Profi-Einstellung während dem Spiel - Motivation - Spaß??

    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      ich möchte hier gerne Mal erfahren, welche Einstellung Profis während dem Spiel haben und worin deren Motivation besteht, zu pokern.

      Es gibt im Grunde genommen zwei Möglichkeiten, zu pokern:
      Entweder man spielt vollkommen emotionslos, indem man seine Gefühle abstellt. Dabei stört einen kein Bad Beat mehr, man ärgert sich nicht über Fehler oder Ähnliches und spielt vollkommen verstandesbezogen.

      Vorteile eines emotionslosen Spiels:
      - man ärgert sich nicht
      - man gerät nicht auf Tilt, weil das von den Gefühlen her kommt
      - man spielt rationeller und überlässt weniger den unbegründeten Neigungen die Entscheidung (ntuitive, read-basierte Entscheidungen gehören nicht zu den Neigungen)
      => A-Game mit großer Tilt-Resistenz möglich

      Nachteile eines emotionslosen Spiels:
      - man freut sich nicht mehr sonderlich über gewonnene Pötte
      - es gibt keine Motivation mehr zu spielen, weil man von seinen Gefühlen nicht mehr bestätigt wird
      => kein Spaß

      Die Vor- und Nachteile des emotionsgeladenen Spiels ergeben sich dann logischerweise durch die gegenteiligen Aspekte.

      Zunächst werden sich vermutlich viele Leute denken, dass man die Gefühle nicht so strikt ein- und ausschalten kann, wie ich das hier darstelle. Ich bin da allerdings anderer Ansicht: Man kann seine Gefühle sicherlich nicht zu 100% kontrollieren, man kann sie aber während dem Spiel äußerst stark zügeln, sodass sie fast nicht mehr hineinspielen.
      Wesentlich ist dabei, dass man nicht einfach die Verluste ignorieren kann, sich aber über die Gewinne über alle Maßen freut. Ich wüsste nicht, dass man derartig selektiv empfinden kann. Wenn man all-in ist und die Entscheidung von wenigen Karten abhängt und man sich bei einem Gewinn wirklich freuen würde, dann halte ich es für ausgeschlossen, dass ein Verlust einen nicht auch ärgert.

      Das Problem ist für mich jedenfalls geworden, dass ich mich nach Muster 1 verhalte. Ich versuche rein in + und - EV Entscheidungen zu denken. Wenn ich eine Situation richtig durchdacht habe und eine richtige Entscheidung treffe, dann kann auch ein Verlust nichts an meinen Gefühlen ändern. Aber auch ein Gewinn wirkt sich kaum auf mich aus.
      Worin soll man jetzt Bestätigung des eigenen Spiels sehen?
      Die Bankroll setzt sich aus Boni und Gewinnen zusammen. Einen Bonus freizuspielen ist keine große Schwierigkeit. Und die restlichen Gewinne großartig zu zählen ist auch nicht angemessen. Wie oft lese und höre ich hier im Forum, in Videos, in diversen Coaches und von anderen Usern folgende Floskeln: "A-Game spielen und man gewinnt ; die Fische schmeißen einem das Geld hinterher; das Limit ist ein Geldscheißer" uvm. Soll ich da "stolz" sein, das angeblich auf dem Boden liegende Geld aufgesammelt zu haben? Das würde zu keiner dieser Aussagen in irgendeiner Weise passen. Hierin irgendwelche Veranlassungen zu sehen, sich selbst als guten Spieler zu betiteln, wäre doch wohl alles andere als eine realistisch Selbsteinschätzung.
      Eine dritte Möglichkeit wäre vermutlich die Winrate. Aber diese ist äußerst swing-abhängig. Selbst 50k Hände bieten keine angemessene Samplesize und können noch verfälscht sein. Ich erinnere nur an den Varianz-Artikel, der klar gezeigt hat, dass man sich an dieser Art von statistischen Werten überhaupt nicht orientieren kann.
      Was ich aber am häufigsten als Faktor für das Bewusstsein eines guten Pokerspielers angepriesen sehe, ist die wissentliche Konzentration auf die Verbesserung des eigenen Spiels: Man soll sich über seine Fehler bewusst sein, stets darauf aus sein, sich zu verbessern und weiterzulernen. Allerdings finde ich es äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich, hieraus eine angemessene Motivation zu schöpfen. Ich habe schon an anderer Stelle häufig aufgeführt, was ich alles zu meiner persönlichen Weiterentwicklung mache (Handbewertungen lesen, Videos anschauen, Coachings anschauen, Selbstanalyse, partiell Usercoaching, Tabelle über meine Fehler führen und auswerten, eigene Videos machen und von besseren Spielern kritisch betrachten lassen und jede Woche einen Beitrag in den Psychologieforen hier posten ;) ). Und das alles schlägt auch zu einem gewissen Teil an. Ich verbessere mein Spiel und schaffe es auch, meine Tilts zu reduzieren. Aber das alles ist keine Motivation. Das ist das reine Verbessern der Skills, nicht aber der Mentalität. Die entwickelt sich dadurch nicht. Und aus den gewonnen Kenntnissen zieht sich meines Erachtens viel zu wenig Ansporn, um das komplett gefühlslose Pokerspiel zu entschädigen.

