Schwankungen der Spielstärke.

    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      Hallo,

      ich hab folgendes Problem: Manchmal, da spiele ich m.E. richtig gut, mache mir ständig Gedanken was Villian halten könnte, wie seine Line von PRF bis zum Showdown war, überlege wie ich dies oder jenes am Besten spiele, usw. usw. usw. Das sind auch meistens die Sessions an denen ich meistens den besten Gewinn mache.

      Und dann kommen wieder Sessions bei rum wo ich so ziemlich alles falsch machen, marginale Hände runtercalle, Value verschenke, einfach nicht mein A-Game bringe. Könnte mich dann nach der Session manchmal ohrfeigen, weil ich völlig offensichtlich falsch gespielt habe und mein Geld verschenke.

      Gott sei Dank bin ich mittlerweile sehr Tilt-Resistent und mach dann einfach den Rechner aus wenn ich merke dass ich nen "schlechten Tag" habe.

      Aber ich raff mich einfach selbst nicht, warum ich manchmal richtig ordentlich spiele und nen Tag später, ohne ersichtlichen Grund, spiele wie ein Anfänger.

      Kann mir irgendjemand nen Tipp geben wie ich einfach IMMER mein A-Game bringen kann?

      Bin kein Extremzocker, mach meistens ne 1-2 stündige Session Abends und am Wochenende vielleicht 2* 2/3 stündige Sessions.

      Danke für eure Aufmerksamkeit.
  • 7 Antworten
    • cruz
      cruz
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 1.226
      Genau das Problem habe ich auch. Am besten einen Zettel auf den Monitor kleben, wo sowas wie "KONZENTRATION!" drauf steht, oder noch besser: einen Wecker alle 5 Minuten klingeln lassen - auch wenns stört wirkt das sich wohl positiver auf deine Bankroll aus.
      Meistens hab ich sowas direkt nach dem aufstehen oder vor dem schlafengehen, aber auch nach größeren Mahlzeiten bin ich immer schlapp und nicht aufnahmefähig.
      Zudem ist mir aber auch aufgefallen, dass es Sessions gibt, in denen man ganz locker sein Ding durchzieht und andere, in denen man mit schwierigeren Situationen konfrontiert wird.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Kenn ich auch!

      Ich hab allerdings vor ca. 4 Wochen nach ausgiebiger Analyse endlich ein Muster erkannt, wann ich in der richtigen Verfassung bin mein A-Game zu bringen. Seitdem richte ich mich meistens nach diesen Zeiten und es tut der BR wirklich gut.

      Ich spiele z.B. fast nur noch morgens zwischen 10 und 12 und Nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr. Da bin ich eigentlich meistens mental auf der Höhe. Leider bin ich spät Abends und Nachts wenn die meisten Fische unterwegs sind zu unkonzentriert.

      Schlecht ist auch, wenn ich mich relativ früh in einer Session unnötig stacken lasse. Dann höre ich mittlerweile immerhin schon ca. jedes 2. mal sofort auf - nicht wegen Tiltgefahr, sondern einfach nur weil ich mittlerweile aus Erfahrung weiß das ich dann den Kopf nicht frei zum pokern habe.

      Ich spiel zwar seither viel weniger (ca. 12-15K Hände/Monat - 4tabling), aber ich fühl mich dafür wohl an den Tischen. Und ich nutze die übrige Zeit lieber dazu mich mit Theorie zu befassen.

      Die Umstellung ist (bisher) definitiv +EV - Zumindest für mich!
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      danke für die antworten. ich hab meistens abends nur 1-2 stunden zur verfügung, deshalb erübrigt sich das mit "wann anderst pokern" leider.

      wie hast du das analysiert, radioghost? mit PT und stats?

      werd wohl auch ein wenig schaun müssen wann ich mein A-game bringe und wann bullshit spiele um vielleicht auch ein muster zu erkennen.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Teils per PT, teils per Notizen die ich mir jetzt seit ca. 8 Wochen bei jeder Session mache (mentale/körperliche Verfassung etc.). Zudem gehe ich nach jeder Session die wichtigsten Hände durch und kategorisiere die Sessions anhand meiner Entscheidungen im Spiel in A, B und C-Game.

      Das werde ich auf jeden Fall weiterhin so handhaben. Die Samplesize muss ja stimmen! ;)

      Ich hab bis vor kurzem immer einen großen Fehler gemacht: Nach einem (durch schlechtes Spiel bedingten) schlechten Sessionstart hab ich immer mit Gewalt versucht die Kohle wieder reinzuholen. Solche Sessions sind aber fast nie im Plus geendet.

      Daher höre ich jetzt wie gesagt (meistens) sofort auf wenn ich kacke spiele. Ist zwar schwer, aber Disziplin zahlt sich aus!
    • toxi1
      toxi1
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2006 Beiträge: 2.213
      man sollte vllt. auch beachten, das viele dinge die man bei gewonnenem pot als gut erachtet, dann bei suckout auf einmal falsch wirken. Hände posten sorgt da für klarheit.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Das was toxi sagt, ist nicht ganz unwichtig.

      Man sollte nicht vergessen, daß man nach winnning sessions fast immer das Gefühl hat, sehr gut gespielt zu haben. Kaum jemand sagt dann: "Mann, was hatte ich für ein Schwein. Ich habe einen Bad Beat nach dem anderen verteilt. Wäre ich am River nicht so ängstlich gewesen und hätte kräftig gevaluebettet, hätte ich bestimmt das Doppelte gewonnen." Sondern man sagt eher: "Gegen die Range meines Gegners hatte ich einen dicken Edge. Dafür daß ich nun ausgerechnet sein AA gebusted habe, kann ich ja nix. War auch günstig, daß ich oft am River den free Showdown bekommen habe."

      Ich will darauf hinaus, daß du vielleicht nach jeder winning session annimmst gut gespielt zu haben und nach jeder losing session, daß irgendwas nicht stimmt. Aber ich kann easy mein A-Game spielen und einen korrekten Calldown oder Semibluff nach dem anderen spielen, und trotzdem gelingt einfach nichts. Dann hat man schnell das Gefühl, daß man irgendetwas falsch gemacht hat, obwohl das vielleicht gar nicht der Fall ist.

      Jeder von uns hat Leaks, die an manchen Tagen besonders stark zum Vorschein kommen, weil wir immer wieder in Situationen kommen, in denen diese Leaks entscheidend sind. Das bedeutet nicht zwangsläufig, daß wir dann nur B-Game spielen, sondern vielleicht nur, daß unser A-Game einfach zu schlecht ist.
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      @kombi

      danke für dein ausführliche antwort. nun ist es so dass ich mich erst seit 4 wochen intensiv mit poker beschäftige, hab auch mein startkapital erst vor 4 wochen erhalten und es zwischenzeitlich verzehnfacht. jetzt ist die BR wieder auf die hälfte geschrumpft. was ich aber mehr an einem downswing mit kombiniertem tilt festmache. wenn ich ständig dicke pötte mit 75% equity am flop und max. protection verliere, dann nenne ich das einfach mal pech. wenn ich meine mein TPGK ist genug genug fürn shove, dann ist das einfach scheisse gespielt.

      das ich mehr als einen leak habe ist mir völlig klar!

      ich würde sehr gerne hände posten wo ich nicht weiss ob ich richtig gehandelt habe, allerdings warte ich noch auf die PT-lizenz, und ohne die hab ich keinen handconverter für titan.