Wie zum Weiterspielen motivieren wenn es gut läuft?

    • garandou
      garandou
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 5.140
      Wenn eine session schlecht läuft und ich 5-6 stacks down bin, habe ich kein Problem damit 12h+ am Stück zu spielen um wieder halbwegs breakeven zu kommen. Wenn ich aber z.B. nach 150 Händen 2 stacks up bin ist mein erster Gedanke "Normal brauche ich min. 2k Hände für 2 stacks, also genug gearbeitet für heute" und lasse mich ausblinden.

      Ich weiß, dass alles eine große session ist und so weiter, aber trotz guter Tische und Tiltfreiheit kann ich mich irgendwie in solchen Fällen nicht motivieren weiterzuspielen.
  • 4 Antworten
    • pascl
      pascl
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 452
      Original von garandou
      Wenn eine session schlecht läuft und ich 5-6 stacks down bin, habe ich kein Problem damit 12h+ am Stück zu spielen um wieder halbwegs breakeven zu kommen. Wenn ich aber z.B. nach 150 Händen 2 stacks up bin ist mein erster Gedanke "Normal brauche ich min. 2k Hände für 2 stacks, also genug gearbeitet für heute" und lasse mich ausblinden.

      Ich weiß, dass alles eine große session ist und so weiter, aber trotz guter Tische und Tiltfreiheit kann ich mich irgendwie in solchen Fällen nicht motivieren weiterzuspielen.

      hallo garandou,
      mach deine entscheidung, ob du weiterspielst oder nicht, auf keinen fall davon abhängig wie viel stacks du up/down bist. das spielt, wie du selbst schreibst, auf lange sicht überhaupt keine rolle.

      es gibt keinen vernünftigen grund mit der session aufzuhören, es sei denn du bringst nicht mehr dein a-game.

      du beschreibst deine gedanken, also bist du schon dabei diese zu erkennen und auszuwerten. dies ist eine mächtige strategie um daran zu arbeiten.

      generell finde ich es besser, wenn du nach 150 händen 2 stacks up bist und dann aufhörst für den tag, als 12h+ am stück zu spielen. denn so lange hält die menschliche konzentration auf keinen fall durch.

      die besten grüße,
      pascal
    • Smegol
      Smegol
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 271
      Geht mir genauso.
      Ist wohl auch die Angst dabei, daß wenn du weiterspielst, du eigentlich nur noch
      verlieren kannst.
      Man hatte schon viel Glück mit den Karten um in dieser kurzen Zeit so viel zu
      gewinnen und es ist höchst wahrscheinlich das du nun verlieren wirst.
      Warum dann noch weiterspielen in dieser Sesson.
      Der Erwartungswert ist eher negativ

      Ist diese Einstellung falsch?

      Weiß es nicht so genau.
      Ich finde, es ist besser Aufzuhöhren mit einem Guten Gefühl, als mit flauen Magen weiterzuspielen und sich ärgern, wenn der Gewinn sich nach 2 Stunden
      ect. halbiert hatt.
      Wobei wir dann immer noch Gewinn hätten, diesen aber nicht mehr so positiv wahrnehmen, als wenn wir diesen Betrag innerhalb 2 Stunden erspielen würden

      Bekannter Effekt bei der Börse. Dabei sind tausende broke gegangen.
    • Leraner
      Leraner
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 271
      Hmmm,
      Das Problem kenne ich auch nur zu gut...
      Ich mache es folgendermaßen:

      Ich habe mir vorgenommen monatlich mindestens 60.000 Hände zu spielen.
      Wenn ich dem Zeitplan nun hinterherhinke, weiß ich, dass ich Gas geben muss, egal ob ich nun 5 Stacks down oder 5 Stacks up bin.

      Dementsprechend spielst du jeden Monat gleich viele Hände, manchmal motivierter und machmal unmotivierter, aber du spielst sie :-)

      Leraner


      http://www.leraner.blogspot.com
    • MrQNo
      MrQNo
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2006 Beiträge: 1.767
      Ich hab das Problem nicht und kanns auch nicht verstehen.

      Wenns runter geht, bin ich in der Regel missgestimmt. Das schlägt mir aufs Spiel, und wenn ich nicht einen wichtigen Grund habe (Bonus verfällt sonst oder sowas), hör ich auf oder reduzier zumindest die Tischanzahl. Die Tische, an denen ich am höchsten verloren habe, schließe ich auf jeden Fall. Wieso? Da hat sich bei mir unterbewußt wohl am ehesten Angst eingeschlichen, sodass ich nur mein C-Game bringe (zu vorsichtiges Spiel, zuviel "toughe" Folds, Bluffs am falschen Spot). Wenn ich verloren habe, hat irgendwer gewonnen, wahrscheinlich sogar mehr als nur einer. Der ist dann hochmotiviert, spielt sein A+-Game, und ich werde noch mehr verlieren.

      Wenns rauf geht, bin ich gut gelaunt. Dann stimmt auch die Aggressivität, ich spiele selbst mein A-Game. Gleichzeitig muss ja irgendwer am Tisch verloren haben. Wenn das kein Profi ist (und auf meinen Limits dürften das die wenigsten sein), ist der zumindest kurz vorm Tilt. Unwahrscheinlich, dass der in der Konstellation sich irgendwas zurückholt.

      Normalerweise plane ich meine Sessions nach Zeit, ersatzweise auch nach Bonuspoints. Läufts gut, spiele ich länger, weil ich Angst habe, dass das Geld auf der Straße liegt und ich dran vorbeigehe. Läufts schlecht, kommts auf die Stimmung an: Bin ich fit und stecke die Beats gut weg, spiele ich weiter. Bad beats sind ein Zeichen für gute Table selection. Das Glück dreht sich auch wieder, und die Verluste einer Session sind oft in 10 Händen wieder ausgeglichen. Bin ich müde, schlecht gelaunt: Feierabend. Dafür ist mir mein Geld (und übrigens auch meine Zeit) zu schade, als dass ich beides mit blödem Rumgedonke zum Fenster rauswerfe.