Sit-and-go Beginners Guide

    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Ein Beitrag von Hankmann


      VORWORT

      Ich schreibe diesen Guide als absoluter sit-and-go ßnfänger. Der Artikel bezieht sich auf ein bestimmtes sit-and-go-Format. Dieses kann von Seite zu Seite variieren.
      Die hier vorgestellten Strategien und Beispiele habe ich aus dem Buch: "Winning Low Limit Hold`em" von Lee Jones (WLLH). Dieser Guide stellt keine Garantie auf Gewinn. Poker ist und bleibt ein Glücksspiel. Dieser Guide richtet sich an alle Pokerspieler, die bisher limit holdem mit mehr oder weniger Erfolg gespielt haben. Wer einmal ein wenig Abwechselung braucht, dem sei dieser Guide ans Herz gelegt.


      WAS IST EIN NO-LIMIT SIT-AND-GO?

      Ein sit-and-go ist ein kleines Turnier. Man kauft sich für eine bestimmte Summe (buy-in) in dieses Turnier ein. Ein 1-table sit-and-go $3+$0.40 buy-in hat bei 10 Teilnehmern
      einen Gesamtpott von 30$. Die 40 Cent sind rake und gehen direkt and die Pokerseite. Das Turnier startet, wenn zehn Spieler am Tisch Platz genommen haben.
      Der Gewinner bekommt in diesem Beispiel 50% des pots, der Zweite 30% und der Dritte 20%. Die restlichen sieben Teilnehmer gehen leer aus.
      Für das buy-in bekommt jeder Teilnehmer am Anfang des Turniers 1500 chips. Im Gegensatz zu limit-holdem gibt es keine festgelegten Setzgrössen. Jedem Spieler steht es frei, von seinen anfänglichen 1500 chips, eine bestimmte Summe zu betten. Ziel ist es nun, seinen Chipstapel so zu verwalten, dass man nach Möglichkeit
      am Ende in Besitz aller 15000 chips ist und somit das Turnier gewinnt. Hat ein Spieler keine chips mehr, scheidet er aus.


      WIE FUNKTIONIERT NO-LIMIT HOLDEM?

      Wie beim limit-holdem gibt es in jeder Runde den small blind und den big blind. Die blinds starten bei 10/20 und werden in bestimmten Intervallen kontinuierlich erhöht. Damit werden die Spieler mit weniger chips gezwungen, risikoreicher zu spielen. Sind die blinds 10/20 bei einem Stapel von 1500 noch winzig, ändert sich die Situation völlig bei blinds von 200/400. Zwei wichtige Regeln:

      - Man kann nicht mehr chips von einem Gegner gewinnen, als man zu Anfang einer Hand selber besitzt.

      - Ein Spieler kann nicht aus einer Hand gedrängt werden, auch wenn er nicht mehr genug chips zum callen eines raises hat.

      ein Beispiel:

      Angenommen man startet seine Hand mit 100 chips. Die Gegnerin Anne hat 250 chips, Bob hat 450 chips. Geht man selber all-in und callen entweder Anne oder Bob, kann nicht mehr gebettet werden. Angenommen Anne callt. Dann hat sie noch 150 chips die man nicht gewinnen kann, da man selber nur mit 100 chips angefangen hat. Die Karten werden bis zum river aufgedeckt. Gewinnt man diese Hand bekommt man von Anne 100 chips, hat selber 200 chips und Anne 150 chips übrig. Gewinnt Anne, hat sie 350 chips und man selber ist rausgeflogen.
      Nun angenommmen man geht all-in. Anne und Bob callen beide. Beide haben noch chips vor sich, also können beide nach dem flop noch betten und raisen.
      Die eigenen 100 und je die 100 chips von Anne und Bob wandern nun in den main pot. Man kann nur diesen gewinnen. Alle weiteren chips die Anne und Bob einsetzen
      kommen in einen sidepot, den nur der Gewinner zwischen diesen beiden bekommen kann.
      Zu diesem Zeitpunkt hat Anne noch 150, Bob 350. Geht Anne all-in müsste Bob 150 chips callen. Andersrum, wenn Bob all-in geht oder einen Betrag über 150 chips bettet müsste Anne ihre verbleibenden 150 chips callen und somit selber all-in gehen. Bob hat nun noch 200 chips vor sich die Anne nicht bekommen kann.
      Gewinnt Anne den showdown hat sie 300 chips und bob 200. gewinnt Bob, hat er 500 chips und Anne scheidet aus.
      Nun gewinnt Bob den showdown, nachdem er und Anne all-in gegangen sind und Anne fliegt raus. Dann wird Bobs hand mit der eigenen verglichen. Ist man geschlagen, fliegt man selber auch raus (wichtig hier: Anne würde hier eine Platzierung vor einem das Turnier beenden, da sie zu Anfang ihrer Hand mehr chips hatte).
      Gewinnt man, bekommt man den main pot, der side pot geht an Bob.
      Bettet Anne nach dem flop 50 chips und Bob foldet, ist das ein grosser Erfolg da man nun nur noch Annes Hand schlagen muss. Allerdings kann man bei einem Sieg wieder nur den main pot gewinnen. Die 50 von Anne gebetteten chips dürfte sie behalten.

