stochastischer hintergrund bezüglich aussagekräfitgen samplesizes

    • onglmischa
      onglmischa
      Bronze
      Dabei seit: 12.10.2005 Beiträge: 1.265
      in den einsteiger-/bronze-artikeln, sowie in den antworten zu "sind meine stats ok"-threads, ist immer mal die rede von aussagekräftigen samplesizes. als angehender nachrichtentechniker habe ich gerade mit stochastischer signal-/systemtheorie zu tun und suche in der vorlesung immer nach pokerrelevanten zusammenhängen ;) .

      soweit bekannt ist, dass für lim(n-> inf.) die relative häufigkeit des auftretens eines ereignisses gegen dessen wsk. konvergiert. beim münzwurf sagt, man dass n=100 dafür eine gute näherung ist. ich schätze mal, dass im hold'em der ergebnisraum 169 elementarereignisse umfasst. unter welcher überschirft muss ich nun suchen, um von diesen 169 elementarereignissen auf die anzahl der notwendigen versuche n schliessen zu können?
  • 5 Antworten
    • Kimbolone
      Kimbolone
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2007 Beiträge: 4.752
      Original von onglmischa
      in den einsteiger-/bronze-artikeln, sowie in den antworten zu "sind meine stats ok"-threads, ist immer mal die rede von aussagekräftigen samplesizes. als angehender nachrichtentechniker habe ich gerade mit stochastischer signal-/systemtheorie zu tun und suche in der vorlesung immer nach pokerrelevanten zusammenhängen ;) .

      soweit bekannt ist, dass für lim(n-> inf.) die relative häufigkeit des auftretens eines ereignisses gegen dessen wsk. konvergiert. beim münzwurf sagt, man dass n=100 dafür eine gute näherung ist. ich schätze mal, dass im hold'em der ergebnisraum 169 elementarereignisse umfasst. unter welcher überschirft muss ich nun suchen, um von diesen 169 elementarereignissen auf die anzahl der notwendigen versuche n schliessen zu können?
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    • tam137
      tam137
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2007 Beiträge: 1.363
      ich denke es reicht nicht von 169 elemetarereignissen auszugehen. Da die Starthände nicht für die varianz verantwortlich sind. Viel mehr wie man selber trifft und wie der gegner trifft wie man ausbezahlt wird usw, also viel komplexer.

      Eine gute möglichkeit ist über die standardabweichung die vergangenen ergebnisse zu reflektieren.

      Eine andere herangehensweise könnte auch sein über die gewonnen showdowns. ich zb brauche ca 48% gewonnene SD um langfristig gewinn zu machen (Erfahrungswert). wenn man bedenkt das man etwa nur beii jeder 25 hand zum SD kommt, kann man erkennen, dass nicht jede hand wichtig ist, sondern nur ganz bestimmte schlüsselhände.
      Wenn man dann den SD mit deinem münzwurf beispiel vergleicht und du sagst 100 Würfe reichen, dann bedeutet das auf poker bezogen das du 100 mal zum showdown gehen musst, also 2500 Hände spielen musst, um ein vernünftiges ergebniss zu erzielen.
      beim münzwurf ist das erwartete ergebniss 50/50. Beim Poker ist bei mir zb das verhältniss von SDwinnings vs. losses 51/49 das heiste ich habe 3% edge. (48% muss ich nur gewinnen um bei meiner spielweise im plus zu sein. bei anderen kann das anders sein je nach dem wieviel man ohne SD gewinnt beispielsweise)

      nun kann man sich aber denken, das wenn man eine münze hundert mal würft Ergebnisse von 60/40 55/45 66/33 ohne weiteres möglich sind, und somit ist diese edge von 3% bei dieser samplesize einfach viel zu wenig. Also musst du die samplezise erhöhen mindestens 1000 mal die Münze werfen. dann bekommt man ergebnisse von bspw 550/450 oder 520/480. Also auch noch nicht wirklich aussage kräftig, und das obwohl dies schon 25K gespielten händen entspricht. Auserdem muss man noch bedenken das nicht jeder schowdown gleich groß ist und viele andere faktoren mit reinspielen, aber SD winning sind ganz entscheident imo.

      hoffe es war einigermaßen verständlich.
    • onglmischa
      onglmischa
      Bronze
      Dabei seit: 12.10.2005 Beiträge: 1.265
      genial, big thx. mathestudium oder gesunder menschenverstand? =)
    • netsrak
      netsrak
      Gold
      Dabei seit: 11.03.2006 Beiträge: 36.838
      Ab Gold gibt es einen guten Beitrag dazu: Ab wievielen Händen werden Stats aussagekräftig?!
    • BigAndy
      BigAndy
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 22.040
      Also für 2 Ereignisse braucht man 100 Versuche:
      100 liegt zwischen 2^6 und 2^7

      Bei 169 Ereignissen nehm ich dann halt mal 169^6 also 2,3 * 10^13

      Oder muss man andersrum rechnen?
      100 = 10 ^2 und komm dann zum Ergebnis 10^169?