Bankrollaufbauf und dann der große Knall

    • Ghostwriter0
      Ghostwriter0
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2006 Beiträge: 1.804
      Zum insgesamt vierten Mal habe ich meine Bankroll nun von ca. $100 auf $400 hochgespielt, zum vierten Mal kam der große Downswing, in wenigen Tagen lief ich in guten Händen in die dümmsten Gegner die getroffen haben wie sie wollen. Eigene Draws kamen so gut wie nie an, Overpairs wurden regelmäßig geknackt.

      Die BR schrumpft und schrumpft und schrumpft, ohne es zu merken verändert man sein Spiel und verliert noch mehr. Der Teufelskreis beginnt, man sieht überall nur noch Monster (oder eben auch nicht wenn es dann doch da ist).

      Ich bin jetzt wieder am Ausgangspunkt und frage mich was für einen Sinn das überhaupt noch macht. Ich cashe jetzt wieder mit leichtem Gewinn aus, mache ein paar Wochen Pause und dann geht das gleiche Spiel wieder von vorne los.

      Ich frage mich ob es anderen ähnlich geht, ob andere das Gleiche immer wieder durch machen. Pokern macht mir wirklich Spaß, ich beschäftige mich mit der Materie, bin ich mal mit zwei Stacks im Minus ist das alles kein Problem, aber wenn die (ja gewollte) Dummheit der Gegner immer und immer wieder belohnt wird frage ich mich ernsthaft was das alles noch soll. Der Longrun zählt, ist klar, aber wenn ich im Shortrun immer wieder in die Scheiße trete und mit guten Händen gegen Idioten verliere die den Fold-Button nicht kennen (und ihn ja eigentlich auch nicht kennen sollen, denn sie sollen schlechte calls machen) und einen weglucken ist das ganze doch ziemlich irgendwie ziemlich sinnlos, oder?
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    • toxic
      toxic
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2006 Beiträge: 1.326
      Ich selber habe auch oft solche Sessions, bei denen ich gegen jeden Schrott verliere. Ich lese dann auch öfters hier im Forum, dass es anderen auch so geht (wie jetzt von dir). Der (vielleicht) große Unterschied zwischen dir (und anderen) und mir ist vielleicht, dass ich zu solchen Zeiten einfach weniger spiele, weil es mir keinen Spass macht (ständig zu verlieren) und ich deshalb weniger verliere als du (und andere).
      Oft klingen die Downswing-Geschichten so, als ob die Leute mit Gewalt versuchen würden, gegen die Fische zu gewinnen. Ich glaube aber, dass es einfach Zeiten gibt, wo man gegen die größten Mega-Fische einfach keine Chance hat (weil die große Pokergötting gerade woandershin schaut). Das sollte man dann vielleicht (zähneknirschend) akzeptieren.
      Aber ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Ich bin halt auch in der glücklichen Situation, dass ich eh nur am Feierabend spielen kann - und den will ich mir echt nicht vermiesen lassen. Wenn ich tagsüber mehr Zeit zum zocken hätte, würde ich sicherlich auch in Verlust-Zeiten mehr spielen und demnach mehr verlieren.
      Jaja, so hat es halt auch sein Gutes, dass ich kein Schüler/Student bin.