Gute Hände zum bösen Spiel?

    • PommesPapst
      PommesPapst
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 11.609
      meiner erfahrung nach sind es die sessions, in denen ich die meisten spielbaren hände bekomme, die mich am ende um das meiste geld bringen.

      die letzten 10k hände konnte ich NL20 mit utopischen 19 ptbb/100 schlagen, trotz einiger leaks, die ich als anfänger natürlich noch habe. das liegt allerdings weniger daran, dass ich extrem gut spielen kann, sondern eher, dass da der durchschnittliche gegner einfach grottenschlecht ist, und ich mit einfachem abc-poker gut gewinne einfahren konnte.

      nur die letzten beiden sessions waren sehr verdreht für mich. ich bekam jede menge spielbare karten, unzählige male AQo, AKo, mittlere und high pockets weit über dem durchschnittswert und dann fing der spaß an: auf 700 hände bekam ich 12x die asse, was mich natürlich sehr freute, allerdings bekam ich 3x den walk, 4x konnte ich die blinds einsammeln und 5x verlor ich den showdown, davon 3x preflop broke und 2x als set im reraised pot gegen den gutshot und den flushdraw.

      vor spielbaren händen konnte ich mich preflop kaum retten, jedoch spielten alle villains so dermaßen aggressiv postflop, was mich normalerweise ja freut, wenn ich durchschnittlich oft treffe, jedoch nicht dieses mal, da ich sehr oft am flop unimproved gegen ein raise meiner contibet folden musste. gewonnen hab ich gefühlte 0 showdowns, wenn ich überhaupt bis zum sd kam, ohne vorher zu folden. manche gegner spielten fast jede hand mit mir, wenn ich geraist habe, nur um mich dann auszumoven, wenn ich nicht getroffen habe, was auf die dauer sehr ärgerlich ist, weil ich bei einem raise meinerseits genau voraussagen konnte, wer mich callt und dann meine contibet raisen wird. und dann fing ich auch noch an, scheiße zu spielen und moves zu machen, weil villain ja nicht jedes mal etwas getroffen haben kann, und überspielte 2x TPTK anhand der gesammelten reads, nur um gegen das set zu verlieren. dann war ich ziemlich frustriert über mein unvermögen mit der pechsträhne umzugehen und beendete die session mit 4 stacks im minus.


      genug gewhinet, meine eigentliche frage bezieht sich darauf, wie man am besten mit einer solchen situation umgeht, also wenn gegner eine sehr hohe handrange gegen einen spielen und postflop viel moven (floaten, c/r mit air etc.). ich bin davon ausgegangen, dass ich gegen diese gegner eher gewillt bin, mit einer semistarken hand (2 pair, TPTK) broke zu gehen, vor allem, wenn diese spieler nur 50BB deep sind. oder empfiehlt es sich einfach, die session abzubrechen, wenn man mit dieser hyperaggressiven art nicht zurecht kommt?

      eventuell war es auch einfach der fakt, dass ich so viele spielbare hände bekommen habe, der mich erst in diese situation gebracht hat, da meine vpip und pfr-werte komplett verfälscht waren und meine gegner davon ausgehen mussten, dass ich schlechtere karten spiele als es in wirklichkeit der fall war.
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