Rechtsfrage Nachnahmebestellung

    • iluya
      iluya
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2006 Beiträge: 6.708
      Also: Ich bestelle etwas in nem Onlineshop per Nachnahme brauch es nun aber doch nicht. Muss ich das trotzdem annehmen oder kann ich es einfach zurückgehn lassen? Entstehen dann kosten für mich?

      Man hat ja beim Onlinekauf eh immer 2Wochen Rückgaberecht?
  • 26 Antworten
    • mrhack00
      mrhack00
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 828
      Du hast nen Kaufvertrag geschlossen von dem du auch wieder zurücktreten kannst, denke das Procedere ist Annehmen und mit dem Store Kontakt aufnehmen und zurückschicken.
      Je nach Anbieter geht das manchmal auch unfrei. Vermutlich wirst du aber die Kosten für die Rücksendnung und die Nachnamegebühren (ohne H in Name!) tragen und sie werden dir dein restliches Geld überweisen.
    • emrah999
      emrah999
      Black
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 3.873
      Original von mrhack00
      die Nachnamegebühren (ohne H in Name!)
      falsch
    • Tracoy
      Tracoy
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 955
      Original von mrhack00
      Nachnamegebühren (ohne H in Name!).
      Ist das peinlich!
    • Kraven
      Kraven
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 5.319
      Original von iluya
      Also: Ich bestelle etwas in nem Onlineshop per Nachnahme brauch es nun aber doch nicht. Muss ich das trotzdem annehmen oder kann ich es einfach zurückgehn lassen? Entstehen dann kosten für mich?

      Man hat ja beim Onlinekauf eh immer 2Wochen Rückgaberecht?
      warum fragst du in nem pokerforum und nicht einfach den support des verkäufers?
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.692
      Wenn du nen Kaufvertrag abschließt, bist du auch verpflichtet die Ware abzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. Aber wenn dus in nem Onlineshop bestellt hast, kannst dus auch annehmen, bezahlen und dann innerhalb der ersten 2 Wochen von deinem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Sprich zurüschicken und Zettel beilegen, dass du von eben diesem Gebrauch machst oder besser: Ne Mail an den Support schicken und sehen, was passiert.
      Einfach Ablehnen geht aber in aller Regel nicht.
    • HossBossy
      HossBossy
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2007 Beiträge: 41
      Das seh ich anders als elpc (da es ja auch darum gehen dürfte, eben gerade nicht die Nachnahmesendung anzunehemen und das Geld vorzustrecken):

      Der Widerruf kann entweder in Textform oder durch Rücksendung erklärt werden. Durch die Annahmeverweigerung wird die Ware zurückgesandt, was imho nichts anders als eine Rücksendung darstellt. Der Vollständigkeit halber würde ich natürlich noch den Widerruf schriftlich erklären, um Missverständnisee zu vermeiden. Interessant könnte es allenfalls noch werden, falls der Warenwert keine 40,00 € betrug und der Vk für diesen Fall die Kosten der Rücksendung dem Käufer auerlegt hat.

      Mal ganz unrechtlich gesprochen: Was soll denn passieren, wenn man die Annahme verweigert?
    • mcashraf
      mcashraf
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.388
      Original von Tracoy
      Original von mrhack00
      Nachnamegebühren (ohne H in Name!).
      Ist das peinlich!
      LOOOOOOOOOOL
      Gebühren zahlen für Deinen Nachnamen :D :D :D
    • iluya
      iluya
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2006 Beiträge: 6.708
      und ich verbesser das mit dem h extra..............

      also kein prob wenn ichs zurück schicke direkt?
    • SebaAC
      SebaAC
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2007 Beiträge: 284
      Moin! Also HossBossy hat recht. Es handelt sich in deinem Fall nicht um einen Rücktritt sondern um einen Widerrruf. Fristbeginn ist sobald du eine Widerrufsbelehrung von dem Verkäufer in Textform (Die Textform nach § 126b BGB bezeichnet eine lesbare, dauerhafte, unterschriftslos gültige Erklärung. Sie umfasst neben klassischen Schriftsätzen auch Telefax-, E-Mail-, Telegramm- oder SMS-Nachrichten.) erhalten hast. Frist 2 Wochen.

      Deine Rücksendung alleine sollte als konkludente Widerrufserklärung schon ausreichen (siehe Wortlaut § 355 Abs. 1, S.2 , du solltest aber trotzdem nen kurzen Wisch dazulegen, dass du hiermit von deinem gesetzlichen Widerrufsrecht (§§ 312 d, 355 BGB) Gebrauch machst.

      Zu den Widerrufsfolgen:
      Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und gegebenenfalls gezogene Nutzungen herauszugeben. Im Übrigen kannst du die Wertersatzpflicht vermeiden, indem du die Sache nicht wie ein Eigentümer in Gebrauch nehmen und alles unterläßt, was deren Wert beeinträchtigt. Bei einer Rücksendung aus einer Warenlieferung, deren Wert insgesamt bis zu 40,00 € beträgt, hast du grds. die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht. Anderenfalls ist die Rücksendung kostenlos.


      Siehe dazu § 357 BGB

      Hoffe das hilft. Bei Fragen einfach fragen!

