Ermittlund der Handrange?

    • Pansenmann
      Pansenmann
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 426
      Tach Leute

      Ich möchte hier mal ein Thema ansprechen, in das ich mich als Anfänger nur schwer reinfuchsen kann, zumal es in der Strategiesektion auch nicht richtig behandelt wird.
      In den Videos wird häufig von einer Handrange gesprochen. Die Coaches reimen sich irgendwie eine mögliche Handrange des Gegners zusammen. Doch welches Muster, welcher Denkautomatismus in welchen Schritten bei einem professionellen Pokerspieler ablaufen sollte, habe ich bisher noch nicht durchschaut.
      Wenn also jemand Literatur, einen anderen Thread oder ein besonderes System hat, in welchen einzelnen Schritten man die gegnerische Handrange ermitteln kann, wäre mir und wahrscheinlich auch vielen anderen sehr geholfen.

      Danke und Reingehaun
  • 3 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das ist der Schritt, den ein Anfänger von einem fortgeschrittenen Spieler unterscheidet.

      Meiner Erfahrung nach gehört da einfach viel Selbststudium und Analyse diverser Situationen zu. (z.b. arbeite selbstständig mal die Beispielhandforen durch, gib den Gegnern Handranges und schau ob das in etwa so alles hinkommt)

      Du musst je nach Situation den Gegner auf eine mögliche Reihe von Händen setzen (eine Handrange) und den richtige Spielzug (unter Beachtung der Tendenzen des Spielers) darauf basierend machen.

      Konkrete Literatur kann ich dir dafür nicht anbieten, aber ich denke, dass ist ein Prozess den jeder selbstständig für sich erarbeiten muss.

      Edit:

      Ich hab im 2+2 Forum einen Artikel gefunden, der sich mit der Thematik ziemlich gut beschäftigt.

      http://archives1.twoplustwo.com/showflat.php?Cat=0&Number=5935516&an=&page=0&vc=1
    • Pansenmann
      Pansenmann
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 426
      Vielen Dank für die schnelle und fähige Antwort Ghostmaster

      Der Artikel hat mir schonmal einen ersten Einblick in das systematische Denken geliefert. Also sollte ich je nach bisheriger Agressivität und Bet-Schema den Gegner auf eine Handrange setzen. Wenn ich diese mit dem Board abgleiche, weiss ich ungefähr welche Hände mich Beat haben und kann den Nacken einschätzen.
      Allerdings sollte der Gegner für so etwas wahrscheinlich schon so etwas wie Pokerverstand haben. Ab welchem Limit macht es Sinn die Leute einzuschätzen? In diesem Zusammenhang finde ich es auch sehr interessant, ab wann es Sinn macht PT/PA anzuwerfen.
      Aber sonst werden ich und Pokerstove uns erstmal den Beispielforen zuwenden.

      Danke und Reingehaun
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Es macht immer Sinn den Gegnern einen Schritt vorraus zu sein. Wenn du deinem Gegner in den wichtigen Situationen eine Handrange geben kannst und einschätzen kannst, ob du vorne oder hinten bist mit deiner Hand (das was der Equilator macht, halt im Kopf intuitiv abbilden -> einfach Übungssache).

      Stell dir mal folgendes simple Beispiel vor:

      Gegner XYZ spielt alles unter Midpair+ immer C/C und ab TPTK+ immer Donk/Raise. Du kannst in diesem Fall dem Gegner immer eine gute Range geben und deine eigene Hand sehr viel besser dagegen abschätzen. Du weisst also, ob es Sinn macht noch weiter Geld mit deiner Hand zu investieren.

      In dem Artikel werden die unterschiedlichen Stufen des Level Thinkings auch erklärt. Der wichtigste Schritt ist es deinen Gegnern immer genau 1 Schritt vorraus zu sein, dann wirst du über kurz oder lang Geld an ihnen verdienen.