Gegner unknown

    • knurrhahn007
      knurrhahn007
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2007 Beiträge: 965
      Ich arbeite gern die geposteten Hände im Beispielhandforum durch und bei 99 von 100 Händen ist nichts über den od. die Gegner vermerkt. Oder es steht: Soll ich die bet am river bezahlen oder besser folden. Gegner unknown.
      Wie soll man aber richtig entscheiden wen doch solche Entscheidungen hauptsächlich an der Spielweise von Vilian festmachen kann?
      Mir kommt eben vor, dass die grundlegenden Strategien zwar gut angewendet werden aber es eher vernachlässigt wird die Gegner zu beobachten.
      Ich hatte genau das problem. Habe kein PT und hab bis vor einem Monat meist 4 - 6 Tische NL10 SH gespielt und bin nicht wirklich vorangekommen.
      Gerade die großen Pötte hab ich zu oft verloren weil ich falsch entschieden hab und das hat die mühsam zusammengekratzten dollars wieder aufgefressen.

      Dann hab ich mir zum Ziel gesetzt die BR zu vergessen und nur an meinem Spiel zu arbeiten. Spiele seither 2 Tische und mache mir in den ersten Runden mal ein grobes Bild meiner Gegner (wer ist in jeder Hand beteiligt, wer minraist ständig, wer spielt praktisch keine Hand, wie groß sind die Stacks usw.)

      Das hat mich wirklich vorangebracht und meine BR wuchs dabei so schnell wie noch nie. Inzwischen bin ich auf Nl 25 aufgestiegen und es läuft auch hier ganz gut.

      Weil ich reads für so wichtig erachte nun einige Fragen(richten sich hauptsächlich an Spieler die kein PT haben):

      Wie haltet ihr es mit Notes?
      Wie viele Tische könnt ihr spielen und trotzdem die gegner im Auge behalten?
      Welche Notes sind besonders wichtig um richtige Entscheidungen zu treffen?

      Hoffe ich bekomm noch den einen oder anderen Tip!

      lg
  • 8 Antworten
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Sehr guter Beitrag. Ich spiele normalerweise 8-10 Tische und kann daher keine intensiven Notes während der Session machen. Wenn ich etwas interessantes (non-standard play) sehe notiere ich es. Die meisten Notes bekomme ich aber durch Session-Reviews mit PT. Am wichtigsten finde ich Notes wie: was bedeuten atypische/starke Moves (l/rr preflop, c/r flop, minraises) und wie spielt er gewisse Hände (starke Hände, Bluffs, marginale Hände).
    • knurrhahn007
      knurrhahn007
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2007 Beiträge: 965
      Original von Thorsten77
      Die meisten Notes bekomme ich aber durch Session-Reviews mit PT. Am wichtigsten finde ich Notes wie: was bedeuten atypische/starke Moves (l/rr preflop, c/r flop, minraises) und wie spielt er gewisse Hände (starke Hände, Bluffs, marginale Hände).
      Danke erstmal!
      Habe leider PT noch nicht aber mich interessiert wie du das technisch umsetzt. Wenn du eine gespielte session durchgehst und weißt, dass jemand z.Bsp. einen Draw sehr agressiv spielt, wie kannst du dann diese Info während des spielens abrufen? Kann man sich im PT etwas zu den einzelnen Spielern notieren? Ist vielleicht eine dumme Frage aber computertechnisch bin ich nicht gut drauf.
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ich mache hierzu die Woche ein Video dass in 2-3 Wochen dann als lehrreichste Beispielhände erscheint. Dort ist dann die Vorgehensweise beschrieben :)
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      also ich spiele normalerweise 8 tische und kann mir, sagen wir mal 30% der action wirklich merken. Allerdings sind bei mir die rückschlüsse nicht so wirklich aussagekräftig, weil entweder ich dann in die asse laufe oder die anderen einfach nicht bis zum showdown gehen und ich damit nicht weiss, mit welcher hand er druck macht. Bis jetzt gehe ich immernoch von PT stats aus und fahre damit am besten.
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      Ich mache folgende Notes:
      Pb für n Blindposter
      N fürn Noob
      nnnnnnnnn fürn großen noob
      c für calling station
      a für aggressiv.
      g für good


      das kann man auch bei 10 tischen easy schnell hinschreiben und insbesondere, wenn sich bei nem spieler "pb pb pb nn allin 33" (ja, ich spiele NL10 :) ) angesammelt hat, weißt man was man von ihm halten kann ;-)
      Mit Pt/Pa werd ich das ganze dann noch mal überarbeiten.
    • TreterPeter
      TreterPeter
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2007 Beiträge: 3.540
      meine notes sind sowas wie
      mr-fold preflop, cr flop, cr-fold flop, cc mit Q6s utg, floatet, donkbets mit nuts

      und passe mein spiel dann entsprechend an. das geht für mich noch an 4 tischen, muss aber sagen, dass ich bei 2 tischen wesentlich sorgfältiger war. insbesondere passe ich weniger auf wenn ich nicht in der hand bin (also meißtens)

      gruß
    • knurrhahn007
      knurrhahn007
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2007 Beiträge: 965
      Ein gewisses Systhem mit Abkürzungen muss ich mir auch überlege, find ich super. Ich glaub ich schreib oft zu viel.

      Gute spieler am tisch übersieht man oft weil man nichts ungewöhnliches bemerkt. Hab mir angewöhnt bei unauffälligen spielern "seams solid" zu schreiben, so weiß ich, dass er kein unbekannter ist, mir aber nichts besonderes aufgefallen ist und ich geb ihm mal Kredit, bis ich vielleicht eines besseren belehrt werde.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      @PT Diskussion:

      Mit Pokerace hat man die Möglichkeit, dass man sich die Stats aus Pokertracker auf den Tisch direkt anzeigen lassen kann.

      Du siehst dann direkt z.b. wieviel % der Hände dein Gegner spielt, wieviel % davon er erhöht, wie aggressiv er ist etc.

      Daran kann man bei den meisten Spielern schon starke Tendenzen erkennen nach relativ kurzer Zeit.


      Das wichtigste sind aber Notes in meinen Augen. Ich achte vor allem bei fischigen Gegnern genau drauf wie sie ihre Hände spielen und notiere mir ihre Lines. (von diesen Gegnern kommt ja das Geld was wir gewinnen langfristig)