Nicht loslassen können

    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Hi,

      ich hab jetzt glaube ich mein Problem und den Grund für meine Verluste gefunden: Ich kann nicht loslassen.

      Wenn ich mal ne Hand spiele (was ja nach SHC nicht oft vorkommt), dann will ich die auch spielen... Und wenn sich dann zu Pocket K's noch nen 3ter K am Flop dazutut, dann möchte ich einfach spielen, auch wenn nen 3-Flush am Board liegt und noch 4 Spieler neben mir dabei sind.
      Oder 2 Overcards gegen nen Raise am Flop... Oder oder oder.

      Jetzt stellt sich nur die Frage:
      Wie schalte ich das ab? Wie werfe ich auch gute Blätter weg? Ich glaube, wenn ich das endlich abschalte, dann kann ich auch wieder in ne Gewinnzone kommen (weil aktuell gehen meine Gewinne, die ich zwischendurch habe, alle wieder bei solchen aussichtslosen Aktionen drauf).

      Habt ihr da einige Tipps für mich? Achja, ich weiß meistens dass es falsch ist, immer noch zu callen, aber irgendwie schaff ich es nicht. Also Tipps wie "Einfach machen" werden nicht wirklich helfen ;)

      Danke für's lesen und für's antworten,
      Sebastian
  • 19 Antworten
    • diller
      diller
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 996
      Les Dir den Artikel [Strategie] Odds und Outs durch. Der ist zwar nicht einfach, aber damit berechnet Du ja primär, ob Du mit Deiner Hand postflop profitabel spielst.

      Die anderen Artikel Flop, Turn und River-Play sowieso lesen.

      Später im Fortgeschrittenen-Bereich gibts z.B. einen extra Artikel zu Overcards.

      Ein Set ist ja schon was schönes, noch mehr, wenn so viele noch in der Hand sind :D
      Du hast ziemlich gute Changen, noch ein Fullhouse zu bekommen.

      Die absolute Stärke Deiner Hand ist nicht wichtig, sondern Deine Einschätzung, wie stark Deine im Verhältnis zu den anderen sein dürfte. Das ist nicht einfach, Du lernst es durch viele Hände und lesen und Coaching. Wenn Dir langweilig ist, zu lange auf eine spielbare Hand zu warten, mach einen zweiten Tisch auf. Aber nur, wenn dadurch Dein Lerneffekt nicht beeinträchtigt wird.


      Grüße
      diller
    • Destolon
      Destolon
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 4.204
      kannst dir n sparschwein aufstellen, und bei jedem zweifelhaften call schmeißt du eine BB rein. Vielleicht bekommst dann eher ein Gefühl dafür ;)

      Konsequenterweise solltest du das so gesammelte Geld natürlich aus dem Fenster werfen, aber spenden geht auch ;)
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von Destolon
      kannst dir n sparschwein aufstellen, und bei jedem zweifelhaften call schmeißt du eine BB rein. Vielleicht bekommst dann eher ein Gefühl dafür ;)

      Konsequenterweise solltest du das so gesammelte Geld natürlich aus dem Fenster werfen, aber spenden geht auch ;)
      Das ist mal ne gute Idee... Das könnte ich echt machen!

      @diller: Artikel hab ich alle gelesen. Ich weiß auch, dass ich gerade nen echt schlechten Call mache, aber ich tue es dann einfach und hoffe auf nen guten Turn.

      Coaching mach ich auch, Bücher lesen sowieso. Es fehlt glaub ich auch nicht am Wissen, dass ich gerade nen sehr schlechten Call mache, sondern am "Ach komm, einmal kann ich schon noch callen".

      Und 2 Tables spiel ich eh, mehr geht zur Zeit nicht. Bei 3 oder mehr werd ich nervös und kann mich auf keine Hand richtig konzentrieren. Bei 2 Tischen geht das echt gut, aber man spielt halt doch eher weniger Hände (meistens so 15 - 17% pro Session, mehr gute Hände bekomme ich einfach nicht).
    • diller
      diller
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 996
      @Blackflush

      lesen ist eins, aber verstehen und vor allem anwenden ist das zweite und wichtige (eigene Erfahrung!!).

