Keine Motivation mehr - kein Glaube ans System -.-

    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      bin schon wieder demotiviert. Irgendwie wird es nicht besser.

      Jetzt hatte ich mir ja meinen tollen Fehlergraphen zusammengebastelt, in dem ich alles reinschreibe, was ich falsch mache und wie viel mich das kostet. Der Graph zeigt mir hübsch an, was ich alles falsch gemacht hab und wie viel % des maximalen Gewinns ich eigentlich hätte ausschöpfen können bzw. wie viel ich nur ausgeschöpft hab.
      Also eigentlich ein perfektes System, um weiterhin besser zu werden.

      Außerdem versuche ich mir langsam aber sicher meine Einstellung dahingehend umzustellen, dass ich nicht mehr so sehr auf Gewinne und Verluste fixiert bin, sondern darauf, dass ich richtig spiele. Das funktioniert auch: Wenn ich einen Stack verliere, aber den Gegner richtig eingeschätzt habe, dann bin ich zufrieden. Wenn ich nen Stack gewinne, aber einen Fehler gemacht habe (wie heute mit AK gg KK preflop all-in und gewonnen -.-), dann ärgere ich mich richtig.

      Aber das hilft nichts. Wenn ich mich nur daran festmache, ob ich perfekt spiele, dann macht es auch keinen Spaß. Ich bin IMMER unsicher. Ich poste Hände und poste Hände usw. aber ich habe nie das Gefühl, dass ich Mal richtig gut spiele. In jeder Session sind dutzende von kleinen Fehlerchen, die ich oft schon direkt nach dem Klicken bereue.

      Ich lerne gerade nur wenig dazu, mache aber Fehler, die längst weggelernt sein sollten bzw. die mir verstandesgemäß auch oft wirr erscheinen.

      Als ich diesen Monat angefangen hab, hatte ich zwar Fehler, aber insgesamt noch ein recht gutes Spiel. Wenn ich das Spiel so weitergeführt hätte, hätte ich vll. eine Winrate von so 6 PTBB gehabt (ich hatte sehr viel Glück, aber tendenziell hätte das halt erstmal so ausgesehen). Wenn man die Fehler abgezogen hätte, dann wärs noch weiter in die Höhe geschnellt. Also ein wenig Profit mit Verbesserungspotenzial.

      Und dann habe ich am Freitag wieder so was von den übelsten Tilt. Da ist mir dann einfach wieder dieses ganze Scheißspiel total egal und es macht keinen Spaß und ich schieb Stacks rein und es interessiert mich nicht.

      Ich komme psychisch einfach nicht voran. Ich hab langsam das Gefühl, labil zu sein, was Poker angeht. Ich spiele schon seit 4 Monaten oder so dieses kack NL$20 und ich hab einfach keinen Nerv mehr. Ich sehe tausend Fehler, versuche die auszunutzen, aber ich komme einfach auf keinen grünen Zweig. Wenn ich mal ein paar Tage perfekt spiele, dann kommt der Tilt, der sich langsam aber sicher reinschlängelt, und ich kann nichts dagegen tun. Ich weiß nicht, woher der kommt, was ich dagegen tun soll und der Idiot macht mir meine Winrate kaputt.

      Aufschreiben der Fehler und wie viel Geld ich "hätte", wenn ich die ganze Scheiße nicht gemacht hätte, läutert mich irgendwie gar nicht. -.-

      Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch. Und ich glaube, das lebe ich auch im Poker so aus. Jetzt bin ich seit Monaten so extrem daran, mich zu verbessern. Und ich schaffe es einfach nicht! Es macht mich förmlich krank, dass ich so viel Arbeit investiere und nichts dabei rauskommt. Es ist ja nicht so, dass ich einfach den ganzen Tag spiele und mich wundere, dass ich nichts gewinne. Ich analysiere ja jede Scheiße (siehe Thread von letztens Mal).

