Praktikum - kein schriftl. Vertrag - kann ich Praktikum wieder absagen ?

    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      Hallo,

      ich bin zwar neu hier, hoffe trotzdem auf Hilfe, es ist so:

      Ich bin Student und habe mich für mehrer Praktika beworben.1 Praktikum davon mein Lieblingspraktikum, die anderen sidn eher so Notlösung.

      Hatte nun nach langem Warten für mein Lieblingspraktikum nichts gehört, dann kam eine Nachricht auf ne andere Bewerbung..für Praktikum A.

      Ich ging dahin und habe zugesagt, für Praktikum A. Nun habe ich am Freitag Post bekommen, dass die andere Firma (Lieblingspraktikum) an mir interessiert sind.

      So, ich habe für das eine Praktikum A eine mündliche Zusage gemacht. Bin dahin, der Leiter sagte mir, ich könnte von Zeitraum x-y dort Praktikum machen. Habe aber nichts unterschrieben, es gibt keinen schriftlichen Praktikumsvertrag !

      Habe nur ein Schreiben von der Firma, wo drin steht, dass ich den Praktikumsplatz A habe und von x-y arbeiten soll.

      Wie sieht das rechtlich aus ? Muss ich das Praktikum A machen oder kann ich dort noch absagen ?
      Hätte nicht gedacht, dass die sich für Praktikum B melden.

      Habe ich nun Pflichten zu erfüllen? Es gibt wie gesagt keinen Praktikumsvertrag.

      Hoffe ihr könnt mir bitte helfen.
  • 15 Antworten
    • anti1612
      anti1612
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2
      Hi,
      rein rechtlich gilt ein mündlich geschlossener Vertrag genauso wie ein schriftlicher, d.h. Du bist eigentlich dran gebunden. Allerdings ist es natürlich für beide Seiten wesentlich schwerer, den Vertragsschluss bzw. vor allem den Inhalt zu beweisen. Im Zweifelsfall wird der Arbeitgeber wohl kaum wegen Vertragsverletzung klagen, weil Du nicht zum Praktikum kommst.
      Versuch doch einfach bei Firma A anzurufen und denen die Situation zu schildern, dass Du bei einer anderen Firma auch einen Praktikumsplatz bekommen hast und lieber dort hin würdest. Wenn sie vernünftig sind, werden sie das akzeptieren, da es keinen Sinn macht, jemanden zur Arbeit zu zwingen, der eigentlich nicht will...
      Viel Glück ;-)
    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      danke für deine Antwort.

      hm also habe gestern paar Freunde gefragt, die meinen das ich einfach absagen könnte, da ich keinen Vertarg unterschrieben habe.

      Was sagen die anderen von euch? Könnt ihr bestätigen, dass meine mündl. Zusage genau so ist wie ein schriftl. Vertrag?
    • ThESoNiC
      ThESoNiC
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2006 Beiträge: 5.650
      geh einfach mal hin und sag, dass du das praktikum nicht machen willst.

      sie werden dich kaum zwingen :rolleyes:
    • w3cRaY
      w3cRaY
      Silber
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 5.252
      Du bist an gar nichts gebunden. Was sollen sie machen, wenn du nicht zum Praktikum erscheinst, außer dich zu feuern? So siehts im großen und ganzen bei der Arbeit später auch aus.

      Nimm den Praktikumsplatz, der dir gefällt und gut is. Sicher ist nur, dass du bei der anderem Firma dann wohl keine 2te Chance kriegst (die du aber anscheinend eh nicht haben willst).

      Greetz
    • irtehpwns
      irtehpwns
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 469
      Bei mir vor ein paar Monaten exakt die gleiche Situation. Hab dann bei Praktikum A angerufen, meine Situation erläutert und alles war geklärt... Echt kein Problem. Wenn sich da einer querstellt, isses noch n Grund mehr, da nicht hinzugehen ;)
    • AnnaKurnikowa
      AnnaKurnikowa
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2007 Beiträge: 1.364
      Original von hansi1
      danke für deine Antwort.

      hm also habe gestern paar Freunde gefragt, die meinen das ich einfach absagen könnte, da ich keinen Vertarg unterschrieben habe.

