Pokern rechtlich gesehen

    • mrtn86
      mrtn86
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2006 Beiträge: 844
      Hallo,

      ich bin gerade neu Student. Kriege kein Bafög, aber meine Eltern kriegen wohl noch Kindergeld. Naja mittlerweile betragen meine Gewinne monatlich circa 1500€. Ansonsten habe ich keine Einkuenfte.

      Wie sieht das da mit dem Finanzamt aus? Gibt es hier vllt Leute die da Ahnung von haben?

      Möchte mich einfach rechtlich aufklären lassen, bevor ich da unwissentlich Fehler mache.
  • 15 Antworten
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      sufu
    • ThirstyToni
      ThirstyToni
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 434
      Wenn du dich rechtlich absichern willst, musst du deine Einnahmen wohl in deiner Lohnsteuererklärung angeben. Da es ein regelmäßiges (oder zumindest kein einmaliges) Einkommen ist, ist es nicht steuerfrei wie ein Lottogewinn. Das Kindergeld wird dir dann wohl gestrichen. Der Freibtrag liegt bei 7.000 Euro im Jahr. Wenn du nur so viel auscasht, dürfte es also keine Probleme geben.
      Es sei denn du bekommst Probleme wegen Poker--> Glücksspiel im Internet. :D
      Obwohl ja in Deutschland noch nicht geklärt ist, ob Poker ein Glücks- oder Strategiespiel ist.
    • DPL00
      DPL00
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 393
      Original von ThirstyToni
      [...]
      Obwohl ja in Deutschland noch nicht geklärt ist, ob Poker ein Glücks- oder Strategiespiel ist.
      Das ist allerdings geklärt und es bleibt dabei - Poker ist Glücksspiel - jedenfalls rechtlich gesehen.
      Was in D nicht geklärt ist, ist die Frage, ob die Teilnahme an einem Online Pokerspiel nun vom eigenen PC aus (und damit aus D) oder auf dem Server des jeweiligen Pokeranbieters (und damit im Ausland) stattfindet.
      Diese rechtliche Grauzone ermöglicht de facto ps.de
    • eppmor
      eppmor
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 504
      Woher weiss das Finanzamt, woher das Geld kommt, wenn man über Neteller oder Moneybookers, etc auscasht?!
    • e2e4e5
      e2e4e5
      Black
      Dabei seit: 02.05.2007 Beiträge: 2.309
      Der Freibtrag liegt bei 7.000 Euro im Jahr.
      7.680 € ;)
    • Freo
      Freo
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 1.778
      Original von DPL00
      Das ist allerdings geklärt und es bleibt dabei - Poker ist Glücksspiel - jedenfalls rechtlich gesehen.
      Kannst Du das irgendwie auch nur ansatzweise belegen?

      Was in D nicht geklärt ist, ist die Frage, ob die Teilnahme an einem Online Pokerspiel nun vom eigenen PC aus (und damit aus D) oder auf dem Server des jeweiligen Pokeranbieters (und damit im Ausland) stattfindet.
      Das ist zwar in der Tat nicht 100% geklärt, die herrschende Meinung geht aber ganz davon aus, daß ein Inlandsbezug vorhanden ist. Das ist auch überhaupt nicht das Problem bei der Sache.
    • Freo
      Freo
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 1.778
      Original von mrtn86
      Möchte mich einfach rechtlich aufklären lassen, bevor ich da unwissentlich Fehler mache.
      Ich empfehle Dir, dies verbindlich zu machen. Ruf einen Steuerberater an und mache einen Termin. Du kannst vorher grob erzählen worum es geht und fragen, was eine Erstberatung kostet. Es ist vermutlich billiger, als man gemeinhin denkt und bei Deinen Beträgen außerdem zu wichtig, um sich da auf irgendwelche Forenbeiträge zu verlassen.
    • BoneCS
      BoneCS
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2006 Beiträge: 5.492
      Original von Freo
      Was in D nicht geklärt ist, ist die Frage, ob die Teilnahme an einem Online Pokerspiel nun vom eigenen PC aus (und damit aus D) oder auf dem Server des jeweiligen Pokeranbieters (und damit im Ausland) stattfindet.
      Das ist zwar in der Tat nicht 100% geklärt, die herrschende Meinung geht aber ganz davon aus, daß ein Inlandsbezug vorhanden ist. Das ist auch überhaupt nicht das Problem bei der Sache.
      ich würd sagen, dass es wohl "geklärt" ist. sonst könnte sich ja jeder im internet kinderpornos anschauen, solange der server in nem land steht, wos keinen interessiert. (also das wär zumind meine subsumtion als laie)

