Der richtige Zeitpunkt aufzuhören?

    • borstich
      borstich
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 267
      Wann ist es grundsätzlich klug mit einer Poker session aufzuhören?
      Ich habe einfach jedesmal diese frage in meinem Kopf. Gerade wenn ich so ein paar Stunden gespielt habe und es lief einfach hervorragend. Einerseits denk ich mir, "du kannst jetzt nicht aufhören wenn du gerade so einen guten Run hast" aber andererseits ist die Furcht vor einem Bad Beat oder vor Geld Verlust einfach auch sehr groß! Ganz besonders wenn man die ganze zeit auf seinem bisherigen BR-Höchststand ist. Wenn ich mich dann entschließe aufzuhören begründe ich das meistens damit, dass ich jetzt einfach nicht mehr konzentriert spielen kann wenn mir solche Gedanken durch den Kopf gehen. Das scheint mir aber mehr so als billige Ausrede für mich selbst.

      Was sagt ihr dazu? Das Problem müsste doch eigentlich jedem bekannt sein!

      Mir is klar das es da keine absolute Lösung für gibt, aber vielleicht hat einer von euch ja einen guten Ratschlag was er in dieser Situation immer macht und wann er sich entschließt auf zu hören.

      CU borstich
  • 17 Antworten
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Wie wir alle logisch und vernünftig nachvollziehen können ist es völlig egal ob du aufhörst wenn du viel gewonnen hast oder verloren _MIT DER VORRAUSSETTUNG_, dass du immer gleich spielst...

      Am besten ist es wohl einfach solange zu pokern, wie du konzentriert spielen kannst... Denn sobald deine Stimmungs oder allgemeine phsyische Lage dein Spiel beeinflusst ist aufhören immer besser :) ...

      Es ist natürlich ein angenehmer Gedanke aufzuhören um seine winnings zu "saven" ... prinzipiell ist das aber nur der typische vom Gehirn gesteuerte Gedanke :) ... Ob du nun 12 Stunden Pause machst zwischen einer session oder nicht ist egal.... die Karten merken sich das sicherlich nicht :p
    • soLidas
      soLidas
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 914
      Grundsätzlich sagt man: lieber viele kleinere Sessions als eine große Session - das erhöht im Mittel die Konzentration und vermindert die Tilt-Gefahr, da man nicht nur bei Downswings sondern auch bei Upswings durchaus tilten kann, indem man "overplayed".
    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Ich fand bisher immer den Gedanken gut, sich vor der Session ein Zeitlimit zu setzen. Du spielst also einfach z.b. 2 Std. und dann lässt Du die Runden noch ausklingen und gut. Hat außerdem den grossen Vorteil, daß man nicht so schnell Gefahr läuft "noch schnell ausgleichen" zu wollen, wenn man grad im Minus ist. :D
      Man plant am Anfang der Session schon das Ende. Is wie auf Arbeit gehen, ohne ßberstunden... ;)
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Jo,... das halte ich letztendlcih auch für das beste...
      Außerdem läuft man nicht Gefahr ZU eingenommen von Poker zu sein...

      Ich z.B. hab es mir so eingerichtet, dass _vor_ 18.00 Uhr alles für die Schule und reallife organisiert wird und ab dann zock ich halt...

      Ansonsten würde ich wirklich Gefahr laufen einfach sobald ich zu Hause bin Rechner an und dann vergammel ich den ganzen Tag es sei denn ich hab Pflichttermine...
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      Ich hab ne Zeit lang das Phänomen beobachtet, dass ich gerade am Anfang einer Session oft noch relativ schlecht gespielt hab. Ich hab halt oft relativ gute Karten gekriegt (manchmal ist das schon echt komisch. Da kommen in den ersten zehn runden 4 super Sachen wie QQ, AK etc und dann 30 Runden gar nix) und direkt erstmal 10 BB in die Miesen gekommen bin. Daher hab ich mich dann ne Zeit gezwungen, so 100 Hände zu spielen. Das hat auch gut gefunzt, weil man irgendwann dann nen guten Pot gewinnt und wieder ausgleicht, wenn man seine Spielweise denn in den Griff kriegt.

      Das setzen von Hand-Limits funzt aber nicht immer. Insbesondere, wenn man sehr auf Table Selection achtet/achten muss (Tagszeit!!!). Da bricht dann schnell mal ein Tisch zusammen.

      Daher halte ich es für eine sehr gute Idee, sich feste Zeitlimits zu setzen. Zum Beispiel aus der Lernwissenschaft ist es (derzeit) erwiesen, dass ein Konzentrationszyklus optimal über 45 Minuten läuft. Danach ist man zwar noch konzentriert, nimmt aber eigentlich keine Infos mehr auf. Das ist zwar nicht so tragisch, wenn man nur spielen und nicht lernen will, aber ich gehe mal davon aus, dass du auch was aus dem Spiel mitnehmen willst. Daher würde ich mal so 45-60 Minuten anpeilen und dann 10-20 Minuten Pause.

      Mit dem Aufhören bei nem Run: Du hast keine Runs. Du hast nur einen guten Tisch mit vielen Spielern, die schlechter sind als du. Solange das so bleibt, solltest du natürlich nicht aufhören, weil du relativ viel verschenkst. Aber du solltest ein Auge drauf behalten, wer kommt und geht...

      MfG

      PS: Ein gutes Anzeichen ist Langeweile. Wenn du das dringende Bedürfnis hast, nebenbei fernzusehen oder so, solltest du vielleicht mal ne Pause machen.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Das Problem ist nur, etwas "an einem Tisch zu lernen oder "mitzunehmen"" funktioniert beim Pokern nicht...

