Psychologie Artikel- Reihe "TILT"

    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      Dieser Thread läuft ergänzend zu der Artikelserie "Tilt“, die im Rahmen der Themenwoche Tilt veröffentlicht wird. In den Artikeln werden verschiedene Aspekte zum Thema angesprochen und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.
      Wenn Ihr nun Feedback und/oder Verständnisfragen zum Inhalt oder zu den Übungen oder auch allgemeine Fragen habt, könnt Ihr Sie hier posten.
      Interessant sind für mich in diesem Zusammenhang auch Vorschläge zu weiteren Themen und Erscheinungsformen von Tilt, die bisher noch nicht angesprochen wurden. Sie können helfen, die Artikelserie nach und nach zu erweitern. Ebenso könnt Ihr hier Wünsche posten, vielleicht noch das Eine oder Andere hinzuzunehmen oder zu vertiefen.

      Ganz kurz zu mir: Ich heiße Robert Langer, bin 42 Jahre und als psychologischer Berater und Coach in eigener Praxis in Saarbrücken tätig. Außerdem unterrichte ich Psychologie an einer großen dt. Heilpraktikerschule und bin Dozent bei Seminaren zu den Themengebieten NLP, lösungsorientierte Psychologie und psychologische Typenlehren.

      Grüße,
      Robert
  • 46 Antworten
    • emophiliac
      emophiliac
      SuperModerator
      SuperModerator
      Dabei seit: 08.03.2005 Beiträge: 4.535
      hab den thread mal als sticky gemacht. konkret geht es um die tilt-artikelserie, die in dieser woche (28.1.2008 - 1.2.2008) sukzessive veröffentlicht wird. zu finden sind die artikel hier (zugänglich ab silber-status): http://www.pokerstrategy.com/de/strategy/psychology/#silver
    • pascl
      pascl
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 452
      hallo,
      sehr guter einstieg.

      finde auch klasse, dass es auch praktische übungen geben wird.

      zu den tiltarten die ich kenne (als anhaltspunkt):
      loose, passive und formulatic tilt.
      daneben sind mir noch bekannt:
      agressive, tight und "fancy play syndrom" tilt.

      freue mich auf weitere folgen.

      viele grüße
      pascal
    • Chemnsteffen
      Chemnsteffen
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2007 Beiträge: 132
      Sorry aber ich habe das alles schon durch und das nicht nur einmal,ich glaube echt langsam ich komme in mein Leben nicht weiter wenn nicht der große schwarze Mann hinter mir steht und mir immer auf die Finger haut,ich wünschte es gebe so einen Menschen in meinem Leben.Egal was ich bis jetzt gemacht hab in meinem Leben ich war immer irgenwie gut mit dabei aber nie Spitze.Hatte echt gehofft hier mal was neues zu hören aber es ist das selbe gewäsch,was in jeden Buch usw. zu lesen ist.
      Wie soll ein Disziplinloser Mensch von selbst auch Disziplin lernen,dass schliest sich aus. Es müsste was geben wo man gezwungen ist es zu tun,oder bittere Konsequenzen trägt wie z.B. für jugendliche Straftäter Boothcamps,ob sie dadurch bessere Menschen werden weis ich nicht aber indem was sie tun ob nun gut oder schlecht werden sie sicherlich disziplinierter.
      Ergänzend dazu vielleicht noch,dass ich meine volle Leistungsfähigkeit erst unter vollem Stress abrufen kann umindestens meistens.
      Mir ist dieses Thema sehr ernst,bin seit jahren wie in einen Teufelskreis gefangen und komm da einfach nicht raus.
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      Hi an alle,
      zunächst einmal muss ich vorausschicken, dass im Rahmen eines öffentlichen Forums keine "Beratung“ und schon gar keine "Therapie“ stattfinden kann. Ich schreibe zwar als Fachmann hier Artikel für PS, kann aber darüber hinaus im Forum nicht in fachlicher Funktion weiterhelfen. Gründe sind neben einigen Anderen z.B. das Fehlen von tiefergehenden Informationen, die es braucht, um Einblick in eine individuelle Situation zu haben oder das Fehlen des geschützten und privaten Rahmens, der nur im persönlichen Gespräch geboten ist.
      Wenn ich hier also was schreibe, dann nur als PokerStrategy-Forumsteilnehmer genau wie Ihr auch, wo ich in meinen Beiträgen meine persönliche Meinung äussere, die zugegebenermaßen vor meinem fachlichen Hintergrund entsteht. Bitte habt Verständnis für diesen Disclaimer.
      Wer weiterführende Infos und ggf. Empfehlungen möchte, kann mich auch unter "robert-psychologie“ anskypen, wobei Ihr auch was schreiben könnt, ich melde mich dann zurück, weil ich das schrottige Programm oft nicht am Laufen habe.
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      @chemnsteffen:

