Profit aus steigender Aggressivität bei Gegnern?

    • megabjoernie
      megabjoernie
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.321
      Hallo,

      mal eine psychologische Strategiefrage:
      Im Forum liest man oft die Empfehlung, toughe Laydowns möglichst zu vermeiden, weil dadurch die Gegner aggressiver werden und mehr stealen und bluffen könnten.

      Meine Erfahrung bisher auf PP ist allerdings, dass ich von gestiegener Aggressivität auch profitieren kann, weil mittlere und marginale Hände plötzlich gut spielbar werden und ich TPGK am Turn auf eine Dreibet viel profitabler downcallen kann.

      Wie sieht eure Meinung aus?
  • 6 Antworten
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Gerade marginale Hände sind viel angenehmer gegen passive Gegner zu spielen als gegen aggressive, weil man sich dann bei Gegenwehr easy von ihnen verabschieden kann und keine schwierigen Entscheidungen hat, weil der Gegner bluffen könnte.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Versteh ich nicht. Wenn du jetzt plötzlich profitabel runtercallen kannst, dann vermeidest du doch toughe Laydowns, oder?
    • megabjoernie
      megabjoernie
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.321
      @kombi: Ja, aber vorher konnte ich weniger Bluffs inducen. Wenn ich aber merke, dass die Gegner aggressiver spielen ( dazu muss ich natürlich auch den einen oder anderen Showdown sehen ), kann ich mein Spiel entsprechend darauf umstellen.

      Aber ich sollte vielleicht eine Einschränkung machen: Natürlich ist ein passiver Tisch "angenehmer" zu spielen. Was jedoch, wenn der Tisch voller Spieler ist, die LAG-Tendenz haben? Sollte man nicht dafür sorgen, dass sie zu Maniacs werden, damit sie wieder leichter zu spielen sind?
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      je größer die anzahl der LAG-spieler an einem tisch ist, desto größer wird die varianz. du kannst bei LAGs zwar besser auf bluff-induces hinarbeiten, aber protection-lines bei wackeligen händen kannst du dennoch nicht ausfallen lassen.

      als destilat bleibt sowieso nur die tatsächliche spielstärke über, mit dem feinen unterschied, dass du -- unabhängig von deiner handstärke -- gegen passive gegner meistens kleine und gegen LAGs meistens große pötte spielst. so sind die swings in der bankroll bei sehr aggressiven gegner deutlich stärker und können unterbewusst dein spiel verändern bzw. sogar gefährden.

      aggressivität ist kein indikator für die tatsächliche spielstärke. du kannst sehr intelligent spielenden LAGs begegnen, aber genau so mit dumm-aggressiven dauerbluffern am tisch sitzen.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Achso. Ich hab jetzt verstanden was du meinst. Du willst dir also anfangs ein tightes Image zulegen um mehr Action zu inducen. Hört sich prinzipiell gut an, aber ich zweifle dass man das in die Praxis umsetzen kann.

      Das Problem mit den toughen Laydown ist eher, dass man nicht weiß ob der Gegner unser Image jetzt kennt oder nicht. Nur weil wir einmal einen toughen Laydown machen, wird der Gegner nicht mit bluffen anfangen. Daher ist ein tougher Laydown ok. Aber wenn wir das dreimal in Folge machen, merkt der Gegner es vielleicht - oder eben auch nicht. Dadurch dass wir es nicht sicher wissen, nützt uns unser Image nicht sonderlich viel, weil wir eben nicht wissen, ob das Image von dem wir denken, dass es unser Gegner kennt, auch wirklich das ist was er von uns denkt.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      auf den micros spielt euer image praktisch keine rolle, weil kaum ein gegner genügend aufmerksamkeit für die gegner mitbringt.