Arbeit über Poker

    • silu6
      silu6
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2005 Beiträge: 142
      Hi zusammen,

      Ich schreibe für die Schule eine Arbeit über Poker. In dieser Arbeit muss ich die These "Poker ist ein Strategiespiel" bestätigen oder widerlegen. Ich habe dabei schon ein paar Quellen gefunden, allen voran die Bücher Harrington on hold'em 1 & 2 und "The Theory of Poker".

      Wisst ihr, wo ich noch weitere Quellen im Internet finde oder könnt ihr gute Bücher empfehlen, die sich nicht hauptsächlich mit der Strategie, sondern mit dem Thema Poker=Strategiespiel beschäftigen?

      Weiter wäre ich sehr dankbar, wenn ein profesioneller, bekannter Pokerspieler mit folgende Fragen beantworten könnte:

      1. Stelle Sie sich kurz vor

      2. Wieso finden Sie, ist Poker ein Strategiespiel?

      3. Wie hoch ist der Faktor Varianz einzustufen?

      Besten Dank!
  • 13 Antworten
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Ich finde, Poker ist ein Strategiespiel, weil es von Computern gespielt werden kann. Wäre Poker kein Strategiespiel, dann kämen Wissenschaftler nie auf die Idee, einen Computerspieler im Rahmen der Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu bauen.

      http://games.cs.ualberta.ca/poker/man-machine/

      Computermeisterschaft:

      http://www.cs.ualberta.ca/~pokert/
      (15 Teams)
    • Neobet
      Neobet
      Global
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 348
      These pro Glückspiel:

      Die Sympthome bei Spielsucht sind die Gleichen wie bei Pokersucht.
    • Marc1160
      Marc1160
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2007 Beiträge: 509
      abgelutschter könnte die frage kaum sein... gääähn
    • RobTheTop
      RobTheTop
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 1.218
      Original von Neobet
      These pro Glückspiel:

      Die Sympthome bei Spielsucht sind die Gleichen wie bei Pokersucht.
      du kannst auch schach, oder hallenhalma, oder skat, oder was weiss ich, was als strategiespiel eingestuft wird, scheisse spielen, aber denken wirklich gut zu sein, und ne menge geld verlieren (wenn man es mit Geld spielt), und es versuchen mit aller macht wieder reinzuholen.

      Genau so kann man auch beim Fußball spielen einen Fall konstruieren, wo man pro Tor viel Geld einsetzt, aber du kannst es einfach nicht, und denkst aber selber von dir du bist super gut und knallst die Bälle dem Gegner nur so um die Ohren, weil du gegen nen schwachen Gegner halt glücklich ein Paar Tore erzielt hast.
    • incomplete_05
      incomplete_05
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 726
      also, wieso poker ein strategiespiel ist:

      Texas Holdem wird NUR durch die betting sequence und die verschiedenen Positionen strategisch!

      laesst man diese faktoren aus, so ist holdem wie roulette ein reines Gluecksspiel!

      Strategie heisst ja nichts anderes, als dass du einen langfristigen Plan hast, der bei konsequentem Einsatz Vorteile mitsich bringt.
      Und genau hinter dieser Strategie verbirgt sich halt die Mathematik mit ihren Wahrscheinlichkeiten.

      Dabei spielt aber die Varianz eine sehr grosse Rolle, da die statistischen Werte der SHCs erst bei bestimmt >1Mio Haenden aufgeht.

      Somit muesste man zum schluss kommen, dass Poker aufgrund der Varianz auf shortterm gesehen ein reines Gluecksspiel ist.

      Jedoch kann es auf longterm ein strategiespiel, falls man Winning player sein moechte!.
      Ein wichtiger Faktor waeren aber auchnoch die gegenspieler:
      Wenn die Gegenspieler ohne Theorie alles callen, wird man am ende wieder bei einem puren gluecksspiel landen.

