Erwartungen an Harrington on Cash Games

  • 237 Antworten
    • Denz
      Denz
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      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      nicht allzuviel: HoH ist bei genauerer Betrachtung auch recht leaky :rolleyes:
    • selected88
      selected88
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      Dabei seit: 08.04.2007 Beiträge: 128
      wie sieht denn deine genauere Betrachtung aus?
    • kollegebossmann
      kollegebossmann
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      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 372
      interessiert mich auch
    • cetchmoh
      cetchmoh
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      Dabei seit: 26.08.2007 Beiträge: 707
      Wird es FL oder NL behandeln?
    • Thurisaz
      Thurisaz
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      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      HoH 3, S. 159ff., Harringtons Line Preflop und am Flop für folgende Hand:

      Final Table, Blinds 5k/10k, Ante 2k, 6-handed

      Alle folden zu dir, du (420k) bist am Button. SB (Scotty Nguyen, 440k), BB (Gus Hansen, 940k)

      Hand: 8 :diamond: 7 :spade:

      A. Fold (1 Point)
      B. Call 10k (2 Points)
      C. Raise to 30k (1 Point)

      Du callst 10k, SB füllt auf, BB checked

      Flop 8 :heart: 8 :club: 5 :diamond:

      SB bets 20k, BB folds

      A. Call 20k (2 Points)
      B. Raise to 40k (3 Points)
      C. Raise to 60k (0 Points)
      D. Push (0 Points)

      Thurisaz
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Was mir noch gerade beim durchblättern aufgefallen ist, ist dass Harrington es manchmal für gut befindet, mit Monsterhänden kleine Bets anzubringen um den Gegner nicht zu vertreiben aber den Pot trotzdem weiter mit Geld anzufüttern. Oder einmal OOP ohne Initiative mit K8 als SB auf einem KQ7-Board in zwei Leute (incl. PFA) zu betten, weil die Hand nicht für Slowplay geeignet ist.

      Ich behaupte nicht, dass Harrington ein Fisch ist, ich konnte mir ja selbst einige Wertvolle Sachen aus den Büchern ziehen, aber HoH ist dadurch nicht das Nonplusultra als das es oft gehandhabt wird (was er selbst vermutlich auch nie behaupten würde).

      Thurisaz
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      1. diese kings-hand ist in einem turnier
      deutlich stärker als im cashgame

      2. definiert er damit seine hand
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      Original von Thurisaz
      HoH 3, S. 159ff., Harringtons Line Preflop und am Flop für folgende Hand:

      Final Table, Blinds 5k/10k, Ante 2k, 6-handed

      Alle folden zu dir, du (420k) bist am Button. SB (Scotty Nguyen, 440k), BB (Gus Hansen, 940k)

      Hand: 8 :diamond: 7 :spade:

      A. Fold (1 Point)
      B. Call 10k (2 Points)
      C. Raise to 30k (1 Point)

      Du callst 10k, SB füllt auf, BB checked

      Flop 8 :heart: 8 :club: 5 :diamond:

      SB bets 20k, BB folds

      A. Call 20k (2 Points)
      B. Raise to 40k (3 Points)
      C. Raise to 60k (0 Points)
      D. Push (0 Points)

      Thurisaz
      er erklärt doch dezidiert warum er diesen
      spielzug gegen einen sehr aggressiven
      spieler wie scott nguyen in dieser
      speziellen turniersituation bevorzugt
    • asdsa
      asdsa
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 309
      Wen es interessiert, hier gibt es schonmal das Inhaltsverzeichnis...
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Original von Majes
      er erklärt doch dezidiert warum er diesen
      spielzug gegen einen sehr aggressiven
      spieler wie scott nguyen in dieser
      speziellen turniersituation bevorzugt
      Das heißt nicht, dass man dieser Erklärung auch zustimmen muss.

      Der Preflop Limp ist einfach schlecht. Wenn man anfängt, mittelstarke bis schwache Hände vom Button first in zu limpen, dann muss man das auch mit seinen Monstern balancen. Wenn man das tut spielt man oft einen Pot gegen 1-2 super aggressive Spieler die keine Angst davor haben, dich auszuspielen, und du hast keine Ahnung, ob sie mit irgendeiner neuen Karte eine Straight, einen Flush oder 2 Pair getroffen haben können. Wenn du es nicht balanced, dann kannst du ihnen die Kohle auch gleich geben, denn dann werden sie dich schnell exploiten.

      Ein Minraise am Flop sagt "Hey ich habe die 8!" denn damit wird man einen guten Postflop Spieler wie Nguyen nicht aus der Hand verdrängen, und das weiß er, warum also sonst sollten wir so wenig raisen, wenn wir ihn rausbluffen wollten? Mehr Kohle aus der Hand zu bekommen sollte nicht einfach sein.

      Harringtons Logik hier ist, dass sich die Stärke der Hand die man repräsentiert relativ zu der Betsize verhält. Call heißt schwache Hand, Minraise heißt mittlere Hand, und normales Raise heißt starke Hand. Das ist Quatsch. Im Prinzip sind Call und Raise beide vertretbar, aber das Minraise ist als einziges wirklich schlecht.

      Die Hand ist glücklich verlaufen, aber das tut nichts zur Sache.