      Ich seh an dem Spiel nichts. An Gewinnen darf man sich nicht orientieren. Die Winrate sagt über wenige Hände nichts. Und gut spielen tu ich eh nicht. Wohin ich sehe "Forum, Bewertung meiner Videos usw." nur FEHLER FEHLER FEHLER - FALSCH GEMACHT - FALSCH - MINUS EV, BLAA

      Wo bleibt da die Motivation? Wo bleibt da das Erfolgsmoment? Ich glaube nicht mehr daran. -.-

      Absolut tödlich sind dann Aussagen wie "NL$20? Das kann man doch gar nicht NICHT schlagen". Hass auf alle, die so was sagen, sorry -.-

      Lg
  • 39 Antworten
    • Darokh
      Darokh
      Bronze
      Dabei seit: 28.07.2006 Beiträge: 137
      So wie das für mich klingt sind das mehrere Probleme:

      1.) Du sagst selbst,dass du sehr ehrgeizig bist - daraus KANN aber auch gleichzeitig folgen, dass du, wie im "normalen" Leben für deine Bemühungen direkt belohnt wirst. Man übt für eine Klausur -> Bessere Note.
      Mehr Training im Sport -> Mehr Siege

      Beim Pokern ist das aber leider nicht direkt möglich, da man auch perfekt spielen kann und trotzdem, auf kurze Zeit betrachtet, keinen Gewinn macht.

      Für deine Bemühungen wirst du nicht entsprechend "entlohnt", was dich vielleicht unter anderem so schnell tilten lässt.

      2.) Du hast noch nicht die Selbstkontrolle aufzuhören, wenn du tiltest - die Disziplin bzw. das reflektierende Denken ist unabdingbar. Ohne diese Fähigkeit wirst du im Pokern nicht wirklich voran kommen. Mach dir dazu doch ein zeitliches Limit oder schließe sofort den Tisch / die Tische, wenn du merkst, dass du UNKONZENTRIERT wirst. Denn der Tilt kommt ja nicht von der einen auf die andere Sekunde sondern kündigt sich langsam aber sicher an (dazu in nem Artikel hier im Forum bald mehr von mir) - genau das musst du lernen wahrzunehmen und leider Gottes dann auch noch dementsprechend zu handeln. Also zwei Schritte, wobei jeder für sich gesehen schwer ist.
      Mir hat es geholfen mit jemandem im Teamspeak zu sitzen und wenn ich zu viel anfang zu fluchen hat er mir gesagt ich solle aufhören zu spielen (also auf Absprache alles). Dann hat man nochmal von außen jemanden, der einen reflektiert und im Notfall auch mithilft die Notbremse zu ziehen.


      3.) Für mich klingt das, als würdest du das Pokern fast nur als ein MIttel zum Zweck sehen. Nämlich um irgendwann viel Kohle dadurch verdient zu haben und das wars. Von Spaß erwähnst du nur kurz etwas, aber gegen Ende klingt das für mich eher alles rein funktionell.
      Wie jedes andere Hobby auch braucht man in aller erster Linie generell SPAß an der ganzen Sache - dann kommen viele Sachen von ganz alleine.
      Der positive Nebeneffekt: Man regt sich nicht so schnell auf.
      Wenn ich mir zum Beispiel vorstellen würde Poker zu spielen nur im Hinblick in x Jahren Millionär zu sein (oder wat weiß ich...)und mich somit permanent einem Druck aussetze - klar würde ich dann schnell ausrasten, da mich jeder Fehler von diesem Ziel wieder weiter weg bringt.

      Setze ich mir als Ziel einfach Spaß zu haben und dabei auch noch besser zu werden, so sieht das Ganze denke ich mal schon anders aus.

      Natürlich ist das nun nicht auf jeden generalisierbar und einige werden mir nun sicherlich sagen, dass sie genau mit diesem Ziel, nur Geld zu verdienen, das durchmachen (ohne Spaß oder mit relativ wenig) und damit auch gut zurecht kommen - ok, jedem das seine.