      Was sagen die anderen von euch? Könnt ihr bestätigen, dass meine mündl. Zusage genau so ist wie ein schriftl. Vertrag?

      Also deine Freunde sind...Deppen :P Nach BGB fällt unter die Vertragsfreiheit auch die Formfreiheit, d.h. Verträge können auch mündliche geschlossen werden, aber wie anti1612 schon sagt, würde es für die Firma sehr schwer, zu beweisen, dass der Vertrag tatsächlich geschlossen wurde und was der Inhalt ist, sofern das Gespräch nicht aufgezeichnet wurde. Von daher, ruf einmal an, sag, dass es dir leid tut usw. blabla...aber du könntest den Praktikumsplatz leider nicht antreten usw. bisschen rausreden.

      Wenn sie dann noch darauf bestehen, dass du das Praktikum antreten musst (lol ^^ wäre an sich hirnrissig von der Firma, nen total unmotivierten Praktikanten im Betrieb sitzen zu haben, der die Mitarbeiter runterzieht), dann einfach nicht hingehen...klagen werden sie aus o.g. Gründen schon nicht, dass du das Praktikum antreten MUSST. ^^

      Gruß
      AK
    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      aha sidn jetzt hier verschiedene Meinungen.

      Dann danke ich euch mal für die Antworten. ich schaue mal was die so sagen werden.
    • Freak
      Freak
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2005 Beiträge: 8
      bei sowas wie einem praktikumsvertrag, wird ganz sicher niemand klagen!
      große firmen haben schon 1000 absagen bekommen, und sicher nimmt das da keiner persönlich.
      und wenn es dir unangenehm ist die wahrheit zu sagen, erzähl ihnen du hast dein studium aufgegeben/gewechselt, und ein praktikum wäre nicht mehr nötig!
    • annobln
      annobln
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2007 Beiträge: 5.973
      Mündliche Zusagen gelten, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der einen riesen Aufstand macht, wenn du den halt anrufst und früh genug Bescheid sagst, dass du nicht kommst. Bei einem Praktikum ist das ja wohl kein Problem.
      Anders würde es aussehen, wenn du eine feste Anstellung absagen willst. Da würde mich mal die Rechtslage interessieren, ob man vor Antritt noch kündigen kann, oder ob der AG ein "Recht auf dich" hat, also das du arbeiten kommen MUSST.
    • pow1976
      pow1976
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2007 Beiträge: 21
      Hi,

      also bei meinen Praktikantenverträgen hatte ich immer! eine Probezeit.
      Bin ich da der einzige? ;-)

      Daher gabs das Problem mit Klagen oder so garnicht erst.
      Hast du dich da mal informiert?
    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      Original von pow1976
      Hi,

      also bei meinen Praktikantenverträgen hatte ich immer! eine Probezeit.
      Bin ich da der einzige? ;-)

      Daher gabs das Problem mit Klagen oder so garnicht erst.
      Hast du dich da mal informiert?
      nö, da habe ich mich noch nie informiert, da ich ja keinen schriftl. Praktikumsvertrag abgeschlossen habe jetzt.
      Bzw ist halt mein 1. Praktikum was ich in meinem Studium mache.
    • Tracoy
      Tracoy
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 955
      Original von hansi1
      Könnt ihr bestätigen, dass meine mündl. Zusage genau so ist wie ein schriftl. Vertrag?
      Das braucht keiner "bestätigen", das steht im BGB. Bin immer wieder überrascht, wie wenig so viele Leute doch über das Vertragsrecht wissen.

      Zusammenfassend: Für die meisten Verträge ist gemäß BGB die Schriftform NICHT erforderlich. Arbeits- und Praktikumsverträge sind hiervon in der Regel nicht ausgenommen.

      Davon abgesehen gebietet es allein schon der gute Ton und ein Minimum an Fairness, einfach anzurufen und die Situation zu schildern.