      Besten Gruß

      PS: Bzgl. der Nachnahmekosten mach ich mich mal schlau. Denke aber das könnte zu deinen Lasten in den AGBs des Verkäufers geregelt sein. Guckst du da am besten mal rein ;)

      schlau gemacht:
      Häufig findet man hier dies: WICHTIG: Zusätzliche, vom Kunden verursachte Zahlungskosten, wie Express- oder Nachnahmekosten, sind auch fällig, wenn der Käufer von seinem Widerrufsrecht gebrauch macht und werden daher nicht erstattet, bzw. in jeden Fall in Rechnung gestellt!
    • MP87111
      MP87111
      Bronze
      Dabei seit: 20.02.2007 Beiträge: 569
      Original von emrah999
      Original von mrhack00
      die Nachnamegebühren (ohne H in Name!)
      falsch
      lololololo

      :heart: :heart: :heart: :heart:
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.692
      Öhm, das ist alles genau das, was ich geschrieben hab? :D

      Für einen Widerruf in Form des Zurückschickens muss man schließlich das Paket annehmen und damit auch bezahlen, nich? ;) Das Zurückschicken reicht alleine naürlich (konkludent gebraucht man hier wohl auch nur als Jurastudent?), aber das Prozedere lässt sich eben schneller abwickeln, wenn man den Widerruf zusätzlich noch verschriftlicht.
      Genug Klugscheißen für heute.
    • SebaAC
      SebaAC
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2007 Beiträge: 284
      Original von eplc
      Öhm, das ist alles genau das, was ich geschrieben hab? :D

      Für einen Widerruf in Form des Zurückschickens muss man schließlich das Paket annehmen und damit auch bezahlen, nich? ;) Das Zurückschicken reicht alleine naürlich (konkludent gebraucht man hier wohl auch nur als Jurastudent?), aber das Prozedere lässt sich eben schneller abwickeln, wenn man den Widerruf zusätzlich noch verschriftlicht.
      Genug Klugscheißen für heute.
      Hast du gut gemacht ;) Habs nur noch mal etwas weiter ausgeführt und versucht die Rechtslage umfassend und nachvollziehbar darzustellen :D

      Bzgl. der Nachna(h)mekosten sieht es wohl so aus, dass der Käufer, auch wenn er widerruft, diese tragen muss.

      Student nicht mehr, Jura wohl schon. ;)
      Besten Gruß
      Seba
    • HossBossy
      HossBossy
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2007 Beiträge: 41

      Für einen Widerruf in Form des Zurückschickens muss man schließlich das Paket annehmen und damit auch bezahlen, nich? ;)
      Hier scheiden sich nach wie vor die Geister. Ich bin der Meinung, dass man durch die Annahmeverweigerung konkludent (da isses wieder ;) ) erklärt, dass man den Vertrag widerruft.

      Um mal in der Sprache zu bleiben: Es wäre bloße Förmelei, wenn man das Paket erst bezahlen müsste, um es dann (ja auch auf Kosten des Verkäufers) wieder zurücksenden zu müssen, um dann zu hoffen, das einem irgendwann die Kosten erstattet würden.

      Ums wieder unjuristisch und rein praktisch zu machen: Wem wäre geholfen, wenn man das Paket erst annimmt, bezahlt, es zurücksendet, der Verkäufer die Kosten erstatten muss etc. - wäre einfach nur ein Haufen Aufwand mehr.

      Auch wenn ich zugebe, dass mancher Verkäufer das anders sieht, weil er (manchmal auch zu Recht) jedem "Widerrufer" so viele Probleme wie möglich machen möchte. Ich liebe dann diese Klagen um Versandkosten etc. mit immensen Streitwerten. :D
    • SebaAC
      SebaAC
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2007 Beiträge: 284
      joa!

      Nach allem raten wir also von Nichtannahme ab! Wer die Kosten für das Rücksenden trägt hängt wie oben und unten gesagt vom Bestellwert (> oder < 40 €) ab. Siehe dazu § 357 II

      Jetzt Ende im Gelände!
    • t4RG3tReVo
      t4RG3tReVo
      Bronze
      Dabei seit: 27.09.2007 Beiträge: 85
      du musst den artikel definitiv annehmen und die kosten für die nachnahme musst du auch tragen und wirst du keinesfalls zurück bekommen, wenn du das paket nicht annimmst, werden sie dich mahnen und zur not hetzen sie dir dann auch das inkasobüro auf den hals, dann wirds teuer...
    • dhw86
      dhw86
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 12.263
      ich geb zu ich hab in zivilrecht wenig aufgepasst, aber ist es nicht so, dass man den kaufvertrag erst schließt, wenn das dingens bei einem ankommt, weil da ja die rechnung beiliegt?


      ps: konkludent heißt doch für einen unbeteiligten dritten erkennbar oder so?
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.429
      Da hat aber einer echt _sehr_ fest geschlafen :D

      @OP
      Schau mal in den §357 Abs.2 S.2 BGB ;)
    • SebaAC
      SebaAC
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2007 Beiträge: 284
      Original von dhw86
      ich geb zu ich hab in zivilrecht wenig aufgepasst, aber ist es nicht so, dass man den kaufvertrag erst schließt, wenn das dingens bei einem ankommt, weil da ja die rechnung beiliegt?


      ps: konkludent heißt doch für einen unbeteiligten dritten erkennbar oder so?
      Jupp!

      "Von einer konkludenten Willenserklärung wird gesprochen, wenn die Willenserklärung nicht ausdrücklich, sondern durch schlüssiges Verhalten abgegeben wird. Die konkludente Willenserklärung wird aus den Handlungen des Erklärenden abgeleitet.

      Beispiel: Durch das Einsteigen in eine Straßenbahn gibt man konkludent eine Willenserklärung ab, mit der das vom Verkehrsunternehmen durch Bereitstellung der Straßenbahn konkludent abgegebene Angebot angenommen wird."

      http://www.lexexakt.de/glossar/konkludent.php
    • HossBossy
      HossBossy
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2007 Beiträge: 41

      Nach allem raten wir also von Nichtannahme ab!
      Ich würds immer noch nicht annehmen - aber so isses nunmal: 3 Juristen, 5 Meinungen.
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