      Rechnest Du Dir denn während des Spiels deine Outs und Odds aus und ob Du die notwendigen Pot-Odds hast?

      Ich bin auch ein Spät-Merker: erst seit 0.5/1 habe ich umgesetzt, möglichst wenig zu callen, sondern aggresiver zu spielen und zu raisen oder zu folden, siehe Beitrag Flop-Play:

      "Der tight-aggressive Style

      Unsere Post-Flop-Anleitung entspricht den Prinzipien des tight-aggressive Styles. In jeder Situation sollte man sich drei Fragen in der richtigen Reihenfolge stellen:

      1. Gibt es einen guten Grund zum Folden?
      2. Gibt es einen guten Grund zum Raisen?
      3. Gibt es einen guten Grund zum Callen?
      "

      Ist echt wichtig.

      Mach mal eine Session, nur 1 Tisch und spiel mal nach diesem Prinzip. Du musst da keinen Gewinn rausholen, sondern hinterher überlegen, ob Du dabei ein besseres Gefühl hattest.


      Grüße
      diller
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Jap, ich hab die Odds und die Equity-Tabelle hier und rechne auch (leider nur manchmal) welche Odds ich habe.

      Aber wie gesagt, ich ringe mich eh oft durch zu callen, egal wie die Odds stehen oder so. Es ist so ein Spieldrang, keine Ahnung wie ich den erklären soll.

      Ich hoffe das wird besser, weil das irgendwie doof ist, zu wissen, dass man grad Mist baut, und trotzdem weitermacht.

      Also zusammenreißen und besser machen... Mal sehen, heute werd ich nix mehr schaffen, aber wenn ich morgen ne Session spiele, werd ich mich mal richtig am Riemen reißen und weniger Post-Flop spielen, gerade wenn die Odds gegen mich stehen oder ein beschissener Flop kommt.
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      Original von BlackFlush
      Aber wie gesagt, ich ringe mich eh oft durch zu callen, egal wie die Odds stehen oder so. Es ist so ein Spieldrang, keine Ahnung wie ich den erklären soll.
      fang nicht an NL zu spielen solang das nicht sitzt! :D
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von cubaner
      Original von BlackFlush
      Aber wie gesagt, ich ringe mich eh oft durch zu callen, egal wie die Odds stehen oder so. Es ist so ein Spieldrang, keine Ahnung wie ich den erklären soll.
      fang nicht an NL zu spielen solang das nicht sitzt! :D
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      Original von BlackFlush
      So, ich hab jetzt eine gute "Taktik": Ich denke mir, dass es gut ist, dass derjenige jetzt bettet und raised, weil er mir dadurch zeigt, dass er was gutes hat, und ich sicher wegwerfen kann.ich .
      kann ich nur bedingt zustimmen (grunsätzlich aber o.k.) wenn ich z.b. mit nem flushdraw nen checkraise (für ne freecard) am flop reinhau, dann wärste mein liebster gegner wenn du IMMER auf c/f umsteigen würdest nur weil ich dich raise :D

      bleib erstmal dabei, wenn du damit gut klarkommst, aber lern situationsbedingt zu entscheiden.(lies mal diese postflop artikel in den einsteiger/fortgeschrittenen guides)
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Ne, ich meinte das bisschen anders.

      Das mit dem folden meinte ich, wenn ich nix oder wenig habe. Ich werd mein Top Pair bestimmt nicht wegen nem Flush Draw wegwerfen, sondern halt vorsichtiger sein.

      Ich meinte das eher so: Ich hab Middle Pair und Middle Kicker, Bette mal fröhlich rein und werde geraised. So jetzt kann ich davon ausgehen, dass ich sicher wegwerfen kann. Wenn ich natürlich Top Pair/Top Kicker habe, werde ich halt auf check/call umstellen, das mach ich eh.