      Zwei Dinge möchte ich ansprechen:
      Zum Einen geht es um die Motivationsstrategien, die ein Mensch hat: Da gibt es Die, die schon im Vorfeld vorbereitet sind und Ihre "Hausaufgaben gemacht“ haben und gut präpariert und gut gelaunt zur Prüfung kommen.
      Und dann gibt es Die, die in letzter Minute vor dem Gong auftauchen, hechelnd, Ringe unter den Augen und mit wirrem Haar… das letzte Lernen fand gerade im Bus statt.

      Beide Gruppen haben unterschiedliche "Antreiber“ Bei ersterer Gruppe gibt es eine "positive Vision“. Diese Leute wissen: Wenn ich das und das tue, wird das und das passieren und auf die Weise komme ich zu meinem Ziel. Sie haben also einen Plan, man könnte auch sagen, inneres Bild, und Plan oder das Bild werden schrittweise umgesetzt, Punkt für Punkt, weil eine Vorstellung vom Weg von A-Z, von vorne bis hinten, existiert. Dieser Konstruktionsplan ist immer präsent, dementsprechend leicht ist es, Ihm zu folgen.

      Die zweite Gruppe ist die Gruppe der "Vermeider“. Bei Ihnen geht es vor allem darum, einer negativen Konsequenz oder einer negativen Situation aus dem Weg zu gehen, indem erst in letzter Minute gehandelt wird. Diese Personen haben meist keinen inneren Plan, lassen die Dinge laufen und handeln erst unter Druck, wenn es gar nicht anders geht, also z.B. nach der 3. Mahnung oder bei Drohung baldiger Entlassung oder whatsever. Du ahnst etwas…?

      Spontan würden wahrscheinlich die meisten Menschen sagen, dass die Gruppe der "Visionäre" die bessere Strategie hat, zumal die "Vermeider“ häufig unter Stress handeln und dementsprechend oft gehetzt und unzufrieden sind. Tatsächlich können aber beide Strategien erfolgreich sein. Natürlich führen die braven Visionäre meist ein "ruhigeres“ Leben. Aber auch die Vermeider sind häufig anzutreffen, z.B. auch und gerade in kreativen Berufen: Mode, Design, Werbung, Branchen mit hohem Termindruck und "Just-in-Time“-Auftragslage…

      Und oft ist es so, dass die Einen unmöglich so arbeiten können wie die Anderen und umgekehrt. Die Vermeider brauchen den Druck und die Visionäre Ihren Plan… Woher kommen diese Strategien? Ganz einfach. Sie wurden irgendwann einmal gelernt. Früh im Leben gelernt. Und erfolgreich eingesetzt. Und bis heute beibehalten. Wenn wir Sie jetzt ändern wollen, müssen wir Schritt für Schritt umlernen, was meist nicht nur eine singuläre Verhaltensänderung erfordert, sondern eine Selbstaktualisierung auf mehreren Ebenen. Ist aber mit einem gezielten Training möglich. Erfordert allerdings auch eine entsprechend hohe Motivation zur Selbstaktualisiserung.