      Ein wichtiges Beispiel, das man komplett verstanden haben sollte bevor es nun interessant wird.


      DIE STRATEGIE


      DIE GEGNER

      Ich behaupte hier mal, dass mindestens 50% unserer Gegner in micro limit sit-and-go Turnieren, wenig bis absolut keine Ahnung von dem haben, was sie grade tun.
      Geschweige denn haben sie irgendwelche Ahnung von odds und outs. Ich verstehe mich hier (und ihr hoffentlich bald auch) als der Einäugige unter den Blinden.
      Viele haben ihr Pokerwissen aus den Fernsehaufzeichnungen grosser Turniere. Was ist dort zu sehen? Man sieht jede menge gespielte Hände, und von denen auch nur die interessantesten mit viel action. Wer will schon Runde für Runde einen fold nach dem anderen sehen?
      Unsere Gegner ziehen daraus die falschen Schlüsse und spielen, wie beim limit-holdem, viel zu viele Hände mit schlechtem Erwartungswert. Sie sind ungeduldig, wollen viel action am Tisch und spielen gerade zu Beginn eines Turniers viel zu aggressiv. Viele lieben es, möglichst schnell mit einem kleinem Ass um alle ihre chips zu spielen. Um gegen solche Art von Spielern zu bestehen, müssen wir unsere Strategie diesen Gegnern anpassen:

      - Geduld ist der Schlüssel zum sit-and-go Erfolg.

      - Wir bestrafen die grossen Fehler unserer Gegner.

      Zum zweiten Punkt sei gesagt, dass viele schwache Spieler gewillt sind mit top pair und schwachem kicker ein all in zu callen, oder selbst bereit sind, all ihre chips als Erster in die Mitte des Tisches zu schieben. Genauso spielen viele mit schwachen draws, middle pair oder einfach nur so, weil der Wind grade richtig steht. Im Gegensatz zum limit-holdem werden solche Spieler nicht lange mit euch am Tisch sitzen. Ein calldown kann im no-limit holdem äusserst teuer werden. Unser Ziel kann also nur folgendes sein: Warten auf gute Starthände und unsere starken Hände protecten (bzw. unsere Gegner zwingen, unprofitabel zu callen).


      POSITION UND CHECK-RAISE

      Anders als beim limit-holdem hat ein check-raise bei einem no-limit sit-and go weniger taktische Bedeutung. Hat man beim limit-holdem einen starken aber verwundbaren flop getroffen, ist ein check-raise oft die einzige Möglichkeit diesen, out of position, zu verteidigen. Spielt man dagegen no-limit, kann man jegliche odds für z.B. einen flushdraw durch eine entsprechend hohe bet zunichte machen. Ausserdem kann es absolut tödlich enden, wenn ein check-raise Versuch beim no-limit scheitert und man seinem Gegner eine freecard spendiert. Viel wichtiger ist die Position zu unseren Gegnern. Wenn mit dem nächsten Zug unser gesamter Chipstapel auf dem Spiel stehen kann, ist es doppelt und dreifach wichtig die Möglichkeit zu haben als letzter zu agieren.


      EARLY STAGE: (blind level 10/20 - 25/50)

      In der frühen Phase des Turniers wird am meisten Poker gespielt. Wie man es vom limit-holdem gewöhnt, ist wird preflop viel zu viel gecallt. Minimum raises werden angesetzt und prompt gecallt usw.. Während dieser Phase ist man Wahrscheinlich am wenigsten ins Spielgeschehen involviert. Man hat Zeit genug, sich am Tisch umzuschaun, in Gedanken schonmal die TAGs von den Fischen zu trennen und sich Spielverhalten bzw. Spielverständnis der Gegner für folgende sit-and-gos zu notieren.
      Welche Hände spielen wir? Sehr tight: AA-TT, AKs , AKo, AQs , AQo werden um das dreifache der blinds geraist. Ist man z:B. utg und hält KK wäre der Standard-raise bei einem blindlevel von 10/20 60 chips. Ist vor uns schon jemand in die Hand eingestiegen raisen wir das dreifache der blinds +1, also 80 chips. Bei 2 callern vor uns
      100 chips usw.
      Wurde vor uns geraist, re-raisen wir das dreifache vom ürsprünglichem raise. Z.B. erhöht jemand bei einem blind level von 20/30 vor uns auf 100 chips. Unser re-raise sollte nun 300 chips betragen. In early stage bitte nur mit AA-QQ, re-raisen. Mit diesen Händen sollte man planen, entweder sofort oder auf dem flop all-in zu gehen.
      Wurde nach uns geraist sollte man je nach Höhe des reraises mit AK, AQ, JJ-TT callen und den flop abwarten. Grade zu Anfang eines Turniers ist es keine Schande bei einem unglücklichem flop seine Hand zu folden.
      Angenommen wir raisen bei einem blind level von 10/20 unsere pocket queens um 80 chips. Der limper vor uns callt, alle Anderen folden. Der flop ist Th 8s 3h und unser Gegner checkt. Das board ist drawlastig. Was ist nun eine gute bet? Dazu muss man zuerst nachsehen, wieviele chips sich bereits im pot befinden. 80 von uns, 80 von unserem gegner und 30 chips an blinds. Insgesamt 190 chips. Eine gute bet wären hier 190 chips (etwas weniger würden es auch tun). Diese erhöhung verhindert einen leichten call unseres Gegners, der evtl einen flush draw oder OESD hält. Immer dran denken: Er bezahlt diese bet für nur eine Karte. Callt der Gegner unsere bet und die turn Karte sieht sicher aus, ist wiedermal eine Erhöhung in Pottgrösse angebracht, was man sich hier als Faustregel merken sollte.
      Dazu zwei wichtige Grundsätze für sit-and-go Turniere:

