Veranstaltung legal hinkriegen, aber wie ?

  • 78 Antworten
    • SkyReVo
      SkyReVo
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 2.365
      Hmm .. Ich hab ja auch nur Halbwissen (wenn überhaupt), aber eine Sache kann ich mit Sicherheit sagen.

      Organisierte öffentliche Turniere im Poker (!) sind verboten! Aus dem einfachen Grund, dass Poker noch als Glücksspiel gehandelt wird, während für Preisskat jener Punkt nicht greift. Deswegen darf Preisskat auch jeder veranstalten, während für das Veranstalten von Glücksspielen eine Lizenz benötigt wird.

      /edit: Also gut, ich sollte das genauer ausformulieren. Das Casino Wiesbaden HAT eine Lizenz und darf deswegen Glücksspiele MIT Preisgeld veranstalten. Für jeden ohne Lizenz ist dies nur bis zu einem gewissen (sehr geringen, soweit ich weiß) Betrag legal. Bei Sachpreisen bin ich mir nicht sicher.

      So besser?
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Original von SkyReVo
      Organisierte öffentliche Turniere im Poker (!) sind verboten! Aus dem
      Es wäre schön, wenn du dich um eine exaktere Formulierung bemühen würdest.

      Schließlich ist weder öffentliches Pokern ohne Geldeinsatz, noch Poker in der Spielbank Wiesbaden verboten, obwohl beides ein "organisiertes öffentliches Turnier" ist.
    • Christian26
      Christian26
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2006 Beiträge: 904
      und was ist wenn man ein pokerturnier veranstaltet und dafür dann Pokale anstatt Preisgeld macht?
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von golfstratege
      So, hab mir dutzende Threads über die rechtliche Situation des Pokerns in D durchgelesen, bin aber nicht viel schlauer geworden. Ein ausgewiesenen Fachmann (Ra) bräuchte ich mal, hier scheint viel "Halbwissen" unterwegs zu sein, sorry. ->Threads trotzdem posten bitte.
      Dieser "ausgewiesene Fachmann" darf dir aber keine kostenfreie Rechtsberatung geben. Also, entweder gehst du wie es sich gehört in ne Anwaltskanzlei und entrichtest den üblichen Lohn für solche Beratungen, oder du nimmst das "Halbwissen" in Kauf.
    • Thonfisch
      Thonfisch
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 769
      wie kommst du denn darauf?
      beratung ist beratung und es ändert rein garnichts daran ob man was dafür zahlt oder nicht o_O
    • Brockie
      Brockie
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 4.059
      ordnungsamt der jeweiligen stadt aufsuchen und nachfragen...
    • triu
      triu
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2005 Beiträge: 464
      weiss jemand wie das in österreich ist?
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Sofern die Pokale nicht selbst einen nennenswerten Wert besitzen (also aus purem Gold sind oder so), halte ich das für völlig unproblematisch.
    • Brockie
      Brockie
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 4.059
    • golfstratege
      golfstratege
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 213
      Original von BlackFlush
      Original von golfstratege
      So, hab mir dutzende Threads über die rechtliche Situation des Pokerns in D durchgelesen, bin aber nicht viel schlauer geworden. Ein ausgewiesenen Fachmann (Ra) bräuchte ich mal, hier scheint viel "Halbwissen" unterwegs zu sein, sorry. ->Threads trotzdem posten bitte.
      Dieser "ausgewiesene Fachmann" darf dir aber keine kostenfreie Rechtsberatung geben. Also, entweder gehst du wie es sich gehört in ne Anwaltskanzlei und entrichtest den üblichen Lohn für solche Beratungen, oder du nimmst das "Halbwissen" in Kauf.
      Bezahlung könnte ich evtl. sogar vorstellen. Aber alle Ra`s, die ich kenne zuckten nur mit der Schulter, sie wüssten auch nicht, wo man da nachgucken könnte (?!). Also wer einen kennt, gibt ihn mein Anliegen weiter, thx.

      @Brockie
      Ordnungsamt wäre ne Idee, werd ich mal versuchen, thx. Aber mit etwas mehr Sachkenntnis (vom Ra) im Gepäck, wäre mir wohler. Hatte schon mal wegen ner anderen Sache (Tombola, mache ich nie wieder) ein Heidenaufwand.
      edit: @Brockie
      Hast Du da Erfahrung ? Dann erzähl doch mal mehr, thx
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von golfstratege
      Original von BlackFlush
      Original von golfstratege
      So, hab mir dutzende Threads über die rechtliche Situation des Pokerns in D durchgelesen, bin aber nicht viel schlauer geworden. Ein ausgewiesenen Fachmann (Ra) bräuchte ich mal, hier scheint viel "Halbwissen" unterwegs zu sein, sorry. ->Threads trotzdem posten bitte.
      Dieser "ausgewiesene Fachmann" darf dir aber keine kostenfreie Rechtsberatung geben. Also, entweder gehst du wie es sich gehört in ne Anwaltskanzlei und entrichtest den üblichen Lohn für solche Beratungen, oder du nimmst das "Halbwissen" in Kauf.
      Bezahlung könnte ich evtl. sogar vorstellen. Aber alle Ra`s, die ich kenne zuckten nur mit der Schulter, sie wüssten auch nicht, wo man da nachgucken könnte (?!). Also wer einen kennt, gibt ihn mein Anliegen weiter, thx.
      Aber die Anwälte werden doch wissen, was für ein Gebiet/Spezialgebiet das ist. Dann Gelbe Seiten -> Anwälte -> Spezialgebiet und auf gehts. Wie gesagt, für gratis darf dir kein Anwalt ne Auskunft geben!
    • ccaa
      ccaa
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 331
      Frag doch mal bei http://www.frag-einen-anwalt.de nach. Da kannste Fragen stellen die dann von nem Anwalt beantwortet werden.

