Pocketpair - Warum Call in raised Pots?

    • Gurkha
      Gurkha
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 1.287
      Ich habe mir mal Gedanken gemacht, warum es sinnvoll sein soll, mit einem LowPocketPair nach einem Limp noch in einen einfach raised Pot, aber nicht mehr in einen 2-fach oder capped Pot zu zahlen. Ich würde gerne Eure Meinung hören, ob ich richtig liege, oder ob ich etwas in meinen ßberlegungen übersehen habe.

      Annahme:

      5 Spieler in der Hand (utg, mp1 [ich mit zB. 66], mp2, CO, BB)
      alle Raises werden von den folgenden Spielern gecalled

      1) 1 Raise hinter mir

      Sollte nur einmal hinter mir geraised werden (mp2), wären 9,5 SB im Pot, wenn ich wieder dran bin. PotOdds 9,5:1


      2) 2-mal raised hinter mir

      Sollte 2 Mal hinter mir geraised werden (mp2 und CO), wären 12,5 SB im Pot, wenn ich wieder dran bin. PotOdds 12,5:2 = 6:1


      3) capped Pot:

      utg limp, mp1 limp, mp2 raise, CO 3-bet, BB cap

      es sind nun 14,5 SB im Pot.
      Meine PotOdds sind 14,5:3

      Nun gehe ich davon aus, dass der CO auf jeden Fall callen wird. Beim MP2 bin ich mir nicht sicher.
      Damit habe ich PotOdds von 15,5:3 = 5:1 (darf ich das zusammenkürzen?)



      Da ich mir bei einem Pocketpair wie 66 2 Outs auf die anderen beiden 6er geben kann, habe ich Odds von 22:1 gegen mich stehen.
      Odds von 22:1 stehen nach einem Raise PotOdds von 9,5:1 gegenüber. Das ist weit weg von einem ausgeglichenen oder günstigen Verhältnis für mich.

      In dem 3-bettet und dem capped Pot habe ich jedoch noch geringere PotOdds von 6:1 und 5:1.

      Rechtfertigen die PotOdds von 9,5:1 als bestmögliche PotOdds in der Situation den doch eigentlich unprofitablen Call?
      Mögliche implied Odds kann man an dieser Stelle doch noch gar nicht berücksichtigen, oder?
  • 5 Antworten
    • QuapeS
      QuapeS
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 367
      doch grade die implied odds machen die kleinen pärchen profitabel.
      auch wenn du den flop günstig sehen willst (da du ihn ja sehr oft verfehlen wirst) sorgen die implied odds dafür, dass du eine extrem starke hand hast, die auch noch super versteckt ist und somit im schnitt ganz gut ausbezahlt wird.
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      *edit*
      ich depp

      du hast preflop ne 12% chance auf das set
      1:22,5 ist am turn/river bei 2/46
    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Original von Gurkha
      Da ich mir bei einem Pocketpair wie 66 2 Outs auf die anderen beiden 6er geben kann, habe ich Odds von 22:1 gegen mich stehen.
      Odds von 22:1 stehen nach einem Raise PotOdds von 9,5:1 gegenüber. Das ist weit weg von einem ausgeglichenen oder günstigen Verhältnis für mich.

      In dem 3-bettet und dem capped Pot habe ich jedoch noch geringere PotOdds von 6:1 und 5:1.

      Rechtfertigen die PotOdds von 9,5:1 als bestmögliche PotOdds in der Situation den doch eigentlich unprofitablen Call?
      Mögliche implied Odds kann man an dieser Stelle doch noch gar nicht berücksichtigen, oder?
      Du hast am Flop Odds von 7,5:1 um dein Set zu machen. Danach geht es erst mit 22.5:1 Post-Flop weiter...
    • KasparT
      KasparT
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2006 Beiträge: 268
      Du hast vergessen, dass Dir am flop 3 Karten aufeinmal gezeigt werden.
    • Gurkha
      Gurkha
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 1.287
      Stimmt, das war der Denkfehler. Danke für den Hinweis.