Call auf set value nach Erhöhung? Wann?

    • Hannen82
      Hannen82
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 1.705
      Wann lohnt es sich auf set value zu callen, wenn ich ein kleines Pocket pair halte und vor mir erhöht wurde?

      In welchem Verhältnis muss die Erhöhung zum Stack meines Gegners stehen, damit ein call mathematisch profitabel erscheint (angenommen wir sind nach meinem call heads up und ich werde entsprechend ausbezahlt)?

      Mit anderen Worten:

      A) Ich spiele NL10, fullring. Halte ein pocket pair (33).

      Vor mir erhöht jemand auf 1 $.

      Ich folde, weil sein Reststack nur noch 1 $ beträgt.

      B) Selbe Situation, NL fullring. Ich halte wieder meine dreier.

      Vor mir erhöht jemand auf 1 $.

      Ich calle, weil wir beide einen Stack von 20 $ haben und ich mir erhoffe, bei einem gefloppten set entsprechend ausbezahlt zu werden.

      Ich hoffe, meine Frage ist klar, ich habe über die Suchfunktion leider nix zu dem Thema gefunden.

      Gibt es da irgend eine Faustregel, die einen solchen call rechtfertigt?

      Ich meine in etwa sowas: Zu erwartender Gewinn muss Mindestens das Siebenfache der Erhöhung betragen?

      Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage, ich hoffe es ist klar was ich meine.
  • 11 Antworten
    • Eyeballz
      Eyeballz
      Bronze
      Dabei seit: 13.09.2007 Beiträge: 642
      ps.de empfiehlt die Call20-Regel, d.h. du darfst callen wenn dein Stack und der Stack des Gegners mindestens das 20fache des Betrages den du callen musst entspricht. Hierbei musst du die Stacks einzeln betrachten!

      Andernfalls foldest du.
    • Hannen82
      Hannen82
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 1.705
      Danke! Gibt es einen Link hierzu?
    • Eyeballz
      Eyeballz
      Bronze
      Dabei seit: 13.09.2007 Beiträge: 642
      hm ich nehm mal stark an dass dazu was in der strategie sektion steht beim preflop spiel =)



      http://www.pokerstrategy.com/de/strategy/no-limit/270/5/

      beachte dabei dass du die call20 regel auf den Agressor und nicht auf coldcaller anwendest!
    • Absti
      Absti
      Bronze
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 1.772
      spiel noch nach der alten Call15-Regel und fahre ganz gut damit....
    • Tunneleffekt
      Tunneleffekt
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2007 Beiträge: 909
      Für den Anfang ist die 20 er Regel ganz gut. Wenn man reads hat, dann kann man das ändern. Weis ich dass Villian UTg nur mit AA oder KK groß raiset, calle ich auch wenn er 12 mal den Raise, hat da er immer Broke geht (mit KK wenn kein A kommt). Stealt mich jemand vomm BU der sehr losse ist, reraise ich, und nicht calle, da er fast imm rnichts hat und mich nicht ausbezahlt.
    • FreshFrozenMikel
      FreshFrozenMikel
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 99
      Mal 'ne ganz dumme Frage: Warum wurde die Regel eigentlich von Call15 auf Call 20 geändert? Hat sich da die Mathematik geändert ;) oder ist das "einfließen von Erfahrungen"?

      Ansonsten gebe ich Tunneleffekt recht. Auch muß man z.B. auch vor einem liegende weitere Coldcaller betrachten, weil die ja auch noch Implieds mitbringen.
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      Call 20 macht die sache für den einsteiger leichter. Bei call 15 muss dein postflop spiel schon etwas besser sein um auch schön value rausholen zukönnen. denn du kannst ja max das 15fache rausholen (HU). Imo wenn man bissle erfahrung hat reicht call15, für anfänger eigentlich auch, da wenn man trifft fast immer n stack bekommt ;)
      call 20 schraubt halt bissle die varianz runter, aber imo verpasst man dadurch zu viele gute situationen.
    • idreamofmoni
      idreamofmoni
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 1.066
      setvalue ist irgendwie total ueberbewertet finde ich. ich habs jetzt nicht im kopf aber man trift ja nur so in etwa 7-8% am flop sein set. d.h. man muss mindestens etwa das 15 fache des einsatzes bekommen, um profitabel auf set value callen zu koennen.
      ich weiss ja nicht, ob ihr schonmal online poker gespielt habt, aber ob man von nem gegner, selbst mit AA oder KK 15 mal seinen preflop raise in den pot bekommt, also schonmal so 50-60BB, halt ich doch fuer fraglich.
      und wenn der pot so riesig wird, dann ist folgendes der fall, weil grundlos haut ja keiner auch mit taschenmonstern keine zig BB in den pot:

