Wie interpretiert man den Aggression Faktor des Gegners richtig?

    • Moneypenny76
      Moneypenny76
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 838
      Gehe so langsam dazu über die Pokertracker-Stats meiner Gegner während des Spiels zu analysieren und in meine Spielweise einzubauen. Deshalb die Frage. Welche Relationen sind sind für die Interpretation des AF in welchem Masse relevant und weshalb?

      AF vs VPIP
      AF vs PFR
      AF vs WTS
      andere?

      Ich bin natürlich auch für Thread-Links dankbar, wo das Thema bereits behandelt wurde... denke aber ne grundsätzliche Diskussion kann ja nie schaden...

      Thx MP
  • 10 Antworten
    • martenJ
      martenJ
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2005 Beiträge: 1.492
      wieso glaubst du, dass zw den werten ein zusammenhang besteht?
    • habi5586
      habi5586
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 1.532
      afaik müsste ein guter LAG einen kleineren AF haben, da er auf dem Flop mehr hände aufgeben muss, als ein vergleichbar starker TAG
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      jop

      wenn ein 20vpip10pfr spieler eine af von 3-4hat, bettet dieser bessere hände, als jemand mit vpip50pfr10 und selbem af

      also ist imo vor allem das verhältnis zu vpip wichtig, da man dadurch sieht, wie viele hände er am flop hat und wie oft er im verhältnis zu dieser anzahl bettet.

      einen zusammenhang zu wts sehe ich eigtl gar nich
    • habi5586
      habi5586
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 1.532
      wobei sholvar glaube ich immer sagt, dass man wenn man den AF bei händen angibt, zwangsweise den WTS auch mit angeben soll... denke aber, dass das gleiche phänomen ist wie mit VP$P jemand der nen hohen VP$P hat, geht wenn er gut ist auch seltener zum showdown imo
    • zACcc
      zACcc
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 280
      Wenn zwei Spieler mit gleichem VPIP und PFR den gleichen AF haben, ist der mit dem höheren WTS aggressiver, da er mehr mögliche Aktionen mit schlechteren Händen hat, und diese trotzdem aggressiv spielt.

      Ich empfehle dazu den Artikel "[Psychologie] Stilmerkmale 1.1". Der letzte Abschnitt unter "2. Aggressive oder passive" beschäftigt sich genau mit der Fragestellung :)
    • Moneypenny76
      Moneypenny76
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 838
      Original von Kugelfang
      jop

      wenn ein 20vpip10pfr spieler eine af von 3-4hat, bettet dieser bessere hände, als jemand mit vpip50pfr10 und selbem af

      also ist imo vor allem das verhältnis zu vpip wichtig, da man dadurch sieht, wie viele hände er am flop hat und wie oft er im verhältnis zu dieser anzahl bettet.

      einen zusammenhang zu wts sehe ich eigtl gar nich
      Hmm das ist leider genau der springende Punkt für meine Frage. Ich hab letztens beim Coaching Moxl nah dem Zusammenhang gefragt. Sie hat gesagt, Korn hätts ihr erklärt, sie könnte es aber nicht genau wiedergeben. Ihrer (unvollständigen) Antwort nach zu schliessen gibt es aber einen direkten Zusammenhang zwischen AF und WTS.
      Ich will jetzt eigentlich wissen, wie ich den AF auf den einzelnen Strassen richtig interpretiere. Da ist dein erster Satz doch schon mal sehr nützlich.
    • xam
      xam
      Black
      Dabei seit: 11.03.2005 Beiträge: 871
      Nehmen wir an, wir spielen mit AF 3,0 und haben einen WTS von 35% und jemand anderes hat auch einen AF von 3,0 aber einen WTS von 50%. Das Verhältnis von bet und c/r ist bei beiden spielern gleich, da wir allerdings nicht so oft zum showdown gehen sondern eher toughe folds machen, muss der gegner mit dem höheren WTS an dieser Stelle raisen um auf den gleichen AF zu kommen, das heißt er spielt insgesamt agressiver.
    • dayero
      dayero
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2005 Beiträge: 1.723
      mal ein beispiel zur verdeutlichung:

      sagen wir zur vereinfachung es gibt nur eine bietrunde und danach den showdown. spieler 1 hat aggro 2 und wts 33%, spieler 2 auch aggro und wts 50%.

      die aktionen in der reihenfolge fold/call/bet/ sehen dann bei den jeweiligen spieler so aus:
      spieler 1: 66% / 11% / 22%
      spieler 2: 50% / 17% / 33%

      über mehrere streets wirds dann etwas komplizierter, aber das grundprinzip, daß der loosere spieler bei gleichem aggrowert in absoluten zahlen häufiger bettet, bleibt erhalten.
    • fussel
      fussel
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 152
      Entscheidend für die Deutung des AF-Wertes ist die Relation zumr VPIP.

      Beispiel:

      Stats (VPIP / AF)

      Deine Stats: vereinfacht 20 / 3
      Villian: 60 / 1

      Dein Gegner hat in etwa die gleiche Aggro wie Du.

      Anderes Beispiel:

      Deine Stats: 20 / 3
      Villian: 40 / 2,5

      Dein Gegner spielt wesentlich aggressiver als Du. Im Verhältnis zu einem opt. VPIP (~20) liegt sein AF bei ca. 5.
    • dayero
      dayero
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2005 Beiträge: 1.723
      diese rechnung ist imho irreführend. es gibt durchaus leute, die einen hohen vpip haben, dann am flop aber fit or fold am flop spielen. das erzeugt einen ziemlich hohen af über alle streets, ohne daß sie schwache hände übermäßig aggressiv spielen. erkennbar ist das nur am wts.


      Deine Stats: 20 / 3
      Villian: 40 / 2,5

      Dein Gegner spielt wesentlich aggressiver als Du. Im Verhältnis zu einem opt. VPIP (~20) liegt sein AF bei ca. 5.
      selbst bei gleichem wts ist diese rechnung nicht richtig. ziehe man das ganze mal von hinten auf und nehme den vermeintlichen AF 5 bei vpip 20% an. jetzt erweitere man die handrange um 20% und nehme an, daß der betreffende spieler über diese zusätzliche range den gleichen wts hat und die aktion "fold" sich über alle streets genauso verteilt wie bei den anderen 20%. das würde dann bedeuten, daß der spieler, um auf einen af von 2,5 zu kommen, hier nur einen af von 1,5 hat. das halte ich für extrem unwahrscheinlich. beispiel:

      jeweils 100 actions:

      tight 20%: bet: 84, call: 16 af = 5.25
      loose 20%: bet 60, call: 40 af = 1.5

      insgesamt 200 actions: bet 144, call 56, af = 2,57.

      da ich so eine verteilung der aggresivität über die gesamte handrange für ziemlich unwahrscheinlich halte, denke ich, daß ein vpip 40% mit af 2,5 nicht mit einem vpip 20% af 5 vergleichbar ist. eher mit einem af von vielleicht 3,5.