      Ich frage mich jetzt also: Welche Einstellung sollte man zum Pokerspiel haben, wenn man sich:
      a) nicht an einem langsamen Anstieg der BR erfreuen kann
      b) nicht auf die Winrate achten kann
      c) im Spiel keine Emotionen mitschwingen lassen sollte
      d) und die Verbesserung des eigenen Spiels zu wenig als Motivation ist

      Wie sollte man sich am Tisch verhalten? Wozu spielt ihr Poker überhaupt, wenn es nicht um's Geld geht? Und was ist die ideale Profi-Einstellung?

      Ich bitte hier um präzise Antworten. Diese müssen nicht unbedingt lang sein, wenn sie pointiert sind. Dass aber Beiträge wie "Mensch, mach dich mal locker; du solltest mit Poker aufhören; mach dir Mal kein Stress" und erst recht "wenn's dir keinen Spaß mehr macht, dann hör halt auf" ohne Begründung nicht den Kern dieser Frage treffen, sollte wohl klar sein.

      Ich suche hier nach einer Mustereinstellung, mit der ich in Zukunft spielen kann, ohne dass ich mich dazu zwingen muss. Ich suche nicht nach Mitleid, halbherzigen, kurz hingeklatschten Aussagen oder Beiträgen, die - ohne auf meine Argumente einzugehen - irgendwelche Ratschläge thematisieren.

      Und ich entschuldige mich dafür, dass ich zum wiederholten Mal einen ähnlichen Beitrag hier poste. Ich hoffe aber, dass ich es jetzt etwas präziser formuliert habe und meine Einstellung und meine markanten Fehler, die ich wohl einfach nicht sehen kann, offensichtlich werden.

      Danke im Voraus :)

      Lg von einem, der gerne Spaß und bestmögliche Skill-Entwicklung gleichzeitig hätte ^^
  • 23 Antworten
    • nietzsche84
      nietzsche84
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2007 Beiträge: 45
      Ansatz:
      Da du im Spiel keine Emotionen gebrauchen kannst, jedenfalls nicht im grossen Maße, sehe erstmal nur ich eine Möglichkeit: Anhand deines Status' sehe ich, dass du ziemlich viel Spielst und, so denke ich jetz mal, einen Großteil deiner (Frei)zeit in das Spiel investierst.
      Mir persönlich geht es immer so, dass ich mich nach einer Session nochmal in die Schlüsselsituationen hineinversetze, aber weniger zur Analyse meiner Fehler, sondern eher zur "emotionalen Aufarbeitung". Habe ich ein zwei wirklich gute Calls/Bets/Raises gemacht, dann freue ich tierisch und bringe dies auch zum Ausdruck (z.B. durch die "Becker-Faust" :-) ). Genauso ärgere ich mich dann auch über unnötiges downcallen zum River, setzen gegen die Odds, usw.
      Das gibt mir wenn man so will einen Kick, da ich natürlich lieber das Glücksgefühl als das Schuldgefühl mag und so im Hinterkopf eine Motivation habe. Daher mein Vorschlag zwischen den Sessions eine längere Pause zu machen als jetzt und das Ganze emotional aufzuarbeiten.