      FOLD EQUITY

      - Es ist wesentlich besser zu betten oder zu raisen anstatt zu callen

      Es besthet ganz einfach die Möglichkeit, dass euer Gegner foldet. Man erspart sich einen showdown und kann jede Menge dead chips einsammeln.

      CRIPPLING BETS

      - Vermeide es, durch bet, raise oder call nur noch wenige chips auf der Hand zu behalten

      Angenommen die blinds sind bei 50/100, man hat selber noch 400 chips und hält TT. Als erster im pot wäre an dieser stelle ein raise von 300 chips angebracht.
      Da die restlichen 100 chips bei einem call oder raise sowieso in der Mitte laden würden, sollte man an dieser stelle direkt all-in gehen. Man erspart sich ausserdem die pocket kings mit dem letzten chip!

      Was ist nun mit den aus limit-holdem Spielen beliebten kleinen suited aces und pocket pairs? Die Gemeinsamkeit dieser starthände ist, dass man je mit ca 11% Wahrscheinlichkeit einen spielbaren flop trifft (einen nut flush draw oder ein set). Der grosse Unterschied ist jedoch, dass man bei einem draw auf turn und river angewiesen ist, während man mit einem set bereits ein Monster auf der Hand hält. Beim limit-holdem bekommt man meisst die richtigen odds zum callen, beim no-limit sit-and-go viel zu oft nicht! Also Finger weg von kleinen Assen und suited connectors in early stage. Selbst wenn ein ass auf dem flop liegt ist die Gefahr der Domination viel zu gross. Kleine Pocketpairs sollte man preflop callen und gegen ein sehr großes raise oftmals verlassen. Trifft man ein set, sollte man planen alle sein chips in die Mitte des Tisches schieben.


      MIDDLE STAGE: (blind level 50/100 - 100/200)

      Normalerweise sollten schon die ersten Spieler den Tisch verlassen haben. Man selber hat wahrscheinlich weniger chips als zu beginn des Turniers. Ist auch gar nicht weiter schlimm. Denn: Unsere Gegner haben uns bisher nur folden sehen! Das heisst, der erste raise von uns wird zu 100% respektiert (table image), und der erste blind steal mit mehr oder weniger spielbarer Hand sollte Formsache sein. Vorraussetzung dafür ist natürlich, dass vor euch noch niemand erhöht hat. Hat man bisher nichts getroffen sollten uns die ersten blindsteals in etwa wieder auf die anfänglichen 1500 chips katapultieren.
      Stichwort blinds: Je höher die blinds werden, bzw je mehr chips preflop bereits im pot sind, desto aggressiver sollte unsere Spielweise werden. Dazu kommt, dass je weniger Spieler noch am tisch sind, sich dementsprechend auch die Werte unserer Starthände erhöhen. Also:

      - Anfänglich tighte, später immer aggressivere Spielweise (blindsteal)

      Unsere zu anfangs tighte Strategie erhöht wiederum die fold equity unserer Gegner.

      - Je weniger Spieler am Tisch sind, desto mehr erhöht sich der Wert von Starthänden (ATo, AJs, KQo, etc)

      Diese beiden Punkte ziehen sich kummulativ durch ein ganzes sit-and-go, langsam muss man mehr tun, um an chips zu kommen. Die Faustregel der early stage und die Empfehlung der Starthände bleiben zunächst bestehen.
      Limpen sollte man nun gar nicht mehr. Man bekommt einfach keinen guten Preis für einen call mit einem niedriegen pocket pair. 22-66 sollte man überhaupt nicht mehr callen, 77 - 99 im Gegensatz besser raisen. Das wichtigste ist, seine chip position zu behaupten oder zu verbessern. Versucht mit passenden Starthänden blinds zu stehlen, aber riskiert nicht, mit marginalen Händen auszuscheiden. Ein guter raise, bzw ein guter re-raise kann ohne weiteres gefoldet werden (beachte cripppling bets).


