Low Stakes MTT Strategy?

    • paschl
      paschl
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 167
      So ich spiele jetzt schon länger Low Stakes MTTs (quasi alles zw. $5 - $50),
      und ich bin mir immernoch nicht sicher was der profitabelste Weg ist an sowas ranzugehen.

      Imho ist Anpassung das wichtigste, denn grade bei diesen Limits gibt es die verschiedensten Tische.
      Mal gleicht er quasi einem Fischteich, mal hat man fast nur Leute dran die spielen können (je höher das Buyin desto wahrscheinlicher wird letzteres).
      Theoretisch heißt es ja gegen Donks ABC-Poker spielen, weil die meistens ihre Hände nur schwer weglegen können,
      aber grade am Anfang eines solchen Tourney wenn die Blinds noch sehr klein im vgl. zum Startstack sind lohnt es sich imho den kleinen LAG in einem herauszulassen, da man wirklich viel ausgezahlt bekommt.

      Ich hab mir auch das spielen mit PT/PA abgewöhnt, denn sobald ich dieses Teufelswerkzeug angeschaltet habe vertraue ich stur seinen "Reads".
      Jedoch ist mir aufgefallen das ich besser abschneide wenn ich mich wirklich auf den Tisch konzentriere und viele Notes mache, da ein "cbetted immer" oder "kann eine Hand weglegen" mir mehr nützt als sowas wie "Folded to continuation Bet - 3/4".

      Das was mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet ist jedoch nicht das early sondern eher das lategame.
      Cbets in Headsup Situationen werden grade von Donks extrem oft gecallt und falls man den Turn nicht trifft (wenn man überhaupt eine Hand hatte) ist man der gearschte.
      Ich bin inzwischen so weit das ich gegen 2 Gegner den Flop nur selten cbette und gegen >2 fast nie.
      Vielleicht ist es einfach nur eine selektive Wahrnehmung und es fällt mir öfter auf das die cbet nicht klappt als andersherum,
      aber was soll man machen wenn die cbets nicht funzen und auch die Steals regelmäßig gecallt/restealt werden? (Resteals auf diesen Stakes sind imho seeehr gefährlich... Ich resteale nur wenn ich gesehen habe wie ein Spieler vorher schon auf einen resteal gefoldet hat.)
      Damit sind 2 der wichtigsten Waffen eines Turnierspielers quasi "entschärft" und man muss auf Hände warten..
      Kommen die nicht fliegt man irgendwann sobald man Harringtons Rote Zone betritt und sein LP Push mit A3o von 44 gecallt und geschlagen wird.
      Kommt es mir nur so vor oder sind Low Stakes MTTs einfach unprofitabel, weil der luck Faktor zu groß ist?

      Zwar bin ich recht zufrieden mit meinem Spiel, komme auch recht oft ITM (grade oft genug um kein - zu machen ^^) nähere mich auch so langsam dem "emotionslosen pokern" da ich einfach eingesehen hab das ein schlechter call des Villains nichts Schlechtes sondern etwas Gutes für mich darstellt.
      Dies soll auch kein whine-Thread oder so sein, Ich will einfach nur wissen wie (ob?) man diese MTTs profitabler spielen kann.

      mfg.
  • 3 Antworten
    • moarsi
      moarsi
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2006 Beiträge: 1.620
      erste frage: wie groß ist deine Bankroll!
      zweitens: ich bin selbst noch nicht so erfahren, also falls ich überstimmt werde glaub lieber den anderen ;)

      ich spiele auch hin und wieder (da meine Bankroll eigentlich noch nicht dafür ausreicht! man sollte ja 100 BI haben) die kleinen tuniere bis 11 $!
      ich spiele das ganze tunier sehr tight, was auch bedeutet, dass
      ich meistens einen kleinen stack habe, ca. 6-20 BB!
      Aber zum überleben reichts oft!

      cbets mach ich nur gegen einen Gegner, falls dieser einen mittleren stack hat oder zu mir check und das board aus seiner sicht schlecht aussieht!
      Da die großen meist loose-aggressiv sind und alles runter callen oder mich allin setzen und bei die kleinen schieben oft aus reiner verzweiflung ihre letzten chips rein-->und dann hat man oft unangenehme!entscheidungen vor sich!

      ob es profitabel ist kann ich dir noch nicht sagen, da ich erst knapp 28 gespielt habe mit einem Gesamtgewinn von 70 $!

      PS: Habe aber auch meine Zweifel ob es profitabel ist, jedoch sollte es auf lange sicht profitabel sein, da du MEISTENS mit der besseren hand als deine gegner in die runde einsteigst!
      Und man sollte sich über die DUMMEN spieler der tuniere freuen, denn die halten dich am leben!

      Wenn dich das ganze frustriert spiel doch lieber wieder cashgame oder sng, dann kannst mit einer größeren Bankroll die ganz großen Tuniere spielen!
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.149
      Original von paschl
      Kommt es mir nur so vor oder sind Low Stakes MTTs einfach unprofitabel, weil der luck Faktor zu groß ist?
      nein, die sind sehr profitabel, weil die gegner so schlecht sind.
      allerdings ist die varianz sehr hoch...
    • elysses
      elysses
      Global
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.607
      Ich spiele seit längerem die MTT bis 11 $ und kann deine Aussagen nicht ganz nachvollziehen, vielleicht hast du gerade eine schlechte Phase.

      Gerade die Fische machen die Sache lukrativ, im Earlylevel hast du meisst gute Chancen deine Monster ausbezahlt zu bekommen und an der Bubble kann man sein Agressives Spiel durchziehen.

      Das Du mal gegen einen Superloosen verlierst und Bustest oder einen Bad Beat erlebst, ist leider ein Bestandteil der Geschichte Ferner sollte man seine Spielweise auch dem Tisch anpassen, generell ist eine ContiBet gegen mehr als 2 Gegner falsch. Und wenn die Gegner am Flop als Callingstations entlarvt wurden hilft auch keine Conti.

      Beobachtung ist ein sehr Starkes Werkzeug gegen diese Gegner.

      Und PT/PA sind auch mehr Unterstützung und sollen dir grob die Richtung zeigen. Die Werte können auch nicht so representativ sein wir beim cahsgame, weil meisst die Samplesize fehlt und durch die verschiedenen Level und dadurch angepassten Spielweisen die Werte vereässert werden.