Mikrolimit wirklich sinnvoll für Einsteiger?

    • Timbalord
      Timbalord
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2007 Beiträge: 9
      Hallo zusammen,

      ich habe eine Zeit lang ausgesetzt und bin aktuell an den Mikrolimit Tischen. Nebenbei arbeite ich die einzelnen Artikel der Strategiesektion durch.

      Nun fällt mir folgendes auf:

      In den Artikeln wird immer wieder darauf hingewiesen, dass bei Einhaltung der Strategien "langfristig" kein Verlust und mehr Gewinn gemacht wird.

      Ich halte jetzt mal dagegen und behaupte folgendes:

      Aufgrund der Spielart und Bezuglosigkeit zum Geld vieler Gegner an den Mikrolimittischen ist es eher wahrscheinlich, dass man schneller Geld verliert als es zu gewinnen.

      An den Mikrolimittischen bei Pokerstars fällt mir nachmittags massiv auf, dass auffallend viele Spieler durchaus schlechte Hände bis zum River durchspielen. Leider will es der Zufall so, dass über 60 Prozent der Spieler an dieser Stelle tatsächlich noch einen Volltreffer landen. Es sind viele kleine Paare (22,33,) etc. oder Gutshots, die sich hier zum 3er oder eben zur Straight entwickeln.

      Ach nette Situation: Dem Gegner fehlen 2 Karten bis zum Flush. Der Flop bringt K und A. Da bin ich doch normalerweise weg, sobald einer setzt. Nein, die spielen munter bis zum Ende. Raisen dabei noch zwischendurch ein wenig. Und Turn und River bringen ihm den ersehnten Gewinn.

      Ich sitze daneben und denke nur, wieso haben die so ein "Glück" während ich mein TopPair nach allen Regeln der Kunst verteidige, die nur mitgehen und am Ende schön Checkraisen.

      Mein Fazit und damit zur Diskussion freigegeben:
      Mikrolimittische sind nicht anders zu bewerten als Spielgeldtische. Im Bereich 5cent/10cent, 10cent/15cent lässt das Erfolgserlebnis viel zu lange auf sich warten und negativ Erlebnisse wie die vielen geschilderten Bad Beats lassen den Einsteiger an sich selbst zweifeln. Ein Pokerspiel entsprechend der Strategieguides entsteht erst dann, wenn ein Verlust auch wirklich merkbar ist.


      MFG Timba
  • 122 Antworten
    • PolishFool
      PolishFool
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 694
      fish
    • derecht
      derecht
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      Dabei seit: 25.07.2007 Beiträge: 518
      Original von PolishFool
      fish
    • Fireblade187
      Fireblade187
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      Dabei seit: 23.08.2006 Beiträge: 1.118
      Original von PolishFool
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    • irtehpwns
      irtehpwns
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 469
      Original von Timbalord
      [...]
      Leider will es der Zufall so, dass über 60 Prozent der Spieler an dieser Stelle tatsächlich noch einen Volltreffer landen. Es sind viele kleine Paare (22,33,) etc. oder Gutshots, die sich hier zum 3er oder eben zur Straight entwickeln.

      [...]
      Hier liegt der Fehler in deiner Annahme. Hinter den von PS.de vermittelten Strategien steckt pure Mathematik. Da die Gegner eben NICHT in 60% der Fälle ihre 2-Outer und Backdoor-Draws treffen, macht man mit den Strategien auf dauer Gewinn. Es kommt einem zwar so vor, dass man ständig "weggeluckt" und "gerivert" wird, aber das liegt nur an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns... Die Intuition liegt halt beim Pokern sehr häufig daneben...

      Ausführlicher kann ich's grad nicht beschreiben, da ich keine Zeit hab, aber da wird sich sicher noch der ein oder andere in ähnlicher weise zu deinem Thema äußern.

      Gruß Sascha
    • Gofa
      Gofa
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2007 Beiträge: 4.809
      Original von irtehpwns
      Original von Timbalord
      [...]
      Leider will es der Zufall so, dass über 60 Prozent der Spieler an dieser Stelle tatsächlich noch einen Volltreffer landen. Es sind viele kleine Paare (22,33,) etc. oder Gutshots, die sich hier zum 3er oder eben zur Straight entwickeln.