      Eine andere Strategie wäre das Abstimmen z.B. des beruflichen Weges passend zu den eigenen Strategien. Viele tun das schon unbewusst und haben Erfolg damit. Es ist gut möglich, als Vermeider im Leben zurechtzukommen, indem man akzeptiert, was man kann und was man nicht kann, und den eigenen Fähigkeiten entsprechend handelt. Das ganze Phänomen zeigt einfach auch mal wieder, wie viele unterschiedliche Wege es gibt, zurechtzukommen…

      A propos Akzeptieren:
      Das scheint ein Punkt zu sein, mit dem du dich sehr schwer tust. Sehr viele Leute bringen sich ständig in ein "Soll-Haben-Defizit“, indem Sie unheimlich hohe Anforderungen an sich selbst stellen. Es ist so, als ob Sie einen inneren "Controlletti“ (d.h. Antreiber) haben, der permanent unzufrieden ist und mehr fordert. In der Freudschen Terminologie würde man den Begriff des "Über-Ichs“ (d.h. vereinfacht ausgedruckt: das Gewissen) einbringen.

      Gemeinhin kann man vom "Perfektionisten" sprechen. Der Perfektionist leistet schon viel, eben weil er sich permanent antreibt, aber er will noch mehr. Mehr, mehr, mehr. Mehr Erfolg, mehr Anerkennung, Geld, Ziele, usw. Das sind Leute, die oft bereits erfolgreich sind. Aber Sie verpassen den Stop-Zeitpunkt. Die ganze Sache entwickelt eine Eigendynamik, weil Sie Ihre Erfolge gar nicht mehr genießen können und direkt zur nächsten Herausforderung weitereilen. Oft haben diese Menschen auch hohe Ansprüche an Ihr Umfeld, was Sie zum Antreiber und Nörgler werden lässt. Aber die höchsten Ansprüche (das weiß das Umfeld nicht) sind oft immer noch an sich selbst.

      Im besten Fall ist der Perfektionist jemand, der viel Erreichen kann, der sich einbringen kann auch und zum Wohl all derer, die nicht diese Kraft haben. Dann ist er ein Macher geworden, der etwas erreicht und schöpferisch tätig wird. Aber mitunter passiert es auch, dass der Perfektionist an seinen eigenen Idealvorstellungen zerbricht und zum ewig nörgelnden, ewig unzufriedenen Menschen wird, der permanent mit seinem Leben im Unreinen ist.

      Was für den Perfektionisten wichtig ist: Mehr Lebensfreude, Leichtigkeit, Loslassen können, sehen, was bereits Gutes da ist, zurückblicken auf bereits Positives, bereits Geleistetes,…ein gewisses "Laisser-faire“, das Leben genießen!! Das hilft dem Perfektionisten, die Dinge in Zukunft nicht mehr ganz so verbissen anzugehen. Dann kann er auch seine vielen positiven Eigenschaften einbringen, ohne zum pedantischen Nörgler zu werden und kann auch seinen inneren Kritiker endlich zum Schweigen bringen. My thoughts dazu.
    • Chemnsteffen
      Chemnsteffen
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2007 Beiträge: 132
      Vielen Dank erstmal McKenna,

      Naja irgendwie liege ich zwischen beiden Gruppen, den ein Tag bin ich hoch motiviert und ich weis schon vorher das alles gut wird,und dann aufeinmal kommt schon wieder ein flaches Gefühl,dass am Ende wenn nicht alles klar geht in Demotivation endet und auch oft von Müdigkeit begleitet ist.
      Naja irgendwann muss ja mal besser werden...
    • puckstoppa
      puckstoppa
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 651
      Sehr gute Artikel muss ich sagen. Was vielleicht für viele noch interessant wäre da doch der Grossteil hier noch nicht vom Pokern leben kann.

      Arbeit (bzw. Studium) und Poker

      was für Probleme können auftreten
      Auswirkungen aufeinander
      Zeitmanagement
      was kann man machen wenns in der arbeit nicht so läuft, damit ich das nicht an den Pokertisch mitnehme und umgekehrt
      usw.
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      @Puckstoppa:

      Danke für deine Anregung und das Lob.
      Dein Thema kommt auf die Liste, vielleicht lässt sich daraus in Zukunft ein Artikel machen.
    • SilverCat
      SilverCat
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2006 Beiträge: 135
      Vielen Dank für die schönen Artikel.
      Ich würde mich auch sehr über weitere Artikel zum Thema "Wie verbinde ich Arbeit und Pokern, dass es mich nicht überlastetet?" freuen da meine Arbeit und Fortbildungen viel Zeit beanspruchen. Ich selbst mache das im Moment so, dass ich mich über jeden Tag freue, an dem ich 300 Hände schaffe. So stören mich Badbeats wenig, da ich dann mehr auf die WR und das Monatsergebnis schaue. Diese Sichtweise und die Gleichmässigkeit von immer ca. 300/session hilft mir mein Spiel besser zu bewerten und eventuelle Tilts aufzudecken.
    • Leyley
      Leyley
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 652
      Danke für den Artikel!