      LATE STAGE AND THE BUBBLE: (blind level 200/400+)

      Was ist the bubble? Es muss nur noch ein Spieler aus dem Turnier fliegen damit alle anderen "im Geld sind" (ITM), also als undankbarer Vierter das Turnier Verlassen.

      Je näher man dem Geld kommt, desto wichtiger wird der ßberlebensinstinkt. Zu diesem Zeitpunkt sollten noch maximal 4-5 Spieler dabei sein. Hier gibt es 2 Arten von Gegnern: Die meisten spielen super tight, die anderen raisen so ziemlich mit jeder Hand, um an blinds zu kommen. Man sollte diese beiden typen von Spielen erkennen, da man jeweils unterschiedlich gegen sie vorgeht: Gegner die versuchen ins Geld zu schleichen, sollte man als Ziel für seine blind steals ausmachen. Gegner die zu aggressiv spielen, sollte man hingegen nur mit Monsterhänden begegnen. Immer dran denken: ßberleben ist hier Alles. Es wäre doch schade so spät noch rauszufliegen, ohne den verdienten Lohn der Arbeit einfahren zu können. Hat man bereits ein gutes Chippolster, sollte man nach gegnerischen blinds Auschau halten, aber ohne all zu viel zu riskieren. Ist man nicht unter den ersten Dreien, am Chipstapel gemessen, gibt es folgende Möglichkeiten zur Verbesserung:

      - Zwei Gegner geraten aneinander, so dass der Eine kaum noch chips behält.

      - Man klaut blinds.

      - Man gewinnt ein all-in.


      IN THE MONEY

      Ist der bubble vorrüber, wird sofort die action am Tisch los gehen. Was bleibt einem auch anderes übrig. Jede dritte Hand zahlt man den big blind, der einem unangenehm seine chips weg frisst. Pocket eights und A9o sind, bei nur noch drei verbleibenen Spielern, mittlerweile zu Monstern mutiert. Hat man so eine Hand getroffen und ist nicht mit seinen chips weit vorne, sollte man Gas geben und ein all-in riskieren. Connectors wie 98s haben hier keine Bedeutung. Entweder man spielt preflop bereits mit einer made hand (pocket pair), oder man spekuliert auf die high card stärke von A oder K (mit entspechendem kicker). Schliesslich muss euer Gegner auch erst mal das board treffen.
      Ab sofort regiert das Glück, viel stärker als in den Phasen zuvor. Hat man genug davon, oder unsere Gegner hauen sich gegenseitig raus, kommt man ins...


      HEADS-UP

      Im heads-up hält jeweils der small blind den button und ist vor dem flop zuerst dran. Die blinds sollten normalerweise so hoch sein, dass man nur die Möglichkeit zum raisen oder folden hat. Hat man es bis hieher geschafft, muss man noch mal all seine Konzentration zusammenbringen, da es nun ums meiste Geld geht. Man konnte seinen Gegner über das ganze sit-and-go beobachten und sollte sich bereits ein Bild über ihn gemacht haben. Was für Hände spielt er wie? Gibt er seine blinds zu oft her? Spielt er straightforward oder tricky?
      Auf jeden Fall ist hier eine aggresive Spielweise angebracht. Aus dem small blind raisen sollte man mit: jedem Aass, jedem könig, zwei Karten grösser gleich T und natürlich pocket pairs. Callt euer Gegner habt ihr position. Hat man den big blind, sollte man sich nicht verpflichtet fühlen, marginale Hände zu callen. Ein fold mit schlechten Karten ist in keiner Position verkehrt. Ist man zu irgendeinem Zeitpunkt seinem Gegner 1:3 an chips unterlegen, nehmt euch eine Hand und fordert das Glück heraus.



      DIE TAKTIK


      RELATIVE CHIP POSITION

      Es liegt in der Natur eines sit-and-go Turniers, dass nur eine maximale Anzahl an chips auf dem Tisch liegt. Das Ziel ist, alle zu besitzen. Zu Beginn sollte grade der eigene Stapel keinen grossen Schwankungen ausgesetzt sein. Nur je weiter das Turnier voranschreitet, desto schneller bewegen sich die chips von einem Spieler zum andern. Ein sit-and.go wird mit steigenden blinds immer dynamischer. Keiner will ausscheiden, also müssen Spieler mit weniger chips mehr tun. Je höher die blinds ansteigen, desto gösser wird der Druck auf sie. Im Gegensatz dazu können Spieler mit grossem Chipstapel weitaus selektiver mit ihren starthänden sein, sofern sie es den wissen oder wollen. Jemand der genug chips vor sich liegen hat, ist eher bereit seinen blind abzugeben, als jemand, der um sein ßberleben kämpft. Kein sit-and-go ist wie das andere und man sollte aufmerksam und flexibel genug sein, sich jeder Situation anzupassen. also:

      - Immer chips der Gegner im Auge behalten, bevor man eine Entscheidung trifft !