      [...]
      Hier liegt der Fehler in deiner Annahme. Hinter den von PS.de vermittelten Strategien steckt pure Mathematik. Da die Gegner eben NICHT in 60% der Fälle ihre 2-Outer und Backdoor-Draws treffen, macht man mit den Strategien auf dauer Gewinn. Es kommt einem zwar so vor, dass man ständig "weggeluckt" und "gerivert" wird, aber das liegt nur an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns... Die Intuition liegt halt beim Pokern sehr häufig daneben...

      Ausführlicher kann ich's grad nicht beschreiben, da ich keine Zeit hab, aber da wird sich sicher noch der ein oder andere in ähnlicher weise zu deinem Thema äußern.

      Gruß Sascha

      du hast aber eig schon alles gesagt was wichtig ist! 60% ist nicht ansatzweise richtig.
    • Timbalord
      Timbalord
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2007 Beiträge: 9
      Zunächst einmal Danke für das erste vernünftige Statement.

      Nebenbei meine Frage: Was wollen denn die ersten drei Threadantworter mit ihrem "Fish" in diesem Zusammenhang ausdrücken?
    • HiJack667
      HiJack667
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 1.390
      Ich denke du hast durchaus recht, dass viele Gegner auf den Microlimits keinen Bezug zum Geld haben was sie vergamblen aber die Schlussfolgerung die du daraus ziehst, dass Anfänger die Micros meiden sollten halte ich für völlig falsch!
      Das schwachsinnige Spiel vieler Gegner gibt doch grade den Anfängern die noch Leaks in ihrem Spiel haben auf Dauer eine deutliche Edge und damit Gewinne.

      Klar, durch schwachsinniges Spiel steigt die Anzahl der Bad Beats und auch die Varianz, was sicher für Anfänger nicht immer leicht zu verkraften ist, andererseits gehts aber a) wenns mal gut läuft auch steiler nach oben und b) ist eine wichtige Grundvorraussetzung um gut zu pokern sowieso, dass man Frustrationstoleranz und Geduld ausbaut um nicht gleich auf Tilt zu gehen wenn man einen Bad Beat kassiert...

      Die Alternative nach deinem Vorschlag wäre ja dann, Anfänger in den Midstakes starten zu lassen, wo sie erstens den Gegnern in der Regel spielerisch unterlegen sind und zweitens jeder Fehler sehr teuer ist - das kanns doch nicht wirklich sein oder?

      Und ums nochmal zu unterstreichen - wenn dein Gegner schlecht spielt ist das ein VORTEIL für dich, kein Nachteil!!! Und 60% Bad Beats klingt nach nem üblen Downswing wo man eben durchmuss - sowas kann dir auf höheren Limits genauso passieren...Wenn du mal für die genannten Hände die Equity durchrechnest wirst du merken, dass du auf Dauer erheblich Gewinn machen wirst mit deinem Spiel - vielleicht overplayst du aber auch deine Toppairs und gibst damit deinen Gegnern die implied odds, die ihre Calls mit Flush- und Straightdraws rechtfertigen!?
    • kingf2sher
      kingf2sher
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 3.893
      Original von PolishFool
      fish
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.149
      zumal man sich ja auch auf den höheren stakes die schlechtesten gegner suchen sollte, die ihr geld eben mehr oder weniger freiwillig verschleudern.
      mehr schlechte spieler treiben zwar die varianz doch, wenn man eine edge hat, ist der gewinn am ende (=longterm, nicht nach einer session) eben auch höher.
    • Kaufi
      Kaufi
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 305
      move up! ab NL100 gibts nur noch pros die machen so nen blödsinn nicht ....
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      Original von HiJack667
      Ich denke du hast durchaus recht, dass viele Gegner auf den Microlimits keinen Bezug zum Geld haben was sie vergamblen aber die Schlussfolgerung die du daraus ziehst, dass Anfänger die Micros meiden sollten halte ich für völlig falsch!
      Das schwachsinnige Spiel vieler Gegner gibt doch grade den Anfängern die noch Leaks in ihrem Spiel haben auf Dauer eine deutliche Edge und damit Gewinne.

      Klar, durch schwachsinniges Spiel steigt die Anzahl der Bad Beats und auch die Varianz, was sicher für Anfänger nicht immer leicht zu verkraften ist, andererseits gehts aber a) wenns mal gut läuft auch steiler nach oben und b) ist eine wichtige Grundvorraussetzung um gut zu pokern sowieso, dass man Frustrationstoleranz und Geduld ausbaut um nicht gleich auf Tilt zu gehen wenn man einen Bad Beat kassiert...