      Als Anregung möchte ich hier etwas als Ausgleich einbringen, was mir persöhnlich sehr hilft. Ich finde die Spanne der Lösungen bleibt oft zwischen Film gucken und Joggen gehen stecken, Lösungen die beide nicht optimal sind. Ein Spaßbad, ok, oder eine kleine Safari, na klar, aber das ist oft schwer umzusetzen.
      Ich habe sehr gute Erfahrung mit dem erlernen eines Instruments gemacht. Konzentriertes üben ist bequem zu Hause durchführbar. Zeitflexibel. Gut im stehen zu machen. Sehr vereinnahmend, man denkt wenn man gut übt an nichts anderes mehr. Musik machen ist generell ausgleichend und gesund.

      lg,
      Leyley
    • SilverCat
      SilverCat
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2006 Beiträge: 135
      Sehe ich auch so. Ich spiele Klavier als Ausgleich und kann dabei gut entspannen. =)
    • Leyley
      Leyley
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 652
      Original von SilverCat
      Sehe ich auch so. Ich spiele Klavier als Ausgleich und kann dabei gut entspannen. =)
      Ich Trompete ;)
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.461
      Sehr schöne Artikel. Kann man Einiges direkt mitnehmen.


      Gibt´s ne Möglichkeit die Submodalitäten zu verändern, oder zu beeinflussen?
      Also wenn ein bad beat kommt, dann nimmt unser Hirnchen ja den bad beat auf, überträgt es durch synaptische Verbindungsstellen und Kopplungen in diverse Zentren und Kerne, wodurch sich ja ein stärker werdendes "bad beat - Zentrum" entwickelt.

      Also, um es ganz einfach zu sagen, die Synapsen zu den Nervenzellen, die dafür repräsentiert sind, verstärken sich ja immer mehr.

      In dem Fall ist es ein negatives Ereignis, das wiederum eine negative Repräsentation meiner Emotion veranlasst, was sich durch Wut, Ärger, Frust usw. auswirkt.


      Kann man da denn direkt irgendne visuelle oder audio oder was auch immer Reaktion hervorrufen, die mir quasi sagt, was nun gut ist, anstatt mich aufzuregen?
      Oder das man sich auf eine Art direkt weniger aufregt?

      Also kann ich meinem Unbewusstsein sagen, dass es lieber kreativ sein soll und spontan aus dem Fenster schauen, tief durchatmen, an ein tolles Lied denken soll, und somit die Wirkung des eigentlichen bad beats dadurch verringern kann?

      Die Visualisierungstechnik ist ja super. Ich mag, dass mein Hirn automatisch sich einstellt, dass es bei dem Reiz: "bad beat" entweder das Gefühl, was dadurch entsteht mindert, oder eben andere Zentren sich durch den trainierten Reiz ebenfalls dadurch automatisch reizen lassen, wodurch dadurch wiederum ein Reiz ausgelöst wird, der aber positiven Emotionen gutzuschreiben ist..
      Naja...

      Sorry, bin nicht so gut im einfachen Formulieren von Sätzen mit Sinn und Inhalt.



      Ansonsten, guter Content. :)
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      @Leyley und Silver Cat:
      Die Vorschläge für Unternehmungen waren zugegebenermaßen nicht sehr kreativ, sollen ja nur als Beispiel für die Idee dienen, sich vorher einen möglichst interessanten "Notfallplan" zu entwerfen...
      Stichwort Instrument: Musik machen ist ne super Sache (klar) und generell ein guter Ausgleich, weil einfach neuronal so viel trainiert wird. Für mich persönlich (lange Sax gespielt) ist das Üben selbst mit viel Konzentration und möglichen Frustquellen verbunden, sodaß ich es für mich selbst als Stopp-Loss ausschließen würde. Spiele lieber, wenn ich ausgeglichen bin. Wenn das Üben für euch als Unterbrecher funktioniert, ist Musikmachen aber natürlich super.

