Headsup OOP im unraised Pot

    • DwarF
      DwarF
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2005 Beiträge: 447
      folgendes szenario: jemand hat preflop gelimpt und wir kriegen ein freeplay im BB. wir verfehlen den flop und betten. obwohl der pot extrem klein ist, callt der preflop limper. am turn haben wir immernoch gar nichts.
      bettet ihr in so einer situation nochmal mit einer hand wie 9-high ohne draw möglichkeiten?
      ich tue dies in den wenigsten fällen, da mir der pot zu klein ist und ich den gegner viel häufiger auf eine made hand setzen muss, wenn er in so einem mini pot den flop callt, aber bin mir in diesen situationen oft unsicher. es gibt schließlich immernoch die gegner die jeden flop erstmal callen.
  • 9 Antworten
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      sowas folde ich zu 90% es sei ich weiss der callt jerden flop und foldet am turn wenn er nichts hat
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Gegen die Gegner, die jeden Flop erstmal callen haben wir halt pech gehabt.

      Aber 1:2 Foldequity haben wir am Turn sehr selten, daher in der Regel check/fold.
    • DwarF
      DwarF
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2005 Beiträge: 447
      wie sieht es zB in folgendem fall aus:

      wir haben A3o

      board: Js8s2h turn: 6c

      gegner: 45 / 2 / 1 wts: 41

      sowas bette ich persönlich manchmal auch noch am turn, da der gegner hier oft nur mit nem backdoor draw den flop callt. was meint ihr?

      edit: sorry ich hatte mit dem board nen kleinen fehler. das beispiel war so konstruiert, dass man am turn nur A-high hat
    • Rifter
      Rifter
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 547
      spiel ich genauso wie du dwarf. ui am river dann je nach gegner c/c oder c/f
    • noone23
      noone23
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 472
      Original von Scipio
      Gegen die Gegner, die jeden Flop erstmal callen haben wir halt pech gehabt.

      Aber 1:2 Foldequity haben wir am Turn sehr selten, daher in der Regel check/fold.
      warum dann überhaupt den Flop betten? ^^
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Original von noone23
      Original von Scipio
      Gegen die Gegner, die jeden Flop erstmal callen haben wir halt pech gehabt.

      Aber 1:2 Foldequity haben wir am Turn sehr selten, daher in der Regel check/fold.
      warum dann überhaupt den Flop betten? ^^
      Naja, stell dir doch mal vor, der Gegner weiß, dass wir immer den Pot betten, wenn wir nichts haben und checkraisen, wenn wir etwas haben.

      Dann ist es doch wohl klar, dass der Gegner unsere Spielweise ausbeuten kann. Der Gegner weiß es halt nur nicht, daher können wir mit der Spielweise seine Unwissenheit ebenfalls ausbeuten ;)

      Ich glaube kaum, dass es 100/200 spieler gibt, die jeden unraised Pot betten, geschweige denn unsere Spielweise spielen. Aber darunter funktioniert das denke ich sehr gut.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Also ich check/raise nicht immer, wenn ich etwas getroffen habe. Ich bette, egal ob ich was hab oder nicht.

      mit Verweis auf folgenden abschnitt zu OOP unraised pot aus dem Standard-BS-Thread für Flop HUs:

      Seid ihr in so einer Situation als erster dran, also out of Position, solltet ihr immer betten. Der Gegner foldet fast immer in mehr als 33% der Fälle, und deshalb ist diese Bet automatisch profitabel.

      Callt der Gegner den Flop und eure Hand ist nichts wert, solltet ihr den Turn check/folden.
      Ist eure Hand am Turn noch spielbar, solltet ihr den Turn erneut betten.

      Raised der Gegner den Flop, so solltet ihr mit einer sehr starken made Hand diesen Raise nur callen und dafür den Turn betten in der Hoffnung, dass der Gegner erneut raised und ihr somit den Turn 3-betten könnt, um so den maximalen value zu bekommen.
      Mit einer Drawing Hand solltet ihr seinen Flop Raise ebenfalls nur callen, den Turn dann checken und entweder eine free Card bekommen oder aber ggf. mit einem Turn check/raise den Gegner zum folden bringen.
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Okay, wenn man argumentiert, man bettet immer den flop um so seine Bluffs und starken Hände zu vermischen, dann könnte man doch mal prüfen, ob sich ein Raise seitens des Gegners nicht immer lohnen würde.

      Im Pot sind 3 SB drin, der Raise kostet 2.
      Unser Bluffraise muss in 40% der Fälle klappen und ich denke, die sind hier sicher gegeben, sofern villian andernfalls folden müsste.

      Also ich will absolut nichts gegen diesen Theorieartikel sagen, aber einfach mal behaupten, dass, sofern der Gegner diesen Read auf uns hat, er nicht mehr anwendbar ist - Er müsste quasi auf der Unkenntnis des Gegners basieren.

      Villian sagt sich in der Praxis, 50% der Gegner spielen bet any unraised pot, der rest foldet, wenn er nichts hat.
      Somit bekommt er grob verallgemeinert nur noch die Hälfte der Foldequity, die er braucht und damit wäre ein bluffraise quatsch.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Also wenn du immer bettest, wenn du nichts hast und immer check/raist wenn du etwas hast, gibst du aber mehr Informationen preis, als wenn du einfach immer bettest, weil dein Gegner nach bet any immernoch nicht weisst, ob du gerade etwas hast, oder nicht. Imo hat ein readender Gegner hier 2 Möglichkeiten. Entweder er callt immer und schaut, was du am Turn machst, oder er foldet, wenn er nichts hat und raist wenn er etwas hat..
      weitere Sachen, die meiner Meinung nach eher für bet any sprechen:

      1. Ich geh zumindest aber auch garnicht von Gegnern aus, die mich readen können und wirklich effektive Maßnahmen gegen meine Spielweise finden. Wenn ich 30/60 spielen würde, wäre das sicher was anderes, aber solang man auf Limits spielt, die nur mit einstelligen Zahlen beschrieben werden, sollte man per tableselection eigentlich die Zahl der thinking opponents gering genug halten können, dass es einfach egal ist, was diese hier machen.

      2. Heads Up OOP sehe ich meine Ziele so:
      a) den IP Gegner unter Zugzwang setzen und möglichst wenig kostenlosen Spielraum lassen.
      b) dem IP Gegner so lange wie möglich so wenig Informationen wie möglich zu geben.
      Für b) spricht check any flop und bet any flop, weil er null Informationen hat, wenn wir immer betten oder immer checken. Durch a) wird daraus ziemlich klar bet any flop.

      Das tolle ist, das der eigentliche Konter gegen OP ja schon im HU Artikel enthalten ist. IP folden wir wenn wir nichts haben ( 3 SB zähl ich als kleinen Pot), und mit irgendeiner spielbaren Hand callen wir den Flop und betten/raisen den Turn.
      Daraus zieht weiß neben a) und b) aber noch den Vorteil Informationen zu erhalten, die weiß sonst nicht bekommen würde. 3 Punkte, die an OP gehen, die sonst einfach wegen der Position bei IP liegen würden. Ich denke, mehr kann ma da auch garnicht erwarten und rausholen. Deshalb nennt man den positional advantage nunmal so und deshalb spielen wir lieber gegen Leute, die ihre Position nicht zu nutzen wissen, als gegen welche die es können.