Wohlfühl-Spielweise

    • NeXaFs
      NeXaFs
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 517
      Ich möchte mal kurz das Folgende posten und bitte euch um eure Meinung:

      Also, ich spiele seit fast fünf Monaten regelmäßig Poker, sei es zum Spass oder wie seit nunmehr fast zwei Wochen aus puren Strategiegründen (lol). Und ich habe, so glaube ich bis jetzt kontinuierlich dazugelernt.
      Zu Beginn habe ich gespielt wie ein Depp, also primär gedacht dass meine Hand sowieso die beste ist bzw noch wird. Erst später bin ich umgestiegen, ziemlich ernsthaft und mit vollem Engagement zu pokern.
      Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass jeder einen egenen Pokerstil entwickelt und damit mehr oder weniger gut pokert.
      Jetzt spiele ich seit zwei Wochen bei 0.02/0.04 PS und bin immer verwundert, wie oft ich dort verloren habe.
      Ich habe von Beginn an mit eurer Starting Chart gespielt und nach kurzer zeit auch begriffen, wie wichtig und richtig diese ist.
      Nur habe ich noch nie zuvor so kontinuierlich verloren, (von kleinen upswings mal abgesehen) so dass ich jeden Tag kaum den Ausgangspunkt des vorherigen Tages erreicht habe.
      So habe ich also angefangen die Bücher von Hilger und Sklansky zu lesen und deren Ideen und Tipps auch promt in die Tat umzusetzen.
      Anyway, ich fühle mich aber dabei aber in den lowLimits extrem unwohl. Diese Tipps und auch eure Ausführungen in den jeweiligen Amat. und Fortgeschrittenensektionen mögen ja 100% korrekt sein aber sie reichten für mich nicht aus, um die "Maniacs" in den unteren Limits zu schlagen.

      Ich habe in den letzten zwei Tagen mal versucht meinen alten, eigenen Stil zu spielen, welchen ich natürlich um viele wichtige Punkte ergänzt habe.
      So begann ich also an zwei bzw, drei Tischen gleichzeitig zu spielen, was mir eventuell geholfen hat nicht alles so verbissen und tiefgründig zu sehen wie in den ersten Tagen.
      Versteht mich nicht Falsch, ich spiele immernoch streng nach Chart, aber folde auch schonmal gute Karten um nicht in ein flush von 39s Händen zu rennen.

      Ich fühle mich besser und wohler, wenn ich etwas freier Poker spiele und nicht immer an die Beschränkungen und Vorgaben denke.

      Wie wichtig ist es sich bei diesem Spiel "wohlzufühlen"?
      Nicht dass ich nun meinen eigenen Spielstil immer behalten möchte, denn ich denke dass dies später tödlich sein kann. Zumindest würde ich bei ihm aber in den ersten Levels bleiben wollen, wenn ich damit besser fahre.
      Ich gebe zu, dass dies die Gefahr beinhaltet, sich schlechte Eigenschaften anzutrainieren, welche man später nur sehr schwer wieder los wird, aber ich denke, dass ich genug darauf achtgebe.

      Was meint ihr dazu?
      Sollte ich doch den 100% korrekten Weg nehmen, mit dem (evtll auch SEHR subjektiven) Empfinden des Unwohlseins. Oder gilt ausnahmsweise mal, dass der Erfolg alle Mittel rechtfertigt.

      Meine Theorie: Ich spiele erst dann perfekt, wenn ich es muss! (anders diese Maniacs zu schlagen stell ich mir sehr schwer vor...

      Aber ich bin nun mal darauf gespannt, was ihr davon haltet. VG Nex
  • 9 Antworten
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Hallo NeXaFs,

      wenn ich bei deinem Artikel mal zwischen den Zeilen lese, vermute ich, dass du dich zwar pre-flop an den Chart gehalten hast, aber dafür post-flop deutlich zu viel gecallt hast.

      Denn von den Händen, die du pre-flop spielst (ca 18%) gehen auch nur ca 30% bis zum Showdown. D.h. nur in 5% der Fälle spielst du eine Hand bis zum River durch.

      Somit ist das, was du unter "freier Spielweise" bezeichnest, also auch gute Karten mal zu folden, die korrekte Spielweise.

