ATS zu niedrig ?

    • TomJetland
      TomJetland
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2005 Beiträge: 442
      nach 50k händen 2/4 und 3/6 sh habe ich mir mal angesehen, welche stealhände im SB auf 3/6 denn nun tatsächlich als open raises weniger verlust machen als ihr blindwert, also profitabel openraisebar sind. genauso bin ich mit den restlichen positionen, diesmal 2/4 und 3/6, vor allem CO und BU verfahren, wobei auch hier ein paar hände aus dem ORC deutliche bis kleine verluste hatten, dort habe ich aber noch nicht gekürzt. innerhalb der nächsten 50k hände hat sich mein relativer verlust in den blinds reduziert und ich habe abermalig die vermeintlich profitablen openraise-hände in ihren jeweiligen positionen untersucht und bin nun zu einem neuen open raise chart gekommen, wobei nun mein ATS bei ca. 31 und mein PFR bei 18-19 liegt, d.h. ich raise weniger in CO, BU und SB.
      folgende hände vielen weg:
      CO: JTo, A2s, 98s. BU: A2o, K7-K8o, J7s, T8s, 87s, 76s. SB (nur 3/6): Q4-Q5o, J5-J7o, T6-T7o, 87o, Q2-Q5s, J2-J3s, T3s, 94-96s, 85-86s, 76s.
      natürlich spiele ich diese hände wieder, wenn die blinds zu tight sind, was aber selten vor kommt dank meiner guten table selection.
      jetzt meine frage: sind die negativen werte der jeweiligen karten vielleicht nur aufgrund der zu geringen datenmenge zustande gekommen, büße ich also langfristig value ein, wenn ich meine open-raise range derartig reduziere ?


      P.S.: mein preflopraise wert ist trotzdem auf ca. 18-19, weil ich oft in den genuss von passiven spielen komme und jeweils eine pocketstufe looser spiele, deren profitabilität ebenfalls aus meiner datenbankanalyse hervorgekommen ist
  • 10 Antworten
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Die Stats für die CO Hände, stammen diese von 3/6?
    • TomJetland
      TomJetland
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2005 Beiträge: 442
      ich beziehe mich nur für die SB-hände speziell auf 3/6. die restlichen beziehen sich auf alle limits/blindstrukturen
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Ich Frage deshalb, weil man theoretisch bei 3/6 aus allen Positionen etwas tighter sein müsste, da ja weniger blind money im Pot ist als auf anderen Limits. Dies könnte dann auch erklären warum du das ORC für etwas zu loose hälst.
    • TomJetland
      TomJetland
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2005 Beiträge: 442
      d.h. das ORC ist deiner meinung nach auf 1/2 blinds optimal (wobei ich hier jeweils eine pocketstufe looser werden würde). könntest du vielleicht ein paar karten(i.A. der pos.) nennen, die ich auf 1/3 oder 2/5 blinds besser weglassen sollte ? ist es ein fehler, auf 1/3 und 2/5 eine pocketstufe runterzugehen, also z.b. im CO mit 33, MP3 mit 44 usw zu raisen ?

      Edit: die blinds müssten auf 3/6 prinzipiell auch tighter sein als auf anderen limits, sodass wir wieder mehr stealen können (also so viel wie auf der 1/2 struktur). allerdings ist da die frage, ob der durchschnittsspieler auf 3/6 der blindstruktur beachtung schenkt..
      die position, in der man auf jedenfall tighter werden muss, ist aber der SB, denn für den BB ist nach dem raise genauso viel money im pot wie auf jeder anderen blindstruktur, weshalb ich mich oben auch nur auf diesen bezogen habe.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.433
      Original von Korn
      Ich Frage deshalb, weil man theoretisch bei 3/6 aus allen Positionen etwas tighter sein müsste, da ja weniger blind money im Pot ist als auf anderen Limits. Dies könnte dann auch erklären warum du das ORC für etwas zu loose hälst.
      das habe ich auch schonmal bedacht. aber andererseits wäre es dann auch so, dass die blinds weniger defendet werden und man erfolgreicher stealen kann. gleicht das die sache nicht wieder aus?
    • TomJetland
      TomJetland
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2005 Beiträge: 442
      kennt sich sonst jemand mit open-raises sehr gut aus ?
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Original von OnkelHotte


      das habe ich auch schonmal bedacht. aber andererseits wäre es dann auch so, dass die blinds weniger defendet werden und man erfolgreicher stealen kann. gleicht das die sache nicht wieder aus?
      Nein. Je mehr Geld man als Blind in der SB posten muss, desto höher ist auch die eigene lossrate pro hand wenn man optimal defendet, d.h. desto mehr ist für einen Stealer im Schnitt zu holen.

      Es handelt sich beim tighter werden um Nuancen. JTo im CO ist z.b. eine extrem Grenzwertige Hand, bei 1/3 SB raist man diese vielleicht nur am Button.

      Looser werden beim stealen macht man dann wenn a) die spieler in den blinds sehr schlecht sind (bzw viel zu tight) oder b) die SB 2/3 ist.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Und was ist nun von den ja doch recht happigen Abschnitten in CO und BU zu halten? Kannst du dazu noch näheres sagen?

      Bzw. ist es im allgmeinen überhaupt gut aufgrund der Analyse der eigenen stats aussagen über den EV einer Hand aus einer bestimmten Position zu machen?!

      Ist es dann nicht evtl. empfehlenswert den OpenRaising Chart grundsätzlich ein wenig tighter zu gestalten und bestimmte Hände als eben "trouble Hands" zu kennzeichnen und diese dann z.B. ausschließlich blindabhängig zu spielen, bzw. erst nach und nach dazuzunehmen, wenn auch das postflopspiel in Verbindung mit reads und Gegnerkenntnissen so gut ist, dass sie profitabel werden?!

      Gedanken die mir dazu gekommen sind, ist ein Abschnitt aus SuperSystem2, wo auf eben diese marginalen Hände eingegangen wird, da man sie langfristig ca. breakeven spielt, so die Aussage, könne man sie auch einfach weglassen. Man spielt sie eben nur im allgemeinen Verständnis aus dem Grund etwas deception ins eigene Spiel zu bringen und weniger leicht readable zu sein.

      Wenn man so geht, kann der noch lernende postflopspieler aber auch so argumentieren, dass eben die nearly break-even hände für ihn einfach nicht profitbel sind und sie somit weglassen...

      Meinungen?!
    • TomJetland
      TomJetland
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2005 Beiträge: 442
      würde mich auch sehr interessieren
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      was kay sagt, klingt für mich gut und richtig. So ist ja das Pokerlernen an sich schon aufgebaut. Man macht einen Move, der sich hauptsächlich durch 2 Eigenschaften kennzeichnet:
      a) Er ist nicht -EV.
      b) Er ist möglichst einfach ausführbar.

      Das machen wir so lange, bis wir lernen, komplexer an eine Situation ranzugehen und damit mit etwas höheren EV zu agieren.