      So, eben nochmal bitter auf die Schnauze gefallen mit meinem "Nicht loslassen können"... AK bei nem 4-Flush-Board und ich wusste, dass mein Gegenüber nen Herz hat. Naja, aber ich konnte meine Fehler durch solche unnötigen Call-Aktions stark begrenzen, sodass ich heute endlich mal mit nem ordentlichen + (50BB's) aus der Session gekommen bin.
    • Luzi
      Luzi
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 227
      Was IMO auch wichtig ist neben den drei grundregeln ist das Handreading, ist online zwar nicht einfach aber wenn du die Spielweise der gegner kennst ist das ein wichtiger Schritt, denn wenn man auf einen trifft der betten und raist obwohl er nur wenige Hände spielt so sollte das auf eine immens starke Hand hin während beim Maniac ein Bluff sehr wahrscheinlich ist(hatte heute 4 Stück von denen an einem Tisch..argls).

      Versuch dich auch am Handreading, da dies mit der entscheidende faktor über sieg und niederlage neben dem glück ist.
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Schreib dir jedes Mal, wenn du einen falschen Call, einen falschen Raise etc machst auf einen Zettel auf wieviel BB dir dadurch verloren gingen. Als ich das einmal gemacht hab und nach hundert Händen standen da 5 BB, die ich fälschlicherweise eingesetzt habe, dachte ich mir das das doch enormen Einfluss auf meine Winrate hat, heute schreib ich mir in 300-400 Hände vllt eine Hand auf wo ich ernsthaft am Spewen war...
    • cincinpif
      cincinpif
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2005 Beiträge: 76
      Original von BlackFlush
      Hi,

      ich hab jetzt glaube ich mein Problem und den Grund für meine Verluste gefunden: Ich kann nicht loslassen.
      Kann ich nachempfinden, ich habe das Problem auch noch hin und wieder, ist für manch einen ein langer Lernprozess, bis das Wissen wie man spielen soll auch in Fleisch und Blut übergegangen ist.
      Mir gehts auch so, spiele manchmal drei Stunden am Stück diszipliniert und Geduldig, baue damit kontinuierlich meine Bankroll auf und dann überkommt mich wieder ein paar Hände lang ein Koller.
      Laufe dann Amok und fühle mich unverwundbar, meißt dann wenn es vorher richtig gut gelaufen ist.
      Da wird dann mit AA oder KK wild durchgeraist bis zum Showdown, ohne auf die Aktion der Gegner oder die Gefährlichkeit des Flops zu achten.
      Meist dauern solche Phasen nur wenige Minuten, reicht aber um den Gewinn einiger Stunden wieder zu nichte zu machen.

      Gestern wieder so ein Fall, tighter Gegner raist Pre-Flop ich calle als einziger im BB mit JTs und bekomme Top-Pair und obwohl mein Gegner durch seinen Pre-Flop-Raise eine starke Hand angekündigt hat (vielleicht sogar Premium), liefere ich mir wie ein Irrer ein Raise-Gefecht bis zum Showdown (jihei, du kannst mir nichts obwohl ich mir sicher bin das du zwei Könige in der Hand hast). End vom Lied, Gegner hat QQ und ich gehe baden.
      Bei Turnieren habe ich mir auch schon des öfteren die Früchte meiner Arbeit genommen weil ich auf einmal die Kontrolle über mich verloren habe.
      Vor zwei Tagen, ein NL Holdem Turnier, 20 Plätze vorm Preisgeld, Chips im Durchschnitt durch geduldiges konservatives Spiel, ich habe two Pair am Flop gegen vier Gegner und der Flop ist three-suited, einer der gefährlichsten Flops die es gibt, wenn man selbst kein Flush oder besser hat und was mache ich, gehe All-In und fliege raus, obwohl mir das schon mal passiert ist und ich genau wußte, das All-In Schwachsinn in der Situation ist.
      Ist schwierig dieses Verhalten aus sich selbst rauszubekommen, aber es wird immer besser. Vor einem halben Jahr war mein Verhalten in der Richtung noch viel schlimmer. Ich war mal ein typischer Maniac, der 60 % seiner Hände gespielt hat.