      Ich denke, diesbezüglich musst du noch deinen Weg finden.
    • armi94
      armi94
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 786
      Also ich hab ne Weile auch aufgeschrieben wieviel ich durch schlechtes Spiel verloren hab. Ich hab damit schlechte Erfahrungen gemacht, man erinnert sich nur daran wieviel Geld man schon zum Fenster hinausgeschmissen hat.

      Es ist zwar gut, sich die eigenen Fehler vor Augen zu halten, aber das ist definitv der falsche Weg. Dadurch demotiviert man sich völlig. Poker ist ein Spiel bei dem der Moment zählt, da muss man voll konzentriert sein. Wenn man sich die ganze Zeit Gedanken macht, was man vorher für Fehler gemacht hat, ist man nicht bei der Sache und macht noch mehr Fehler.

      Auch ich war zu Beginn sehr ergeizig. Aber Poker ist kein Sport oder Schule. Poker hat eine unglaubliche Varianz. Hast du das akzeptiert, kannst du dich auch schon über weniger Gewinn freuen. Spiel der Freude wegen. Beim Pokern ist nichts erzwingbar, das muss dir bewusst sein.

      Wenn du nicht mit dem Kontrollverlust umgehen kannst, der beim Poker durch Varianz entsteht, solltest du dir Gedanken machen das Spiel ganz zu beenden (oder zumindest eine Pause einzulegen).
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      zu Darokh :) :

      ok, du hast vermutlich in vielen Punkten recht. Wahrscheinlich mehr, als ich mir jetzt zugestehe. Ich möchte trotzdem Mal die Punkte kommentieren.

      1)
      Ja, das Problem habe ich auch schon erkannt. Aber weißte, ich spiele jetzt 3 Monate hier und habe auf diese Zeit sehr viel Mühe und Zeit investiert. Ich weiß, dass man beim Pokern Geduld braucht, aber das ist eine lange Zeit und ich habe zT pro Tag 3 Stunden gespielt und halt - wie gesagt - auch viel gelernt. Jetzt lerne ich mehr und spiele weniger (auch Tische), aber na ja. Es ist soo schwierig...

      2)
      Das ist wohl wahr. Aber ich habe oft "schlechte Tage", weil mich zB Schule stresst und mir Energie raubt. Also sage ich mir "jetzt reiß dich zusammen". Und na ja, dadurch wird die Grenze zwischen gestresstes/nicht-optimales Spiel und Tilt-Spiel so fließend, dass ich entweder immer spiele oder halt nie spielen könnte. Das genau einzuschätzen fällt mir auch sehr schwer.

      3)
      Spaß ist ja ganz schön. Aber wie soll man Spaß haben, wenn man einfach nicht vorankommt? Wenn man irgendwie keinen Fortschritt sieht? Ich kann mittlerweile ganz gut Situationen durchdenken und ich kriege vielleicht auch ein paar Mal öfter eine nh (wobei ich nur Trouble-Hände poste, weil ich bei den meisten Verlusthänden mir schon denken kann, was die Handbewerter schreiben).
      Mich befriedigt es nicht, zu hören "nh" oder "gut gespielt" oder "bl". Und meinen eigenen Gedanken traue ich halt einfach auch nicht mehr, wenn ich ständig verliere, weil ich mir ja ständig denken muss "hey, jetzt beschönige deine Hände mal nicht, irgendwas machst du grandios falsch". Und ich suche und suche und finde kleinere Leaks, aber auch ohne die Tilts stellt sich kaum Erfolg ein.
      Und das alles führt dazu, dass ich mir selbst nicht traue und auch den Handbewertern nicht glaube. Das sind auch nur Menschen, die oft vll. 1-2 Limits höher spielen. Und mit etwas Glück lässt sich so ein Limit wie NL$20 halt schon schnell schlagen. Woher soll ich wissen, dass die Recht haben, wenn's nicht gerade so ein Sleyde oder so was ist?!
      Nicht dass ich jemandens Kompetenz bezweifeln möchte, aber mir reicht das als Bestätigung einfach nicht mehr und ich selbst kann mich nicht mehr bestätigen. -.-

      Ach und zu armi :) :

      Also ich hab ne Weile auch aufgeschrieben wieviel ich durch schlechtes Spiel verloren hab. Ich hab damit schlechte Erfahrungen gemacht, man erinnert sich nur daran wieviel Geld man schon zum Fenster hinausgeschmissen hat.