      - man gewinnt und hat sein set/fullhouse toll ausbezahlt bekommen von einem der AA KK total overplayed hat (maniac, kann nicht von AA/KK loslassen)
      - man hatte das schlechtere set/full house und alles ist weg.viel glueck,beim naechsten malmuessen dann schon 120BB in den topf ;)
      - gegner hat flush, straight, quads (najakann vorkommen :D )

      man kann natuerlichauchmit nem bluff den gegner ausdem pot treiben, das passiert aber einem selbst theoretisch genauso oft
    • cybergnom
      cybergnom
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 2.365
      Original von idreamofmoni
      ich weiss ja nicht, ob ihr schonmal online poker gespielt habt
      ähm... nein?!

      Original von idreamofmoni
      ich habs jetzt nicht im kopf aber man trift ja nur so in etwa 7-8% am flop
      12%

      Original von idreamofmoni
      man hatte das schlechtere set/full house und alles ist weg.viel glueck,beim naechsten malmuessen dann schon 120BB in den topf
      Falsche Einstellung! Wenn Du nen Draw nach Odds und Outs runtercallst und nichts trifffst erhöhen sich Deine PotOdds beim nächsten Mal auch nicht um nen Faktor x


      Generell denke ich, dass die Call20-Regel für abslute Anfänger Sinn macht. So erspart man sich einige marginale Situationen postflop, denen man auf Grund mangelndem Könnens (noch) nicht gewachsen ist.
      Wenn dann lnagsam ein GEfühl für das Spiel mit kleiinen/mittleren Pockets vorhanden ist, kann man durchaus auch auf Call15 umsteigen, da man sonst doch einiges an Value liegen lässt.
    • idreamofmoni
      idreamofmoni
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 1.066
      wieso falsche einstellung? ein set heisst ja nicht, dass wir den topf gewinnen. darum ist das mit den odds auf die %chance, ein set zu treffen, nicht getan, es muesste nicht heissen: odds auf set, sondern odds auf winning hand, und das sind sets halt nicht immer. dass beim naechsten mal 120BB im pot landen muessen ist natuerlich unsinn, sollte nur mein argument unterstreichen, dass call15 oder call20 nicht der weisheit letzter schluss sind...
    • cybergnom
      cybergnom
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 2.365
      Original von idreamofmoni
      es muesste nicht heissen: odds auf set, sondern odds auf winning hand, und das sind sets halt nicht immer.
      Dann darfste ohne den Nuts-Draw nie irgendwas callen. Was machst Du mit dieser Einstellung wenn Du mit Q:heart: 6:heart: nen 2:heart: 7:club: J:heart: Flop erwischst und Dein Gegner Dir 4,5:1 Odds gibt? Dann drawst Du zwar auf nen Flush, aber es gibt immer die Möglichkeit, dass Dein Gegner nen höheren Flush hält.

      Es geht einfach darum, dass ein Set eine starke Hand ist, mit der Du um große Pötte spielen willst. Wenn Preflop nur gelimpt wird, wirst Du nie (wenn alles normal läuft) nen vernünftigen Pot zusammen bekommen. Sklansky nennt das "Manipulation der Potgröße". Und das kann eben durch riasen oder callen geschehen.
      Dazu kommt noch, dass man mit nem call (meistens) IP gegen den Preflop-Raiser spielt und somit noch einige andere Möglichkeiten hat, um den Pot mitzunehmen.

      Wenn Du dem Setvalue so skeptisch gegenüber stehst würde mich mal interessieren, wie Du selbst Deine mittleren und niedrigen Pockets spielst...