3-bet flop nur gecalled, aber turn gebettet. Warum?

    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Ich bearbeite ja nun ein paar Stunden jeden Tag die Bsphands und ich seh immer wieder Leute, die den Flop check/raisen, ne 3-bet nur callen, aber dann den Turn betten. Es gibt ja wirklich Situationen in denen das Sinn ergibt, aber ich kenne nur wenige Experten, die wirklich genau sagen können, wann eine solche Situation eintrifft.
      Wenn jemand nen SHC Eintrag wie (Raise0/call 3) nicht gleich auf Anhieb versteht und deshalb vielleicht eher sowas wie (Raise3/Raise1) spielt, kann ich nachvollziehen. Er hat einfach das SHC noch nicht verstanden.
      Wenn jemand an ner Stelle bet/call Flop, check/raise Turn spielt, wo er lieber cap flop bet/calldown turn spielen sollte, kann ich auch verstehen. Er versucht irgendwie mehr Value oder mehr Foldequity aus einer Hand zu schlagen, weiß aber noch nicht ganz wie.
      Wenn sich die eigene Hand am Turn aber nicht verbessert, warum hält man sie dann stark genug für eine bet, wenn man sie nicht stark genug für einen Flopcap hielt?
  • 2 Antworten
    • GTAm
      GTAm
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 1.347
      Könnte mir da zwei Situaionen vorstellen:

      - Er hat ein Monster und callt den Flop, aber donkt den Turn, in der Hoffnung dass er geraist wird un den Turn 3-betten kann. Ob das eine sinnvolle Strategie ist, weiß ich nicht.
      Ich denke schon dass nach einem Cap Flop, Bet Turn der Gegner eher runtercallt, als nach Call Flop, Donk Turn ... wenn der Turn irgendeine Rag ist.
      Kommt langfristig in meinen Augen aber das gleiche bei raus. Könnte vielleicht noch ein Schutz vor Freecards sein.

      - In irgendeinem Buch habe ich mal von der Spielweise gelesen, sich mit einer starken, aber verwundbaren Hand erstmal den Turn anzusehen, bevor man voll einsteigt. Als Beispiel war da ein kleines Set auf einem sehr drawlastigen Board. Ist der Turn nur Mist, pushen wir, vervollständgt der Turn einen Draw, halten wir uns zurück
      Weiß aber nicht mehr, welches Buch das war und inwiefern sowas sinnvoll ist.
    • Player06
      Player06
      Global
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 5.915
      in ssh ist so ein beispiel wo er TT hält bei einem drawlastigen board. die wahl war zwische 3-bet flop oder call flop raise und sich den turn anschauen. da ihm die hälfte der karten im deck schlagen würde, entschied er sich den turn anzuschauen und erst dort seine hand zu protecten. mit ner 3-bet am flop hätte er sowieso keinen mehr aus der hand gekriegt, außerdem hat er nur eine kleine edge.
      ist die turn karte aber eine blank steigt seine pot equity rapide an, er hat also einen größeren vorteil wenn er raist, außerdem protectet er seine hand besser.



      edit: s. 187 ist das.

      also ich bevorzuge eigentlich auch eher cap flop bet turn. call 3-bet flop, bet turn ist irgend wie komisch gespielt. was will man mit der donk erreichen? ich denke dass der spielzeug nur in ganz seltenen situationen sinn macht. prinzipiell errinert mich das eher an einen schwachen spieler der

      a.) die stärke seiner hand nicht einschätzen kann
      b.) betting sequenzen nicht versteht

      wenn überhaupt sollte man sowas nur mit einem monster machen und nicht mit einem starken draw. dann kriegst vielleicht am turn noch einen raise und musst ne extra BB zahlen nur um dann am river deinen draw u.i zu folden.
      also wenn dann nur monster.