      Beim Schach war das ähnlich, trotz meiner ganzen Eröffnungskenntnisse und Endspieltheoretischen Wissens, bin ich lange Zeit bei einer DWZ von 1500 rumgedümpelt, weil ich immer wieder klar gewonnenen Spiele verloren habe, alleine aus dem Grund, weil ich nur auf meine Offensive geachtet habe und die gegnerischen Aktionen überhaupt nicht wahrgenommen habe, so nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung.
      Das ich mehr drauf habe, war mir klar, den hin und wieder habe ich sogar Spieler mit mehr als 2000 DWZ an die Wand gespielt, trotzdem ging meine DWZ nicht nach oben, weil ich immer wieder gegen wesentlich schwächere Gegner auf saudumme Art (billige Mattangriffe nicht beachtet usw.) verloren habe.
      Mein Problem war, das ich immer mit dem Kopf durch die Wand mußte und meinem Gegner mein Spiel aufdrücken wollte und dabei die eigene Defensive meistens total vernachlässigt habe.

      Erst seit dem ich begriffen habe, das ich die gegnerischen Aktionen erst mal hinterfragen muß, bevor ich selbst agiere (was beim Pokern sogar noch wichtiger als beim Schach ist), wurde mein Spiel beim Pokern sowie auch im Schach besser und meine Ergebnisse (mittlerweilen habe ich eine DWZ von 1750 erreicht und kratze an 1800er Marke) auch.

      Die eigenen Fehler zu kennen und dann das Wissen auch umzusetzen sind allerdings zwei verschiedene Paar Schuhe. Eingefahrene Verhaltensweisen auszumerzen ist nicht einfach ich spreche da aus eigener leidvoller Erfahrung.
      Es ist mir immer noch nicht 100%ig gelungen meine wilden Maniac-Verhaltensweisen auszumerzen, aber ich arbeite hart daran.
      Es gibt immer wieder Rückschläge, aber aufgegeben wird nicht.

      Das ist übrigens bei allen Strategiespielen so, das man nur dann dauerhaft erfolgreich sein kann, wenn die eigene Defensive steht.

      Bei Mannschaftssportarten wie Eishockey, Fußball, Basketball usw. heißt es nicht umsonst:
      "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel!"

      Bayern München ist dafür der lebende Beweis, die haben nie den attraktivsten und offensivsten Fußball gespielt, aber immer den ergebnissorientiertesten und erfolgreichsten. Es gab immer Mannschaften die schöner gespielt habe, wie z.B. Gladbach in den 70ern, aber keine deutsche Mannschaft ist erfolgreicher als die Bayern (ich bin kein Bayern-Fan, aber das muß man neidlos anerkennen).

      Gruß

      CinCinPif
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von Luzi
      Was IMO auch wichtig ist neben den drei grundregeln ist das Handreading, ist online zwar nicht einfach aber wenn du die Spielweise der gegner kennst ist das ein wichtiger Schritt, denn wenn man auf einen trifft der betten und raist obwohl er nur wenige Hände spielt so sollte das auf eine immens starke Hand hin während beim Maniac ein Bluff sehr wahrscheinlich ist(hatte heute 4 Stück von denen an einem Tisch..argls).

      Versuch dich auch am Handreading, da dies mit der entscheidende faktor über sieg und niederlage neben dem glück ist.
      Was das genau mit loslassen zu tun hat weiß ich nicht, aber danke für den Tipp :-) Handreading versuch ich mich ab und zu, und manchmal hab ich auch Erfolg. Ich denke, der Rest kommt mit der Erfahrung.