      @Dodadodadodada:
      ne, hab schon verstanden, was du meinst...
      Das ist genau der Ansatz, der im NLP verfolgt wird, nämlich auf der submodalen Ebene Veränderung zu bewirken und unter Anderem die kognitive Schiene zu umgehen. Dafür gibt es eine ganze Reihe Techniken und Übungen, die das bewirken, also eine "Umprogramminerung" vornehmen. Diese Techniken können aber nicht, -z.B. im Rahmen von Artikeln-, dem Laien ohne Vorbildung zum Selbstversuch nahegelegt werden, sondern werden im persönlichen und qualifizierten Coaching zusammen mit dem Klienten unternommen oder auch im Rahmen von entsprechenden Ausbildungen in Gruppen instruiert und praktiziert.
      Möchte hier an dieser Stelle keine Werbung für eine bestimmte Methode machen, es gibt sicherlich einige wirksame Konzepte. Ich bin aber von diesem Ansatz überzeugt, weil ich die nachhaltige Wirksamkeit ständig erlebe und selbst mit Erfolg einsetze. Wer also diese Richtung verfolgen will, findet im NLP den entsprechenden Ansatz dazu.
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.461
      Vielen Dank für die Info!

      Habe mir da viele eigene Gedanken zu gemacht und werde sicherlich zu nem Kurs oder professionellen Leut gehen.

      Thx, thx, das ist eine echt interessante Sache.
    • pascl
      pascl
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 452
      hi,
      immer wenn ein ereignis kommt, dieses nennen wir mal "bad beat", dann stößt es folgende internen abläufe an (vereinfacht dargestellt):

      situation -> kognitionen
      a) gedanken an ähnliche situationen und deren ausgang,
      b) mögliche folgen für die BR und die daraus entstehenden konsequenzen, z.b. limitabstieg.
      c) ist poker denn "rigid"? ... usw.

      kognitionen -> emotion
      a) ärger oder wut über sich oder den anderen,
      b) angst vorm "broke" gehen, erneuten valuebetten ... usw.

      hier sieht man, dass nicht die situation unsere emotionen/reaktionen bestimmt, sondern vielmehr unsere gedanken.

      ein ansatz ist, diese falschen und irrationalen gedanken schnell zu identifizieren und gegenmaßnahmen einzuleiten, damit es nicht zu einer emotionalen reaktion kommt.

      dazu sind die im text genannten fragen richtig wichtig um seine situation von "außen" zu betrachten.

      grüße
      pascal
    • Leyley
      Leyley
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 652
      Wenn ich die Submodalitäten beeinflusse, wenn ich mich richtig erinnere zB bad beats "kleiner" und "dunkler" mache und "weiter weg schiebe", belasten sie mich nicht mehr so. Ok, aber viele der Leute die mit NLP umgehen sagen NLP sei so ein allheilmittel. Ich finde dieses verändern der submodalitäten ist reine verdrängung. Für Probleme Sportpsychologischer Art (Bsp: Tilt,Lampenfieber,Nervosität beim Zielschießen, what ever) finde ich NLP sehr Sinnvoll. Wenn kümmert es wenn ich verdränge dass ich manchmal viel Geld beim Poker unglücklich verliere. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen wo das schaden sollte. Wenn es aber um persöhnliche Probleme geht finde ich NLP nicht gut eben weil es die Probleme nicht behebt, oder aufarbeitet oder so, sondern nur "wegschiebt" - verdrängt.
      Kannst du dazu was sagen vielleicht, auch wenn das ein bischen Off Topic ist? Also warum ist NLP auch für persöhnliche Probleme gut, oder etwa nicht?

