Fragen zur allg. Theorie (2-4)

  • 11 Antworten
    • Rocco221
      Rocco221
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      Dabei seit: 12.04.2007 Beiträge: 178
      grobe Regel: blinds loose = tighter stealen.
      blinds tight = looser stealen

      Knappe Hände (<50% EQ) generieren longterm ihren gewinn in Verbindung mit fold-eq.
    • Marvl
      Marvl
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      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      blinds aggro = tighter stealen
      blinds passiv = looser stealen

      Gegen Leute, die niemals 3-betten, immer donken, wenn sie was haben, sonst checken, raise ich vom Button alles, was besser als 92o, 83o ist, also ca. 90%.
      Sonst vielleicht ca. 60%.

      2. Frage:
      die 5,5:1 sind wohl BB vs Raiser + Cold-Caller, die 7:1 SB vs 2 Limper.
      Im BB bin ich vs unknown z.B. mit J8s voll dabei, aber nicht sowas wie 93s,
      im SB etwas toleranter, 96s vielleicht.
    • workah0lic
      workah0lic
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      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 2.010
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    • Marvl
      Marvl
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      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      tight und passiv sind pro stealen, loose und aggressiv contra, wobei Passivität für mich wichtiger ist.
      Wenn z.B. ein schlechter Spieler 100% callt, habe ich mindestens genauso gute Karten wie er und den positionellen Vorteil.

      Im BB bin ich tighter, was die Odds betrifft.

      Im SB gegen die Limper wird man nicht so oft dominiert, wenn man mit seinem suited Irgendwas Top Pair floppt, hat man z.B. seltener ein Overpair gegen sich als im raised pot.

      Raised pot verspricht mehr Action, andererseits hat man im SB aber doppelt so gute implied odds, da man ja nur eine halbe Bet im Verhältnis zu allem, was postflop noch reinkommt, investiert hat.

      Muss aber noch hinzufügen, dass ich eigentlich nie so genau darauf achte, sondern eher ausm Bauch entscheide, da ich mich sehr selten im SB hinter zwei Limpern befinde.
      Wenn das mal so ist, dann bin ich an einem Tisch, der so gut ist, dass derlei Nuancen schwer auszuloten sind und eh kaum noch ins Gewicht fallen.
    • workah0lic
      workah0lic
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      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 2.010
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    • Marvl
      Marvl
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      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      Original von johvi
      Das man im SB doppelt so gute Implied Odds hat als im BB versteh ich auch nicht ganz, ich zahle halt eine halbe Bet zB gegen 3 Gegner, also 1:7, im BB müsste ich eine ganze Bet zahlen, dafür wären bei 3 Gegnern aber auch schon 6 Bets reingewandert, also auch 1:7.
      Versteh nicht ganz wie du das meinst o_O
      genauer gesagt, doppelt so gute Implied Odds nicht insgesamt, sondern im Bezug auf die postflop Bets.

      Wenn du deinen Gegnern postflop 5 Big Bets abnimmst, ist das 20:1 im Verhältnis zur halben Small Bet für den SB-Complete, im Verhältnis zum BB-Call aber nur 10:1.
    • workah0lic
      workah0lic
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      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 2.010
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    • kombi
      kombi
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      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Original von Marvl
      Wenn z.B. ein schlechter Spieler 100% callt, habe ich mindestens genauso gute Karten wie er und den positionellen Vorteil.
      Halt nur mit dem Unterschied, dass du deine Karten kennst. ;)

      Und mit zB 76o stehst du damit EQ technisch als Underdog da.
    • Marvl
      Marvl
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      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      76 hat gegen AK immerhin 38%.
      Und das ist nur der Durchschnitt.
      Manchmal trifft man den Flop und bei 8-7-4 sieht die EQ schon ganz anders aus.
      Wenn ich in Position gegen eine passive Calling Station die Potsize bestimmen kann, dann ist 76o ein easy Opener für mich.

      @johvi:
      der 7:1 SB-Completer, der Postflop 2,5 BB hinzugewinnt, bekommt effektiv die gleichen Odds wie der 7:1 BB-Caller, der 5 BB einfährt, nämlich insgesamt 17:1.

      Bei gleichen Preflop-Odds brauchst du im BB doppelt soviel Postflop-Action, um tatsächlich die gleichen Odds zu bekommen.
      Wobei noch hinzu kommt, dass du mit deiner any 2 suited Hand im Raised Pot nicht so oft gewinnen wirst wie gegen die Limper.
    • workah0lic
      workah0lic
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      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 2.010
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    • SwissDave
      SwissDave
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      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 637
      Zuerst mal zu der 5.5:1 Sache, man muss es leider immer wieder sagen:
      5.5:1 ist die Chance einen Flushdraw oder Twopair oder besser am Flop zu treffen. Die grösste Wahrscheinlichkeit dabei ist natürlich Flushdraw, und wenn man den hat, hat man noch nicht die beste Hand und auch die preflop investierte Bet noch nicht kompensiert...
      Any2 suited für 5.5:1 zu completen wäre also ein Fehler (z.B. 72s, 82s, 93s und so Kram folde Ich jedenfalls bei 5.5:1).
      Ich denke in der Praxis hat es sich bewährt bei 7:1 any 2 suited zu completen, habe jedenfalls noch nichts gegenteiliges gelesen.

      Die Diskussion SB complete vs BB complete ist eigentlich noch interessant, dass man bei SB complete postflop weniger EV rausholen muss, wenn man trifft, stimmt, allerdings hat man auch den Nachteil, dass der BB nach einem noch raisen kann und dass man in einem kleinen Pot (ist ja unraised) manchmal postflop gar nicht die Odds für einen Calldown des Draws bekommt. Ich denke die Vorteile und Nachteile gleichen sich ungefähr aus, vielleicht kann man im SB ein ganz klein wenig looser spekulative Hände completen, Ich weiss es nicht.

      Zum openraisen, Ich halte mich auch gegen Fische nach mir ziemlich an das ORC (Leak?).
      Gegen loose/passive willst du möglichst Hände mit >50% Equity spielen oder mit guten implied Odds. Spricht im Prinzip schon dafür allenfalls mit suited Händen looser zu werden und mit solchen mit highcard value tight zu spielen. Mehr als 1-2 Kicker würde Ich aber nicht looser/tighter werden.
      Also z.B. im BU A2o, K7o, K8o folden dafür Q5s, J6s, 65s dazunehmen und am Flop auch mal ne Freecrad nehmen (z.B. bei Gutshot o.ä.)