      @ChrisA3: Das ist auch ne gute Idee

      cincinpif: Ich glaube, dass wir beide erkannt haben, wo unser Fehler liegt, ist schonmal ein großer Schritt.
      Deinem Satz "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel!" muss ich im Hinblick auf Poker widersprechen. Ich glaube, es ist egal, ob man aggressiv oder defensiv spielt, solange man es richtig macht ;-) Du kannst immer aggressiv oder defensiv spielen, du musst nur auf die Gegner achten.
      Also meine Meinung, kann sein dass sich diese Ansicht im Laufe meiner "Karriere" ändert, aber aktuell bin ich davon überzeugt. Immerhin sind tTAG's meistens Winning Player :D
    • cincinpif
      cincinpif
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2005 Beiträge: 76
      Original von BlackFlush
      cincinpif: Ich glaube, dass wir beide erkannt haben, wo unser Fehler liegt, ist schonmal ein großer Schritt.
      Deinem Satz "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel!" muss ich im Hinblick auf Poker widersprechen. Ich glaube, es ist egal, ob man aggressiv oder defensiv spielt, solange man es richtig macht ;-) Du kannst immer aggressiv oder defensiv spielen, du musst nur auf die Gegner achten.
      Also meine Meinung, kann sein dass sich diese Ansicht im Laufe meiner "Karriere" ändert, aber aktuell bin ich davon überzeugt. Immerhin sind tTAG's meistens Winning Player :D
    • Menace78
      Menace78
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2005 Beiträge: 675
      Original von BlackFlush
      Hi,

      ich hab jetzt glaube ich mein Problem und den Grund für meine Verluste gefunden: Ich kann nicht loslassen.

      Wenn ich mal ne Hand spiele (was ja nach SHC nicht oft vorkommt), dann will ich die auch spielen... Und wenn sich dann zu Pocket K's noch nen 3ter K am Flop dazutut, dann möchte ich einfach spielen, auch wenn nen 3-Flush am Board liegt und noch 4 Spieler neben mir dabei sind.
      Sehr schlechtes Beispiel. Diese Hand ist nicht foldbar. 7 Clean outs am Flop + in > 50% der Fälle die beste Hand am Tisch.

      Bei Blank am Turn 10 clean outs, bei Karo am Turn unendlich implied odds mit 10 outs = niemals folden.

      Ansonsten ist Dein Problem einfach zu lösen: Alle Artikel lesen, die direkt oder indirekt mit dem Thema zu tun haben und die Entscheidung nur mathematisch begründen. Entweder Du hast die Odds, dann callen oder Du hast sie nicht, dann folden.
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      So,

      ich hole den Thread mal wieder hoch, da er aktueller ist als je zuvor. Ich mache weak calls, raises, calldowns. Schon in der Hand kotzt es mich an, was ich gerade tue.

      Ich spiele nicht die ganze Zeit schlecht, ich spiele Pre-Flop zu 99% SCH (mal hier und da ein Blind-Steal, aber auch der nur ganz vorsichtig gegen TAG's). Ich spiele auch Post-Flop "annehmbar". Klar bin ich nicht gut, ich spiele erst seit 1 1/2 Monaten, aber ich würde sagen, ich spiele annehmbar. Aber dann kommt's immer wieder zu Händen, da tilte ich einfach irgendwie. Da bette ich 2 Overcards in 5 Gegner. Oder mit einer Overcard und 2 Scary-Karten will ich nicht loslassen (A7s bei nem rainbow 5JK-Board). Ich weiß sofort, dass ich folden muss. Aber dann blitzt es auf: Hey warte mal, vielleicht hat der gar kein K und J... Und schon bin ich mit nem raise dabei.

      Aktuell läuft es zwar "ganz ok", sogar ein +, aber das ist ein Leak, dass ich ganz dringend abstellen muss. Dass mit dem strikt an Odds halten klappt auch nur bedingt. In solchen Momenten denk ich gar nicht dran, ist wie "Brain off - Gambling on".

      Vielleicht hat jemand noch den ein oder anderen Tipp für mich :-)
    • GUEST
      GUEST
      Dabei seit: 01.01.1970 Beiträge: 0
      So hier mal ein paar praktische Tipps.