      Dies ist natürlich nur ein Ansatz und darf gerne kritisiert/ausgeweitet/modifiziert/was auch immer werden!

      Gruß,

      Marco
    • Fox128
      Fox128
      Silber
      Dabei seit: 19.10.2007 Beiträge: 1.320
      Auf was für Limits spielst du denn derzeit, Eisflamme? Bzw. wieviel Gewinn machst du im Durchschnitt? Das könnte ein wichtiger Faktor sein bei meiner Beantwortung deiner Frage.
    • Phalanx
      Phalanx
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2006 Beiträge: 3.737
      nvm
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ich glaube nicht an ein "emotionsloses Spiel". Natürlich sollte man nicht bei dem Verlust eines Coinflips sofort tilten und Stacks verballern. Allerdings halte ich es für unrealistisch, wie ein Roboter vorm PC zu sitzen und eiskalt ein paar Buttons zu klicken.

      Ich versuche mir immer über meine Emotionen während dem Spiel bewusst zu sein. Bin ich gerade zu optimistisch und Spiele daher etwas zu viel, hat mich der Bad Beat von eben doch mehr angefressen als ich mir eingestehen will, oder spiele ich einfach ein solides Spiel?

      Eine professionelle Einstellung ist meines Erachtens, dass man Erfolg nicht anhand des monetären Ergebnisses bewertet, sondern rein nach der Frage "hab ich die Hand perfekt gespielt oder nicht". Das ist leicht daher gesagt und ich selbst finde es immer wieder schwer mich nur danach zu richten, aber je mehr ich daran arbeite, umso weniger machen mir Suckouts oder Cooler etwas aus.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      es freut mich erstmal, dass ich schon Mal so gute Antworten bekommen habe. :)

      nietzsche:
      Genau das meine ich. Man muss sich ja freuen und sich ärgern. Eigentlich ist das natürlich. Nur darf's nicht zum Tilt werden. Sich dann im Nachhinein über's Spiel zu freuen, halte ich für ganz gut.
      Ich schaue mir zwar immer die größeren Hände meiner Sessions an, aber hab das bisher nich so emotional getan. Ich glaube, das werde ich einfach Mal einbauen.

      Fox128:
      Also ich habe ja zwischendurch meine Einstellung immer wieder überarbeitet und geändert. Daraus hat dann auch schnell ein neues Spiel resultiert. Deswegen habe ich seit dem 11.11. eine neue Zählung begonnen. Auf NL$20 habe ich auf 6,2k Hände jetzt eine Winrate von knapp über 5 PTBB. Wenn das so bleibt, ok. Allerdings ist 6,2k keine Samplesize und ich hatte wohl auch verhältnismäßig viel Glück. So hätte ich nach meiner Fehlertabelle mit perfektem Spiel 10 PTBB mehr erreichen können (also als Argument dafür, dass viel Glück dabei war, weil ich 16 PTBB ja sonst long-term unmöglich ist).

      Thorsten:
      Hm, ja, das klingt gut.
      Also ich habe mittlerweile erkannt, wie ich dazu kam, mich so abzuschotten.
      Ich hatte eigentlich die Einstellung, dass ein bad beat kein Problem ist, ein Fehler meinerseits aber ärgerlich. Das halte ich mittlerweile auch für die absolut richtige Einstellung und das geht bei dir ja offensichtlich auch in diese Richtung.
      Aber auch das Problem, was du angesprochen hast, wird dann deutlich: Man kann das nicht immer so strikt trennen.
      Na ja, jedenfalls hat viel Kritik und Lernen zu einer sehr großen Unsicherheit bei mir geführt. Und da ich bei jeder Hand unsicher war, ob ich mich jetzt freuen sollte oder ärgern, führte das halt dazu, dass mein ganzes Spiel von einer großen Unsicherheit durchzogen war. Und da das zu nix führte, entschloss ich mich halt, einfach gar nix mehr zu fühlen. ^^ Klingt seltsam mit diesem Entschluss, aber ich hab's wirklich geschafft, mich regelrecht abzuschotten.
      Das hat halt dazu geführt, dass ich keinen Spaß mehr hatte. Das kann's also auch nicht sein.

