Poker, Studium, Arbeit, Zukunft...

  • 99 Antworten
    • ScHnibL0r
      ScHnibL0r
      Black
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 3.593
      Btw Slyde ich finde , dass du durchaus in einigen Dingen recht hast aber du gehst immer davon aus, dass wenn man jetzt pokert und viel Geld verdient, das ganze restliche Leben verbaut ist. Ich denke es ist eher andersrum, wenn man jetzt sich viel Geld anschafft( klar geld ist nicht das wichtisgste im leben blabla...)
      hat man einfach viel viel mehr Möglichkeiten und kann danach immer noch mit seinen Fähigkeiten: Geduld, Ausdauer, Wille, Disziplin, logischem Verständis,... JEDEN Job erlernen oder eine Firma aufmachen oder dies und das ...... nur ebeben vielleicht 2,3,4,5 Jahre später , dadurch hat man aber dann eventuell schon mehr Wissen und Erfahrung , man muss ja nicht jeden tag 14h Pokern und total verblöden und sich überhaupt nicht weiterbilden.
    • Rabenstein
      Rabenstein
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.010
      Sehe ich identisch, schnib.

      Glaube man verbaut sich viel mehr Chancen, indem man Pokern aufgibt, als wenn man mal 1-2 Jahre weniger Leistung in der Uni bringt.
    • galam
      galam
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2005 Beiträge: 11.136
      Letztendlich gehts doch einfach um die Opportunitätskosten bzw. um die zukünftige Gewinnaussicht.

      Ich denke man muss zwei Dinge in Betracht ziehen:

      1) Wirkung auf die persl. Motiviation, Selbstbild, Träume etc.
      2) Wirkung auf externe: Hiermit meine ich, dass man durch ggfs. Lücken im Lebenslauf bzw. lange Studienzeiten sich so manchen Job und damit den einfachen Einstieg in eine gute Karriere verbauen kann. Bei den meisten Firmen zu denen ich Kontakte hab, zählen eine gute Studiendauer und eben auch das Alter der Bewerber, fast mehr als die Noten.

      Jeder muss wissen, was für ihn das beste ist. Letztendlich sollte man sich auf ein Ziel zu bewegen, was einem langfristig das meiste verspricht (was auch immer das heißt). Dabei sollte man denke ich kurzfristige Unanehmlichkeiten billigend in kauf nehmen.
    • HoRRoR
      HoRRoR
      Black
      Dabei seit: 11.02.2005 Beiträge: 10.656
      ich versteh garnicht was ihr alle habt, also ich find das, so wie ich fahre, ansich ganz gut (sonst würd ich es auch nicht machen)

      man geht bissel zur uni und pokert nebenbei was

      klar kann man dann keins von beiden intensiv machen, so 14h session vl eher eingeschränkt und uni dauert vl auch nen jährchen länger

      aber ich beabsichtige doch garnicht
      a) in poker rich zu werden
      b) dann den besten job zu bekommen

      eins von beiden oder eben nen mittelding reicht mir doch

      mit poker nun bissel finanziell unabhängig werden und später will ich dann einfach nur einen normal bezahlten job, welcher mir spaß macht, dass ich vl dann später kein topverdiener bin ok, aber naja...

      zudem glaub ich nicht, dass wenn man es echt drauf hat und im lebenslauf dann vl 1-2 jahre mehr uni geschoben hat, dass das schlechter zu bewerten ist, ich mein im nachhinein kann man das doch rechtfertigen und zudem ein ergebnis vorweisen und jeder normal denkende mensch wird (zumindestens mit erfolgreichem pokerergebnis) einem da rechtgeben, dass man diese laufbahn gewählt hat

      (anhang: ka obs überhaupt @topic war, kenn den alten thread nicht und er war zu lang, but i like thema! ;D )
    • godefroy
      godefroy
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2005 Beiträge: 1.614
      Vllt sollte man das ganze ins allgemeine Diamond Forum verschieben?
      Geht die Minbetter ja auch was an :P

      Mir gefällt der Thread sehr gut, mich betrifft er irgendwie auch ziemlich aber in einem speziellen Fall... werd die Tage mal meine Story hier posten ...^^
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      generell: es kommt immer auf die relation an:

      a) was für eine bildung gebe ich zwischenzeitlich auf. (und man kann zwar später wieder anfangen, etc, klar, aber will man dann mit 30 in der uni rumhängen, wenn alle 5 jahre jünger sind?! der ganze alte freundeskreis arbeitet schon etc; das stelle ich mir auch nicht so toll vor.)