      Und per Definition ist die korrekte Spielweise beim Pokern auch immer die, die am meisten Profit bringt.

      Natürlich gehört dazu auch, dass man sich an seine Gegner anpasst. Gegen Maniacs, die jeden Mist raisen, ist die korrekte Spielweise, nach wie vor tight zu spielen aber dafür wenn man eine spielbare Hand hat umso aggressiver zu raisen.
    • NeXaFs
      NeXaFs
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 517
      Danke Dominik,
      genau das mach ich jetzt. Kannste aber wissen. Du hattest recht ich hab 33% WTSD, wie soll ich das denn bitte jemals auf 5% bringen. lol
      Aber irgendwie läufts halt bei mir nach der umstellung von dem fast krampfhaften Spiel zu dem "freien". Hab gerade auf 002/004 in ner halben Stunde 1,50$ gewonnen. Ich freu mich ja so, dass ihr mir das nicht "verbietet". Also bis denne Nex
    • Thermosonic
      Thermosonic
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2005 Beiträge: 144
      Deine WTSD von 33% ist ok. Der WTSD Wert bezieht sich ja auch nur auf die Hände, die den Flop sehen.

      Von den 18% der Hände, die Du preflop spielst, spielst Du 30% bis zum Showdown, deshalb

      18% x 30% = 5% aller Hände

      MFG,
      Karsten
    • NeXaFs
      NeXaFs
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 517
      *sich mit der hand auf die flache stirn schlag*
      Wenn ich alle Hände sowieso nach StartingChart spiele sind dies ja so 18%... Da kann ich ja gar insgesamt gar nicht auf 33% WTSD kommen lol
    • Lulli
      Lulli
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 355
      Hi,

      Jetzt spiele ich seit zwei Wochen bei 0.02/0.04 PS und bin immer verwundert, wie oft ich dort verloren habe.


      Wieviele Stunden hast Du denn insgesamt an wievielen Tischen gespielt? Und wann? (Mir ist auch schon aufgefallen, dass die da manchmal ganz gut (fuer meine Verhaeltnisse :-) spielen)

      Gruesse
      Lulli
    • NeXaFs
      NeXaFs
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 517
      mmh, insgesamt 15h und 30 sessions, macht also irgendwie etwas um die 30 min pro tisch.
      Denn am Anfang hab ich echt gedacht, dass das nicht wahr sein kann, wenn man zwei badbeats in den ersten 20 min hatte, war dann frustriert und hab gewechselt oder musste zur uni lol
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Meiner Meinung nach ist das "Wohlgefühl" das wichtigste Element.
      Allerdings braucht man dafür eine enorm ausgeprägte Selbstkritik, wenn man wissentlich vom "professionellem" Spiel abweicht.
      So wie Du Deinen Post geschrieben hast, scheinst Du in dem Bereich keine Probleme zu haben.
      Wenn Du es hinkriegen kannst, Dich weiter "mit Theorie auf die höheren Limits vorzubereiten", und dabei an Deinen Tischen die Spielweise so anpasst, daß Du zufrieden bist, dürfte das die Ideallösung sein.

      ßbrigens: Ich bin Deiner Meinung. Ich glaube, daß ein Profi an tiefen Limits große Schwierigkeiten hat, auch nur einen müden Dollar Plus zu machen. Der Spielstärkevorteil schmilzt in sich zusammen, wenn 3/4 des Tisches "wilde Sau" spielt. Beim hoch/tief-würfeln bringt skill dann nicht mehr viel.
    • Lulli
      Lulli
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 355
      Hi,

      insgesamt 15h


      ich spiele jetzt "nach Fahrplan" 21,5 Stunden an zwei Tischen: + 58BB.

      Ich frage mich wieviel da bei Pokerstars die rakefreien (?!) $0.02/$0.04 Tische bei stabilem Spiel (nein, ich spiele nicht gut) "werfen" sollten. Weiss das jemand?

      Gruesse!
      Lulli
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Es kommt dadrauf an wieviel Hände du schon gespielt hast...
      Du kannst dann schauen wieviel BigBets (also 4cent) du auf 100 Hände gmeacht hast. Da ist alles zwischen 1 und 3 akzeptabel und normal sollte wohl so 2 und etwas mehr sein :)