kleine PPs im neuen Strategieartikel

    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Hi,

      folgendes gehört vielleicht eher in den Bereich "Feedback zu SNG Artikeln", aber da ich da keine Threads eröffnen kann, erstmal hier:

      Der neue Artikel zum Spiel "spekulativer Hände" empfielt, kleine PPs (22-66) nur zu spielen, wenn ich selbst und mein Gegner "mindestens noch das 20-fache der Erhöhung an Chips übrig haben". Etwas weiter unten wird die Wahrscheinlichkeit, ein Set zu treffen, mit 10,8 % angegeben.
      1. ist die gegebene Wahrscheinlichkeit zu klein. Wir treffen in 10,8 % Der Fälle genau ein Set, aber immerhin zu 11,8 % ein Set oder etwas Besseres (Set, FH, oder Vierling).
      2. ist "20-fach" mE viel zu tight. Eine so vorsichtige Strategie kann angemessen sein, wenn wir überlegen ein kleines PP Out of Position zu spielen und ein Raise hinter uns befürchten. Spätestens, wenn wir Position haben und nur einen Gegner (also etwa einen Raiser vor uns), sollten wir auch berücksichtigen, dass wir den Pot ab und zu werden stehlen können, also nicht unbedingt das Set treffen müssen. Das setzt natürlich gute Postflopskills voraus, weil wir schwierige Entscheidungen werden treffen müssen. Aber von solchen Skills müssen wir beim Spiel "spekulativer Hände" sowieso ausgehen (wie der Artikel auch schreibt).
      Ein Beispiel für das andere Extrem: Phil Gordon schreibt in seinem "Little Blue Book" (für MTTs), habe er selbst und sein Gegner einen relativ großen Stack (40BB oder mehr), würde er immer mit jedem PP bis zu 5BB callen - also bis in den Bereich von 1:8 hinein! Bei SNGs würde ich wegen der kleineren Stacks mehr als 1:8 brauchen - aber bei 1:12 oder 1:10 + Position, spiele ich fast immer.
      Alles in allem wird das Potential der Little Pockets mE in dem Artikel erheblich unterschätzt.
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    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Zunächst ist es richtig, dass die Wahrscheinlichkeit am Flop sein Set zu treffen 10,8% beträgt. Ich gebe dir aber recht, dass es besser hieße: "trifft man in 11,8% der Fälle Set, FH oder Quads".

      Zu dem Punkt "unterschätzte niedrige Pocket Pairs". Der Artikel soll Einsteigern (darum auch Bronzesektion) den Umgang mit niedrigen PPs erleichtern. Von daher verfügen sie meist nicht über die nötigen Skills im Postflopspiel. Um ihnen unnötige Chipverluste in früher Phase zu ersparen, wurde der von dir zitierte Richtwert genannt.
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Hm :) . In der Ankündigung zum "SNG Countdown to Christmas" auf der Startseite, entstand bei mir der Eindruck, die Artikel stünden gewissermaßen als "Weihnachtsgeschenk" in der leicht zugänglichen Bronzesektion, seien aber für alle Turnierspieler gedacht. Daher meine Irritation. Und Ihr wollt wirklich, dass Anfänger spekulative Hände spielen?
      Sei's drum - Frohe Weihnachten! :D
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von Absalon
      Hm :) . In der Ankündigung zum "SNG Countdown to Christmas" auf der Startseite, entstand bei mir der Eindruck, die Artikel stünden gewissermaßen als "Weihnachtsgeschenk" in der leicht zugänglichen Bronzesektion, seien aber für alle Turnierspieler gedacht. Daher meine Irritation. Und Ihr wollt wirklich, dass Anfänger spekulative Hände spielen?
      Sei's drum - Frohe Weihnachten! :D
      =)

      Ich denke, dass tatsächlich für spieler unterschiedlicher spielstärke sehr viel brauchbares enthalten ist, auch über das einsteigerniveau hinaus. ich finde es durchaus ok, dass auch einsteiger spekulative hände spielen, solange sie sich an gewisse regeln/richtwerte halten. je erfahrener und sicherer im postflopspiel diese spieler werden, umso großzügiger werden sie dann von ganz alleine diese richtwerte auslegen
      Frohe Weihnachten! :D

      ps: kritik und anregungen zu den artikeln sind sehr willkommen. =)