      b) wieviel kann ich mit pokern verdienen. (wenn man in einem jahr ausgesorgt hat, obv go poker.)


      für mich persönlich kann ich nur sagen, dass ich wohl ein gutes abi machen werde und hoffentlich auch ein überdurchschnittliches studium mit demzufolge überdurchschnittlichen karrierechancen und ich bin auch bereit, dafür etwas zu leisten.

      ich werd also meine guten voraussetzungen nicht aufgeben, gleichzeitig werd ich aber auch nicht poker aufhören, sondern versuchen, beides unter einen hut zu bringen. wär ich jetzt hauptschüler, würde ich insta pokerprofi versuchen mit meinem derzeitigen stundenlohn. hätt ich n harvard stipendium, würde ich das pokern hinten an stellen ... wenn ich nicht >500k im jahr machen würde (weil da hätte man nach paar jahren in der tat ausgesorgt).

      ich denk, im leben ist es immer wichtig, mehrgleisig zu fahren und sich viele optionen offen zu halten. würd also keinem empfehlen, sein studium komplett abzubrechen ...


      at man einfach viel viel mehr Möglichkeiten und kann danach immer noch mit seinen Fähigkeiten: Geduld, Ausdauer, Wille, Disziplin, logischem Verständis,... JEDEN Job erlernen oder eine Firma aufmachen oder dies und das
      Das stimmt. Nur dann sind die Karrierechancen eben doch deutlich geringer. Das ist ja knallhart heute - und da habt ihr recht, dann werdet irh glaube ich keinen sehr gut bezahlten job bekommen. vllt bin ich auch etwas zu optimistisch und eingebildet, aber ich glaub schon, dass ich später n gutes jahresgehalt erwirtschaften kann, welches ich nicht könnte, wenn ich das studium nicht durchziehe, sondern "lücken" im lebenslauf habe. warum sollte ein unternehmen mich als 26 jährigen einstellen, wenn es jmd. mit der gleichen qualifikation (heißt: selber abschluss) gibt, der 23 ist? da müsste schon äußerster fachkräftemangel herrschen ... und das bei den studiumsabsolventen, die von jahr zu jahr steigen.


      in anlehnung an den anderen thread wäre ich übrigens lieber ein professor für mein lieblingsfach mit durchschnittlichem beamtengehalt (mir machts nichts aus, ob ich audi oder porsche fahre. dafür hätt ich aber gerne frau + familie) als ein professioneller pokerspieler mit viel geld.

      ist eigentlich immer eine simple fragestellung:

      a) was will ich in meinem leben erreichen?

      b) was kann ich tun, um meine ziele zu erreichen?


      ich will nicht zwangsweise reich werden. was bringen mir 50 millionen, wenn ich 80 bin und auf'm sterbebett liege. alle materiellen, irdischen dinge sind endlich; das sollte man sich immer mal wieder vor die augen holen.

      auch kann ich für mich persönlich sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, besondere glücksgefühle zu verspüren, wenn ich einen porsche fahre statt einen golf. oder wenn mein haus 200 zimmer hat anstatt nur 10. ich denke, die meisten dinge, von denen die leute denken, sie machen einen glücklich, resultieren nur aus der anerkennung anderer. ein porsche macht glücklich, weil man von anderen darum beneidet wird, so denken zumindest die, die keinen porsche haben. D=

      neja, egal.

      ich kann nur sagen, dass ich n geregeltes leben will, mit ordnung und sicherheit und das ist mit professionellem poker spielen einfach nicht vereinbar z.z.