      Wenn der Arbeitgeber dann auf die Erfüllung des Vertrages pocht (was ich mir kaum vorstellen kann), frag einen Anwalt. Sonst darf dir ohnehin keiner rechtliche Beratung geben, schon gar nicht hier.
    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      Original von Tracoy
      Original von hansi1
      Könnt ihr bestätigen, dass meine mündl. Zusage genau so ist wie ein schriftl. Vertrag?
      Das braucht keiner "bestätigen", das steht im BGB. Bin immer wieder überrascht, wie wenig so viele Leute doch über das Vertragsrecht wissen.

      Zusammenfassend: Für die meisten Verträge ist gemäß BGB die Schriftform NICHT erforderlich. Arbeits- und Praktikumsverträge sind hiervon in der Regel nicht ausgenommen.

      Davon abgesehen gebietet es allein schon der gute Ton und ein Minimum an Fairness, einfach anzurufen und die Situation zu schildern.

      Wenn der Arbeitgeber dann auf die Erfüllung des Vertrages pocht (was ich mir kaum vorstellen kann), frag einen Anwalt. Sonst darf dir ohnehin keiner rechtliche Beratung geben, schon gar nicht hier.
      was heißt denn hier, man darf mir keine rechtliche Beratung geben ?
      Wo steht, dass es verboten ist, sich bei anderen Nicht-Juristen einen Rat und Meinungen zu holen ?

      Mag sein dass ich mich nicht so sehr wie du oder andere mit dem Vertragsrecht auskenne...

      Danke.
    • shima1981
      shima1981
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 496
      Original von hansi1

      was heißt denn hier, man darf mir keine rechtliche Beratung geben ?
      Wo steht, dass es verboten ist, sich bei anderen Nicht-Juristen einen Rat und Meinungen zu holen ?

      Mag sein dass ich mich nicht so sehr wie du oder andere mit dem Vertragsrecht auskenne...

      Danke.
      Klar kannst dir Meinungen von Nicht-Juristen einholen, aber keine (Rechts)-Beratung.
      Ganz genau kenn ich mich zwar auch nicht aus, aber bei einer "Beratung" haftet der Berater für evtl. eintretende Folgeschäden, besonders im Rechts- und Finanzbereich (wie wärs denn mal mit Google? da kannst du dir solche Infos auch selber ziehen) wird daher für "Beratungen" ein Honorar fällig.
      Das ist mMn der Ausgleich für die Haftung, welche dem Beratenden uU droht.
      Zusammenfassung:
      Beratung zieht Haftung nach sich <-> Beratung ist kostenpflichtig (quasi als Risikoentgelt)
      Dabei ist zu beachten, das hier mit "Beratung" der juristische Begriff gemeint ist, der nicht immer das bedeutet, was sich der Normalbürger darunter vorstellt ;)

      Bei juristischen Mängeln bitte korrigieren
    • hansi1
      hansi1
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 7
      Original von shima1981
      Original von hansi1

      was heißt denn hier, man darf mir keine rechtliche Beratung geben ?
      Wo steht, dass es verboten ist, sich bei anderen Nicht-Juristen einen Rat und Meinungen zu holen ?

      Mag sein dass ich mich nicht so sehr wie du oder andere mit dem Vertragsrecht auskenne...

      Danke.
      Klar kannst dir Meinungen von Nicht-Juristen einholen, aber keine (Rechts)-Beratung.
      Ganz genau kenn ich mich zwar auch nicht aus, aber bei einer "Beratung" haftet der Berater für evtl. eintretende Folgeschäden, besonders im Rechts- und Finanzbereich (wie wärs denn mal mit Google? da kannst du dir solche Infos auch selber ziehen) wird daher für "Beratungen" ein Honorar fällig.
      Das ist mMn der Ausgleich für die Haftung, welche dem Beratenden uU droht.
      Zusammenfassung:
      Beratung zieht Haftung nach sich <-> Beratung ist kostenpflichtig (quasi als Risikoentgelt)
      Dabei ist zu beachten, das hier mit "Beratung" der juristische Begriff gemeint ist, der nicht immer das bedeutet, was sich der Normalbürger darunter vorstellt ;)

      Bei juristischen Mängeln bitte korrigieren
      Das zw. Meinung einholen und Beratung so ein Unterschied liegt, war mir nicht bewusst.
      Dann danke ich dafür.Bin jetzt schlauer...