Gebt dem Gegner nich genug Implieds

    • Itachi
      Itachi
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2006 Beiträge: 3.787
      Hab ich mir aus NLHET&P geklaut.. Stimmt das so wie ichs sag?

      AK auf nem A83 board, 2-suited.

      Angenommen ich bette $4 (Potsize) und er callt auf seinen Flushdraw, macht er das profitabel sobald wir ihm bei Hit noch $8 mehr schenken.
      Weil: Flushdraw 1:4, er callt $4, braucht also nen payoff von $16.
      $8 würd er ja immediate schon bekommen.

      Pot am Turn wären $12, er würde dann $8 betten.
      Also.. müssten wir beim angekommenem Draw am Turn und einer dann 2/3 Potsize bet von ihm folden?

      Des wirkt mir sehr weak.. aber würden wir das callen hätt er am Flop ja profitabel gecallt?
  • 8 Antworten
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Original von Itachi
      Also.. müssten wir beim angekommenem Draw am Turn und einer dann 2/3 Potsize bet von ihm folden?

      Des wirkt mir sehr weak.. aber würden wir das callen hätt er am Flop ja profitabel gecallt?
      Das trifft nur dann zu, wenn die Range von Villain nur aus Flushdraws besteht.
      Er callt aber am Flop sicher mit mehr Händen, die er auch am Turn bettet (Asse mit schlechterem Kicker z.b.).
      Wenn du einen harten Read hast, dass Villain am Turn immer nur seinen Flush bettet, musst du am Turn immer folden, wenn der Flush ankommt.
      Sobald du aber am Turn immer foldest, wenn der Flush ankommt, kann Villain einfach immer den Turn betten, wenn der Draw ankommt, und dich leicht rausbluffen.
      Die Pot Odds am Turn sind 2.5:1, also muss er zu 28,5% bluffen - bzw. du musst zu min. 28,5% vorne sein - , damit dein Call am Turn profitabel ist und das sollte gegen fast jeden Gegner gegeben sein.
    • Itachi
      Itachi
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2006 Beiträge: 3.787
      Hmm... ja hast recht.. stimmt.
      Aber das würd dann auch heissen, dass ich mit ner PSB, sollte er doch den Flushdraw halten, nicht effektiv protecten würde, oder?
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Original von Itachi
      Hmm... ja hast recht.. stimmt.
      Aber das würd dann auch heissen, dass ich mit ner PSB, sollte er doch den Flushdraw halten, nicht effektiv protecten würde, oder?
      Wenn du die Karten von deinem Gegner kennst und weißt, dass er den Flushdraw hält, kannst du sobald der Draw ankommt, einfach check/fold spielen.
      In der Realität spielt man aber (normalerweise) nicht mit aufgedeckten Karten. Daher musst du die Situation so betrachten, dass du mit der Range X gegen die Range Y von Villain spielst.

      Es gibt z.B. Gegner, die sind so passiv, dass du deren Range bei einer Turn Bet auf ausschließlich Hände, du dich beat haben, eingrenzen kannst, sodass du in der Situation folden kannst ohne einen Fehler zu machen.

      Allgemein musst du 28,5% der Range von Villain schlagen. D.h. wenn Villain verschiedene Top Pair Hände bettet, müssen diese 28,5% seiner gesamten Range ausmachen.

      Beispiel:
      (Flop As 8d 3s)
      Angenommen, Villain bettet mit einer Range von {AT+, KsTs+, QsTs+, JsTs, Ts9s, 9s8s}.
      Dann sind AT+ 2,3% und der Rest 0,6% aller Hände.
      Also sind AT+ relativ zu Villains Range 79% und ein Call am Turn wäre stark +EV.


      Nur in den Fällen, in denen Villain tatsächlich den Flush hält, machst du einen Fehler. Dieser wird aber durch die anderen Fälle ausgegelichen.
    • Itachi
      Itachi
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2006 Beiträge: 3.787
      Original von crt32
      Daher musst du die Situation so betrachten, dass du mit der Range X gegen die Range Y von Villain spielst.
      Ich spiel selbst mit ner Range, und keiner bestimmten Hand?
      Hast dich da vertippt oder is das, weil ich damit spiele, was mein Gegner denkt was ich halte, und nicht damit, was ich halte.. ?
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Dein Gegner sieht ja nicht welche Hand du hast, also spielst du aus seiner Sicht auch mit einer Range, gegen die er sich dann überlegen muss, ob er genug Implied Odds hat.
    • nervermore
      nervermore
      Black
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 9.471
      Du hast nicht immer wenn du den Flop bettest TPTK, sondern machst oft nur eine Conti die du am Turn c/f spielst. Somit ist der Call für ihn nicht profitabel, auch wenn du mit ner Made Hand nochmal 2/3 barrelst.
    • fummi
      fummi
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 7.317
      Original von crt32
      Dein Gegner sieht ja nicht welche Hand du hast, also spielst du aus seiner Sicht auch mit einer Range, gegen die er sich dann überlegen muss, ob er genug Implied Odds hat.
      Was der Gegner sich dabei denkt, ist relativ uninteressant .. es geht ja einfach nur darum, dass er die Flopbet mit dem FD callt ..
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Muesste man hier nicht ueberlegen mit welcher Range er den Turn bettet wenn dort der Flush ankommt ?

      Ich wuerde mal rein gefuehlsmaessig sagen dass er das entweder mit einer Hand macht die dich beat hat - auch wenn sie kein Flush ist, sondern z.B. Two Pair / Set - oder als reiner Bluff. Ein nicht allzu aggressiver Gegner wird doch normalerweise nicht mit einem schlechteren Ass den Turn betten wenn der Flush angekommen ist.

      Also muesste man doch eigentlich denken wenn er bettet, dann hat er entweder ueberhaupt nichts oder wir sind geschlagen - entweder durch den Flush oder durch sonstwas.

      Wenn wir allerdings die Turn-Bet callen, was machen wir dann wenn er den River nochmal bettet - vor allen Dingen, wenn er sehr klein den River bettet ?

      Nehmen wir mal er bettet am Turn $8 und wir callen, dann ist der Pot am River $38. Wie oft koennten wir hier jetzt auf eine kleine Bet folden ?

      Wenn wir z.B. am Turn in 50% aller Faelle callen braucht er am River nur noch $12 zu betten und dafuer kommen wir ja eigentlich nicht von der Hand weg.

      Jack