      ist eigentlich nur 'ne frage vom charakter, fällt mir grad auf. diskrepanz zwischen risikobereitschaft und rendite, wie beim wertpapierhandel. (da setz ich übrigens auch ganz doll auf sicherheit =P)
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Nit! Go playing full ring... ;)
    • domano
      domano
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 6.870
      wobei ich finde dass poker einem auch in gewisser weise sicherheit gibt, wenn man zb nachdem studium nich gleich nen job findet brauch man sich keine sorgen ums geld machen, wenn der job einem nicht gefällt kann man immernoch pokern, deshalb finde dass poker einem eben die perfekte chance gibt sich abzusichern und was aus seinem leben zu machen, wenn man dagegen nur pokert ist man auch nicht abgesichert da man nicht weiß wie sich das poker geschäft entwickelt
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      Original von domano
      wobei ich finde dass poker einem auch in gewisser weise sicherheit gibt, wenn man zb nachdem studium nich gleich nen job findet brauch man sich keine sorgen ums geld machen, wenn der job einem nicht gefällt kann man immernoch pokern, deshalb finde dass poker einem eben die perfekte chance gibt sich abzusichern und was aus seinem leben zu machen, wenn man dagegen nur pokert ist man auch nicht abgesichert da man nicht weiß wie sich das poker geschäft entwickelt
      ja schon, mit sicherheit meinte ich aber auch, das gefühl von sicherheit, also das gefühl von einem sicheren einkommen, was für mich lebensqualität ausmacht.

      das ist bei poker imo einfach nicht gegeben. da kann's 3 monate mal breakeven gehen und das würde mich total fertig macehn, wenn ich abhängig wäre von poker und andere sachen dafür aufgegeben hätte. damit könnte ich nicht leben.
    • Rabenstein
      Rabenstein
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.010
      Spare in der Not, dann hast du in der Zeit. Ich brauche so ca. ein Zehntel meines jetzigen Pokereinkommens zum Leben.
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      Original von Rabenstein
      Spare in der Not, dann hast du in der Zeit. Ich brauche so ca. ein Zehntel meines jetzigen Pokereinkommens zum Leben.

      wielang hast du denn schon dieses "supermäßige" einkommen. 2 oder 3 monate? :D (sry for offence, is nich so gemeint)


      bevor ich ÜBERHAUPT nur an pokerprofi denke, würde ich erstmal 1 jahr KONSTANT winnings einfahren.

      die varianz wird glaub ich sehr häufig noch unterschätzt.
    • Rabenstein
      Rabenstein
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.010
      Ich denk nicht an Pokerprofi, ich denke daran meiner Ausbildung weniger Zeit zu widmen. Ausserdem hab ich mich über 2 Jahre langsam hochgearbeitet mit Winrates, die deutlich unter euren liegen. Natürlich kann man nichts ausschließen, aber - wie schnib schon erwähnte - auch im Berufsleben ist nichts sicher. Das Unternehmen kann in eine Krise geraten, du wirst gefeuert, die Stelle die du willst wird einfach nicht frei, du wirst krank und ein Konkurrent schnappt dir deinen Posten weg etc. blabla... diese "Real-Life-Varianz" ist ebenso etwas, das viele unterschätzen!

      War ja auch mal so ideologisch wie du. Spätestens als ich dann den lahmen Physikeralltag wirklich sah, fragte ich mich erneut nach dem Sinn.
    • Jan1000
      Jan1000
      Gold
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 955
      Ich denke man sollte sich immer alle Möglichkeiten offen halten.
      Natürlich wirkt es nicht so klasse, wenn man ne Lücke im Lebenslauf oder fürs Studium länger braucht, aber wenn man in der zeit durchs Pokern so einiges zu verdienen oder sicht ggf als Profi zu versuchen, find ich das auch nicht verwerflich, solang man immernoch andere Möglichkeiten hat, die in Deutschland ohnehin immer gegeben sind.

      Habe wohl allgemein ne zu geringe Arbeitseinstellung und Motivation, und sehe Pokern als ne Chance an, unabhängig und sorgenfrei in hinsicht aufs finanzielle zu Leben.
      Deshalb möchte ich diese Chance nutzen und erstmal soviel wie möglich verdienen und das Studium nebenher laufen zu lassen, vorerst etwas langsamer aber trotzdem.
      Warum sollte man die Chance nicht jetzt nutzen, wo man Pokermässig so riesige Möglichkeiten hat, die wie auch die berufliche Zukunftchancen, unvorhersehbar sind.
      Mal Top-Studenten ausgeschlossen, aber son Typ bin ich sowieso nicht.

      Wer versichert einem, dass man nach Abschluss des Studiums nen guten Job bekommt? Es gibt soviele Akademiker die sich zu Jobs umschulen lassen, die nicht Ansatzweise in der Gehalts- und Anspruchsklasse liegen, da sie keine beruflichen Chancen in ihrem Studierten Fachbgebiet haben.

