Bankroll mit EUR/USD-Call Hedgen

    • wwind
      wwind
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2007 Beiträge: 1.131
      Nabend,

      jemand schonmal überlegt seine $-BR mit einem Optionsschein gegen Kursschwankungen abzusichern?

      Falls ja bitte ich um Erfahrungswerte, WKNs, abgesicherte Szenarien.

      Für alle die nicht wissen was das ist, einfach erklärt:

      Wenn $ weniger Wert wird (somit auch die BR in Relation zum Euro) steigt der Wert des Call-Optionsscheines (Call auf Euro). Die Summe aus der BR und dem Wert des Optionsscheins sollte annähernd gleich bleiben bei fallendem $ -> Abgesichert!

      Wohl eher was für High-Level Player. Bin ich (noch) nicht, Möglichkeit interessiert mich nur als Investment-Banker.

      Gruß
  • 8 Antworten
    • 2weiX
      2weiX
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 2.116
      geile idee.
      lohnt sich aber erst ab ein paar dutzend K.


      wer aber ein paar dutzend K online hat, sollte sich schnellstmöglich die DKB VISA holen und 4% kassieren.
    • TheLuckyOne
      TheLuckyOne
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2006 Beiträge: 500
      4% auf einem Tagegeldkonto ist schon mehr als geil. Aber Gegenfrage zu OP : Mußt du Gewinne durch Optionsscheine nicht versteuern? Soweit ich weiß, sind Erträge aus Geldanlagen doch auch seid gut nem Jahr (oder sinds schon zwei?) zu versteuern?
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Bezüglich des hedgens bist Du mit einem Forex-Anbieter wie oanda.com besser beraten. Du zahlst nur etwa 0,001% Gebühren (2-3 pips) und kannst sogar schon Beträge ab 1 EUR (oder 1 USD) hedgen.

      Bei Optionsscheinen zahlst Du viel zu viele Gebühren!
      Bei großen beträgen (>100.000) lohnt es sich direkt den entsprechenden Future zu handeln.
    • fritzIII
      fritzIII
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 1.378
      Mal wieder ein BWL only Thread? :/

      Wie genau funktioniert das denn mit diesem Hedgen? Brauche ich extra Kapital, an das ich nicht ran kann (zB nicht binnen einer Woche an einen Pokertisch bekomme)?
      Muss ich meine halbe BR dafür 'opferm', soll heißen Festsetzen, damit meine BR gegen $ Schwankungen abgesichert ist?
      Gibt es sonst irgendwelche Nachteile?

      Wie genau ist der Ablauf? Wie errechne ich, wieviel € oder $ ich jetzt genau in was anlegen muss, damit mich der $ Kurs kalt lässt?
      Gehe ich dann zu meiner Bank und sage: 'Ich hätte gerne...' oder lieber gleich ein Konto bei einer Direktbank eröffen, obwohl ich keinen Plan habe?
    • wwind
      wwind
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2007 Beiträge: 1.131
      montag bei der arbeit rechne ich mal was durch. wie gross ist deine (theoretische) bankroll? wie lange willst du dich absichern? sagen wir erstmal jahresende?
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      Also bei Oanda hast Du einen Hebel von 1:50

      Also wenn Du 5000 EUR hedgen möchtest, musst Du 100 EUR hinterlegen.

      Die Kosten kann man vernachlässigen. Du zahlst je EUR 0,0002 EUR Gebühren (einmalig / Spread genannt).

      Da Du Dir immer eine Währung leihst und die andere Währung anlegst, mußt Du für die eine Währung Zinsen zahlen und für die andere Währung bekommst Du Zinsen. Die Zinsen halten sich aber bei EUR/USD nahezu die Waage. Siehe hierzu http://www.oanda.com/products/fxmath/interest.shtml

      Also um 5000 EUR abzusichern zahlst Du etwa 1 EUR Gebühren einmalig und mußt 100 EUR hinterlegen. Da sich deine Bankroll jeden Tag ändert, könntest Du einmal in der Woche den hedge-Betrag wieder anpassen. Es empfiehlt sich das doppelte des benötigten Betrages zu hinterlegen. Wenn dann aus den 200 EUR 100 geworden sind, ist Deine 5000 EUR Bankroll (die ja in USD vorliegt) 5100 EUR wert. Entsprechend verhällt es sich in die andere Richtung.

      Futures oder Optionen oder Optionsscheine würde ich auf keinen Fall verwenden. Du zahlst für Dinge die für Dich uninteressant sind wie die Volatilität oder den Zeitwert.
    • ChrisTheFish
      ChrisTheFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 450
      @fritzIII Das hedgen ist bei den banken auch möglich, allerdings teilweise nur mit dem Hebel 1:5 + zusätzlicher Gebühren und hoher Mindesthedge-Größe von über 100.000 EUR.

      Ein guter Einstieg in den Devisenhandel ist Wikipedia und die unten angegebenen Links:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Forex

      Ich möchte hier bewusst keine eindeutigen Ratschläge geben (z.B. verrate ich nicht ob EUR/USD gekauft oder verkauft werden soll) um zu verhindern, dass jemand leichtfertig mit diesem Thema umgeht.

      Man kann sich diese Dinge allerdings innerhalb von maximal einer Stunde anlesen.

      Oanda ist nur eine Plattform von vielen, mit der ich persönlich Erfahrungen gesammelt habe. Ich persönlich nutze diese Plattform um meine Auslands-Aktien gegen Kursverlust/Gewinn abzusichern. Wenn Du bei google nach Forex suchst findest Du noch viele weitere Anbieter.

      Am Wochenende zahlt man meist mehr Gebühren für den Handel (der Spread ist höher) Teilweise bis zu 0,001%, also etwa das 5-10 Fache gegenüber Mo-Fr. Das sollte bei den kleinen zu hedgenden Beträgen aber auch nicht weiter ins Gewicht fallen.
    • Can2007
      Can2007
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 1.572
      also , wie schon gesagt kann man wie o. beschrieben zu einem forexbroker gehen( zb. oanda) und direkt eur/usd handeln; hedgen. was wohl für alle unter 6-7 digits wohl am sinnvollsten wäre. O-Scheine iss schwachfug , weil die kosten risk/reward extremst minus ev. Für Highroller vielleicht noch ne Überlegung wert, es gibt an Globex ( Börse) nen eur/usd mini mit wert 62500,- usd und den normalen 125000,- usd Futurekontrakt. d.h. 100 pips (1,4800>1,4700) sind 1250,- usd "wert" und damit abgehedged .

      allg. Symbole dafür sind E7 und 6E imo. Nachteil : futurepreis weicht immer etwas vom spotpreis ab ( Zinsdifferenz, Markterwartung usw.) , ausserdem muss man die Kontrakte immer weiterrollen, da Frontmonat für Future immer max. 3 Monate...also man muss da schon dahinter her sein, dafür ist ein roundturn ( K.-VK) mit um 5$ zu haben, also vernachlässigbar :) )

      Der Einschuss ( margin) für den grossen sollte so um 3k liegen , wobei da noch ein ordentliches " sicherheitspolster" draufgelegt werden sollte, wenn man sich nicht täglich damit beschäftigen kann. ( wenn zu knapp droht margincall)
      Trotz allem für high equity die bessere Methode , weil ab den Summen die Sicherheitsaspekte nicht zu vernachlässigen sind, die in DER Grössenordnung bei Forexbrokern i.Allg. nicht gegeben sind .

      Vorteil von "Normalbroker" ausserdem , man kann auch mal schnell und easy in aktien zocken und serious losses chasen ;) ;) ;) ;) :heart: :heart: