Bigstack-Strategie: Das Spiel vor dem Flop

  • 14 Antworten
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      So meine Kritik, wird nicht so positiv:

      +
      -Der Artikel ist bis auf den SHC sehr übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut.
      -Der SHC läßt im Vergleich zum alten SHC viele marginale Hände weg, dies ist sicher für die erfahreneren User schlecht, aber für die Anfänger für die der Artikel gedacht ist gut.

      -
      -SHC unübersichtlich, die alte Tabelle gefiel mir besser.
      -10 Seiten sind ein wenig übertrieben
      -Es fehlt wenn ich das richtig gesehen hab, wie man reagieren soll, wenn es 2 raises vor oder hinter einem gab, das sollte aber nicht fehlen.
      - Der ganz zentrale inhaltliche Kritikpunkt:
      Viele für Anfänger und auch Fortgeschrittene wie mich schwierige Postflopsituationen wurden nicht rausgenommen, hier kommen Anfänger unnötig in schwierige, teurer Postflopsituationen, die öfters ganze Stacks kosten werden:
      Bsp:
      -neu AK und vorallem AQ in Late Positionen callen, nach einem Raise vom Gegner
      -QQ und AK werden weiterhin nach einem reraise gecallt
      -jedes minreraise wird gecallt, OOP ohne Iniative

      Das fiel mir grad so ein, gibt vermutlich noch weitere, ich finde diese Fehlerquelen sollten vermieden werden.
    • emophiliac
      emophiliac
      SuperModerator
      SuperModerator
      Dabei seit: 08.03.2005 Beiträge: 4.533
      - die frage nach der übersichtlichkeit des shc ist gewöhnungssache. das jetzige hat gegenüber der recht kryptischen vorgängerversion einige vorteile. auf jeden fall bedürfen beide etwas eingewöhnungszeit. für einen neueinsteiger sollte die neue version aber doch deutlich einfacher zum eingewöhnen sein.

      - 10 seiten scheinen viel, sind es aber nicht. einleitung, fazit und der anhang mit den lösungen und im grunde auch noch die seite, die noch einmal die positionen erläutert, gehören nicht zum kern. der kern selbst ist 6 seiten. dieser ist kaum größer als zuvor, halt nur in sinnvolle einheiten gegliedert, die auf einzelne seiten verteilt werden, weil es aus didaktischen und augenkrebspräventiven gründen sinnvoller ist, die informationen in häppchen seitenweise zu präsentieren statt in einem langen wortschwall.

      - das der punkt fehlt zum thema, wie reagiert man nach raise und reraise vor einem, ist in dieser fassung tatsächlich nicht sinnvoll. es tangiert momentan nur den fall AK, AQ. alle anderen coldcall-fälle laufen das callen mit einem pocket-pair hinaus, was bei der bestehenden regelung, dass man z.b. mit einem $10 stack nur dann callt, wenn man nicht mehr als $0.50 bringen muss, nicht wirklich einer ausdrücklichen regelung bedarf.

      im falle der hände ak und aq wird die no-limit-fee von pokerstrategy sicherlich noch mal ihr masterbrain rotieren lassen.

      - dass man mit qq, ak callt, wenn man als erster erhöht hat und hinter einem ein reraise kommt, ist sicherlich auch noch einmal ein fall für die no-limit-fee. als bekennender micro-limit-spieler würd ich das bei sinnvoller spielweise auf partypoker auch nicht tagsüber unbedingt machen, wenn der tisch voller pokerstrategy-spieler ist, weil da ist nicht viel, gegen das man vorne liegt.

      und 10% des stack reinstellen mit ako ohne initiative, wahrscheinlich auch ohne position und ohne nennenswerte postflop-skills sowieso, prickelt wenig. auf deppenplattformen wie everest oder titan würd ich hingegen immer ohne bedenken preflop alles reinschieben, insbesondere im falle von ak, weil besser die preflop-equity gegen random-vollhorst ausspielen, statt ohne hit am flop gegen random-vollhorst stehen.

      da sind wir aber wieder bei dem punkt, dass no-limit immer noch relativ situationsabhängig ist. diese situationsbedingtheit zu vermitteln, können die einführenden artikel, die, weiß gott, schon einen großen umfang haben, nicht leisten. dafür sind die coachings und videos gedacht. seh das mal aus diesem blickwinkel, dass die lehrangebote von pokerstrategy nicht blind nebeneinander laufen, sondern aufeinander aufbauen und ineinandergreifen. die artikel, insbesondere im bereich der unteren status können nur die immer noch recht umfangreichen theoretischen grundlagen legen, die in den coachings, videos und natürlich im forum mit beispielhänden und diskussionen in der praktischen anwendung mit ausnahmen, feinheiten und abweichungen vertieft und in die praxis überführt werden. qq nach einem reraise einfach mal wegzulegen, ist halt manchmal recht sinnvoll. manchmal freuste dir und schiebst alles rein. machmal callst du einfach.
    • Wazer
      Wazer
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 1.185
      kann man nicht auch als alternative diese Form der SCH, wie gewohnt, zum Download anbieten... ich finde die zwangsmäßige Verniedlichung der Charts irgendwie ätzend... ^^
    • 0Bee
      0Bee
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 2.106
      Beim call auf setvalue wurde anscheinend die call 15 Regel von call 20 ersetzt.