      Was ich damit sagen will - man sollte seine Chancen nutzen, sich aber immer ne Hintertür offen halten, und auf keinenfalls etwas machen, was einem Überhaupt keinen Spaß macht. Das hat einfach keinen Sinn und man verbittert nur in seinem Job.

      hatte das schonmal im Selbstmanagement bereich oder so geschrieben

      "do what u like and the success will follow" ! sehr schönes Zitat wie ich finde.
    • Abnoe
      Abnoe
      Black
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 2.834
      Irgendwie scheinen alle außer Sleyde zu denken, ein "Job" ist gleichzusetzen mit Mühen und Anstrenungen für wenig Gehalt.
      Alle Menschen brauchen etwas das sie erfüllt. Für viele ist das ihr Beruf, den sie gerne und mit Freude machen. Es gibt sicher auch Leute bei denen das anders ist, aber ich wage zu behaupten: Das Leben als Pokerprofi bringt keine Erfüllung.

      Keine Ahnung, klingt abgedroschen, aber anscheinend ist hier sowieso die überwiegende Mehrheit davon überzeugt ihr Dasein in einem langweiligen Beruf mit 1,5k Euronen netto fristen zu müssen, und Spaß am Job gibts nur ab 5 Digits. Und dafür müsste man sich anstrengen. Und Anstrenungen sind uncool.

      Ad Schniblor: Wenn du sagst du willst mit 30 ausgesorgt haben und dann studieren, go for it. Aber wenn hier irgendwelche SSS Nl600 die grade ihre ersten 10k gecashed haben vom Pokerprofitum reden wird mir schon mulmig. Natürlich, man kann auch mit 45 studieren, aber den beruflichen Erfolg (den ja sowieso Alle nur monetär definieren, warum auch immer) gibts DANN sicher nichtmehr.

      edit:
      Original von Sleyde
      in anlehnung an den anderen thread wäre ich übrigens lieber ein professor für mein lieblingsfach mit durchschnittlichem beamtengehalt (mir machts nichts aus, ob ich audi oder porsche fahre. dafür hätt ich aber gerne frau + familie) als ein professioneller pokerspieler mit viel geld.
      Im Übrigen der beste Satz den dieser Thread auf 10 Seiten hervorbringen wird. Ich erwarte nicht, dass viele die grade den ersten Reichtum (relativ gesehen) erleben das verstehe, aber hoffentlich kommt die Einsicht nicht zu spät. Ich glaub einfach nicht, dass mehr als eine handvoll Leute hier in 5 Jahen ausgesorgt haben könnten (IMO 5 mio).
    • Jan1000
      Jan1000
      Gold
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 955
      Original von Abnoe
      Irgendwie scheinen alle außer Sleyde zu denken, ein "Job" ist gleichzusetzen mit Mühen und Anstrenungen für wenig Gehalt.
      Alle Menschen brauchen etwas das sie erfüllt. Für viele ist das ihr Beruf, den sie gerne und mit Freude machen. Es gibt sicher auch Leute bei denen das anders ist, aber ich wage zu behaupten: Das Leben als Pokerprofi bringt keine Erfüllung.

      Keine Ahnung, klingt abgedroschen, aber anscheinend ist hier sowieso die überwiegende Mehrheit davon überzeugt ihr Dasein in einem langweiligen Beruf mit 1,5k Euronen netto fristen zu müssen, und Spaß am Job gibts nur ab 5 Digits. Und dafür müsste man sich anstrengen. Und Anstrenungen sind uncool.

      Ad Schniblor: Wenn du sagst du willst mit 30 ausgesorgt haben und dann studieren, go for it. Aber wenn hier irgendwelche SSS Nl600 die grade ihre ersten 10k gecashed haben vom Pokerprofitum reden wird mir schon mulmig. Natürlich, man kann auch mit 45 studieren, aber den beruflichen Erfolg (den ja sowieso Alle nur monetär definieren, warum auch immer) gibts DANN sicher nichtmehr.
      denke schon dass man mit poker, friends und sport ausgefüllt sein könne, aber das sein mal dahingestellt.

      mir wär es auch egal was fürn Job es wär und wieviel man verdient, hauptsache man kann gescheit davon leben und es macht spaß.

      btw die 5 Mio find ich mal für hart overrated. IMO reicht sicherlich auch 1 Mio, wenn überhaupt.

