Die Berechnung der Odds&Outs

    • Epitaph
      Epitaph
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 12.280
      Moin.
      Ich bin auf eine virulente Frage zu den Odds&Outs gestoßen bzw. deren Berechnung am Flop...

      ausgelöst durch diesen Thread bin ich nun bezüglich des Themas recht verunsichert..

      NL5 BSS Odds für Straight ok?


      angenommen man hält einen OESD am Flop und Villain raist 2/3 Potsize, wie berechnet man dann die Odds nach denen man callen kann? 1 Card to Come oder 2 Cards to come? bei 1 Card to come hätte man 4,7:1 odds und könnte nur durch die implied odds callen, bei 2 cards to come könnte man es lässig callen da man nur 2.2:1 potodds bräuchte.
      ich gehe davon aus dass ich und villain nicht allin sind und villain am turn wohl wieder betten wird...
      Wenn man dann nach 1 card to come odds rechnet müsste man ergo am turn neu evaluieren.
  • 2 Antworten
    • JayyKayy
      JayyKayy
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 832
      Du darfst tatsächlich nur die nächste Karte berücksichtigen, sofern ihr beide nicht All In seid und du dir nicht sicher sein kannst, dass er dich bei einem Treffer auf jeden Fall auszahlt.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      prinzipiell musst du außer bei einem allin immer nur für den turn berechnen..
      nehmen wir mal an der pot ist 1$, villain bettet 0,5$ 2-handed.
      du bekommst für deinen call jetzt odds von 3:1. das würde für zwei karten reichen, für den turn alleine aber nicht. jetzt musst du erst mal ganz wesentlich auf den stack vom gegner schauen. wieviel kann er überhaupt noch auf dem flop betten. hält er z.b. nur noch 1$, dann kann man sicher sein, dass er diesen auf dem turn bettet und diese müsste man ja auch noch callen, um zum showdown zu kommen. also berechnet man 1,5(vom flop)+1(vom turn):0,5(musst du auf flop callen)+1(musst du auf turn noch callen)
      d.h. du bekommst odds von 2,5:1,5 für den river showdown, was bedeutet, dass du folden müsstest.
      das nennt man dann reverse implied odds.
      implied odds heißt ja, dass der gegner noch betten wird, wenn man seine hand trifft und deswegen bei einer drawing hand formal gg die odds callen kann(dafür muss sein stack noch ausreichend sein).
      reverse implied odds ist jetzt quasi das gegenteil, weil du dort berücksichtigst, dass der gegner noch betten wird und dir einen showdown verteuert.
      was deine effektiven odds sind, hängt natürlich vorallem vom gegner, von seinem stack (ein smallstack wird eben seinen rest noch betten), der karte auf turn(gibt sie ihm foldequity für einen semibluff, ist sie scary?) und eben dem bisherigen board ab (könnte er bluffen/semibluffen, war es eine valuebet, die er bei gegenwehr fortsetzt?).
      hoffe ich konnte dir helfen

      siehe dazu auch den artikel zu den odds in der silbersektion