      Thurisaz
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      er sagt, dass man diese hand preflop genauso raisen könne
      damit verweist er nicht zum ersten mal in seinen
      büchern auf ausbalancieren wie du es forderst

      postflop ist harrington im gegensatz zu dir der ansicht, dass ein grosser
      reraise hier die trips repräsentiert und der kleine reraise eher einen
      draw, underpair, eine 5 oder 2 overcards

      angesichts der enormen aggressivität von nguyen ist der kleine
      reraise hier seiner ansicht nach genau richtig

      den sieg beim no limit holdem championship event im august 2007 in los angeles,
      und einem preisgeld von 1.6 mio. dollar hat er sicher nur durch fishmoves erreicht...
    • aporiano
      aporiano
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 14.175
      Original von Thurisaz
      Original von Majes
      er erklärt doch dezidiert warum er diesen
      spielzug gegen einen sehr aggressiven
      spieler wie scott nguyen in dieser
      speziellen turniersituation bevorzugt
      Das heißt nicht, dass man dieser Erklärung auch zustimmen muss.

      Der Preflop Limp ist einfach schlecht. Wenn man anfängt, mittelstarke bis schwache Hände vom Button first in zu limpen, dann muss man das auch mit seinen Monstern balancen. Wenn man das tut spielt man oft einen Pot gegen 1-2 super aggressive Spieler die keine Angst davor haben, dich auszuspielen, und du hast keine Ahnung, ob sie mit irgendeiner neuen Karte eine Straight, einen Flush oder 2 Pair getroffen haben können. Wenn du es nicht balanced, dann kannst du ihnen die Kohle auch gleich geben, denn dann werden sie dich schnell exploiten.

      Ein Minraise am Flop sagt "Hey ich habe die 8!" denn damit wird man einen guten Postflop Spieler wie Nguyen nicht aus der Hand verdrängen, und das weiß er, warum also sonst sollten wir so wenig raisen, wenn wir ihn rausbluffen wollten? Mehr Kohle aus der Hand zu bekommen sollte nicht einfach sein.

      Harringtons Logik hier ist, dass sich die Stärke der Hand die man repräsentiert relativ zu der Betsize verhält. Call heißt schwache Hand, Minraise heißt mittlere Hand, und normales Raise heißt starke Hand. Das ist Quatsch. Im Prinzip sind Call und Raise beide vertretbar, aber das Minraise ist als einziges wirklich schlecht.

      Die Hand ist glücklich verlaufen, aber das tut nichts zur Sache.

      Thurisaz
      Das liest sich alles recht plausibel, aber vllt kennt Harrington einfach Nguyen besser und spielt die Hand daher so? Vielleicht "weiss" er, dass genau Nguyen bei einem minraise einen draw oder so vermutet?
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      HoH ist aber ein Buch das nicht für Highstakes Pros geschrieben wird, sondern für fortgeschrittene Anfänger, wenn man das so nennen kann. Und da bringt es recht wenig wenn Harrington oder Hero einen Read auf Villain haben der nicht erwähnt wird.

      Thurisaz
    • doubleJay
      doubleJay
      Black
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 6.232
      Der TOC sieht interessant aus, freu mich schon auf das Buch.
    • Broxwalker
      Broxwalker
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2006 Beiträge: 2.755
      ja ich finde er spielt die sachen manchmal anders als man die sachen normalerweise spielt, begründet es aber zumeist und hat auch etwas mehr erfahrung dahinter als irgendwelche jungspunde, die seit 2 jahren pokern und immer die beste line kennen. Gerade im NL kann man sich herrlich über alles streiten, aber Dan Harrington ist mit Sicherheit und unbestreitbar ein Schwergewicht im Holdem Pokern. Ich würde eher nach ihm spielen als nach einem Moderator hier. Wenn man sich seine Ideen anschaut, dann hat er einfach ein gutes supersolides Fundament, weil er rational an die Sache herangeht. Harrington mit dem Wort Fish in einem Satz zu nennen nimmt dir - finde ich - sehr viel credit, den dir hier viele geben.
    • Broxwalker
      Broxwalker
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2006 Beiträge: 2.755
      keine Beleidigung!
    • CaptainAhab
      CaptainAhab
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 1.267
      Die Bücher sind gut, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.
      Speziell im 3. Teil gehen mir die Handanalysen a la "Wenn du Daniel Negreanu und dein Gegner Phil Helmuth ist, dann gibt es nur maximale Punkte, wenn du 7 2 sooted UTG raist weil du als Daniel amazing postflop skills hast." auf die Eier.
    • lucemferror
      lucemferror
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2007 Beiträge: 316
      nur so zur info: bei amazon.de kann die beiden bücher seit kurzem vorbestellen
    • HiJack667
      HiJack667
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 1.390
      Ich spiele NL50 SH, demnächst NL100 SH und hab bisher nur das little green book von gordon gelesen.

      Jetzt bin ich am überlegen, ob es sich für mich noch lohnt, in die HoH-Reihe zu investieren, oder ob ich nicht lieber gleich auf Harrington on Cashgames warte.

      Was würdet ihr empfehlen? Wird es nach dem Inhaltsverzeichnis zu urteilen viele Überschneidungen geben, lohnt sich die HoH-Reihe trotzdem noch?