      Sehe poker als Mittel um sich in Zukunft einiges ermöglichen zu können, mein Wunschziel wäre es irgendwo nen Haus mit Sonne Strand und Meer zu haben und mir isses relativ egal wie ich das erreiche. Studiere nebenher nen Management Studiengang VWL und versuche mir durchs Poker nen Grundkapital aufzubaun um mich nachher entweder selbständig zu machen(denke das wäre das einzige wofür ich mich wirklich begeistern könnte - niemals irgendwelche immer wiederkehrende Arbeiten für irgendjemand anderes zu erledigen - das könnte ich glaub ich einfach nicht)
      Oder durch Pokern mein Leben zu finanzieren, was imo Wunschtraum ist und natürlich auch relativ unsicher in Hinsicht auf die Zukunftssicherung.
    • Rabenstein
      Rabenstein
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.010
      Eben, selbst wenn man für die Karriere in irgendeinem Konzern eine Lücke im Lebenslauf hätte, könnte man sich noch selbstständig machen mit dem erwirtschafteten Kapital.

      Und ich weiss auch nicht, wieso alle die "Poker"-Idee so verabsolutieren, nach dem Motto, wer diesen Weg geht, der macht nichts anderes mehr. GERADE Poker gibt einem doch die Chance, dass man eben NICHT 60 Stunden die Woche gebunden ist, sondern was soziales machen, sich um seine Gesundheit und Sport kümmern, die Welt anschauen etc. kann.

      Nehmt mich doch mal als Beispiel, denn ich stecke mitten in diesem Problem drin, da ich an einer Weggabelung stehe. Die Diplomarbeit läuft sehr langsam vor sich hin, und ich bräuchte eine gute Note für einen guten Berufseinstieg. Hänge ich mich aber 10h täglich rein, kann ich kaum noch pokern und verpasse vielleicht die einmalige Chance, mir Kapital anzuhäufen. Was würdet ihr tun? Wie ihr btw. seht, stellt sich mir die Frage des "Pokerprofis" nicht, aber es gibt trotzdem viele Optionen, zB ein Jahr Pause, beides parallel so halb-halb, oder doch alles auf ein Ziel?
    • ArzrA
      ArzrA
      Black
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 525
      Original von Abnoe
      Irgendwie scheinen alle außer Sleyde zu denken, ein "Job" ist gleichzusetzen mit Mühen und Anstrenungen für wenig Gehalt.
      Alle Menschen brauchen etwas das sie erfüllt. Für viele ist das ihr Beruf, den sie gerne und mit Freude machen. Es gibt sicher auch Leute bei denen das anders ist, aber ich wage zu behaupten: Das Leben als Pokerprofi bringt keine Erfüllung.

      Keine Ahnung, klingt abgedroschen, aber anscheinend ist hier sowieso die überwiegende Mehrheit davon überzeugt ihr Dasein in einem langweiligen Beruf mit 1,5k Euronen netto fristen zu müssen, und Spaß am Job gibts nur ab 5 Digits. Und dafür müsste man sich anstrengen. Und Anstrenungen sind uncool.

      Ad Schniblor: Wenn du sagst du willst mit 30 ausgesorgt haben und dann studieren, go for it. Aber wenn hier irgendwelche SSS Nl600 die grade ihre ersten 10k gecashed haben vom Pokerprofitum reden wird mir schon mulmig. Natürlich, man kann auch mit 45 studieren, aber den beruflichen Erfolg (den ja sowieso Alle nur monetär definieren, warum auch immer) gibts DANN sicher nichtmehr.

      edit:
      Original von Sleyde
      in anlehnung an den anderen thread wäre ich übrigens lieber ein professor für mein lieblingsfach mit durchschnittlichem beamtengehalt (mir machts nichts aus, ob ich audi oder porsche fahre. dafür hätt ich aber gerne frau + familie) als ein professioneller pokerspieler mit viel geld.
      Im Übrigen der beste Satz den dieser Thread auf 10 Seiten hervorbringen wird. Ich erwarte nicht, dass viele die grade den ersten Reichtum (relativ gesehen) erleben das verstehe, aber hoffentlich kommt die Einsicht nicht zu spät. Ich glaub einfach nicht, dass mehr als eine handvoll Leute hier in 5 Jahen ausgesorgt haben könnten (IMO 5 mio).

