Gerichtsentscheidung zu Online-Glücksspiel

    • 57thDamned
      57thDamned
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 912
      Die angebliche Verurteilung der Onlinegamerin "Goldie" aus Coburg in Bayern wegen illegalen Glücksspiels hat in diversen Internetforen in den vergangenen Tage für Wirbel gesorgt. Nach einem Bericht der "Neuen Presse" wurde die 48-jährige wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss sie eine Geldstrafe von 1.200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung leisten.

      Deutsche Online-Pokerspieler können vorerst durchatmen

      Der Hintergrund zu dem Urteil: Die 48-jährige hatte mit gefälschten Lohnabrechnungen Kredite in Höhe von rund 40.000 Euro erschlichen und damit ihre Spielsucht in einem Onlinecasino finanziert. In Foren hatte "Goldie" offenbar davon berichtet, sie würde wegen ausbezahlter Onlinegewinne (41.000 $) verfolgt. Mit dem Urteil ist klar, die Frau wurde wegen Betruges verurteilt, nicht wegen der Online-Gewinne.

      Staatsanwalt: Onlinegewinne müssen bei der Arbeitsagentur angegeben werden

      Pikante Randnotiz: Das Coburger Landgericht ist der Auffassung, dass das karibische Online-Casino, bei dem die Frau spielte, nicht in Deutschland zu gelassen sei, so die "Neue Presse". Zudem hätte die Coburgerin laut Staatsanwaltschaft ihre Onlinegewinne bei ihrer Arbeitsagentur als sonstige Einnahmen angeben müssen. Durch das Verschweigen der Gewinne habe sie rund 15.000 Euro an Sozialleistungen zu Unrecht bezogen.

      Hinweis des Autors: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Deutsche Spieler, die beträchtliche Summen beim Pokern verdienen, sollten nach dieser Entscheidung ihre Einkünfte bei der Arbeitsagentur oder dem Bafögamt angeben, um Rückzahlungsforderungen und/oder Strafverfahren aus dem Weg zu gehen.

      Quelle: http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/coburg/art2394,723830
      Quelle: http://www.roulette-board.de/index.php?showtopic=2632&hl=blondie&st=520
  • 6 Antworten
    • HanzZ
      HanzZ
      Bronze
      Dabei seit: 28.05.2007 Beiträge: 546
      ja die rechtslage ist wirklich komisch
      zb nen freund von mir der hatt noich gar keine lohnsteuerkarte da er noch schüler ist hatt aber vor 4 monaten mal 4k in nem tunier gewonnen und sich 2k ausgecasht um sich dafür was für sein auto zu kaufen, wioe schauts den da aus ?
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 8.761
      Hey Damned, long time no see! Wie gehts? ;)
      Letztens Iron schon im StudiVZ angetroffen.

      Danke für die News, ich überlege aber noch, ob die wirklich sinnvoll ist, schließlich geht es in erster Linie um Betrug und nicht um Glückspiel und die damit verbundene Panikmache durch die Frau in Foren würde ich ungern unterstützen.
    • 57thDamned
      57thDamned
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 912
      Grüße dich Xantos, man sieht sich immer zweimal im Leben - more via ICQ :)

      Prinzipiell sollte man das nicht zu hoch kommen, right.
      Aber vor allem den Aspekt mit dem Arbeitslosengeld/Bafög find ich nicht ganz unspannend (zumindest für Midstakes und höher)
    • CasinoRoyal
      CasinoRoyal
      Gold
      Dabei seit: 26.11.2006 Beiträge: 314
      Wenn man arbeitslos ist sollte man auf allefaelle eine verzichtserklaerung unterschreiben.
      D.h. man ver\ichtet auf das arbeitslosengled und MUSS sich selber krankenversichern was so ca. 120 Euro im monat sind.

      Wenn man keine leistungen bezieht muss man auch keine nebeneinkuenfte angeben.
    • benn1337
      benn1337
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2006 Beiträge: 3.160
      Original von CasinoRoyal
      Wenn man keine leistungen bezieht muss man auch keine nebeneinkuenfte angeben.
      ähm doch ? musst sie ja versteuern, wenn sie über den freibetrag hinaus gehen.
      beim pokern ist das halt so ne sache ^^
    • cLue
      cLue
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2005 Beiträge: 2.186
      Die Einkünfte (online Poker) müssten im ersten Jahr steuerfrei sein denke ich (wie Lotto).

      Anderenfalls würde ich zum Finanzamt gehen und meine Online-Verluste steuermindernd ansetzen ...

      Ab dem zweiten Jahr werden die Zinsen der Gewinne als "Einkünfte aus Kapitalvermögen" behandelt.

      Oder sehe ich das falsch ?