      Mittlerweile habe ich noch eine Meinung von einem IMHO sehr guten NL$200 Spieler erhalten, den ich gut kenne. Er meint dazu, dass Poker nun Mal ein Spiel ist und man sich daher natürlicherweise ärgern und freuen sollte, wenn man insgesamt Spaß haben möchte. Dabei sagte er aber auch, man sollte darauf achten, ob man richtig oder falsch gespielt hat, und nicht darauf, ob man einen Bad Beat oder Cooler hat. Mein Fehler war, mich verunsichern zu lassen. Irgendwie muss man trotz dieser Einstellung ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen.

      Ich weiß nicht, ob mich das jetzt restlos ausschöpft. Vermutlich wird das alles mit der Zeit besser, ich werd's jetzt jedenfalls lockerer angehen. Die extrem versteifte Variante bringt's nich.

      Wenn's weitere Meinungen oder Kommentare gibt, dann bitte gerne :)

      Lg
    • Fox128
      Fox128
      Silber
      Dabei seit: 19.10.2007 Beiträge: 1.320
      5PTBB/100 auf NL20? Das heißt $2 pro 100 Hände, nicht? Da wär ich jetzt ca. auch, also perfekt.

      Naja ich hab vorallem, deshalb gefragt, weil sich die Fälle sehr unterscheiden.

      Ich selbst habe erst vor nem Monat begonnen. Hab zwar gleich bei meinem allerersten echtgeld $2 Turnier $62 gewonnen, aber dann bei Cashgame mit SSS sehr wenig Erfolg und eine BR Stagnation, die schon etwas frustrierend war, hab da erstmal nur gespielt um Punkte zu sammeln... Ansonsten bin ich während dem Spielen auch relativ emotionslos, was es, auch für mich, etwas langweilig macht(e).

      Mittlerweile bin ich aber auf BSS umgestiegen und seitdem gehts eig. bergauf (hab aber noch nichtmal annähernd eine samplesize, aber das ist mir auch relativ Wurst). Das spielen selber wird dadurch zwar nicht "viel" spannender/interessanter/spaßiger, wegen genannten Gründen, dass man nach einer kurzen Zeit eh schon fast alles kennt, aber egal:

      Jetzt die Frage: Was ist also meine Motivation zu spielen:

      - Situation #1: Bei einer Stagnation oder nur sehr langsamen Vorankommen:
      Die Aussicht/Hoffnung auf die Zukunft. Damit meine ich, dass ich auf Dauer durch +EV (und wenn ich endlich mal PT freigespielt hab xD ), sowieso immer mehr Gewinn einsacken werde und in den Limits steigen werde und evtl. irgendwann richtig Geld mache, da ich ja eigentlich richtig gut bin (so MUSST du denken, sonst hat es echt keinen Sinn...).

      - Situation #2: (derzeit bei mir) bei nem netten Upswing bzw. stetigem Gewinn von Session zu Session:
      Hab zwar überhaupt keine samplesize, aber seit ich BSS Spiele macht es allgemein doch ein wenig mehr Spaß und ich fahre auch höhere Gewinne ein... (hab zwar wie gesagt noch keine gescheiten Tools, aber schätzungsweise seit ich BSS Spiele ~20PTBB --> upswing halt...(?))
      Für mich jedenfalls ist es schon ein Grund sich zu freuen, wenn meine BR mal ordentlich wächst. Ansonsten wär ich wieder schlechtestenfalls bei Situation #1...

      - Situation #3: Man ist bereits "Profi";
      ...kann mit Poker mehr als seine Miete bezahlen und sich schöne Dinge kaufen, oder mit der Freundin verreisen. Hier ist die Motivation klar, oder?