      Mir persoenlich geht es nicht darum viel geld zu verdienen... Ich moechte einen Job der mir spass macht und der mich wie du es nennst "ausfuellt". Das problem an der ganzen geschichte is dass ich absolut keine ahnung habe was das sein koennte... mir faellt es schwer 3-5 jahre zu studieren (was mir keinen spass macht) um dann einen job zu machen bei dem ich nicht weis ob er mir spass machen wird... ich hab vorallem durch das pokern gemerkt dass mir geld in dem sinne nicht soo wichtig ist... frueher war meine motivation die schule abzuschliessen dass ich dann etwas studieren kann was mir spass macht (wurde mir von verschiedenen leuten erzaehlt "studium beste zeit des lebens bla... man studiert was man will usw.") und spaeter einen job zu haben mit dem ich sehr gut verdiene...
      in meiner momentanen situation sieht es so aus dass wenn ich mich voll in mein studium reinhaengen wuerde dies wohl recht gut bestehe allerdings fehlt mir dazu wie gesagt die motivation / ein festes ziel...
      wie schon mehrmals erwaehnt ist es immer eine frage was man fuer sich selber will... und da ich das momentan nicht wirklich weis werd ich mich nach alternativen umsehen... vllt ne ausbildung oder nen anderes studium... durch das pokern hab ich momentan halt keine finanzielleprobleme... und werd mich das naechste halbe jahr nach etwas anderem umschaun wenns mit pokern ganz ok laeuft das ganze auf nen jahr ausdehen und dann hoffentlich ein ziel gefunden haben fuer das es sich in meinen augen lohnt sich anzustrengen...
      wirklich pokerprofi koennte ich mir vllt fuer paar jahre vorstellen und auch diese moeglichkeit in betracht ziehen (mit allen vor- und nachteilen die ja nun schon oft genug genannt wurden)
    • KiaKiaKia
      KiaKiaKia
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 1.682
      Original von Abnoe
      Irgendwie scheinen alle außer Sleyde zu denken, ein "Job" ist gleichzusetzen mit Mühen und Anstrenungen für wenig Gehalt.
      Alle Menschen brauchen etwas das sie erfüllt. Für viele ist das ihr Beruf, den sie gerne und mit Freude machen. Es gibt sicher auch Leute bei denen das anders ist, aber ich wage zu behaupten: Das Leben als Pokerprofi bringt keine Erfüllung.

      Keine Ahnung, klingt abgedroschen, aber anscheinend ist hier sowieso die überwiegende Mehrheit davon überzeugt ihr Dasein in einem langweiligen Beruf mit 1,5k Euronen netto fristen zu müssen, und Spaß am Job gibts nur ab 5 Digits. Und dafür müsste man sich anstrengen. Und Anstrenungen sind uncool.

      Ad Schniblor: Wenn du sagst du willst mit 30 ausgesorgt haben und dann studieren, go for it. Aber wenn hier irgendwelche SSS Nl600 die grade ihre ersten 10k gecashed haben vom Pokerprofitum reden wird mir schon mulmig. Natürlich, man kann auch mit 45 studieren, aber den beruflichen Erfolg (den ja sowieso Alle nur monetär definieren, warum auch immer) gibts DANN sicher nichtmehr.
      :(
    • HoRRoR
      HoRRoR
      Black
      Dabei seit: 11.02.2005 Beiträge: 10.656
      naja ich finds ansich einfach nais im prinzip das selbe zu machen wie jeder andere, ich studiere und hab nen mehr oder weniger zeitintensives hobby, welches spaß macht (poker)
      kumpels von mir studieren und zocken dann meinetwegen wc3 und gucken jeden abend fernseh (zum beispiel)

      wenn man es so handhabt isses im prinzip kein unterschied, der einzige unterschied ist, dass ich mit meinen 20 jahren nun wirklich schon anfangen kann das leben auch zu genießen, wenn ich was haben will oder machen will, dann kauf ich es mir einfach, sei es nen karibik urlaub oder sei es einfach, dass ich mal 3cocktails inner bar trinke und nicht nur das happy hour bier

      denke wenn man so fährt, dann is das ganze sowieso kein unterschied, da ich sowieso nicht der typ bin, der einfach vollzeit student ist mit mass uni besuchen und dann zu hause lernen usw :X


      aber ich denke mal, dass schnibs beispiel sich scho krass absondert von den meisten hier, ich mein die meisten hier haben overall winnings die kleiner sind als ein stack von schnib und von daher ist das ganze für ihn denk ich eine komplett andere überlegung