      Die hier vorgestellten Taktiken sollten nicht zu oft bei einem Spieler angewandt werden. Irgendwann will auch der tighteste Spieler eure vermeindlich starke Hand sehen.


      SCOOPING UP THE LIMPERS

      Oder anders, die Callerbande aufs Korn nehmen. Angenommen wir sitzen gegen Ende der early stage in late position und haben noch 1400 chips. Drei oder mehr Gegner vor uns callen. Wir raisen um 500 chips und planen mit den restlichen 900 chips direkt am flop all-in zu gehen, egal was dort liegt. In den meisten Fällen bekommt man maximal einen caller, den unser zweiter saftiger flopraise schnell aus der Hand treiben sollte. Stichwort: fold equity. Man sammelt also ohne showdown jede menge chips ein. Da man ohnehin durch seine übertriebenen Erhöhungen nicht gecallt werden möchte, bleibt die Auswahl der zu spielenden Hände jedem selber überlassen.
      Wer es risikoreich mag, spielt diesen move von den blinds aus (out of position) und übernimmt selbst die Initative am flop. Wer es sicherer mag und nicht gleich vabanque spielen möchte, agiert vom button (in position) aus und wartet erst die flop action vom Gegner ab.


      ATTACKING WEAKNESS

      Je höher die blinds werden, desto weniger sind selbst schwache Spieler bereit, preflop zu callen. Was aber macht ein schwacher Spieler, wenn er schon chips investiert hat, also z.B. den small blind gesetzt hat? Richtig, er callt. Diese Aktion sieht man immer wieder. Sitzt ihr auf dem big blind und es wird zum small blind gefoldet, der nur callt, solltet ihr ohne mit der Wimper zu zucken all-in gehen.
      Dieser move klappt gegen schwache Gegner so gut wie immer, und sollte von der middle stage bis zum heads-up angewendet werden.


      RE-STEAL JAM

      Diesen move solltet ihr ab der latze stage gegen tighte Gegner anwenden. Voraussetzung dafür ist, dass sich euer Gegner der Dynamik eines sit-and-goes bewusst ist.
      Angenommen ihr seid der big blind in late stage. Es wird zum button gefoldet, der mit einem Standartraise euren blind haben will. Der small blind foldet. Nun hattet ihr Glück und liegt beide mit euren chips weit vorne. Wie reagiert er nun auf einen reraise oder ein all-in von euch? Wenn er auch nur ein wenig ßberlebensinstinkt besitzt, wird er wahrscheinlich seine Hand verlassen. Ein riskanter move, der euch jedoch bei entsprechendem Gegner einige chips extra einbringen kann.


      STOP-AND-GO

      Folgende situation: Man hält den big blind on the bubble und hat nur noch 1600 chips (die wenigsten am tisch). Man hält 99. Es wird zum button gefoldet. Sieser macht einen minimum raise von 800 chips. Das gespielt wird ist klar, nur wie? Angenommen euer Gegner hält AK. Geht man all-in, wird euch der button mit Sicherheit callen.
      Besser man callt an dieser stelle nur, gefolgt von einem sofortigem all-in. ....egal was auf dem flop liegt. Trifft euer Gegner den flop, wird er auch hier mit Sicherheit callen.
      Aber das wäre ohnehin passiert. Trifft euer Gegner den flop jedoch nicht, besteht eine gute chance, dass er hier foldet. So kann man sich eventuell, ein Ass oder König auf turn oder river ersparen.


      CHIPLEADER

      Viele Spieler machen den Fehler zu passiv mit ihren chips umzugehen, wenn sie der chipleader sind. Macht diesen Fehler nicht. Man hat zwar eine gute Ausgangsbasis, ist aber noch lange nicht im Geld, oder gar Sieger. Wichtig ist hier, seine Chipposition zu verteidigen und vielleicht sogar zu verbessern. Einfach weiter pokern und ab und an mal einen blind stehlen. Da man genug chips zu Verfügung hat, kann man seinen bets zusätzlichen Nachdruck verleihen. "Wenn du deine Hand spielen willst, dann für alle deine chips!" Man kann natürlich selektiver mit seinen Händen umgehen, doch sich völlig aus dem Spielgeschehen zurückziehen sollte man nicht. Die blinds fressen einem schneller den Stapel weg, als man gucken kann.