      Die Alternative nach deinem Vorschlag wäre ja dann, Anfänger in den Midstakes starten zu lassen, wo sie erstens den Gegnern in der Regel spielerisch unterlegen sind und zweitens jeder Fehler sehr teuer ist - das kanns doch nicht wirklich sein oder?

      Und ums nochmal zu unterstreichen - wenn dein Gegner schlecht spielt ist das ein VORTEIL für dich, kein Nachteil!!! Und 60% Bad Beats klingt nach nem üblen Downswing wo man eben durchmuss - sowas kann dir auf höheren Limits genauso passieren...Wenn du mal für die genannten Hände die Equity durchrechnest wirst du merken, dass du auf Dauer erheblich Gewinn machen wirst mit deinem Spiel - vielleicht overplayst du aber auch deine Toppairs und gibst damit deinen Gegnern die implied odds, die ihre Calls mit Flush- und Straightdraws rechtfertigen!?
      So siehts aus. Schön dass sich manche hier noch die Mühe machen gescheit zu antworten.

      Dadurch, dass du oft genug sowohl preflop als auch postflop die bessere Hand besitzt, die Gegner viele Müllkarten spielen und du ihnen durch protection es ihnen teuer machst ihren verrückten Draws nachzujagen hast du eine Edge und machst LANGFRISTIG damit Gewinn. Setz dich mal mit dem Thema "Varianz" und "Swings" auseinander.
    • Gameslave
      Gameslave
      Bronze
      Dabei seit: 26.06.2006 Beiträge: 2.988
      Original von Timbalord
      Zunächst einmal Danke für das erste vernünftige Statement.

      Nebenbei meine Frage: Was wollen denn die ersten drei Threadantworter mit ihrem "Fish" in diesem Zusammenhang ausdrücken?

      Fish in diesem Zusammenhang heißt, dass sie Dich als Fisch ansehen, da Du so denkst, wie Du geschrieben hast.

      Fish heißt übrigens nichts anderes, als Du mehr bezahlst als dass Du gewinnst, und zwar langfristig.
    • HiJack667
      HiJack667
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 1.390
      "fish" will sagen, dass du dich noch nicht wirklich tiefer mit poker auseinandergesetzt hast und wohl ein williges Opfer für deine Gegner zum ausnehmen wärst ;)
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      Trotzdem bissl krass wie sehr hier manchmal Einsteiger niedergemacht werden, als ob hier alle als Superwinningplayer angefangen hätten.
    • Sebra
      Sebra
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2006 Beiträge: 1.121
      Ich find auch, man sollte einfach mit 3 Buyins NL50 anfangen. Wenn's klappt ist es schön, wenn nicht, hat man wenigstens keine Zeit vertrödelt mit endlosen stunden mikrolimit.
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.149
      Original von Sebra
      Ich find auch, man sollte einfach mit 3 Buyins NL50 anfangen. Wenn's klappt ist es schön, wenn nicht, hat man wenigstens keine Zeit vertrödelt mit endlosen stunden mikrolimit.
      mit dem post wirst du wieder hunderte von anfängern in den ruin treiben ;)
    • HiJack667
      HiJack667
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 1.390
      Trotzdem bissl krass wie sehr hier manchmal Einsteiger niedergemacht werden, als ob hier alle als Superwinningplayer angefangen hätten.


      Jo absolut - erleichtert den Einstieg nicht unbedingt...

      aber dafür ist das Forum ja schon recht berüchtigt hab ich das Gefühl.

      Auch vollkommen falsche Gedanken bringen einen weiter wenn man dann vernünftiges Feedback drauf bekommt und sind damit schonmal mehr wert als wenn man stumpf "nach Anleitung" spielt ohne sich eigene Gedanken darüber zu machen...
    • Wamaroa
      Wamaroa
      Black
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 41.021
      Original von Sebra
      Ich find auch, man sollte einfach mit 3 Buyins NL50 anfangen. Wenn's klappt ist es schön, wenn nicht, hat man wenigstens keine Zeit vertrödelt mit endlosen stunden mikrolimit.
      Soll ps.de eigentlich nur neue Fische ins Wasser werfen? :tongue:
    • HiJack667
      HiJack667
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 1.390
      @Sebra: Stammlimit zufällig NL50? :D