      geh am besten zu nem steuerberater und lass dich von dem beraten. am besten wär natürlich ein steuerberater&rechtsanwalt (es gibt recht viele RAe die auch noch StB sind)
    • EmileBorel
      EmileBorel
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2006 Beiträge: 186
      Wäre das nicht mal einen Strategieartikel wert? :-P

      Klar, nicht wirklich Strategie, aber dennoch Content mit einer Menge Nutzen .. also ich würde extra mehr spielen um Platin zu werden für den "gesicherte Rechtslage zum Thema Onlinepoker"-Artikel ..
    • DrOhnE84
      DrOhnE84
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2006 Beiträge: 957
      Original von e2e4e5
      Der Freibtrag liegt bei 7.000 Euro im Jahr.
      7.680 € ;)
      des weiteren koennen aufs einkommen etwaige werbungskosten (sonst Pauschale) geltend gemacht werden.
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Original von DrOhnE84
      des weiteren koennen aufs einkommen etwaige werbungskosten (sonst Pauschale) geltend gemacht werden.
      z.B. Rake des Poker rooms :D
    • deion73
      deion73
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 6
      Original von ChrisTheFish
      Original von DrOhnE84
      des weiteren koennen aufs einkommen etwaige werbungskosten (sonst Pauschale) geltend gemacht werden.
      z.B. Rake des Poker rooms :D
      Falls das ernst gemeint war, das geht zumindest laut Ansicht meines Steuerberaters in Österreich nicht.
      Hab heute mal mit ihm darüber gesprochen (auch wenns mich nicht betrifft, aber das Interesse war da und gratis wars auch ;) )
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      nee, so richtig ernst gemeint war das nicht. Nur ist es so, dass sobald Pokern legal werden würde, müssten alle Dinge abgesetzt werden können die benötigt werden um diese Tätigkeit auszuüben. Also Seminare/Coachings, Computer, Internet, Pokertracker etc. Und wohl auch der Rake.

      Bei Finanzinvestments ist es so. Der Rake wäre dann so eine Art Ordergebühr. Die kann man ja auch unabhängig davon ob es ein Gewinn- oder Verlusttrade war geltent machen.

      Ich glaube alleine aus diesem Grund nicht, dass Pokern legal werden könnte. Man könnte dann wenn man ein negatives Jahr hat auch einen Verlustvortrag machen um weiter steuern einzusparen.

      Ich persönlich hätte nichts dagegen normale Einkommenssteuern auf die Differenz der Gewinne und Verluste abzgl. Rake und sonstige Gebühren/Abschreibungen zu zahlen. Wenigstens kann man sich dann auch mal ganz legal eine größere Sache kaufen ohne bei der Frage nach der Geldherkunft Freunde/Bekannte großzügiger darzustellen als sie es sind :)
    • deion73
      deion73
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 6
      Das ist bei Rake wohl ein wenig anders, der Rake mindert ja schon deinen Gewinn. Um den Rake nun abzugsfähig zu machen, müßtest du dann den Reingewinn (ohne den Rake abzuziehen) als Einkommen angeben.

      Beim Rest stimme ich dir aber natürlich 100%ig zu.
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Original von deion73
      Das ist bei Rake wohl ein wenig anders, der Rake mindert ja schon deinen Gewinn. Um den Rake nun abzugsfähig zu machen, müßtest du dann den Reingewinn (ohne den Rake abzuziehen) als Einkommen angeben.
      Stimmt. Andererseits zahlst Du aber so dann ja auch Rake wenn Du verlierst. Also müsste man wie Du auch schreibst den Reingewinn, den Reinverlust und den Rake angeben.