      Anthony Robbins hat in seinen "power"-büchern viele dieser Konzepte als "To do" erklärt. Es ist aber etwas viel verlangt nur vom lesen eines Buches in der Lage zu sein das umsetzen zu können. Als einstieg in die Thematik ist es aber zu empfehlen. (Hab die Bandler Bücher aber noch nicht gelesen...)
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      @Leyley:
      Das Neurolinguistische Programmieren ist eine Methode, die nun schon seit über zwanzig Jahren in vielen Bereichen, wo es auf Veränderungsarbeit mit Menschen ankommt, mit großem Erfolg eingesetzt wird. Ob im Managementbereich bei Firmenschulungen, in Coaching Situationen oder psychotherapeutisch: es ist eine Erfolgsgeschichte. Auch da, wo NLP nicht drauf steht, ist oft NLP drin. Geh davon aus, das der gesamte heutige Schulungs-und Trainingsbetrieb z.B. für Kommunikation, Verkauf, Menschenführung, Selbstmanagement zum großen Teil von NLP beeinflusst ist und auf dessen Grundlagen beruht. NLP hat ja auch als Methode viele Elemente z.B. der menschlichen Kommunikation lehr -und lernbar gemacht, sodass Sie disziplinübergreifend eingesetzt werden können, nicht nur in Psychologie oder Pädagogik, was ein weiterer Vorteil ist.

      Zu der Idee der "Verdrängung“: NLP hat einen streng praxisorientiert Ansatz; eingesetzt wird das, was wirkt. Insofern ist es wenig dogmatisch und trägt auch die wirksamsten Ansätze
      anderer Methoden und Richtungen zusammen, z.B. aus systemischen Therapieformen. Und es wird weniger nach Entstehung und Ursachen gefragt, sondern der Ansatz orientiert sich an möglichen Lösungen. Diese Vorgehensweise steht natürlich diametral zu den klassischen tiefenpsychologischen Schulen, wo genau solche psychodynamischen Prozesse wie z.B. Verdrängung von Interesse sind. Und das ist eben auch das, was vielerorts immer noch als Vorstellung existiert, wenn von Psychologie, Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung, etc. die Rede ist, nämlich etwa z.B. Verdrängtes aufzuarbeiten. Wie gesagt, die neueren Schulen vertreten eine teilweise völlig andere Herangehensweise.

      Deine Idee, dass NLP bei persönlichen Problemen nicht hilft, ist wahrscheinlich eher dein Glaubenssatz. Davon abgesehen obliegt es natürlich deiner persönlichen Entscheidung, welches Problem du mit welchem Lösungsweg beschreitest. Meine persönliche Erfahrung ist, dass NLP auch bei tiefsitzenden Problemen sehr nachhaltig und dauerhaft positive Veränderung bewirken kann.

      Allerdings würde ich auch abraten, ohne professionelle Unterstützung nur aus Büchern oder vom Hörensagen "NLP zu lernen“. Wer sich dafür interessiert, mache am besten eine qualifizierte Ausbildung dazu oder lässt sich bei eigenen Problemen professionell coachen. Das ist eben der Nachteil einer "offenen“ Methode wie NLP, dass möglicherweise Techniken ungeeignet praktiziert werden. Und wenn die Dinge dann schief laufen, liegt der Fehler natürlich bei der Methode, und nicht beim Anwender.

      Wie gesagt, ich möchte hier aber auch keine Diskussion über die Wirksamkeit und Praktikabilität verschiedener Modelle führen. Ich kann nur anraten, sich (egal bei welcher Methode) entsprechende Kenntnisse (Ausbildung) anzueignen. Wie alles, muss auch NLP gelernt werden und was oft so leicht und spielerisch aussieht, ist oft das Ergebnis entsprechender Kenntnisse, Könnens und ausgiebiger Erfahrung wie bei allem Anderen auch.
    • Schnaps666
      Schnaps666
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 97
      Hallo,

      wollte mich auch für die wirklich interessanten und gut geschriebenen Artikel bedanken. Ich bin normalerweise absolut kein Freund von psychologischen Erklärungen oder gar Tipps, da mir diese stehts zu weich formuliert sind und nicht genug Fakten enthalten. (Entschuldige, bin Berufspragmatiker) Du hast die Kurve aber wirklich gut hinbekommen, so dass ich mich leider häufig wiedergefunden habe im Text und auch wirklich versuchen werde einiges umzusetzen.

      Eine weitere Anregung wäre evtl. ein Artikel zur Abstraktion des Geldwertes, bzw. die Trennung zwischen Pokerbankroll und privatem Geldwertemfinden.

      Gruß
      Schnaps666