      Achja UND die kurzweiligen Motivationen:
      Du hast irgendwie gemeint, du könntest dich nicht sonderlich darüber freuen besser als die Fische zu sein. Also ich weiß nicht, aber ich kann es:
      Wenn ich irgendeinem Spieler den halben Stack oder mehr abluchse, freut mich das eigentlich IMMER (ohne on tilt zu gehen natürlich, also ausflippen tu ich nicht >>>xD ).
      Während wenn ich mal einen halben Stack oder so verliere ich mich kaum ärgere (bzw. wenn ich es perfekt gespielt habe eigentlich garnicht), da ich weiß, dass ich eh bald wieder im + bin. Oder, wenn es wegen einem Fehler meinerseits war, war es das letzte mal, das ich den gemacht habe. Also auch ein Fortschritt (DASS du einen Fehler gemacht hast, musst du halt in dem Moment REALISIEREN bzw. überprüfen lassen, wenn du dir nicht sicher bist)



      Insgesamt, falls dir das alles nicht hilft, kann ich nur sagen, dass es wohl so eine allgemeine Lebenseinstellung ist Dinge möglichst positiv zu sehen. Diese kann man halt durchaus auch auf Pokern konzentrieren.

      Hey, kA wie ich jetzt rübergekommen bin, aber EIGENTLICH ist mein Leben ja bisher ziemlich scheiße gewesen...
      Also wenn ich nicht (wohl gemerkt: von selber) gelernt hätte, die kleinen schönen Dinge im Leben zu schätzen, bzw. das Negative zu ignorieren und möglichst das Positive zu sehen (ich lache sehr viel), ich weiß nicht, wie ich es bis jetzt ausgehalten hätte. Aber jetzt kann mich dafür eigentlich nichts mehr erschüttern...
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      es freut mich, dass es bei dir so gut läuft. Wenn du erst vor einem Monat angefangen hast, zu Pokern ist 5 PTBB auf NL$20 (wie man da nach der Zeit überhaupt sein kann) eine außergewöhnlich, extrem gute Leistung.
      Gesunder Optimismus ist absolut notwendig, denke ich mittlerweile. Den aufzubringen, fällt mir aber noch oft schwer.

      Du hast gerade viel Anfangsmotivation, die ich aber verloren habe, weil ich schon über 10 Monate spiele und verhältnismäßig wenig erreicht habe. Dafür lerne ich aber immer mehr dazu.

      Jetzt gerade freue ich mich über weitere Lernerfolge.

      Lg
    • TerribleJoe
      TerribleJoe
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.451
      Original von Thorsten77Eine professionelle Einstellung ist meines Erachtens, dass man Erfolg nicht anhand des monetären Ergebnisses bewertet, sondern rein nach der Frage "hab ich die Hand perfekt gespielt oder nicht". Das ist daher leicht gesagt und ich selbst finde es immer wieder schwer mich nur danach zu richten, aber je mehr ich daran arbeite, umso weniger machen mir Suckouts oder Cooler etwas aus.
      so true. Einrahmen und aufhängen!
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      eigentlich steht das bei mir jetzt auch im Mittelpunkt. Aber ich werd's noch präziser in den Blick nehmen. :)
      Gut, dass du's nochmal rausstellst.

      Lg
    • Fox128
      Fox128
      Silber
      Dabei seit: 19.10.2007 Beiträge: 1.320
      Ah, war wohl ein Missverständnis:
      Ich spiele nicht 5 PTBB NL20,
      sondern nach BRM eher sowas wie
      BSS 15 (oder doch 20?) PTBB NL10.
      oder SSS 2 PTBB NL25.
      Aber leider alles nur Schätzungen, ohne PT geht ja nicht viel. >_O


      Naja, dass du seit 10 Monaten spielst, wusste ich nicht. Also mein Ziel ist eben in 10 Monaten schon ein ordentliches Gehalt durch Poker zu haben, das ist eben meine Motivation.
      Wenn du dieses Ziel noch nicht erreicht hast, mach es dir einfach jetzt zum Ziel. =)
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      ne, passt schon. Ich bin mittlerweile wieder mit Spaß bei der Sache. :)
      Wenn ich meine Winrate noch ein paar 10k Hände halte, kann ich aufsteigen und ab NL$50 wird's auch interessanter.
      Aber ich lern ja nach wie vor dazu. Also das passt jetzt scho, denk ich. ^^

