Anpassung der ORC-Range

    • aceofspace
      aceofspace
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.342
      Klar ist, dass die ORC-Range auch an bestimmte Gegner angepasst werden muss.
      Soweit ich dass verstanden habe, sollte ich ein wenig tighter Open-Raisen,

      a) wenn der/die Gegner hinter mir einen überdurchschnittlich hohen Vpip/Wts bzw. unterdurchschnittlich niedrigen FoldedBB2Steal haben.

      b) wenn der/ die Gegner hinter mir einen sehr hohen PFR haben.


      Welche Hände aus dem ORC betrifft das konkret? Welches sind die schwächsten Hände im ORC, die ich als erstes weglassen sollte?

      :)
  • 12 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      also das ist denke ich vorallem für Hände wichtig, die wegen ihrer Foldequity im ORC stehen. Also in den Positionen SB, BU und CO die ganzen low-kicker-Hands, z.B. =)
    • aceofspace
      aceofspace
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.342
      Kann ich dabei so vorgehen, dass ich in den Equilator die Hände aus dem ORC eingebe u. für die Positionen hinter mir random Gegner einstelle.
      Wenn dabei rauskommen sollte, dass ich mit der Hand keine Equity gegen die Gegner hinter mir habe, ist die Hand zu schwach, um gegen Maniacs u. Callingstations first-in zu raisen.


      Ich liste mal ein paar Hände auf die ich selber nicht mehr gegen Maniacs/CS first in spielen würde:

      BU: 87s, 76s

      SB: J2s-J6s, T2s-T6s, 94s-97s, 87s, 76s --- Q4o, J5o-J6o, T6o-T7o, 97o-98o, 87o.



      zu tight/ zu loose?
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      nein, so kannst du leider nicht vorgehen ;)

      zu deinen Händen:
      gerade sowas wie 87s und 76s raise ich egal gegen wen. Lass lieber Hände mit schlechter Playability rausfallen.

      in der SB range würde ich auch 97s, 87s, 76s, 98o und 87o auf jeden Fall drin lassen. Die restlichen Hände sind welche, die ich auch oft mal rauslasse. Wenn der Gegner wirklich loose ist, lass ich auch oft sowas wie K3o vllt. noch K4o oder auch Q5o raus, also vorallem Hände mit einer scheiß Playability.
    • aceofspace
      aceofspace
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.342
      Danke. Vernünftige Preflop-Standards zu finden ist fast so, als hätte man ein 10.000 Teile Puzzel vor sich liegen :D

      Was heißt Schlechte Playability konkret?

      Mir fällt zB. ein: Ich habe nur wenig Highcardstärke (z.B J-T-9) u. dazu noch nen schlechter Kicker.
      Selbst wenn ich mit einer solchen Hand ein Pair treffen würde, hätte ich viele Overcards zu fürchten u. könnte auch schon ganz easy dominiert sein.

      Welche anderen Kriterien gibt es noch für schlechte Playability?
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      keine highcard spricht eher für gute Playability, weil du selten die bessere Hand foldest ;)

      schlechte Playability haben vorallem Hände mit einer high- und einer lowcard. Also vorallem kleine A und K Hände.
    • aceofspace
      aceofspace
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.342
      Wenn ich dich nicht hätte ;) Ernsthaft: Herzlichen Dank für deine Antworten u. Geduld :)

      Werde das ganze jetzt erstmal sacken lassen.

      Werde mich aber bestimmt nochmal melden :D
    • OstapBender
      OstapBender
      Black
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 5.416
      Zitat von Endos:

      Was macht also eine Hand mit guter Playability aus?

      - Chance auf Top-Pair
      - damit verbunden ein guter Kicker, um sein Top-Pair auch aggressiv spielen zu können und nicht dominiert zu sein

      - gute Draws am Flop zu treffen, also Connectivity und Suitedness

      - bei Pockets kommt es, wenn man sein Set nicht trifft, meist darauf an, wieviele Overcards der Flop mit sich bringt


      Wie in diversen Forenbeiträgen zu lesen, liegt die Equity-Verschiebung durch die Playability etwa im Bereich von +3.5% bis -3.5%.


      HeadsUp Playability
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.416
      frag mal kobeyard der raised neuerdings T7s UTG...
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.320
      Original von Nani74
      frag mal kobeyard der raised neuerdings T7s UTG...
      Du willst jetzt aber nicht grade die Postflop Skills eines Diamant-Members mit denen hier vergleichen oder?
      Dinge wie Dexeption z.b. spielen auf diesen Limits hier überhaupt keine Rolle.
    • SwissDave
      SwissDave
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 637
      Also um mal aus dem Preflop Expert Artikel zu zitieren:
      Folgt Ihr diesem Chart, raist Ihr mit genau den Händen, die im Schnitt gegen die Gegner hinter Euch garantiert einen Profit zeigen - selbst wenn wir davon ausgehen, dass Eure Gegner hinter euch vernünftig spielen, d. h. ihre schlechten Hände folden und ihre guten Hände 3-betten.

      Wenn das stimmt was da steht, würde es sich sogar gegen die weltbesten Spieler lohnen nach ORC zu openraisen, gleichgute Postflopskills gegen diese Spieler vorausgesetzt...

      Tighter werden macht von daher kein Sinn, es sei denn man spielt postflop schlechter als die Gegner. Höchstens looser werden, falls die Gegner nach mir sehr schlechte Spieler sind, würde Sinn machen. (z.B. looser stealen vs. Rocks etc.)
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.320
      Dennoch auf jeden Fall flexibel bleiben. Wenn z.b. dein TableImage imArsch ist, weil 1-2 Bluff schiefgegangen sind und/oder du deine AK/AQ uswusf. ständig nach Conti folden musst, dann kanns du ruhig eine zeitlang tighter spielen.
      Viele Hände in den späten Positionen stehen dort auch wegen ihrer FE. Ist die aufgrund gewisser Faktoren nicht gegeben, lohnt sich ein Abändern des ganzen.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von SwissDave
      Also um mal aus dem Preflop Expert Artikel zu zitieren:
      Folgt Ihr diesem Chart, raist Ihr mit genau den Händen, die im Schnitt gegen die Gegner hinter Euch garantiert einen Profit zeigen - selbst wenn wir davon ausgehen, dass Eure Gegner hinter euch vernünftig spielen, d. h. ihre schlechten Hände folden und ihre guten Hände 3-betten.

      Wenn das stimmt was da steht, würde es sich sogar gegen die weltbesten Spieler lohnen nach ORC zu openraisen, gleichgute Postflopskills gegen diese Spieler vorausgesetzt...

      Tighter werden macht von daher kein Sinn, es sei denn man spielt postflop schlechter als die Gegner. Höchstens looser werden, falls die Gegner nach mir sehr schlechte Spieler sind, würde Sinn machen. (z.B. looser stealen vs. Rocks etc.)

      Naja, das ist vllt. etwas ungeschickt ausgedrückt ;)

      gemeint ist folgendes:
      Aus Datenbankanalysen und viel Erfahrung kann man sagen, dass man das Spielen nach ORC immer +EV ist, egal wie gut der Gegner ist.

      Wenn er optimal spielt, gibt das ORC die perfekte Open-Raising-Range an. Das heißt aber nicht, dass wir auch immer eine EQ-Edge haben, weil da teilweise sehr viel EV durch Fold-EQ erzeugt wird.

      Wenn der Gegner schlechter spielt, wird das ORC zwar immer noch +EV, aber nicht mehr die bestmöchgliche Strategie sein.

      Demnach macht es durchaus Sinn looser oder tighter zu werden, wenn der Gegner kein TAG ist.