      Es ist zwar gut, sich die eigenen Fehler vor Augen zu halten, aber das ist definitv der falsche Weg. Dadurch demotiviert man sich völlig. Poker ist ein Spiel bei dem der Moment zählt, da muss man voll konzentriert sein. Wenn man sich die ganze Zeit Gedanken macht, was man vorher für Fehler gemacht hat, ist man nicht bei der Sache und macht noch mehr Fehler.
      Ich merke das halt nach der Session vor. In der Session selbst denke ich auch ohne dieses System nicht mehr an die Fehler als jetzt auch. Also hm... Gut, dieses extreme Fehler-vor-Augen-halten motiviert mich nicht. Aber ich muss doch irgendwie mal richtig meine Leaks aushebeln.

      Auch ich war zu Beginn sehr ergeizig. Aber Poker ist kein Sport oder Schule. Poker hat eine unglaubliche Varianz. Hast du das akzeptiert, kannst du dich auch schon über weniger Gewinn freuen. Spiel der Freude wegen. Beim Pokern ist nichts erzwingbar, das muss dir bewusst sein.
      Das klingt ja schön und gern würd ich's so tun. Aber wenn ich hier in dem Laden nicht vorankomme auf Dauer, muss ich mir halt Gedanken machen. Ich habe mir jetzt keinen Zeitpunkt gesetzt, zu dem ich etwas erreichen muss. Aber NL$20 kann einen einfach nicht erfüllen. Wenn ich wüsste: Hey, ich komme auf Dauer jedenfalls voran.
      Gut! Aber das ist die letzten Monate nicht so und das ist verdammt viel Zeit für mich.

      Wenn du nicht mit dem Kontrollverlust umgehen kannst, der beim Poker durch Varianz entsteht, solltest du dir Gedanken machen das Spiel ganz zu beenden (oder zumindest eine Pause einzulegen).
      Wie gesagt, mit Varianz ansich hab ich kein Problem. Nur damit, dass ich mich beim Spielen einfach wie ein schlechter Spieler fühle, egal was ich tu. Wie schon gesagt, wenn ich einen Gegner richtig einschätze und einen Stack verliere mit richtiger Entscheidung. Hey, dann ist das ok.

      EDIT:

      So, jetzt noch was. Jetzt habe ich wieder sau viel Glück gehabt und hab voll viel Gewinn eingesackt. 2 1/2 Stacks up.
      Wie soll ich jetzt damit umgehen? Mich darüber freuen? Ich glaube, ich hab das recht richtig gespielt, hab die Hände auch gepostet.
      Aber ich will mich nicht freuen. Denn wenn ich mich über Gewinne freue, dann ärgere ich mich auch ganz klar über Verluste. Und das kann's doch eigentlich nicht sein, oder?
      Außerdem würde ich mich mit Freude darüber nicht auf mein Spiel fixieren, wie es ja eigentlich sein müsste !?

      Was soll ich da jetzt für ne Einstellung zu haben?

      PS: Ok, jetzt hab ich wieder mitbekommen, dass ich das alles falsch gespielt habe. Damit ist ne Freude jedenfalls komplett ausgeschlossen.

      Lg
    • Darokh
      Darokh
      Bronze
      Dabei seit: 28.07.2006 Beiträge: 137
      Hey,
      nun ja, die Frage ist, von wem würdest du dir denn sonst etwas sagen lassen? :) Einige Handbewerter spielen vielleicht "nur" zwei Limits über dir - aber sie sind dort! und du eben nicht - und sie wären sichlerlich nicht dort, wenn sie die Hände, die du ihnen gibst, falsch spielen würden. In diesem Sinne wirst du dich wohl entweder daran gewöhnen müssen, auf sie zu hören und ihnen zu vertrauen oder es eben zu lassen und deine eigene Strategie entwickeln.