      Wieviel du für die Antwort bezahlen möchtest kannst du dann selbst entscheiden (Minimum liegt soweit ich weiß bei 15 Euro).
    • Publius
      Publius
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2006 Beiträge: 1.339
      Ich hab auch mal ein wenig gesucht. In der juristischen Literatur, die ich zu Hause habe und den frei verfügbaren Datenbanken ist zu dem Thema nichts zu finden.
      Aus Urteilen zu verwandten Themen (Sportwetten) schließe ich allerdings, dass der Begriff des Glücksspiel vom Bundesgerichtshof extrem weit verstanden wird.
      Völlig unproblematisch ist die Angelegenheit daher nur, wenn keine Einsätze, Startgelder o.ä. erhoben werden. Selbst bei kleinen Startgeldern würde ich dringend empfehlen, eine behördliche Genehmigung einzuholen.
      Bei Interesse kann ich am Montag mal in der Uni schauen, was die professionellen Datenbanken zu dem Thema hergeben.
    • JappyJump
      JappyJump
      Einsteiger
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 100
      Hallo!

      @Brockie

      Wo hast du denn diese Informationen her?

      Gruss
      Jappy
    • golfstratege
      golfstratege
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 213
      Original von Publius
      Bei Interesse kann ich am Montag mal in der Uni schauen, was die professionellen Datenbanken zu dem Thema hergeben.
      Ja, mach mal bitte. Das interessiert ja bestimmt einige hier. Danke im Voraus.

      @ccaa
      schau ich mal danke.
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Original von Publius
      Ich hab auch mal ein wenig gesucht. In der juristischen Literatur, die ich zu Hause habe und den frei verfügbaren Datenbanken ist zu dem Thema nichts zu finden.
      Dann hast du aber noch nciht in Tröndle/Fischer geschaut. :-)

      Dessen Definition von Glücksspiel schließt Poker m.E. übrigens nicht ein. Aber das ist eine Sache, die man vor Gericht aus erstmal verargumentieren müßte.
    • Midas
      Midas
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2005 Beiträge: 934
    • Publius
      Publius
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2006 Beiträge: 1.339
      Den Tröndle/Fischer habe ich leider nicht zu Hause, der kommt erst zum 2. Staatsexamen. Im Moment ist der mir noch zu teuer.:(

      Was Pokerspielen ohne Geldeinsatz angeht, besteht wohl Einigkeit, dass das kein Glückspiel ist.
      Bei geringen Einsätzen (Startgelder für eher geringwertige Sachpreise/Pokale) gibt es eine Grauzone, die es auf alle Fälle lohnt, näher auszuleuchten.

      Alles was darüber hinaus geht, wird vor Gericht mit größter Wahrscheinlichkeit als Glücksspiel eingestuft werden.
      Vielleicht folgender Auszuge aus der (halbwegs) aktuellen Rechtsprechung (BGH Az. 4 StR 260/02):

      allgemeiner Auffassung darin, daß die Entscheidung über Gewinn und Verlust
      nach den Vertragsbedingungen nicht wesentlich von den Fähigkeiten, den
      Kenntnissen und der Aufmerksamkeit der Spieler abhängt, sondern allein oder
      hauptsächlich vom Zufall (BGHSt 2, 274, 276; 29, 152, 157; 36, 74, 80;

      sind dabei die Spielverhältnisse, unter denen das Spiel eröffnet ist
      und gewöhnlich betrieben wird, also die Fähigkeiten und Erfahrungen des
      Durchschnittsspielers (BGHSt 2, 276). Den Maßstab hierfür bildet das Publikum,
      für das das Spiel eröffnet ist, nicht der geübtere oder besonders geübte
      Teilnehmer. Ist ein Spiel danach ein Glücksspiel, so behält es diese Eigenschaft
      auch für den besonders geübten oder versierten Spieler, der den Spiel-
      ausgang besser abschätzen kann als ein weniger geübter oder versierter (BGH
      aaO).
      [...]
      Gerade der eher "unbedarfte" Spieler bedarf des Schutzes vor den
      Gefahren des Glücksspiels."
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646