      Lg
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      Huhu, ich hoffe ich kann auch ne brauchbare antwort liefern :)
      Hab mir diese frage auch schon öfter gestellt. Ich bin zwar kein profi, aber meine motivation besteht darin, mir mit dem pokern etwas dazuzuverdienen. Dieses kann ich aber erst dadurch erreichen, indem ich mein spiel verbessere!
      Zu meinem "spiel" gehört aber nicht nur das know how, sondern auch die psychische komponente, dh. dass ich mich jederzeit im griff habe. Freuen tue ich mich natürlich, wenn ich dann meine br sehe, die sich zunehmens vermehrt (aber wer verliert schon gerne?) :)

      Meine motivation besteht also darin mich weiterzuentwickeln vom spielerischen, so dass ich auf ein höheres limit kommen kann und auch dort nicht rumgeschubst werde. Abstrakt würde ich es einfach mal "voran kommen" nennen, genauso wie man beim sport nicht immer in der untersten liga spielen möchte, sondern sich mit besseren gegnern messen möchte.

      Ich muss jedoch auch sagen, dass ich das wort spaß nicht so gerne im zusammenhand mit pokern verwende, denn es macht mir - ehrlich gesagt - nicht unbedingt spaß stundenlang über viele tausend hände hinweg raise oder fold zu drücken, aber es ist eben ein gutes gefühl, wenn man sagen kann: "ich möchte mir bald mal was gönnen und dazu _arbeite_ ich an mir, um daraus profit zu schlagen"
      Ich sehe das pokern also eher als mittel zum zweck.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      gut, das ist halt die monetäre Motivation. Das Weiterkommen hingegen ist seinerseits nur Mittel zu dem Zweck Geld zu verdienen.
      Aber eben das sollte eigentlich nicht die Motivation sein. Wenn dir das Pokern an sich keinen Spaß macht, dann ist es schwierig, auf Limits zu kommen, wo du Geld verdienen kannst und dort auch Winningplayer zu sein. Denn dazu braucht es lange.

      Ich finde ja, man kann den Spaß auch entdecken, wenn man vorher nicht so viel Spaß daran hatte. Ich kann mich mittlerweile an guten Entscheidungen erfreuen und fühle mich sehr gut, wenn ich richtigen Skill bei mir sehe. Das ist allerdings bisher noch nicht unbedingt gegeben. :rolleyes:

      Lg
    • Schmette
      Schmette
      Gold
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 5.252
      Hiho,

      ich lese momentan passende Bücher zu diesem Thema: The Poker Mindset, Your Best Poker Friend und Your Worst Enemy . In den Bücher geht es hauptsächlich um eine Tiltresistente Pokereinstellung. Laut dem Buch, sind Emotionen egal welcher Art Tilt. Selbst wenn man sich als happy bezeichnen kann ist das eine Form von Tilt. Jedoch ist die Auswirkung auf sein Spiel nicht wirklich groß.

      Daher mache ich das momentan mit den Emotionen so:

      Negative Emotionen werden unterbunden, wie z.B. Frust, Aggressionen ....
      Minimal Positive Emotionen sind bei mir erlaubt, wie z.B. sich nach nem 200BB Pot glücklich schauen und laut ja zu sagen. Das sollte aber nicht zu lange dauern;)

      Überschwängliche Juhuuus oder Jaaaaass ich bin der Beste etc. werden auch unterbunden.

      Das wars zu den Emotionen.

      Jetzt stellt man sich natürlich die Frage woran soll man sich dann erfreuen.
      - Minimale Emotionsbewussten Momente beim Pokern.
      - Winrate (ist Ansichstsache und erst nach ner höheren Anzahl von Händen bedeutsam)
      - Das wichtigste bei mir, A-Game. Hört sich lächerlich an, jedoch wenn ich mein A-Game spiele macht es mich zufrieden und motiviert mich dazu dies weiterhin zu tun.
      -Limitaufstiege gehören sicherlich dazu, (Ich mache momentan alle 10k Hands einen, da meine BR für die nächsten 4 Limits über mir riecht:)
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Hi,

      ja, man sollte sich wohl einfach über richtiges +EV Spiel freuen. Überschwänglich wird man dadurch nicht, weil das schon von der Sache her nicht von einen auf den andren Punkt passiert, sondern man sich mehr und mehr ein Bewusstsein darüber verschafft, dass man ein guter Spieler ist. Man ist dann dauerhaft zufriedener.