      Letzteres, wie du ja schon selbst sagst (ich selbst kann mich nicht bewerten) klappt nicht, also....vertrau den Jungs einfach. Die wissen,was sie machen - sonst würde sich dort doch keiner melden :D

      Drei Monate sind übrigens nicht lange...da kenne ich andere, die haben länger gebraucht :p (mich eingeschlossen). Aber ich versteh schon was du meinst. Wenn du so intensiv lernst, dann ist es schon frustrierend so geringe Fortschritte zu machen.

      Vielleicht hat der Stress, dem du dich durch Schule UND Pokern aussetzt doch stärkere negative Auswirkungen auf dich als du denkst.
      Was bringt dir das theoretische Wissen, wenn du dich nicht ganz auf das Spiel einlassen kannst und somit dein Wissen auch nicht 100 % einsetzen kannst.
      Davon abgesehen nimmt natürlich durch den Stress deine praktische Lernerfahrung auch nicht gerade zu...
      In diesem Sinne, versuch doch weniger zu spielen - beispielsweise jeden zweiten Tag, um auch mal Luft zu holen, dafür aber entspannter und somit auch konzentrierter.

      Was bringen dir 15 Spielstunden pro Woche, wenn du diese so nutzt als wären es 5. Dann doch lieber 10 Stunden pro Woche, dann aber richtig.
      Wie wärs damit? :)
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      klingt gut, aber im Abitur hab ich keine Zeit mehr und ab nächstem Jahr beginnt dann irgendwann das duale Studium und da hab ich auch keine Zeit mehr. Das führt doch alles zu nix. -.-

      Negative Auswirkungen? Oh ja, vermutlich. Aber wenn ich aufhören würde, hätte das auch negative Auswirkungen, weil ich dann nur das Gefühl in mir hinterlassen hätte, versagt zu haben. Es ist eben nicht so toll.

      Na ja, egal. Nach dieser kack Gewinnsession, wo ich wieder Mal einfach alles falsch gemacht hab, hab ich jetzt wieder Mal gar keine Lust mehr -.-

      Lg
    • Bigne0
      Bigne0
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2006 Beiträge: 1.040
      Nach dem vielen lesen stellt sich mir nur eine Frage!


      Was willst Du eigentlich?

      Perfektes Spiel? Immer der beste sein? +EV All of Life?

      .....

      Oder willst Du nur etwas Geld damit verdienen?


      Deine Beiträge lassen raushören, dass Du viel zu Strange an die Sache rangehst!
      Warum regst Du dich über gewonnene Hände auf und gehst deswegen evtl. sogar auf Tilt? Was soll das, ok Du hast einen Fehler gemacht und es ist nochmal gutgegangen, muss man aber kein Drama draus machen.
      Die Varianz kann halt auch mal für Dich arbeiten, denke nur daran wie oft Deine Asse und Könige schon geknackt worden sind!


      Tja aus Fehlern lernt man ja bekanntlich, aber wenn Dich jeder Fehler; ob gutgegangen oder nicht; gleich aus den Socken reisst und dabei auch Dein Vertrauen ins Spiel verloren geht dann solltest Du eher an Deiner Einstellung zum Spiel arbeiten.

      Wie Du ja selbst schon schreibst kannst Du des öfteren die Situationen richtig Einschätzen, damit bist Du einer grossen Menge Spieler überlegen und zwar auch auf Deinem Limit!

      Hör lieber auf Dich an Deinen Fehler aufzuziehen, etwas Errinerungsgabe und die Sache ist gegessen, dass muss man sich nicht aufschreiben und sich davon zukünftige Sessions versauen lassen!