      Daher ist fuer mich Poker erst ein Strategiespiel wenn ich es wirklich longterm spiele, und meine gegner keine callingstations sind.
    • windrider
      windrider
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2005 Beiträge: 1.572
      Poker hat die einzigartige Eigenschaft, dass irgendein Dahergelaufener gegen Weltklassespieler gewinnen kann (siehe dieser Typ der gegen Ferguson, Hansen und Lederer gespielt hat).
      Ein schlechter Pokerspieler hat im Headsup selbst gegen die besten Spieler eine relativ gute Gewinnchance, wenn er jede Hand pusht.

      Im Schach werde ich auch nach 100 Partien gegen die besten zehntausend Spieler genau null mal gewinnen.

      Also bitte nicht Poker und Schach auf eine Stufe stellen.
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von incomplete_05
      Wenn die Gegenspieler ohne Theorie alles callen, wird man am ende wieder bei einem puren gluecksspiel landen.
      Das dürfte klar falsch sein ;)
      Wenn ich weiß, dass er alles callt, bette ich einfach, wenn ich mich vorne sehe und bette nicht, wenn ich mich nicht vorne sehe.

      The theory of poker ist bestimmt eine schöne Quellenangabe, weil der Typ sich in dem Buch sehr mathematisch mit dem Thema auseinandersetzt, wenn ich mich nicht irre. Selbst gelesen hab ich es nicht;)

      Ansonsten könntest du noch so Beispiele mit PotOdds bringen, das kommt bestimmt gut. Ihr seid am Flop und einer hat ein FlushDraw. Und dann gibt der eine zu schlechte Odds zum callen. "Wenn man dies x mal wiederholen würde, würde der strategische Spieler mehr Gewinn machen" bla bla...
    • incomplete_05
      incomplete_05
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 726
      naja, aber du weisst sicherlich was ich eigentlich meine mit den "callingstations"

      ;)
    • BellyBusterStraight
      BellyBusterStraight
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2007 Beiträge: 701
      imo is Poker ein Glücksspiel... man kann die Gewinnwahrscheinlichkeit positiv beeinflussen und durch Strategie +EV spielen, aber da man den Ausgang einer einzelnen Hand nicht beeinflussen kann, ist es letztendlich doch ein Glücksspiel

      Trotzdem werden natürlich die Fische immer verlieren, da es sich ja longterm wieder ausgleicht =)

      sind aber nur meine eigene Überlegungen, lass mich da auch belehren ;)
    • incomplete_05
      incomplete_05
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 726
      ich find aber auch, dass SnGs z.B. mehr "Strategiespiel" sind,
      als RingGames.
      Bei 1table SnGs kann man z.b. auch ohne gute haende zu haben ,
      ziemlich weit kommen, wenn man strategisch spielt !

      bei ringgames dagegen geht es ja nicht ums "lange durchhalten"
      sondern um so viele chips wie moeglich zu haben.
    • armi94
      armi94
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 786
      :heart: :heart:
    • micha84
      micha84
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2007 Beiträge: 14
      Original von incomplete_05
      ich find aber auch, dass SnGs z.B. mehr "Strategiespiel" sind,
      als RingGames.
      Bei 1table SnGs kann man z.b. auch ohne gute haende zu haben ,
      ziemlich weit kommen, wenn man strategisch spielt !

      bei ringgames dagegen geht es ja nicht ums "lange durchhalten"
      sondern um so viele chips wie moeglich zu haben.
      n1
    • SiggiMundorf
      SiggiMundorf
      Global
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 637
      Original von BellyBusterStraight
      imo is Poker ein Glücksspiel... man kann die Gewinnwahrscheinlichkeit positiv beeinflussen und durch Strategie +EV spielen, aber da man den Ausgang einer einzelnen Hand nicht beeinflussen kann, ist es letztendlich doch ein Glücksspiel

      Trotzdem werden natürlich die Fische immer verlieren, da es sich ja longterm wieder ausgleicht =)

      sind aber nur meine eigene Überlegungen, lass mich da auch belehren ;)
      klar
      dein gegner kann auf deine bets folden und du auf seine