      MINIMUM BETS

      Warum heisst es no-limit poker? Genau, man kann selber bestimmen wieviel man einsetzen will. Da manche Spieler nun gar keine Ahnung von odds und outs haben, sieht man oft Gegner, die einen 500er pot um 20 chips erhöhen. Solche bets machen keinen Sinn. Sie spielen so um zu sehen ob überhaupt jemand callt. Was haben solche Spieler auf der Hand? Irgendwas zwischen middle-pair und kleinem pocket pair. Am besten macht man sich diese Spielweise zunutze, indem man genau die Hand representiert, vor denen unser Gegner Angst hat. Also entsprechend hoch betten. Oder einfach mit so ziemlich jeder hand callen, schliesslich sind die pot-odds enorm.
      Einige wenige Spieler benutzen diese Spielweise jedoch als bluff. Wenn ihr solch einen Spieler trefft, unbedingt eine Notiz machen.



      NACHWORT

      Für erfahrenen Spieler und nl-Kenner wird dieser Guide sicherlich wenig neues bieten. Sit-and-go-Neulingen kann ich nur raten, ein par dollars zu opfern und es einfach mal zu probieren (bei entsprechender bankroll). Diese Turniere sind meiner Meinung nach mindestens so profitabel wie das üblich limit-holdem. Am besten macht man hier seine eigenen Erfahrungen. Abschliessend bleibt zu sagen:

      viel Glück, viel Erfolg
  • 76 Antworten
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      Ein guter guide für Leute, die mit SnGs beginnen wollen.

      Eines ist mir jedoch beim ersten lesen negativ aufgefallen. Bei stop and go sagst du, man sollte mit einer hand wie 99 ein raise, welches halb so groß wie der eigenen stack ist, nur callen. Das halte ich für falsch. Ein all-in preflop ist deutlich besser. Wie du schon sagtest, wird der gegner am flop callen, wenn er den flop trifft, also uns geschlagen hat. Er foldet, wenn er nicht trifft, also weit hinten liegt. Wenn wir gleich all-in gehen und er called, dann verlieren wir auch wenn er den flop trifft, aber wir gewinnen mehr, wenn er nicht trifft.
      Durch das spätere all-in geben wir dem gegner, der ja position auf uns hat, die chance, seine chips zu retten, wenn er den flop nicht trifft. Deshalb sofort all-in in der genannten situation.
      Die chance, daß er auf turn oder river trifft, ist etwa 25%, dieses risiko ist durch die zusätzlichen chips im pot deutlich abgedeckt.
    • kingvalue
      kingvalue
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 382
      erstmal hut ab, dafür dass du dich als absoluter sit and go anfänger siehst, hast du schon verdammt viel verständnis.

      aber was das stop and go angeht, sehe ich das genau wie faustfan, ein direkter all-in preflop ist wohl besser als erst zu callen und dann all-in am flop zu gehen, egal was kommt!
      außerdem stellt dir mal vor du callst und es kommt ein extrem flop wie A Q T alles in einer farbe und du hast nicht die entsprechende 9 und dein gegner ist chipleader mit 5000, so dass er sich deine 800 locker leisten kann.
      bei einem solchen flop würdest du dann doch auch nicht mehr all-in gehen, oder?
    • TheDna
      TheDna
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2006 Beiträge: 1.632
      Erstmal super guide für den Anfang. Zusammen mit Cyans sind damit die SNGs ja schon gut abgedeckt hier.

      Finde als Chipleader das fast sitout für itm ausser mit monsterhänden sinnvoller, man sieht viel zu oft das Chipleader zu offen spielen und mit Chips rumwerfen und sich ihre itm position noch verbauen.
    • Maldehyde
      Maldehyde
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2005 Beiträge: 603
      Sehr schöner Beitrag, macht mich neugierig.

      Wie lange dauert ein 10er SnG im Schnitt?
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von TheDna
      Finde als Chipleader das sitout für itm ausser mit monsterhänden sinnvoller, man sieht viel zu oft das Chipleader zu offen spielen und mit Chips rumwerfen und sich ihre itm position noch verbauen.
      asdfsda :rolleyes:
      Im Artikel hat es mir der Hinweis, man sollte doch on the Bubble tighter werden, schon nicht geschmeckt, aber das hier übertrifft ja alles....

      Sorry aber es ist grob falsch. Die payoutstruktur in quasi allen Turnieren verlangt einfach, dass man auf Sieg spielt. Komm ich halt in the money und gewinne $X... da nehm ich lieber die chance auf den Sieg und eine Gewinn von $5x (oder sogar noch mehr). Bei großen Turnieren (also nicht sitngos) ist das noch krasser... dort bekommt man meistens nur etwas mehr als den buyin als erster itm. Willst du wirklich 5 Stunden ein Turnier spielen, um vielleicht deinen buy-in wiederzubekommen?
      Ganz korrekt wäre für ein SitnGo natürlich so eine ICM-calculation, aber da kenne ich mich jetzt auch zu wenig aus. Allgemein ist aber titgher werden on the bubbel meistens grade falsch.