      Was vergangen ist Vergangenheit, wenn Dich ein Fehler Geld gekostet hat wirst Du dich zu genüge daran Erinnern und den Fehler meisst automatisch mit der Zeit abstellen, genauso siehts auch mit verpasster Value, Equity usw. aus!
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      ja, eben in den von dir genannten zwei Punkten bin ich mir nicht sicher:

      1) Welche Art von Motivation soll ich mir setzen?
      2) Wie kann ich mich optimal und in möglichst kurzer Zeit verbessern?

      1) Jeder Anfänger ist darauf aus, dass er Gewinne macht. Wenn er etwas gewinnt, freut er sich. Wenn er verliert, ärgert er sich.
      Diese Einstellung ist ja offensichtlich für Profispieler überholt. Man sollte sich ja anscheinend nicht mehr nach dem Geld richten, sondern danach, ob die Situationen +EV gespielt worden sind. Aber das ist wie gesagt auch das Problem. Wenn man sich über +EV gespielte Situationen freut, muss man sich ja auch über -EV gespielte Situationen ärgern. Wenn man nur eine Seite der Medaille betrachtet, wäre das problematisch: Schaut man nur auf die starken Hände, wird man übermütig, verliert den Blick für die Fehler und kommt wohl kaum voran. Wenn man hingegen nur auf die Schwächen schaut, dann ist man auch nicht glücklich.
      Wie denkt jetzt der Profi? Wägt er zwischen beidem ab und erfreut sich daran, dass er langfristig besser wird? Mir fällt es halt schwierig, da Dinge zu finden und anzuerkenne. Ist das mein Problem?
      Ich bin davon überzeugt, dass mein größtes Problem die Einstellung ist, aber ich habe große Schwierigkeiten festzustellen, was genau ich falsch mache.

      2) Ja, zu viel Druck bringt's halt auch nicht. Aber ich spiele offensichtlich viel zu defensiv, was ich eigentlich auch weiß. Aber in bestimmten Situationen ist das halt immer noch so. Ich wurde drauf hingewiesen und kann dann dran arbeiten. Aber dann erhalte ich genervt erscheinende Bewertungen, die sich darüber erbosen, dass ich schon lange zu defensiv bin und sich nichts getan hätte. Dann heißt es "nimm einen Privatcoach". Als ob ich Geld dafür hätte!
      Keine Kritik an die Handbewerter, aber an solchen Dingen sehe ich ja, dass ich mich offensichtlich nicht schnell genug weiterentwickle (denn "schnell genug" würde heißen, dass die Handbewerter das nicht als störende Nicht-Entwicklung ansehen würden).

      Erstmal so weit vielen Dank an alle, die sich hier bereits beteiligt haben. :)

      Lg
    • Rivertoto
      Rivertoto
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2007 Beiträge: 337
      Wenn Du doch zu defensiv spielst (also wahrscheinlich zu wenig aggressiv), dann würde aus meiner Sicht ein Wechsel auf Fullring Sinn machen, dort solltest Du mit defensivem Spiel deutlich besser fahren. Dort dann ein bis zwei Limits aufsteigen und wieder den Schwenk auf SH machen.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      ein zwei Limits aufsteigen ist wohl auch wieder so ein Jahresplan.
      Ich werde bei SH bleiben, an meiner Aggressivität arbeite ich bereits.

      Lg
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Was heisstn du spielst weniger Tische?
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      also ich spiele drei Tische und manchmal sogar nur zwei.
      Da kann ich mich konzentrieren und so langsam lerne ich, dass es immer wichtiger wird, jeden einzelnen Gegner zu kennen. Deswegen versuche ich jetzt auch, mir die in irgendeiner Form persönlich zu merken. Und ich respektiere die Gegner jetzt mehr.

