wieviel equity brauch man um broke zu gehen?

    • pokerbotschi
      pokerbotschi
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 612
      angenommen, wir können jedesmal die genau handrange des gegners auf 6-8 hände reduzieren.

      mich interessiert grad, ob wir, um broke zu gehen mehr als 50% equity brauchen, ggn die handrange eines gegners??
      oder spielen da noch mehr faktoren ein, zb die potgröße etc?

      also die eigentliche frage ist, die ich grad so unglücklich formuliere, ob

      ich broke gehen kann, wenn ich mich zb nur ggn 3 von 7 möglichen händen vorne sehe, aber der pot zb schon recht groß ist.

      ich möchte wissen, ob mein rezept sein kann, dass ich schaue, was hat er fürne handrange und zu wieviel % schlage ich diese.

      und dazu ist halt wichtig, welche(mathematischen) faktoren noch eine rolle spielen, und wo so die prozentualen grenzen sind.

      und wenn ich hier völligen mist erzähle, würde ich das auch gerne erfahren :)


      mir ist klar, dass ich das in der schnelle nicht so ausrechnen kann, jedoch arbeite ich gerade an folgendem:

      ich drucke mir diese kleine tabelle ausm 2+2 forum aus, in der der vpip genannt wird und eine wahrscheinliche dazugehörige handrange ( http://forumserver.twoplustwo.com/showflat.php?Number=8629256 )

      und nehme diese, je nach gegnerstats, als grundlage. dann schaue ich, welche dieser hände aufgrund der bettingsequenz, zusammen mit dem board noch wahrscheinlich sind, grenze die range so weit wie möglich ein und schaue dann, ggn wieviele dieser hände ich noch vorne liege.
      wieviel % brauche ich dann, um broke zu gehen? ^^

      wenn ich das täglich ne stunde mach, oder sagen wir 4 stunden in 7 tagen, dann dürfte sich doch mein handreading deutlich nach vorne entwickeln.
  • 3 Antworten
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      also das geht ganz einfach:
      wenn der gegner pusht und du nun überlegst ob du callen sollst:
      1) pod odds für nen call ausrechen. Dabei berücksichtigst du automatisch das ganze dead money(zB bekommst du pododds für nen call von 1:2)
      2) daraus ausrechnen wieviel Equity du brauchst. (Bei pododds von 1:2 bräuchtest du dann mindestens 1/3 = 33% Equity um profitabel callen zu können.
      3) Pokerstove aufmachen und villian eine Handrange geben. dann auf evaluate drücken und schwups hast du ein Ergebnis.

      was sich so einfach anhört, ist grade auf den micros sehr schwer, weil die Gegner solche donks sind, dass es kaum möglich ist, ihnen eine gescheite Handrange zuzuordnen. Die spielen halt underpair/set/draw usw teilweise gleich.


      Trotzdem ist es immer gut sowas hin und wieder zu machen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welchen Situationen du ungefähr wieviel Equity hast, wenn villian ein resonable range hätte.

      Du kannst es auch mal mit sehr weiten fishigen ranges versuchen, da wird man aber meist zu keinem wirklich tollem Ergebnis kommen, wenn die Situation knapp ist.
    • askari21
      askari21
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 4.342
      Ich finde da sollten noch andere Faktoren einfließen. ZB setzt er dich All In, hat er eine loosere Range, als wenn er ein All In callt. Ich denke schon das man ab 50 % Equity pushen/callen kann, nur ich persönlich würde auch sehr knappe Calls vermeiden. Die sind zwar longterm proftitabel treiben aber die Varianz hoch ;) .
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Die Equity selbst sagt wie gesagt gar nichts aus, sondern ist nur im Verhältnis zu den Pot Odds interessant. Wenn du für 1€ würfelst und bei 1 - 5 verlierst, bei einer 6 aber 30€ gewinnst, spielst du ja auch trotz niedriger Equity, wegen den super Pod Odds.

      Thurisaz