      Warum?
      Gibt es dazu irgendwelche Berechnungen oder Statistische Auswertungen (vielleicht aus dem Datenbank Projekt von Pokerstrategy vom Sommer?)?
      Sollte man auch auf höheren Limits die neue call 20 Faustregel anwenden?

      Wenn man zu loose (also mit zu wenig implieds) auf setvalue callt ist das -EV.
      Verliert man auch value wenn man zu tight auf setvalue callt?
      Oder könnte man sagen das call 30 > call 25 > call 20 > call 15?
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Zu Call 20: Gehen wir von Call 15 aus. Wir treffen in ca 12% der Fälle unser Set. Bei einem Stack von 100 BB callen wir also maximal einen 6,6 BB Raise. Wir verlieren auf 100 PreflopCalls also 660BB. Diese müssen wir ebenfalls gewinnen. Wir müssen also 55 BB im Schnitt gewinnen, wenn wir unser Set treffen. Grob gesagt jedes zweite mal unseren Gegner stacken. Dieser Wert ist für einen Anfänger (der rein auf Set Value spielt) utopisch.

      Es gibt natürlich Situtionen, wo man loser callen kann,aber nicht als standard
    • BigAndy
      BigAndy
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 22.040
      Wieso darf man Gleichfarbige Bildkarten (KQs, KJs, KTs, QJs, QTs, JTs) wenn jemand mitgegangen ist, erst ab Late erhöhen und muss in Middle folden.

      Während man Gleichfarbige verbundene Karten (45s - 9Ts) schon ab Middle mitlimpen darf, wenn jemand vorher eingestiegen ist?
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Joar da ist nen Fehler, wird in Limpen geändert
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      ich finde es verwirrend, warum ich mit AK ein raise nur callen sollte, gut, ist der raise aus UTG kann man überlegen, ob man damit so weit vorn ist, das man 3bettet, aber spätestens ab MP verschenke ich doch geld mit AK, wenn ich nur calle. DIe raising range ab MP ist doch standartmässig grösser als JJ+ AK und damit sollte ich mein equityvorteil ausspielen, zumal ich dann(besonders IP) als agressor auch ohne Hit die hand noch gewinnen kann.
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Original von Kavalor
      ich finde es verwirrend, warum ich mit AK ein raise nur callen sollte, gut, ist der raise aus UTG kann man überlegen, ob man damit so weit vorn ist, das man 3bettet, aber spätestens ab MP verschenke ich doch geld mit AK, wenn ich nur calle. DIe raising range ab MP ist doch standartmässig grösser als JJ+ AK und damit sollte ich mein equityvorteil ausspielen, zumal ich dann(besonders IP) als agressor auch ohne Hit die hand noch gewinnen kann.
      AK wurde geändert. Aber es ist in einem 2D Chart kein Beachten der Positionen der Gegner möglich, ohne es hochgradig unübersichtlich zu machen.

      Um NL komplett darzustellen, müssten wir wohl einen 10 D Chart machen ;)
    • TreterPeter
      TreterPeter
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2007 Beiträge: 3.540
      das ist doch ein tippfehler oder?
      mit JJ, TT in den blinds nur callen?
    • emophiliac
      emophiliac
      SuperModerator
      SuperModerator
      Dabei seit: 08.03.2005 Beiträge: 4.533
      die überarbeitete version ist jetzt online:
      chart wurde geändert.
      die regel, eine erhöhung nach einem mit qq, ak zu callen, wurde aufgegeben. bringt nur schwierige postflop-situationen hervor.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Gute Änderungen, so langsam sind fast alle vermeidbaren schwierigen Postflopsituationen vermieden, allerdings sehe ich noch 2 weitere:
      -call mit AQ im CO und BU nach einem raise
      -call eines minreraises mit allen Händen, hier callt man mit oft mit dominierten Händen

      Ich sehe hier gefährliche Situationen für Anfänger, falls ihr das anderes sieht bitte begründen warum.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wer kommt den auf die Idee ATo und AJo ab MP1 first in zu raisen?
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Naja AJ war früher auch und ich fands in Ordnung, AT ist noch ein bißchen schwächer, keine Ahnung ob es gut ist, das ist halt das Problem das man so wenig Unterscheidungen machen wollte, ein paar mehr wären wirklich besser.