      Vier Tische verschlechtern meine Winrate pro Table. Und das ist gerade einfach Mist. :)

      Lg
    • riesling
      riesling
      Bronze
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 1.573
      Nimm das nicht so tierisch ernst und spiel nur solange es Dir Spaß macht, sonst hast Du nichts davon. Das ist alles.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      ja, ich will halt endlich Mal auf NL$50 spielen. NL$25 langweilt mich.
      Mittlerweile denke ich, dass ich das Limit grundsätzlich schlagen kann, aber kontinuierlich ständig gut auf dem Limit zu spielen ist so eine Sache. Da braucht's halt Disziplin und immer und immer wieder die Überwindung, das Beste zu geben, um die Winrate zu maximieren.

      Lg
    • boardpackers
      boardpackers
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 13
      hallo.

      du brauchst mal ne pause vom spiel. dringend. drop the thougt. nimm mal abstand - befreie dich vom spiel. du darfst nicht mit selbstzweifeln am tisch sitzen. du kannst so niemals dein a game spielen.

      am besten du beschäftigst dich mal 2 monate gar nicht damit. dein kopf hatt so vieleicht die zeit zur ruhe zu kommen.
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      mal ohne scheiss - wenn ich mich beim pokern auch nur ansatzweise so fühlen würde wie du hätte ich es längst aufgegeben

      ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich glaube du bist nicht für dieses spiel geschaffen - wenn du nicht grundsätzlich lockerer, entspannter, spassiger und viel weniger verbissen an diese sache herangehst - wirst du demnächst gefrustet aufgeben

      yoga, psychotherapie, sport oder ein anderes hobby - mehr fällt mir dazu nicht ein

      viel glück
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      ich mach bis zu vier Mal die Woche Sport und auch nicht gerade schluffi. Und ich bin nicht psychisch krank oder so was.
      Mit dem frustriert aufgeben na ja... kann schon sein. Ich werde spieltechnisch besser und ohne Tilt bzw. mit sehr konzentriertem Spiel läuft's auch sehr gut.
      Autogenes Training bzw. etwas ähnliches mache ich übrigens ebenso.

      Wodurch holt ihr euch denn beim Pokern Selbstbestätigung? Es ist nicht (mehr) so, dass ich zweifelnd am Tisch sitze. Aber mit einem Ausdruck von "ich ziehe euch jetzt ab" oder "ich spiele jetzt super Poker (auch wenn ich verliere)" bin ich halt auch nicht dabei.

      Lg
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      du solltest akzeptieren, dass bad beats und cooler völlig normale bestandteile des spiels sind - du solltest bei der analyse deiner hände zwischen o.g. und schlecht gespielten händen unterscheiden können - dann bist du longterm winningplayer

      ich empfehle dir noch folgendes buch: die kunst des krieges von sun tzu

      und bedenke immer das zitat von stu ungar (für mich der allergrösste spieler) : "AT THE TABLE, YOU'RE YOUR OWN WORST ENEMY."

      um eine psychotherapie zu machen muss man nicht hochgradig psychisch krank sein, es kann einem helfen sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und mehr gelassenheit zu entwickeln (ich spreche aus erfahrung)

      bad beats und coolers nicht "phil hellmuth-mässig" persönlich zu nehmen sind eigenschaften eines ruhigen, ausgeglichenen, professionell and diese problematik
      herangehenden winning players
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.479
      Hi,

      ich sage dazu nicht viel, weil du offensichtlich nicht meinen Ausgangsbeitrag gründlich gelesen hast. Halbherzige Kommentare kannst du dir sparen, so etwas kann ich nicht gebrauchen.
      Beleg dafür, dass du nichts kapiert hast:
      du solltest akzeptieren, dass bad beats und cooler völlig normale bestandteile des spiels sind
      Lg
    • Majes
      Majes
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 5.831
      nein - du hast nix kapiert (habe dein eingangs-post sehr wohl gelesen)

      dein zitat:

      "Und dann habe ich am Freitag wieder so was von den übelsten Tilt. Da ist mir dann einfach wieder dieses ganze Scheißspiel total egal und es macht keinen Spaß und ich schieb Stacks rein und es interessiert mich nicht."

      wenn du gegen schlechte phasen gewappnet wärst würdest du wohl nicht tilten...
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