      Lg
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      Also nicht dass ich falsch verstanden werde, meine motivation ist schon mein bestes zu geben, sprich mein a-game zu bringen. Aber ich gehe natürlich auch an die tische um +ev zu machen, sonst wäre mein "hobby" auf dauer ja auch gar net möglich :D
      Ich wollte aber auch deutlich machen, dass es wesentlich interessantere hobbys für mich gibt, als stundenlang zu pokern und wenn es nur andere computerspiele sind. Ich könnte mich zum beispiel nicht mit dem gedanken anfreunden, monatelang auf nl10 oder 0,1/0,2$ rumzudonken. Dafür wäre mir meine zeit dann doch zu schade ;)
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.480
      Tja und ich donke monatelang auf NL$25 rum. Daran hättest du dann ja vermutlich auch keinen Spaß. Würdest du an meiner Stelle dann einfach die Segel streichen oder wie? ;)

      Lg
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.241
      Naja ich kenn dein brm net, spiele selbst erst 0,5/1 + 1/2 fl, aber will mich weiter verbessern und in den letzten wochen ging es recht gut voran. Ich finde es kommt drauf an, wieviel man schon erreicht hat. :)
      Du bist ja mit nl25 schon nah dran an nl50, wo man auch schon den ein oder anderen $ machen kann, also finde ich das net schlecht. Wollt einfach den zeit/nutzen faktor aufzeigen. Mich persönlich würde es wurmen, wenn ich überhaupt net voran kommen würde.
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Also man kann sich schon leicht ärgern oder freuen, aber das sollte dann auch kurz wieder vorbei sein. Ich hab heute z.B. den 2nd oder 3rd Nutflush gefloppt gegen 4 Leute, bette an, einer callt einer checkraist. Ich habe überlegt was seine Range sein könnte, festgestellt das ich sehr gut vorne sein kann und gepusht. Gegner callt, hatte ein Set, ich gewinne und ich war froh. Kurze Zeit später war das aber wieder vergessen.
      Wenn man sich freut, dann sollte man sich über richtige Entscheidungen freuen. Man spielt nicht gegen die Hand die der Gegner grad hält. Man spielt gegen seine Range. Wenn du dich auf's Handreading konzentrierst, dann fällt es dir auch leichter nicht zu tilten. Denn es gibt schließlich Hände in seiner Range die dich schlagen können oder die Outs haben.

      Man sollte sich nur nicht ärgern. Genauso habe ich heut ein eher fragwürdiges Play gemacht, wo manche wahrscheinlich nur mit dem Kopf schütteln würden. Aber je mehr ich so drüber nachdenke, desto besser war es eigentlich, auch wenn ich dadurch mal locker $200 in den Wind geschossen habe.
      Ziel sollte es sein, sofern man ambitioniert spielt und aufsteigen will, seinen Skill zu verbessern und das nächste Limit zu erreichen. Wenn du Poker nur spielst weil es ein tolles Hobby ist und Spaß machen soll, dann darfst du dich auch freuen, tilten, aufregen, was auch immer. Nur solltest du dir bewusst sein, dass dadurch deine Winrate sinkt. Nicht jeder spielt um dann die Midstakes zu schlagen oder gar auf die Highstakes vorzudringen. Wenn du also mit einem netten Zeitvertreib zufrieden bist, der ab und an auchmal ein paar 100 Euro im Monat abwirft, dann spiel doch einfach zum Vergnügen.
      Willst du aber wie ich, einen lukrativen Nebenverdienst um dir etwas mehr leisten zu können, dann pfeile an deinem Spiel, konzentriere dich voll darauf und freue dich nach einer Session wenn es gut lief.
      Ich freue mich, wenn es an einem Tag gut nach oben geht, und wenn es nach unten geht, dann ist es halt so.
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