      Dann ist mir noch aufgefallen:

      - Preflop raises zu Beginn dürfen ruhig etwas größer sein als 3xbb, z.b. 5x kann ganz sicher nicht schaden. Gecalled wird eh genug, aber du musst dann vielleicht deine Aces nicht gegen 6 Leute zocken. ;)

      - Ich glaube du überschätzt das table-image etwas. Allgemein ist deine Aussage zwar richtig, aber die meisten Gegner (grade in den niedrigeren buy-in Turnieren) werden wohl kaum so richtig drauf achten, wieviele Hände du schon gespielt hast etc.

      Ansonsten schöner Artikel!
    • kaxxxa
      kaxxxa
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 246
      Original von Maldehyde
      Wie lange dauert ein 10er SnG im Schnitt?
      grob ne stunde, je nachdem wie wild die spieler sind...
    • Andragon
      Andragon
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 902
      Original von TheDna
      Finde als Chipleader das fast sitout für itm ausser mit monsterhänden sinnvoller, man sieht viel zu oft das Chipleader zu offen spielen und mit Chips rumwerfen und sich ihre itm position noch verbauen.
      Was du da beobachtest kommt sehr oft vor. Das heist aber nicht mit dem chip lead nicht zu attackieren. Man muss nur aufhören wenn man einen abbekommen hat und nicht mehr chipleader ist ;) . Das ist eine Kunst die nur wenige der Gegner beherschen.

      Stop and Go ist wie schon vorherig gepostet so nicht optimal. Du bekommst im guten Fall ein Fold auf dem Flop und die Gegnerchips nicht. Zudem gibt es auch noch eine gewisse Foldequidy wenn es ein stealraise war.

      Minimum bets haben auch einen Sinn, allerdings nur beim guten Spieler gegen schlechte. Ich mach das gerne bei guten Draws um mir die Odds zu erhalten. Schlechte Spieler callen die bet und erhöhen selten. Wenn sie erhöhen haben sie auch zumindest Top pair.

      SCOOPING UP THE LIMPERS or punish the limpers wie ich es nenne. Man sollte es nicht übertreiben. Meiner Meinung nach ist es aus den Blinds besser als vom Button. Zum einen ist ein Button raise nicht so scary wie ein BB raise und zum anderen hab ich die bessere Position am Flop. Wenn der Gegner den Flop nicht trifft (65%) der Fälle bekommt der die chips der zuerst bettet und das will ich sein ;) . Ich spiel das allerdings fast immer als ALL-IN. Die Fold equidy ist einfach größer.
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      toller artikel !

      leider nix wirklich neues, aber wenigstens mal was auf deutsch! *lol*
      (wer WLLH gelesen hat kennt den artikel)

      empfehle die links in cyans guide zum vertifen der materie SNG!
      am wichtigsten finde ich diesen hier zu verinnerlichen:

      http://www.zeejustin.com/articles.php
    • kingvalue
      kingvalue
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 382
      Original von cubaner

      leider nix wirklich neues, aber wenigstens mal was auf deutsch! *lol*
      (wer WLLH gelesen hat kennt den artikel)


      ich hab WLLH gelesen, mehrfach sogar, aber ich habe keine ahnung, was du meinst! sowas steht da doch gar nciht drin! oder rede ich hier gerade totalen unsinn? ?(
      WLLH ist doch winning low limit holdem von lee jones?!
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      seite 178 bis 220!

      augen auf beim lesen ;-)
    • kingvalue
      kingvalue
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 382
      so viele seiten hat mein buch gar nicht!
      hab ich ne andere/ältere ausgabe? hab mir das buch vor ungefähr einem jahr geholt! bei 178 ist bei mir schon das glosar und mein buch hat ziemlich genau 200 seiten!
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      dann liegts bestimmt daran!
      denn in meiner version ist wie gesagt ein langer SNG guide mit drin der fast exakt dem artikel hier entspricht!
    • krong
      krong
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 25.12.2005 Beiträge: 13.663
      Schöner Artikel für nen SnG Anfänger wie mich. Werd wohl mal nen paar $ opfern... =)
    • TheDna
      TheDna
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2006 Beiträge: 1.632
      Original von betout
      Original von TheDna
      Finde als Chipleader das sitout für itm ausser mit monsterhänden sinnvoller, man sieht viel zu oft das Chipleader zu offen spielen und mit Chips rumwerfen und sich ihre itm position noch verbauen.
      asdfsda :rolleyes:
      Im Artikel hat es mir der Hinweis, man sollte doch on the Bubble tighter werden, schon nicht geschmeckt, aber das hier übertrifft ja alles....

      Sorry aber es ist grob falsch. Die payoutstruktur in quasi allen Turnieren verlangt einfach, dass man auf Sieg spielt. Komm ich halt in the money und gewinne $X... da nehm ich lieber die chance auf den Sieg und eine Gewinn von $5x (oder sogar noch mehr). Bei großen Turnieren (also nicht sitngos) ist das noch krasser... dort bekommt man meistens nur etwas mehr als den buyin als erster itm. Willst du wirklich 5 Stunden ein Turnier spielen, um vielleicht deinen buy-in wiederzubekommen?
      Ganz korrekt wäre für ein SitnGo natürlich so eine ICM-calculation, aber da kenne ich mich jetzt auch zu wenig aus. Allgemein ist aber titgher werden on the bubbel meistens grade falsch.

