsize wenn er trifft z.B.).

      Bei den Stats gucke ich am meisten auf VPIP und AF für die Einteilung LAG, Loose passive, TAG, Tight Passive.

      Dann habe ich schonmal ne grobe Einschätzung der Handrange + die Bedeutung seiner Bets.

      Gegen einen loose passiven würde ich mich z.B. mit TPTK meist vorne sehen wenn er Check/Call spielt und hart Valuebetten. Gegen den Lag gebe ich eher die Initiative in der Hand ab um möglichst viel Bluff Value zu bekommen und keinen Raisekrieg zu provozieren.
      Dem TAG kann man eine ganz gute Handrange geben und weiß recht gut wo man steht. Tight passive ähnlich. Bei beiden würde ich natürlich deutlich öfter bluffen. Bzw. wenn sie deine Flopbet mit AK und Board A 6 3 Rainbow callen, da gehen die Alarmglocken an.