      Beim Pokern ist "learning by doing" nicht so effektiv wie manche es wohl gerne hätten...

      Gelern wird aus Büchern oder im Forum - im Spiel nur perfekt umgesetzt ;)
      (nur das keine falschen Schlüsse gezogen werden)
    • lordTasse
      lordTasse
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 3.847
      kay wie kommst du zu dieser erkenntniss?
    • Brockie
      Brockie
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 4.059
      klar, ich hab gelesen was zeug hält...aber 5/10sh hab ich mir selbst beigebracht :P und zwar durch spielen, spielen und wieder spielen :]
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Also ich gehe an jeden tisch mit einem bestimmten cash-limit und wenn ich an einem tisch pleite bin höre ich auf.

      Ist wahrscheinlich auch nicht die optimale methode aber so verhindert man auch zu tilten...
    • Xblood
      Xblood
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 1.007
      Also ich hör auf wenn ich keine lust/zeit mehr habe oder merke, dass ich tilte.

      Aufhören weil man down oder up ist, ist dumm bzw sinnlos :-)


      mfg
    • weyoun
      weyoun
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 2.540
      aufhören ? was ist das kann man das aufs brot schmieren?
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      Original von pKay
      Das Problem ist nur, etwas "an einem Tisch zu lernen oder "mitzunehmen"" funktioniert beim Pokern nicht...

      Beim Pokern ist "learning by doing" nicht so effektiv wie manche es wohl gerne hätten...

      Gelern wird aus Büchern oder im Forum - im Spiel nur perfekt umgesetzt ;)
      (nur das keine falschen Schlüsse gezogen werden)
    • jjacky
      jjacky
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.305
      Original von CentreFold
      Original von pKay
      Das Problem ist nur, etwas "an einem Tisch zu lernen oder "mitzunehmen"" funktioniert beim Pokern nicht...

      Beim Pokern ist "learning by doing" nicht so effektiv wie manche es wohl gerne hätten...

      Gelern wird aus Büchern oder im Forum - im Spiel nur perfekt umgesetzt ;)
      (nur das keine falschen Schlüsse gezogen werden)

      es ist auf jeden fall so, dass man beim pokern nicht automatisch lernt wenn man spielt. man kann jeden abend 3 stunden pokern, 10 jahre lang und trotzdem sucken ohne ende. wenn man soviel fußball gespielt hätte oder sonstwas, wäre man zumindest besser als die meisten.
      das problem ist einfach, dass die resultate kurzfristig nicht von der qualität des eigenen spiels zusammenhängen (genauer gesagt, die korelation extrem gering ist), deswegen wird der natürliche lernprozess des gehirns völlig unterbunden.
    • Brockie
      Brockie
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 4.059
      deswegen büffelt man theorie, um sie dann umzusetzen (mit disziplin und longterm-denken)
    • UBPlayer
      UBPlayer
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 481
      play hours not results
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Jo,... das was jjacky hier so eloquent ausgedrückt meinte ich letztendlich...

      Um mal ein banales Beispiel zu nehmen:
      An einem Tisch zu "lernen": "wenn 5 Leute im Pot sind verliert man mit AK eh immer also raise ich nicht" ist _falsch_... ist aber zumindestens subjektiv richtig beobachtet, da die value von AK heruntergeht je mehr Leute im Pot sind... - trotzdem capt man mit AK.


      Bei Shorthanded ist das zugegebenermaßen natürlich nochmal ein anderer Aspekt, da man hier oft erst "lernen" muss wie der Durschnittsspieler auf dem Limit "tickt" und ein Gefühl für ein Limit bekommen... Je höher man in den Limits geht desto wichtiger ist das natürlich - trotzdem wird Grund und Basiswissen nicht an den tables selbst gelernt...
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Original von CentreFold
      Original von pKay
      Das Problem ist nur, etwas "an einem Tisch zu lernen oder "mitzunehmen"" funktioniert beim Pokern nicht...

      Beim Pokern ist "learning by doing" nicht so effektiv wie manche es wohl gerne hätten...

      Gelern wird aus Büchern oder im Forum - im Spiel nur perfekt umgesetzt ;)
      (nur das keine falschen Schlüsse gezogen werden)
      1. sich etwas neues anzueignen _ist_ lernen und es am Tisch in die Praxis umzusetzen ist _anwenden_... Nichts anderes.

      2. Nein! Das ist tilten und nicht "nicht mehr lernen können"

      Und pass auf, dass du da keine falschen Schlüsse ziehst...
      Das Gehirn neigt einfach dazu aus Fehlern lernen zu wollen und das Gefühl des Fehlschlagens das nächste Mal zu vermeiden. -das sind ganz einfache chemise Reaktionen.

      Aber wie jjacky schon sagt... Pokern ist viel zu longterm um
      1. neue "Spielweisen" auszuprobieren, da du die Ergebnisse garnicht unmittelbar auswerten kannst (auch longterm wird das sehr schwer)
      und
      2. deine jetzigen Spielweisen aufgrund von _Ergebnissen_ einzelner Hände als _richtig_ bzw. _falsch_ einzustufen,...

      Als ich anfing hatte ich oft Situationen, bei denen ich mit two pair verloren habe und völlig geschockt war, dass ich gegen ein set verlor. Die Hand hab ich dann völlig verunsichert ins Forum gepostet und gefragt ob ich viel zu aggro gespielt hätte... Dem war natürlich nicht so - aber jeder verliert mal two pair gegen ein Set.