      1)
      Du machst dir 3 DIN A4 Zettel mit jeweils 3 unterschiedlichen sprüchen die dich an dein problem erinnern sollen. Die Sprüche kommen auf die obere Hälfte (querformat) da drunter kommt jeweils eine Hand wo du einen total bescheuerten Call gemacht hast.
      Hast ja anscheinend mehrere zur Auswahl :)
      Diese klebst du dir links, rechts, über deinen Monitor.
      Und wenn du willst noch mehr auf dem Schreibtisch an deinen Badezimmer Spiegel, übers Bett.




      2)
      Ein weiterer Tipp grenze deine Sessions zeitlich enger ein als empfohlen wird vieleicht 1 Stunde dann ne halbe stunde pause.
      Ich erwische mich oft dabei das je länger die session dauert, sich umso eher kleine fehler einschleichen. Das ganze scheint ja bei dir ein Konzentrations Problem zu sein am anfang bist du noch hoch motiviert dich diesmal dran zu halten doch dann nach 2Std ist das wieder vergessen.

      Und Wenn es sein muss machst du halt alle halbe Stunde kurz Pause brauchst ja den Tisch nicht verlassen kurz "Sit Out". geh nen Kaffee trinken eine rauchen oder hol dir einen runter was auch immer.
      Dann kurz wieder an dein vorhaben denken und weiter gehts.

      3)
      Setz dir ein Headset auf und tu so als ob du ein Coach von PS.de bist und 100 Leute dir zu hören wie du deine Hände kommentierst. rede ruhig laut vor dich hin und begründe jede Aktion.
      Oder falls dir dafür die nötige Phantasie fehlt lad einen Freund zu dir nach Hause ein der dir zuguckt oder jemanden hier aus der Community mit dem du die Hände besprichst. Coaching wäre natürlich auch optimal.



      4) Jede Hand mit fragwürdigem Call notieren und nachher nochmal angucken. SSH lesen der rechnet dir vor wieviel dich diese Calls im jahr kosten


      5) Einen Artikel in einem Blog schreiben warum Pot Odds und Outs wichtig sind. Tu so als seist du der Experte und andere sind darauf angewiesen das du ihnen mit diesem Artikel hilfst.


      So mehr fällt mir nicht ein

      Grüße
      Stefan
    • DonCologne
      DonCologne
      Global
      Dabei seit: 28.07.2006 Beiträge: 1.314
      Original von Menace78
      Original von BlackFlush
      Hi,

      ich hab jetzt glaube ich mein Problem und den Grund für meine Verluste gefunden: Ich kann nicht loslassen.

      Wenn ich mal ne Hand spiele (was ja nach SHC nicht oft vorkommt), dann will ich die auch spielen... Und wenn sich dann zu Pocket K's noch nen 3ter K am Flop dazutut, dann möchte ich einfach spielen, auch wenn nen 3-Flush am Board liegt und noch 4 Spieler neben mir dabei sind.
      Sehr schlechtes Beispiel. Diese Hand ist nicht foldbar. 7 Clean outs am Flop + in > 50% der Fälle die beste Hand am Tisch.

      Bei Blank am Turn 10 clean outs, bei Karo am Turn unendlich implied odds mit 10 outs = niemals folden.

      Für Limit Poker sicherlich richtig, da kein Einsatz Dich aus den implied Odds drücken kann. Für NL Poker bzw. Tuniere, wenn nach dem Flop zum Beispiel ein All-in kommt, welches den gegenwärtigen Pot bei weitem übersteigt, mußt Du nochmal nachdenken, ob Du eine 33% gegen einen fast sicheren Flush (falls Du den entsprechenden Read hast) spielst. Der EV ist hier je nach Verhältnis von Einsatz und Pot auf jeden Fall relativ schnell negativ. Ich hatte jedenfalls gestern dieses Erlebnis und war froh, daß ich trotz Trips den Fold Button gedrückt habe.
    • myonlyStaR
      myonlyStaR
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 3.747
      leg dir PO zu, das rechnet dir die pot odds aus und zeigt sie dir aufem tabel an :)