      Dann ist mir noch aufgefallen:

      - Preflop raises zu Beginn dürfen ruhig etwas größer sein als 3xbb, z.b. 5x kann ganz sicher nicht schaden. Gecalled wird eh genug, aber du musst dann vielleicht deine Aces nicht gegen 6 Leute zocken. ;)

      - Ich glaube du überschätzt das table-image etwas. Allgemein ist deine Aussage zwar richtig, aber die meisten Gegner (grade in den niedrigeren buy-in Turnieren) werden wohl kaum so richtig drauf achten, wieviele Hände du schon gespielt hast etc.

      Ansonsten schöner Artikel!
      Wieso ist mit einem effektivem M von >15 passives spielen bitte falsch ?
      Klar kann man sich mehr flops anschauen theoretisch, mehr treffen wird man aber nicht. Finde der Vergleich von großen Turnieren und SNG hinkt auch SNG reicht ein Allin gewinn oft schon für itm und itm bedeutet grade bei denmeistens +200% und mehr vom Einsatz auch hatte ich noch nie SNGs die viel länger als 1h gingen bei größeren Turnieren is das was ganz anderes.
    • Haraldino
      Haraldino
      Einsteiger
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 30
      Hallo,

      Ihr führt doch auch diesen Guide von Cyan in Eurer Sektion. Welchen denn nun? Beginner Hankmann sprich Lee Jones; Fortgeschrittene Cyan sprich Harrington? Und wenn das so ist...ab wann ist man Fortgeschrittener?
      Bitte um Aufklärung und danke für die Antworten.

      Gruß
      Harald
    • ccaa
      ccaa
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 331
      Netter Guide für totale Beginner (wie z. B. ich einer bin).

      Hab jetzt auf Grundlage des Guides meine ersten beiden $6-SnGs gespielt und dabei gar nicht mal so übel abgeschnitten.

      Beim ersten hab ich mich versehenlich an einen Limit-Tisch gesetzt (grrr) und bin letztendlich sang- und klanglos untergegangen, da ich zweimal mit Pocket-Kings gebustet wurde. Beim zweiten mal hab ich dann auch den richtigen Tisch getroffen und diesen als Sieger verlassen. Ist es normal, dass man, ITM/HU eigentlich mehr Glück als Verstand braucht um zu gewinnen? Hab vor allem HU teilweise ziemlich geluckt...

      Mir sind jedoch beim Spiel einige Fragen aufgekommen.

      Der Guide ist wahrscheinlich auf SnGs bei Pokerstars gemünzt, aber abgesehen von der Höhe der Blinds (und dem Buy-In) gibt es ja hier keinen Unterschied. Seh ich das richtig, dass die im Guide beschriebene "Middle Stage" trotz der unterschiedlichen Blindhöhe auch bei 50/100 beginnt?

      In Early Stage soll ich ja lt. Guide AA-TT, AK, AQ um das dreifache der Blinds raisen. Sind das auch die einzigen Holecards die ich in Early spielen darf/sollte?

      Wie hoch sollte der Raise beim Blindsteal-Versuch ausfallen? Einfacher Raise oder höher? Mit welchen Karten ist ein Stealversuch überhaupt sinnvoll?
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      meine Meinung: spiel nach dem "M" ist besser als das "phasenmodell", da es ja schön ist zu wissen das man die ersten blindlevels nur.....aus XY position spielt, aber wenn das 2-3mal schiefgegangen ist weil du nix getroffen hast oder weggeluckt wurdest, dann kannste z.b. bei nem M von 5 (wäre bei 25/50 blinds und 7spielern 535 in chips) nurnoch aggro spielen wenn halbwegs karten kommen sonst biste ganz schnell weg vom fenster.
    • Snorbey
      Snorbey
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.243
      ok: also dank dieser guide hab ich mal auch mich in sngs probiert:
      ergebnis:
      4 sng's (6$buyin (ja ich weiss diese sind -ev als die 11$sngs))

      Erstes sng: Platz 6
      zweites sng: Platz 1 !!!! mit verdammt viel glück im HU, QJo gegen K8s gewonnen
      drittes sng: Platz 5
      viertes sng: Platz 3 (da hab ich zum schluss keine schönen karten mehr bekommen und die blinds fraßen mich auf)

      Fazit:
      Einsatz : 4x6$= -24$
      Gewinn: 1x25$+1x10$= 35$
      ----------------------------------------------
      Summe: 9$

      also ich bin eigentlich zufrieden, da es meine ersten waren, und spass machen sie auch. Und es ist eine schönes abwechslung zu fr!

      Danke !
    • Brunkberg
      Brunkberg
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 698
      du wirst es kaum glauben aber du hast sogar 11$ gewonnen :)